Startseite Foren Halle (Saale) Weihnachten im Schuhkarton: noch bis Samstag wird in Halle gesammelt

Dieses Thema enthält 13 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  farbspektrum vor 4 Jahre, 7 Monate.

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  • #123666

    Auch in diesem Jahr beteiligen sich Hallenser wieder an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Im vergangenen Jahr kamen im deutschsprachigen Raum 4
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    #123667

    Das für dieses Schmierentheater immer noch geworben wird, ist schon frech:
    1. wird man eindringlich gebeten 6€ als Bearbeitungs-und Versandbeteiligung zusätzlich zu spenden, davon hier kein Wort!
    2. sollen die Päckchen nur mit Gummi umbunden werden, da sie nochmals zur „Kontrolle“ geöffnet werden. Auf der Homepage kommt dann etwas versteckt im Text der Hinweis, dass „ungeeignete Inhalte“ entnommen und anderen sozialen Projekten zugeführt würden – wie vertrauenswürdig!
    3. Ob beigelegte Bibelheftchen oder nicht, es bleibt ein platter Missionierungsversuch mit Weihnachten als Köder für Spender und Empfänger…
    4. Wie lang leuchten denn die Kinderaugen in bettelarmen Regionen, wo hinter jedem Beschenkten eine ganze Familie mit Nöten steht???

    Null Nachhaltigkeit, dubiose Mutterorganisation, dubioser Umgang mit Spenden … da sollte jede/r „vorweihnachtlich beseelte/r“ Spender/in lieber genauer schauen, wie und wo geholfen werden kann!!!

    #123668

    Dieser bösartige Kommentar wird der Sache nicht gerecht.
    Ich habe selbst im vorigen Jahr bei der „Kontrolle“ der Päckchen eine Weile zugesehen. Diese Kontrolle ist nötig, weil zum Export nicht zugelassene und verderbliche Waren, Kriegsspielzeug, abgenutztes Spielzeug etc. entnommen werden, manche Pakete auch besser und sorgfältiger gepackt werden müssen. Das ist eine Heidenarbeit. Und kostenlos ist doch ein Transport nicht, dazu sind Spenden notwendig.

    Diese gemeine Kommentar von „Nachhall“ ist mir Anlass, mich an der Aktion zu beteiligen.

    #123669

    *hüstel*
    Lieber Nachhall,
    Weihnachten ist ein christliches Fest, diese Organisation ist ebenfalls christlich. Wer sich also entscheidet, bei dem Projekt mitzumachen, sollte also auch die Trägerschaft einer kirchlichen Institution akzeptieren, die sich zum Beispiel durch dieses kleine Heft äußert.
    Da es jedem selbst überlassen wird, was er ins Paket packt, kann man sich auch für „nachhaltige“ Dinge, wie zum Beispiel Mütze und Schal entscheiden.
    Auf der Website wird genau angegeben, welche Inhalte nicht erlaubt/geeignet sind und daher wieder entfernt werden, daher kann hier eher von Transparenz als von Dubiosität gesprochen werden.
    Und selbst wenn eine ganze Familie von diesem Paket profitiert – ja warum denn nicht. Ich würde meine Tafel Schokolade auch teilen 😉

    #123671

    Wolli, selektives Lesen ist offenbar ein generationsübergreifendes Phänomen!
    Wo bin ich bösartig? Wo bleiben denn Gegenargumente für meine Kritikpunkte, die alle belegbar sind? Dass Transport kostet ist keine Frage, früher stemmte man das ohne Spenden, nun geht es offenbar nicht mehr ohne,ok. Aber bei all den anrührend menschelnden Pressemitteilungen dieser Aktion wird dieser Fakt nicht erwähnt, siehe Artikel hier! Warum wohl? Einfach vergessen, oder will man nicht das weihnachtlich-idyllische Bild dieser Kampagne „eintrüben“? Ein Schelm …

    Und das CDU’ler kein Problem mit christl. Missionierung haben, verwundert nach Jahrhunderten der Umsetzung weltweit nun wirklich nicht mehr, gehört ja schon irgendwie dazu.

