Startseite Foren Halle (Saale) Vierspurigkeit der Merseburger Straße kommt Halle teuer zu stehen

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  • #140780

    Kann mich auch irren,aber im Bereich Weisestr. Und E- Center sind doch 2 Fahrspuren!

    #140781

    Mir geht die Diskusion am Thema vorbei. Eine Brücke hält ca. 100 Jahre. (Jedenfalls die damals gebauten) Hätten die Stadträte damals so diskutiert wie heute, währen die Brücken für zwei Ochsenkarren und drei Pferdefuhrwerke pro Stunde gebaut worden. Statt dessen hat man eine Veränderung des Verkehrs berücksichtigt. Damals konnte sich keiner vorstellen, dass ein LKW 40 Tonnen wiegt und mit 80 KMh durch die Landschaft fährt. Eine Straßenbahn mit der gleichen Masse unterwegs ist. Man hat die Verkehrsbauwerke aber danach ertüchtigt. Heute sitzt man im Stadrrat und sagt „Ich fahr ehe lieber Fahrrad“ Woher haben diese Leute das Wissen um die Verkehrsentwicklung in 20, 30, …..70 Jahren? Sogar in der DDR hat man die andenen Brücken für eienen breiteren Ausbau der Merseburger Straße gebaut. Bestimmt nicht weil die damals nicht wussten wohin mit dem Beton! Ich bin für eine namentliche Abstimmung im Stadtrat. Dann kann man den Kurzsichtigen in 20 Jahren die Rechnung für eine neue Brücke präsentieren. Sollte der Verkehr doch so zurückgehen, können die Weitsichtigen ja dazu verdonnert werden Blumenkübel für die Fahrbahn zu kaufen!

    #140783

    @redhall, durch den Umbau wird es aber schmaler.

    #140789

    Woher haben diese Leute das Wissen um die Verkehrsentwicklung in 20, 30, …..70 Jahren?

    Nun, überall auf der Welt werden derzeit in Städten Straßen zurückgebaut, sogar in Schwellenländern (Bogota zum Beispiel). In Halle soll es deiner Meinung nach anders sein. Du kannst dich gerne gegen den Rest der Welt stellen, brauchst aber nicht zu erwarten, dass man dir folgt.

    #140793

    Wie das rechtlich funktionieren soll ist mir nicht klar.
    Ist das so etwas wie an der Kreuzung Magdeburger/Opfer des Faschismus Richtung Riebeckplatz

    Erstens: Ja, das ist sowas wie in der Magdeburger Straße – oder wie in der Heideallee.
    Zweitens: Mein Fahrschullehrer hat mir damals erklärt, dass, wenn genügend Raum für zwei Fahrzeuge ist, das quasi zwei Fahrspuren sind, auch wenn keine Markierung das anzeigt. Also, wo genug Platz ist, darf zweispurig gefahren werden.

    #140795

    Hallo Bene,
    kann ja sein, dass in Bogota Straße zurückgebaut werden. Ist für mich so relevant wie die Aussage „In Sotschi stehen die Olympiastadien leer, was brauchen wir neue Sporthallen.“ Dann muss das Ding am Steg auch nicht gebaut werden. Es geht ja nicht um den 6-Spurigen Ausbau der Merseburger Straße, sondern um den Erhalt des Istzustandes!

    #140799

    Oh, ja, die USA taugt wirklich als Vorbild, dort gab es teilweise nicht mal Fußwege, wozu auch?

    #140800

    Fördermittelskandal?
    „Entscheidend für die finanzschwere Förderung aus Brüssel ist in erster Linie die verkehrstechnische Anbindung der Gewerbegebiete.“ (Stand heute)
    http://www.europa.sachsen-anhalt.de/eu-fonds-in-sachsen-anhalt/oeffentlichkeitsarbeit/erfolgsprojekte/efre-iii-projekte/2511-osttangente/
    (Der Text ist schon älter)
    Heute ist es auf einmal eine Umgehungsstraße?

    #140814

    Ja und wie will man die laut einer Prognose im Jahr 2010 die 20 000 bis 35 000 Fahrzeuge pro Tag über die zweispurige HES ohne Stau bringen?

    #140886

    Stauphantasten

    #140889

    Lieber Staufantasien als Radfahrerfantasien von einer autofreien Stadt.

    #140894

    Anonym

    Wenn die HES eine echte Außenumfahrung hätte werden sollen, dann sähe die Anbindung zur Stadt anders aus. Ist sie nicht und somit auch kein Ersatz für die Merseburger Str.

