Startseite Foren Halle (Saale) Vierspuriger Ausbau der Merseburger Straße: Stadtratsbeschluß steht wieder zur Disposition

  • Dieses Thema hat 245 Antworten und 31 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Jahre, 3 Monaten von Anonym.
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  • #245544

    ^^

    z.B. im benachbarten Leipzig, nachdem frühere Fernverkehrsstraßen und spätere Bundesstraßen entwidmet wurden, teilweise (nicht überall!) Ausweichstrecken gebaut wurden (die auch nur einstreifig sind, wie die Adenaueralle für zwei Bundesstraßen).

    #245553

    Das Thema Leipzig hatten wir schon mal, und es ist dir von Leipzig-Kennern widerlegt worden, dass dort der Verkehr eingeschränkt wurde.

    #245554

    Bene schrieb:“ Wie kann man nur so dämlich sein und sein beschränkten Horizont derart öffentlich zur Schau stellen. “
    Das war jetzt aber ein Eigentor.

    #245560

    @farbspektrum

    Ich kann mich nicht erinnern, dass dies widerlegt wurde. Dazu gibt es auch zu viele Beispiele. Kannst du konkreter werden!

    #245562

    „Unter Verkehrsfluss versteht man den Fluss oder Flux, d. h. die Anzahl der Verkehrselemente (z. B. Fahrzeuge), die eine bestimmte Verkehrsfläche oder -linie (als Grenzfall der Fläche) pro Zeiteinheit durchquert.“ Wikipedia

    Wenn es (auch) darauf ankommt, dass man im Auto schnell von A nach B kommt, dann hängt dies nicht allein von der Anzahl der Fahrspuren ab. Die absolut berechtigten Interessen der ÖVPN-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger sind ein Argument für die Einspurigkeit. Aber auch der MIV könnte (Man glaubt es kaum.) von einer Einspurigkeit profitieren. Die Merseburger Straße ist eine innerstädtische Straße mit vielen Kreuzungen und Straßenbahnhaltestellen. Das ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber einer Landstraße oder Autobahn. Es geht hier eher um Abbiegespuren und intelligente Ampelschaltungen. Beides ist beim vorhandenen Platz im Bereich Merseburger Straße nur mit Einspurigkeit durchgängig durchsetzbar. Die geforderte Vierstreifigkeit würde u.a. zu aberwitzigen Lösungsversuchen gerade beim Bau einiger Haltestellen führen. Nach einer ersten Betrachtung der für eine Vierstreifigkeit nötigen Maßnahmen entsteht bei mir der Eindruck, dass man nach deren Umsetzung zwar vier Spuren hätte, aber der erhoffte Nutzen sich nicht einstellen würde. Die erhoffte Erhöhung der Kapazität wäre in diesem Fall wohl eher eine Art Erhöhung der Aufnahmefähigkeit für eine größere Anzahl von Fahrzeugen. Es geht aber doch nicht darum, dass sich auf der Straße mehr Fahrzeuge befinden und z.B. an den nicht vernünftig synchronisierbaren Ampeln oder in der von Abbiegern verstopften zweiten Spur stehen. Es geht um den Verkehrsfluss. (Siehe erneut Wikipedia: Die Kapazität C eines Verkehrsweges ist definiert als der maximale Verkehrsfluss einer Verkehrsanlage.)
    Es kann natürlich auch sein, das die selbsternannten Kämpfer für die Freiheit des Autoverkehrs etwas anderes im Sinn haben. Eine Unterhaltung mit dem Nachbarn auf der zweiten Spur, wenn man von der Straßenbahn ausgebremst wurde kann ja auch ganz nett sein…….