    Worauf sollen denn die einmalig beschenkten Kinder „hoffen“ dürfen?

    #123719

    Es ist eine fragwürdige Sekte, die hinter der Aktion steht. Darüber diskutieren wir hier alle Jahre wieder, ich grüße mal auf diesem Wege das Murmeltier.

    Mehr Infos hier: http://www.bistum-trier.de/weltanschauungen-sekten/gruppen-weltanschauungen/weihnachten-im-schuhkarton/

    #123731

    Was von der Aktion selbst zu diesen Fragen gesagt wird, kann hier nachgelesen werden.
    http://www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/haeufige-fragen/

    Es gibt keine grundsätzliche ablehnende Stellungnahme der Ev. und Kath. Kirche zu dieser Aktion. Auch christl. Kirchen missionieren, den in der Bibel steht das Jesus-Wort „Gehet hin in alle Völ­ker, leh­ret alle Völ­ker, leh­ret sie alles hal­ten, was ich euch gesagt habe!“

    Die Kirchen organisieren eigene und noch viel größere Aktionen wie „Brot für die Welt“ und „Misereor“, sie müssen deshalb die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ nicht unterstützen, aber warum sollten sie andere davon abhalten Gutes zu tun und missionieren zu wollen.
    Weihnachten im Schuhkarton ist eine gut begreifbare Aktion für jedermann, Kindern Freude zu bereiten, die Werbestrategen der Kirchen sind eben leider nicht auf so eine schöne Idee gekommen.

    Es bleibt den Atheisten und Agnostikern unbenommen, eigene gute Werke zu tun.

    #123881

    Problem ist, dass diese evangelikalen Christen nicht vordringlich „helfen“ wollen, sondern die Hilfe als Türöffner für missionarische Zwecke missbrauchen. Das ist nicht nur fragwürdig, sondern in meinen Augen sogar widerlich. Problem ist außerdem, dass viele Menschen und Institutionen (z.B. Kitas) diese Aktion vollkommen unreflektiert unterstützen, ohne überhaupt die Hintergründe zu kennen.

    In unserer Kita (weltlicher Träger) reichte glücklicherweise der Hinweis auf die zweifelhafte Tätigkeit des Vereins aus, um die Beteiligung sofort zu beenden, wenngleich einige Eltern das „Wir machen das doch schon seit Jahren“-Argument zogen.

    #123884

    Und was tut diese weltliche Kita jetzt für ein gutes Werk?

    #123886

    Das, wofür Kita´s zuständig sind: Kinder betreuen.

    “Gehet hin in alle Völ­ker, leh­ret alle Völ­ker, leh­ret sie alles hal­ten, was ich euch gesagt habe!”

    Und wenn sie nicht gestorben sind…

    Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten. (Erwin Pelzig)

    #123907

    Wer wissentlich dem Budenzauber trotz aller zweifelhaften Hintergründe Charme abgewinnen kann, soll das doch ruhig machen!
    Aber i.d.R. nutzt dieser Verein geschickt mit solchen Hauruck-Aufrufen (gern auch in Schulen u.ä.) den „Herdentrieb“ ohne sich mit Details zu ihrem Antrieb und Zielen aufzuhalten.

    #123922

    Lieber „Budenzauber“ und Päckchen für arme Kinder packen als gar nichts tun und nur rumnölen.

    #123959

    Nein, wolli, es ist nicht besser, irgendwas zu machen.

    #124831

    „Den Schuhkarton dann mit einem Gummiband verschließen“
    https://www.geschenke-der-hoffnung.org/projekte/weihnachten-im-schuhkarton/so-gehts/
    Da wird noch was zum Lesen reingepackt.

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