    #140897

    Es ist immer unterhaltsam mit welcher Konsequenz in Halle in die Zukunft geplant wird.
    Auf der einen Seite: Diskussion um zukünftiges Kongresszentrum und Büroflächen am Ribbeckplatz, Aktivitäten zur Belebung der Leipziger Strasse, jedes Jahr Geld für Stadtmarketing zur besseren Auslastung der Hotels in der Innenstadt, ein bis zwei Milliönchen Geschenk an den Golfplatz-Investor zur Steigerung der Attraktivität für Investoren,…alles 6 stellige Summen im Finanzhaushalt.
    Auf der anderen Seite: Verzicht auf öffentliche Fläche zur Gestaltung der zukünftigen Mobilität (explizit nicht nur klassischer Autoverkehr), wobei nur ein leises Rauschen im Ergebnishaushalt die Folge wäre.

    Die sollen die A143 endlich fertig bauen, dann kann man von allen Seiten kommend einfach das Elend umfahren.

    #140900
    #140902

    Anonym

    Stadträtin Yvonne Winkler: „Ich mache mich stark für Bürgerbeteiligung von Anfang an“

    http://mitbuergerfuerhalle.de/

    Naja, scheinbar nur bei bestimmten Projekten, beispielsweise im Paulusviertel. 😉

    #140907

    Anonym

    Ich bleibe dabei, 4-spurig ja, aber nicht mit der langfristigen zwingenden Konsequenz, dass es um den klassischen Autoverkehr geht.
    Schaut euch Entwicklungen im Nahverkehr an, S-Bahn, Finanzierungen Öffentlicher Nahverkehr.
    Wenn was autofrei werden kann, dann das Paulusviertel! Das ist eine Wohnsiedlung, wo man doch immer hört, wie hoch die Wohnqualität ist (werden soll).

    Würde mich mal interessieren, wer von den Mitbürgern oder Grünen täglich die Merseburger Str., früh und Nachmittag vom Riebeck Platz bis weit in den Süden, nutzen muss.
    Wenn es den gibt und der ist dann noch öffentlich für die 2-Spurigkeit, respekt.
    Der Rest ist ideologische Gerede von Nichtbetroffenen! Wohnwert zwischen Rosengarten und Ammendorf erhöhen und solchen Unsinn. Wenn allein an dem Ampelnirvana zwischen Huttenstr. und Pfännerhöhe die Fahrzeuge stehen und vor sich her stinken erhöht dies nicht den Wohnwert rechts und links der Strasse, einspurig oder mehrspurig,
    Verkehrsleitung über andere Strassen, nur Gerede.

    #140931

    Durchaus nicht nur für bestimmte Projekte @Psychofred. Ich hatte auch für die Rosengärtner ein offenes Ohr. Allerdings haben sie nicht ein Argument gebracht, das mich überzeugt hätte.

    BTW: Mein Mann fährt jeden Tag mindestens einmal vom Paulusviertel nach Merseburg und zurück, selbstverständlich über die Merseburger Str. Stau spielte bisher (seit 5 Jahren) noch keine Rolle.

    #140932

    BTW: Mein Mann fährt jeden Tag mindestens einmal vom Paulusviertel nach Merseburg und zurück, selbstverständlich über die Merseburger Str. Stau spielte bisher (seit 5 Jahren) noch keine Rolle.

    Dann Frage ich mich mal, zu welcher Uhrzeit er denn fährt? Ich habe da schon viele andere Erfahrungen gemacht. Und, ja, ich fahre jeden Tag die Merseburger, im Berufsverkehr morgens nach Norden, später Nachmittag nach Süden. Und da staute sich auch schon oft (im Nachmittags-Berufsverkehr) der Verkehr eingangs der Merseburger, an der neuen Ampelanlage blaue Brücke, bis über die Hochstraße zur Volkmannstraße.

    #140933

    @saaleview schreib:

    Es ist immer unterhaltsam mit welcher Konsequenz in Halle in die Zukunft geplant wird.

    Nein es ist erschreckend und frustrierend.

    Auf der einen Seite: Diskussion um zukünftiges Kongresszentrum und Büroflächen am Ribbeckplatz, Aktivitäten zur Belebung der Leipziger Strasse, jedes Jahr Geld für Stadtmarketing zur besseren Auslastung der Hotels in der Innenstadt, ein bis zwei Milliönchen Geschenk an den Golfplatz-Investor zur Steigerung der Attraktivität für Investoren,…alles 6 stellige Summen im Finanzhaushalt.
    Auf der anderen Seite: Verzicht auf öffentliche Fläche zur Gestaltung der zukünftigen Mobilität (explizit nicht nur klassischer Autoverkehr), wobei nur ein leises Rauschen im Ergebnishaushalt die Folge wäre.

