Startseite Foren Halle (Saale) Vom Staatsvolk zur Bevölkerung

Dieses Thema enthält 25 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  hei-wu vor 1 Woche, 1 Tag.

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  • #297621

    Die meisten SPD-ler, Linken und Grünen und viele in der sozialdemokratisierten und grünisierten CDU wollen weg vom deutschen Staatsvolk, das derzeit nach dem Grundgesetz noch der eigentliche Souverän ist, hin zur Bevölkerung, zu der jeder gehört, der das deutsche Hoheitsgebiet betritt und dauerhaft hier bleibt.
    Das ist jedenfalls meine Beobachtung.

    #297623

    @wolli Das war die letzten 2000 Jahre so, aber ich wäre schon für die Beibehaltung von deutsch. Die Catalanen z.B. definieren sich auch so: Catalane ist, wer catalanisch spricht und fühlt. Deutscher wäre, wer deutsch spricht und deutsch fühlt und wenn es nur plattdeutsch ist.

    Spricht deutsch, fühlt norddeutsch, träumt sephardisch, Riosal

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #297627

    Und eine deutsche Staatsbürgerschaft würde es sicher nicht mehr geben?

    #297629

    Artikel 1 des GG “ die Würde des Menschen ist unantastbar“
    Da steht nicht, dass die des deutschen Menschen unantastbar ist. Das vergessen viele. Die zweite Sache ist, wir hier im Osten haben leider nie über das GG abstimmen geschweige diskutieren dürfen. Das wird immer ein Problem bleiben.

    #297631

    Was hat die Würde des Menschen damit zu tun, dass in Deutschland und allen mir bekannten Ländern bestimmte Rechte nur den jeweiligen Staatsangehörigen zustehen?

    #297633

    Wenn jemand dauerhaft hier bleiben darf, hat er einen Aufenthaltstitel, wenn er kein deutscjer Staatsbürger ist. Das ist in vielen Ländern nicht anders. Wo ist dein Problem?

    #297635

    Das haben doch die Franzosen schon seit der französischen Revolution und dem Code Civil. Typisch, das in deutschen Landen msl wieder die Zeit im Mittelalter stehen blieb. Passend dazu wird in Berlin schließlich auch die Attrappe Stadtschloß aufgebaut. Da bleibt die deutsche Kultur da stehen, wo sie nach Willen der Herrschenden am Besten aufgehoben ist.

    #297676

    Es hat doch nie „ein deutsches Staatsvolk“ gegeben wolli. Das sind Träumereien. Guck doch mal ein bisschen hin, wo wir alle hergekommen sind.

    #297682

    Immer diese Mittelaltervergleiche.
    Die Städte damals waren viel europäischer als mancher das glauben mag. An den Umis, wo Menschen von überallher Menschen kamen wurde meist Latein gesprochen. In der Stadt lebten nebeneinander sämtliche „Nationalitäten“, selbst in den Armeen der einzelnen Länder kämpften Leute nebeneinander, die sich vielleicht nicht mal unterhalten konnten.
    Erst dieses Nationalismuszeug hat alles „kompliziert“ gemacht.

    #297687

    Es hat doch nie „ein deutsches Staatsvolk“ gegeben

    Das sieht aber nicht nur das Bundesverfassungsgericht anders (z. B. im Beschluss vom 21.10.1987 (Az. 2 BvR 373/83).

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 4 Tagen von  Porbitzer.
    #297705

    > Passend dazu wird in Berlin schließlich auch die Attrappe Stadtschloß aufgebaut.

    Nachdem aus ideologischen Gründen der Palast der Republik abgerissen wurde. Mit dem Argument Asbest hätte man auch halb Westberlin abreißen können.

    #297707

    Das ist jedenfalls meine Beobachtung.

    Das ist keine Beobachtung, sondern eine Behauptung.

    #297721

    Ach der „alte“ Alleinvertretungsanspruch. Deshalb hatte sich für uns auch eine Abstimmung zum Grundgesetz erübrigt. Es sollte zwar eine neue Verfassung werden aber naja, wurde leider nix draus. Brauchen wir nicht.

    #297725

    Kunstwerek im Reichstag „Der Bevölkerung“
    https://www.welt.de/print-welt/article561263/Der-deutschen-Bevoelkerung.html
    Merkel „alle die schon länger hier leben“

    #297740

    Was meinste mit deinem Einwurf jetzt? Sind die, die schon länger hier leben nicht Bevölkerung?

    #297744

    Natürlich, aber der Begriff des Staatsvolkes wird immer mehr aufgeweicht.Im Bundestag entscheiden die Vertreter des Statsvolkes und nicht die Vertreter der gesamten Bevölkerung.
    Merkel wagt sich nicht, das Wort Volk in den Mund zu nehmen.