    #245580

    „Unter Verkehrsfluss versteht man den Fluss oder Flux, d. h. die Anzahl der Verkehrselemente (z. B. Fahrzeuge), die eine bestimmte Verkehrsfläche oder -linie (als Grenzfall der Fläche) pro Zeiteinheit durchquert.“ Wikipedia

    … Es geht hier eher um Abbiegespuren und intelligente Ampelschaltungen. Beides ist beim vorhandenen Platz im Bereich Merseburger Straße nur mit Einspurigkeit durchgängig durchsetzbar. Die geforderte Vierstreifigkeit würde u.a. zu aberwitzigen Lösungsversuchen gerade beim Bau einiger Haltestellen führen. …

    … an den nicht vernünftig synchronisierbaren Ampeln oder in der von Abbiegern verstopften zweiten Spur stehen. Es geht um den Verkehrsfluss. …Eine Unterhaltung mit dem Nachbarn auf der zweiten Spur, wenn man von der Straßenbahn ausgebremst wurde kann ja auch ganz nett sein…

    Das ist ja auch das grundlegende Problem auf der Merseburger Straße, dass es gerade stadtauswärts zwischen Thüringer Straße und Dieselstraße keine Linksabbiegemöglichkeit gibt. Nun gut, man könnte die Blockumfahrung machen.
    Macht aber keiner, es wird rücksichtslos der Verkehr auf der linken Spur ausgebremst, um z.B. in die Schmiedstraße, oder auch über die Sperrfläche (Schienen) zum Bergmannstrost abzubiegen.
    Auch stadteinwärts wird z.B. an der Kreuzung Thüringer Straße nach links zur Heinrich-Schütz-Straße abgebogen.
    Auch sind manche Abbiegespuren einfach zu kurz (Thüringer Straße, Dieselstraße), was beim plötzlichen Rückstau zu aberwitzigen Fahrmanövern (Spurwechsel) führt.

    Wenn man denn anständige Abbiegespuren und vor allem eine intelligente Ampelschalten hinbekommen würde! Gibts aber nicht in dieser Stadt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Jahre, 6 Monaten von Gork vom Ork.
    #245586

    „Unter Verkehrsfluss versteht man den Fluss oder Flux, d. h. die Anzahl der Verkehrselemente (z. B. Fahrzeuge), die eine bestimmte Verkehrsfläche oder -linie (als Grenzfall der Fläche) pro Zeiteinheit durchquert.“ Wikipedia

    Wenn es (auch) darauf ankommt, dass man im Auto schnell von A nach B kommt, dann hängt dies nicht allein von der Anzahl der Fahrspuren ab. Die absolut berechtigten Interessen der ÖVPN-Nutzer, Radfahrer und Fußgänger sind ein Argument für die Einspurigkeit. Aber auch der MIV könnte (Man glaubt es kaum.) von einer Einspurigkeit profitieren. Die Merseburger Straße ist eine innerstädtische Straße mit vielen Kreuzungen und Straßenbahnhaltestellen. Das ist ein wesentlicher Unterschied gegenüber einer Landstraße oder Autobahn. Es geht hier eher um Abbiegespuren und intelligente Ampelschaltungen. Beides ist beim vorhandenen Platz im Bereich Merseburger Straße nur mit Einspurigkeit durchgängig durchsetzbar. Die geforderte Vierstreifigkeit würde u.a. zu aberwitzigen Lösungsversuchen gerade beim Bau einiger Haltestellen führen. Nach einer ersten Betrachtung der für eine Vierstreifigkeit nötigen Maßnahmen entsteht bei mir der Eindruck, dass man nach deren Umsetzung zwar vier Spuren hätte, aber der erhoffte Nutzen sich nicht einstellen würde. Die erhoffte Erhöhung der Kapazität wäre in diesem Fall wohl eher eine Art Erhöhung der Aufnahmefähigkeit für eine größere Anzahl von Fahrzeugen. Es geht aber doch nicht darum, dass sich auf der Straße mehr Fahrzeuge befinden und z.B. an den nicht vernünftig synchronisierbaren Ampeln oder in der von Abbiegern verstopften zweiten Spur stehen. Es geht um den Verkehrsfluss. (Siehe erneut Wikipedia: Die Kapazität C eines Verkehrsweges ist definiert als der maximale Verkehrsfluss einer Verkehrsanlage.)
    Es kann natürlich auch sein, das die selbsternannten Kämpfer für die Freiheit des Autoverkehrs etwas anderes im Sinn haben. Eine Unterhaltung mit dem Nachbarn auf der zweiten Spur, wenn man von der Straßenbahn ausgebremst wurde kann ja auch ganz nett sein…….