    „Öffentliche Fläche zur Gestaltung der zukünftigen Mobilität (explizit nicht nur klassischer Autoverkehr)“

    Genau, darum geht es!

    War eigentlich schon mal jemand von den Erweiterungsgegnern vor Ort und hat sich die Situation kritisch angeschaut? Vermutlich nicht, denn es ist auf dem ersten Blick erkennbar, dass die lichte Weite bei einem gesonderten Gleiskörper viel zu gering ist und die Beibehaltung des Durchlassweite auch auf Kosten des Fußgänger- und Radverkehrs, sowie zukünftiger Verkehrsarten geht.

    Abgesehen davon, es geht nicht nur um den alltäglichen Verkehr. Es geht auch um Sonderfälle wie Umleitungsverkehr, Verkehr bei Veranstaltungen, Einsatzfahrzeuge bei Katastrophen ungehindert Fahrt für Rettungsdienste etc. pp. Und kommt mir nicht mit dem Rasengleis! Das Befahren mit Rettungsfahrzeugen verursacht auch Verzögerungen gegenüber der Durchfahrt auf einer ausreichend bemessenen Straße.

    #140937

    Ich würde noch nicht von Stau reden, wenn man im Berufsverkehr an einer Ampel mal zwei oder drei Ampelphasen braucht.

    #140938

    Und man kann auch mal einem anderen Radfahrer hinterherfahren und braucht keine Überholspur.

    #140939

    ach Leute, immer wieder die Argumente, die nur Vorbehalte sind!

    Keine Straße wird nur wegen Rettungs- und Katastrophenfällen so dimensioniert. Die Polizeidirektion und das Brandamt sitzen i.d.R. in den Planungsrunden großer Projekte drin und geben die spezifischen Hinweise. Das kann Bewuchs betreffen (freilassen zum Anleitern), v.a. im Zusammenhang mit Fahrleitungen und Lampen uam. Auch Rettungsüberfahrten von Bahnkörpern sind Themen.

    Doch KEINESFALLS aus Gründen, da könnte man nicht… Kann man immer! Eine singuläre Fahrbahn wird 3,25 bis 3,5m breit sein zzgl. Radstreifen (1,75 m netto) und Parkständen. In Summe ist genug Platz zum Rechtsranfahren (Radspur dann blockiert), durchlassen und weiter gehts. Alles andere ist Unfug und Panikmache mit dem fadenscheinigen Beigeschmack mit vorsätzlich falschen Argumenten zu beeinflussen. Hat man es so nötig??

    Das es zur Rushhour mal voll ist, stellt noch keinen Weltuntergang dar. Die Verkehrsmengen pegeln sich nach kurzer Zeit auf ein erträgliches Maß ein. Da auch im Berufsverkehr zahllose Freizeitfahrten stattfinden, entfallen diese oder verlagern sich auf andere Verkehrsmittel.

    Der Status der Europachaussee als Erschließer für Gewerbeflächen ändert was genau an der Kapazität für Durchfahrenden? Oder wurde allen Ernstes von gigantischen kreuzungsfreien Bauwerken geträumt? Eindeutig belegbar ist doch, dass diese Trasse Platz für rund 20.000 KfZ/d hat und nachLückenschluss zur B100 die Innenstadtquerung definitiv überflüssig macht.

    Eine Straßenachse, welche den größeren Wert auf ansprechende Gestaltung, Stadtgrün, Dämpfung unnötigen Lärms und eine gewisse Aufenthaltsqualität setzt, bedeutet automatisch eine Aufwertung an Lebensqualität. Falls jemand in Leipzig die Karl-Liebknecht-Straße kennt (Inbegriff des Straßenlebens), kann man sich kaum noch daran erinnern, dass es mal eine Fahrradarme, parkverbotene Tempo-60-Rennstrecke mit immenser Belastung war. Seit dem wurde ohne Schaffung von Ersatzstrecken der KfZ-Verkehr dämpfend auf ein langsameres Niveau gedrosselt, Radverkehr gestärkt und – das ist das allerwichtigste – breite Gehsteige für Freisitze und Auslagen beibehalten. Es geht also, nicht nur in Bogotá oder Brasilien.