    #297749

    Nach dem verfassungsmäßigen Auftrag sollen sie nach dem Wohl der Bevölkerung handeln.
    Auch internationale Verträge sind beispielsweise einzuhalten. Sieh dir mal das Grundgesetz an. Nur wenige Artikel beziehen sich exklusiv auf „Deutsche“.

    #297757

    Im Bundestag entscheiden die Vertreter des Statsvolkes und nicht die Vertreter der gesamten Bevölkerung.

    Das aktive wie passive Wahlrecht zu den Parlamenten (Land/Bund) ist an die Staatsbürgerschaft der Bundesrepublik gekoppelt. Ich kann aktuell keine Aufweichung dieser Position bei irgendeiner relevanten Partei erkennen.

    Was du aber vermutlich meinst, ist das Verschwinden der seit dem Kaiserreich atablierten an das Blut gebundenen Staatsbürgerschaft. (das es so aber auch nicht gibt)

    Nachdem offenbar die meisten Russlanddeutschen in die Bundesrepublik gekommen sind (und es keinen deutschen Wolgastaat gibt bzw. absehbar geben wird) und die Sudetendeutschen niemand mehr braucht um Tschechien durch das deutsche Kapital zu beherschen,

    scheinen bei einigen Blut- und Boden-Ideologen Horrorvorstellungen ob der eigenen Unwichtigkeit hochzukommen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 3 Tagen von  fractus.
    #297760

    Jetzt hast du Wolli enttarnt. Er hat im Keller bestimmt noch ein paar Bildnisse des Kaisers hängen.

    #297766

    Lou

    Merkel wagt sich nicht, das Wort Volk in den Mund zu nehmen.

    @wolli, hör mal auf, gegen deine Parteichefin zu donnerwettern! Sie ist im Vergleich zu Heiner Geißler eine total Brave. Aber du hast ihn und die CDU seiner Wirkungszeit nicht richtig gekannt, das war nämlich vor dem Einverleiben der Blockflöte CDU.

    #297767

    Merkwürdig, dass das Rechtsaußen-Lager ständig Probleme synthetisiert, die in der realen Welt nicht stattfinden. Da fühlt man sich als Volkskörper durch die bloße Existenz vermeintlich nicht dazugehöriger bedroht, sich gar in der Minderheit, dann glaubt man aber gleichzitig, die schweigende Mehrheit zu sein. Man fühlt sich übermächtig und überlegen, um gleichzeitig zu beklagen, dass der linksgrüne Mainstream allgegenwärtig sei und sogar die CDU beherrsche. Man glaubt an den Endsieg genauso wie an sein drohendes Aussterben. Die Weidelzicke verlässt beleidigt eine Sendung, während ihre Nazifreunde von Schlachtfeld zu Schlachtfeld tingeln, um Kandidaten der politischen Mitte nach SA-Manier niederzubrüllen.

    Leider kommen in einem solchen Dauerzirkus die wirklich zukunftsentscheidenden Themen, wie etwa Bildung und Gerechtigkeit, nicht mehr vor.

    #297908

    Hier steht es was ich meine:
    http://cicero.de/innenpolitik/merkels-volksbegriff-Bleiche-Mutter-ohne-Courage

    Mit diesem Volksbegriff ist Angela Merkel als Bundeskanzlerin untragbar.

    #297915

    die rechte hat mal wieder probleme. Oder sie hat offensichtlich zu viel Zeit.

    Das Heine Zitat in diesem Kontext zeigt allenfalls, dass sich die Autoren vom Cicero offenbar weder mit deutscher Sprache noch mit deutscher Geschichte auskennen. Die dortigen Saltis um den Volksbegriff sind genauso unerträglich wie falsch.

    Sie entblößen das billige Denken der Autoren, wie die intellektuelle Leere auf der zum Faschismus hin offenen Rechten

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 1 Tag von  fractus.
    #297917

    Zitat: Für Angela Merkel gehört zum Volk jeder, der in diesem Land lebt.

    Damit sind die USA groß geworden. Probleme gibt es trotzdem, verschweigt auch niemand. Man hat Dir keinen germanischen Rosengarten versprochen. Und die es taten, lieferten Hitlersägen statt Rosenstöcken.

    Eso es! Ich glaube an Gott, aber nicht an ein Volk, Riosal

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #297921

    die rechte hat mal wieder probleme.

    Nein. Nicht nur die Rechte, sondern auch viele andere unpolitische Personen. Mich würde es auch nicht wundern, wenn einige Linke dabei wären. Wenn die Parteien, die solche Positionen vertreten, dies noch offensiver tun würden, dann hätten die bei Wahlen ein noch viel größeres Problem als bisher.

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