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Leider scheinen sich die Befürworter der Vier-Spuren-Variante für Fakten nicht zu interessieren. Da sind sehr viele, allen voran die hiesige CDU, denen es nur ums Rechthaben geht und nicht um sachorientierte Lösungsansätze für den Stadtverkehr. Als JU-Mitglied eines westdeutschen Landesverbands finde ich es traurig, in was für einem Geisteszustand sich die sachsen-anhaltinische CDU befindet.

    #245588

    Wenn man denn anständige Abbiegespuren und vor allem eine intelligente Ampelschalten hinbekommen würde! Gibts aber nicht in dieser Stadt.

    Herr B. aus der CDU erklärte ja kürzlich in der MZ auch, warum das so ist: „Wir werden uns nicht über den Bürgerwillen hinwegsetzen.“ Die CDU kennt nämlich „Den Bürgerwillen“. Das hat die CDU in Halle allen anderen Parteien voraus.
    Dazu kommt dann noch, dass die halbe SPD Fraktion verkehrspolitisch in den Sechzigern stecken geblieben ist und die andere Hälfte anscheinend nicht aufzumucken wagt. So bekommt man Mehrheiten und kann gemeinsam mit den drei AfD Vertretern eine Verkehrs- und Stadtpolitik aus der Mottenkiste des vergangenen Jahrtausends durchsetzen.

    PS: „Mit uns zieht die neue Zeit……“

    #245589

    Herr B. aus der CDU erklärte ja kürzlich in der MZ auch, warum das so ist: „Wir werden uns nicht über den Bürgerwillen hinwegsetzen.“ Die CDU kennt nämlich „Den Bürgerwillen“. Das hat die CDU in Halle allen anderen Parteien voraus.
    Dazu kommt dann noch, dass die halbe SPD Fraktion verkehrspolitisch in den Sechzigern stecken geblieben ist und die andere Hälfte anscheinend nicht aufzumucken wagt. So bekommt man Mehrheiten und kann gemeinsam mit den drei AfD Vertretern eine Verkehrs- und Stadtpolitik aus der Mottenkiste des vergangenen Jahrtausends durchsetzen.

    PS: „Mit uns zieht die neue Zeit……“

    Nur weil hier im Forum ein paar Leute am „lautesten brüllen“, finde ich es imposant das du dir offensichtlich zutraust den Bürgerwillen zu kennen. Ich würde ein Bierchen darauf setzen, dass mehr Hallenser für einen Vierspurigen Ausbau sind als für einen Zweispurigen. Ich weiß alles ewig gestrige, die anders denken. Nur so dumm kann man ja eigentlich nicht sein zu glauben, der Verkehr verschwindet von jetzt auf gleich beim Rückbau. Gibt ja hier einige „Experten“ die dies immer wieder propagieren.

    Vielleicht sollte man erst mal einen vernünftigen ÖPNV auf die Beine stellen und Sinnvolle Alternativen bieten. Die nächsten Jahrzehnte wird MIV noch eine große Rolle spielen, von daher ist ein Vierspuriger Ausbau absolut Sinnvoll, denn ein Rückbau geht immer ein Ausbau z.B. an der Brücke Rosengarten eben nicht so ohne weiteres. Die aktuellen Entwicklungen bei autonomen und elektrischen Autos spricht ja auch eher für mehr MIV statt weniger.

    #245592

    @ nix idee:
    „Nur weil hier im Forum ein paar Leute am „lautesten brüllen“, finde ich es imposant das du dir offensichtlich zutraust den Bürgerwillen zu kennen.“

    Nein, das Argumentieren mit „Dem Bürgerwillen“ überlasse ich lieber der CDU.

    „Nur so dumm kann man ja eigentlich nicht sein zu glauben, der Verkehr verschwindet von jetzt auf gleich beim Rückbau.“

    Diese Dummheit habe ich mir eigentlich verkniffen. Vielleicht solltest Du auch mal den Beitrag, den ich vor meinem letzten und vielleicht etwas polemisch angehauchten Beitrag gepostet habe, lesen.