    Wer übrigens breite Straßen als früher mal weitsichtige Vorsorge für den Straßenverkehr ansieht, liegt völlig falsch. Das hatte seinerzeit Hausmann eingeführt, in Paris, Wren in London zog nach und damit breitete sich die Idee von Prachtboulevards in Europa aus. Mit rein städtebaulicher Intention.

    Es bleibt zu hoffen, dass alle Verantwortlichen sich nicht vom polulistisch opportunen Egoismus des rasenden Vorankommens beeinflussen lassen sondern stattdessen lieber ein für alle lebenswertes lokal entwickeltes Halle im Fokus haben. Mit am ende besseren Effekten für die Stadtkasse.

    #140948

    Ich hoffe, dass sich die Entscheider am Mittwoch nicht von einer kleinen Gruppe lautstark im Internet Grölender beeinflussen lässt. Notfalls muss es eine Bürgerbefragung geben, damit nicht ein Zerrbild der öffentlichen Meinung die Entscheidung beeinflusst.

    #140953

    Anonym

    @radler
    „Falls jemand in Leipzig die Karl-Liebknecht-Straße kennt (Inbegriff des Straßenlebens), kann man sich kaum noch daran erinnern, dass es mal eine Fahrradarme, parkverbotene Tempo-60-Rennstrecke mit immenser Belastung war. Seit dem wurde ohne Schaffung von Ersatzstrecken der KfZ-Verkehr dämpfend auf ein langsameres Niveau gedrosselt, Radverkehr gestärkt und – das ist das allerwichtigste – breite Gehsteige für Freisitze und Auslagen beibehalten.“
    Wieder so ein Blödsinn, die Karli ist keine Bundesstraße. Die parallele B2 (und später Wundtstraße) ist 4spurig und dort kommen auch die ganzen Pendler aus dem Süden ins Zentrum. Wo ist die gleichrangige Alternative zur Merseburger?
    „Es geht also, nicht nur in Bogotá oder Brasilien.“
    Keine Ahnung wo Du warst, aber in Paris, London, Leipzig und Brasilien gibt es keine 2spurigen Hauptstraßen für den Fernverkehr.

    @Winkus
    Aha, noch so einer! Er soll doch die Europachaussee benutzen! 😉
    Wahrscheinlich hat Ihr Mann Glück und fährt morgens nach Süden und nachmittags wieder nach Halle – in Halle gibt es aber mehr Einpendler als Auspendler, somit wäre das Aufkommen in der Gegenrichtung interessant. Einfach morgen mal ne halbe Stunde Ecke Pfännerhöhe und Merseburger stehen und sich das Schauspiel betrachten. Eine zweispurige Merseburger wird das derzeitige kaum verkraften. Anschließend noch fix zur B6, die morgens Richtung Riebeckplatz auch dicht, keine Ahnung wie die noch den Verkehr der Merseburger aufnehmen soll.

    #140957

    @radler

    „Eine singuläre Fahrbahn wird 3,25 bis 3,5m breit sein zzgl. Radstreifen (1,75 m netto) und Parkständen. In Summe ist genug Platz zum Rechtsranfahren (Radspur dann blockiert), durchlassen und weiter gehts. „

    Diese Platzverhältnisse sind eben bei der derzeitigen Brückenbreite unter der Brücke nicht gegeben! Ein regelkonformer Ausbau der Rad- und Fußwege (bzw. Radstreifen) ist bei Berücksichtigung eines getrennten Gleiskörpers nicht möglich.

    Gibt es dort einen Unfall oder Stau, sind auch Rettungsdienste betroffen.
    Die Berücksichtigung von Sonderlastfällen bei der Dimensionierung von Anlagen ist zwingend notwendig für deren Funktion und Sicherheit (eine Grundregel im Ingenieurwesen!).

    Übrigens die Notwendigkeit der unbehinderten Durchfahrt für Rettungsdienste wird nur so lange relativiert bis man persönlich betroffen ist. Menschenleben riskieren weil die Stadt 420 T€ „sparen“ will oder weil eine Interessengruppe ihre ökologischen Phantasien ausleben will?

    Von einer größeren Breite würden auch Fußgänger und Radfahrer profitieren (schaut Euch mal das „Loch“ vor Ort an und denkt Euch einen abgetrennten Gleiskörper dazu).

    Wenn man die Stadt attraktiver machen will, dann nicht durch Zwangsmaßnahmen und Behinderung sondern durch die Schaffung attraktiver Angebote.

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