    „….von daher ist ein Vierspuriger Ausbau absolut Sinnvoll, denn ein Rückbau geht immer….“

    Es geht nicht um einen Rückbau. Er geht um einen sinnvollen Umbau, von dem alle Verkehrsteilnehmer profitieren könnten – auch die Autofahrer (Klingt komisch, ist aber anscheinend so.). Die Anwohner werden sich übrigens „bedanken“ wenn der Kahlschlag an einigen Stellen der Allee und das Heranrücken der Straße an die Wohnhäuser an einigen Stellen Wirklichkeit werden sollten. Aber wenn „Der Bürgerwille“ das so will, werden sie wohl damit irgendwie klarkommen müssen………..

    #245593

    @nix Idee: Hast du Thomas Beitrag ein Stück weiter oben gelesen? Er beschreibt dort ausführlich, wieso Zweispurigkeit den Verkehrsfluss in der Merseburger verbessern könnte.

    #245594

    Nicht morgen, und auch nicht nächstes Jahr, aber in nicht allzu ferner Zukunft wirst du deinem digitalen Assistenten sagen “ich möchte am … nach …, möchte um … ankommen, habe Gepäck Größe X2 und X4 dabei, bitte zeige Verbindungen“
    Der wird dich dann noch fragen, welchen Komfort du wünschst und ob du Assistenz unterwegs wünschst, … Daraufhin werden dir mehrere Möglichkeiten vorgeschlagen, du wählst aus. Unregelmäßigkeiten im Vorfeld werden dir mitgeteilt und Alternativen vorgeschlagen.

    Ist alles noch etwas Futuristisches, aber vor 25 Jahren konnte sich kaum jemand was unter Internet vorstellen, wer nen Festnetzanschluss hatte, war schon King

    #245595

    Der MIV kann profitieren?
    Heißt das nicht Mief, Thomas?
    Das ist aber kein echter Profit, der Mief wird mit den Warteschlangen eher mehr.

    #245616

    Und Freund Farbi müßte das, was er heute an Rente beansprucht, mal mit echtem Geld eingezahlt haben.

    Hat er doch.
    So, wie alle.
    Der Westen hatte doch das Kindern schon lange vor der Wende
    (such Dir eine aus)aufgegeben.

    #245619

    Der MIV kann profitieren?
    Heißt das nicht Mief, Thomas?
    Das ist aber kein echter Profit, der Mief wird mit den Warteschlangen eher mehr.

    Der miefende Motorisierte Individualverkehr kann anscheinend auch vom Umbau profitieren.
    Das ist ähnlich wie beim Pferd: Das Pferd hat zwar einen größeren Kopf als Du, ist aber deshalb nicht schlauer als Du. Die vierspurige Merseburger hat zwar eine sehr viel größere Fläche der Stadt mit Asphalt versiegelt, man kommt aber deshalb nicht unbedingt mit dem Auto schneller von Ammendorf ins Stadtzentrum.

    #245621

    Das Bierchen setz ich dagegen.
    Die Mehrzahl der Hallenser fährt eben ja nicht täglich Auto und hat daher auch nicht Angst, dass alle Straßen verschwinden, was ja praktisch suggeriert wird.

    #245625

    Die aktuellen Entwicklungen bei autonomen und elektrischen Autos spricht ja auch eher für mehr MIV statt weniger.

    Ähm… du scheinst da aber was missverstanden zu haben. Der Punkt bei autonomen und elektrischen (ich vermute, du meinst eher „vernetzte“) Autos ist ja, dass sie durch bessere Vernetzung tatsächlich effizienter genutzt werden können als dies jetzt der Fall ist. Im schlimmsten Fall wäre also mehr Individualmobilität mit der gleichen Anzahl an Fahrzeugen wie jetzt möglich, im besten Fall sogar mit weniger Fahrzeugen. Der Vorteil an autonom fahrenden Autos ist, dass der Unzuverlässigkeitsfaktor „Mensch“ als Fahrer weitgehend entfällt, was den Verkehrsfluss auch bei Straßen mit geringerer Kapazität deutlich erhöhen dürfte. Deine Argumentation hinkt also, denn man braucht gar nicht so viele breite Straßen, um die gleiche Anzahl an Fahrzeugen aufzunehmen, wenn die Fahrzeuge computer- und netzwerkgesteuert fahren.

    #245707

    Die vierspurige Merseburger hat zwar eine sehr viel größere Fläche der Stadt mit Asphalt versiegelt,…

    Aber wenn man eine Spur wegläßt und stattdessen Rad- und Fußgängerweg breiter macht, ändert das nichts am versiegelten Zustand…

    #245713

    Ich kann mich nicht erinnern, dass dies widerlegt wurde. Dazu gibt es auch zu viele Beispiele. Kannst du konkreter werden!

    @radler
    „Falls jemand in Leipzig die Karl-Liebknecht-Straße kennt (Inbegriff des Straßenlebens), kann man sich kaum noch daran erinnern, dass es mal eine Fahrradarme, parkverbotene Tempo-60-Rennstrecke mit immenser Belastung war. Seit dem wurde ohne Schaffung von Ersatzstrecken der KfZ-Verkehr dämpfend auf ein langsameres Niveau gedrosselt, Radverkehr gestärkt und – das ist das allerwichtigste – breite Gehsteige für Freisitze und Auslagen beibehalten.“
    Wieder so ein Blödsinn, die Karli ist keine Bundesstraße. Die parallele B2 (und später Wundtstraße) ist 4spurig und dort kommen auch die ganzen Pendler aus dem Süden ins Zentrum. Wo ist die gleichrangige Alternative zur Merseburger?
    „Es geht also, nicht nur in Bogotá oder Brasilien.“
    Keine Ahnung wo Du warst, aber in Paris, London, Leipzig und Brasilien gibt es keine 2spurigen Hauptstraßen für den Fernverkehr.

    #245808

    @farbspektrum

    Danke, das liest sich amüsant! Und zeigt, dass es (dir?) weniger um die Zusammenhänge der Inhalte als um Klein-Klein der Begrifflichkeiten geht:

    Die KarLi war bis 1977 Fernverkehrsstraße (F2) Danach wurde die Wundtstraße/Hochstraße fertig und erhielt den Status, zusätzlich noch die F95, deren Strecke (Chemnitzer Straße in Probstheida) durch den Tagebau Markkleeberg gekappt wurde. Die Hochstraße ist vierstreifig.

    Die KarLi war vierstreifig und als solche nutbar wegen der strikten Halteverbote und Radfahrunbrauchbarkeit.

    Die August-Bebel-Straße war auch mehrspurig, ebenso wird die B.-Göring-Straße bis heute zweistreifig als Einbahnstraße gen Süden genutzt. Es gab Ende der DDR (mit lächerlich niedriger PKW/Einwohner-Rate) insgesamt 16 Spuren gen Süden (4 (Wundtstr.) + 4 (Bebelstr.) + 4 (KarLi) + 4 (Göring-/Hoffmannstr.).

    Nach und nach wurden Verbesserungen für Radverkehr eingerichtet und ebenso schleichend wie stringent der Parkdruck durch Anlieger durchgesetzt. Heutzutage wird bis zur Ampel heran auf der Geradeausspur (regelwidrig, jedoch geduldet) geparkt. Alle Hauptstraßen sind nur noch einstreifig nutzbar. Damit gibt es heute 4 (Wundtstr.) + 2 + 2+ 2 = 10 Spuren. GLeichzeitig wurden 4 Radstreifen eingerichtet, welche stadtweit die höchste Nutzerfrequenz haben (KarLi ca. 12.000 Radler/Tag, Trend stark steigend)

    Das an der Begrifflichkeit oder Widmung einer Bundesstraße festzumachen, ist typisch deutsches Pingeligkeitsdenken, verkennt schlichtweg die Umsetzbarkeit geänderter Nutzerverhältnisse ohne Probleme für die Stadt, im Gegenteil: Die Viertel zählen zu den besten!

    Für die Kleinlichkeitsfetischisten gibt es noch andere Stellen:

    Lützner Straße (B87), einstreifigkeit im Zuge Stadtbahnausbau bis Merseburger Straße.

    Ich finde es bedenklich und erschreckend, mit welch abenteuerlichen „das-glaube-ich-nicht“ oder „das-geht-in-Halle-nicht“ Denkweisen eine derart große Chance vergeigt wird, aus dem grauen Image der Magistrale etwas förderliches für die Stadt zu machen! Erfolgsverweigerung ist das.

    #245816

    @radler schrieb,
    „Lützner Straße (B87), einstreifigkeit im Zuge Stadtbahnausbau bis Merseburger Straße.“
    Aber damit wurde infolge höherer Feinstaubbelastung trotz Umweltzone ein vorderer Platz in der deutschlandweiten Rangliste erkauft!!

    #245819

    @radler schrieb,
    „Lützner Straße (B87), einstreifigkeit im Zuge Stadtbahnausbau bis Merseburger Straße.“
    Aber damit wurde infolge höherer Feinstaubbelastung trotz Umweltzone ein vorderer Platz in der deutschlandweiten Rangliste erkauft!!

    Nein, Leipzig wie auch Halle liegen deswegen so weit oben auf der Rangliste, weil die Verkehrsführung Durchfahrten durch die Stadtmitte so begünstigt. In Leipzig geht fast der komplette Durchgangsverkehr über den Promenadenring, in Halle über Magistrale und Merseburger.

    #245824

    @Bene,
    bezeichnend für Leipzig ist doch, dass die gesamte Stadt auch der Promenadenring und die Lützner Straße mit der Feinstaubmessstation in der Umweltzone liegen.
    Wenn man in Halle in der Merseburger Straße, die nicht zur Umweltzone gehört, den Feinstaub für die maximale Verkehrsbelastung vor dem Riebeckplatz einmal mit 4 Fahrspuren und dann mal mit 2-Fahrspuren und der angedachten 5 m Fahrbreite messsen würde, dann würde doch ein unterschiedliches Ergebnis rauskommen und zu einer anderen Entscheidung führen. Oder liege ich da falsch?
    Auch gibt es gemäß RAst6 eine maximale Verkehrsbelastung bei einstreifiger Verkehrsführung von 25 000 Kfz/24 h, die an der Merseburger Straße überschritten wird.
    In Leipzig in der Lützener Sraße behaupte ich, dass die hohe Feinstaubbelastung auf die Reduzierung der Fahrstreifigkeit zurückzuführen ist. Gleiches könnte uns in der Mereburger Straße auch passieren.

    #245826

    Wenn die Straßenbreite es nicht hergibt, ist eine Vierspurigkeit der Merseburger Str, nur mit enormen Eingriffen in die Baumgruppen links und rechts der Straße möglich, zeitweilig auch unter Beschneidung von Radfahrer – und Fußgängerinteressen. Gleiches gilt für den Ausbau der Straßenbahnhaltestellen, je nachdem ob man sich für eine Ausweitung der Fahrbahntrasse oder eine Erhöhung des Straßenniveaus entscheidet. Juristisch vertretbar sind diese Eingriffe nicht, da weder die MIV-Zahlen das hergeben, noch der Eingriff in die Baumallee durch den Stadtratsbeschluss begründet werden kann. Wie es sich im Einzelnen ausgestaltet ist je Abschnitt zu bewerten. Die Erkenntnis, dass nicht überall der Querschnitt der Straße die Vierspurigkeit hergibt, war seit langem kein Geheimnis. Die Rosengartenbrückenentscheidung im Stadtrat als pars pro toto für die komplette Merseburger anzusehen, ist verfehlt. Ich hielt die Entscheidung für die Ausweitung für politisch verblendet und Ausdruck einer gestrigen Verkehrspolitik. Mal sehen, ob so etwas wie Einsicht in die Köpfe der „Autolobbyisten“ zu infiltrieren ist.

    #245827

    Oh Gott Kenno, manchmal erwischt es dich auch oder?
    Der Feinstaub steigt doch nicht, wenn es nur eine Spur gibt. Meinst du wirklich, dann ist die Dichte höher, weil er nur in einer Spur ist. Der Feinstaub wird in der Straße wohl auch auf den Fußwegen ziemlich hoch sein – was ja vielleicht sogar das primäre Problem ist, die Autos haben ja Filter usw.
    In der Leipziger Lützener Straße wird er wohl so hoch sein, weil er in der Straßenschlucht nicht „wegfliegen“ kann. Und da in Lindenau waren noch nie mehr Fahrstreifen, da ist einfach schon immer so schmal gewesen.

    Die Umweltzone kann in Leipzig mit Autobahnring – wurde doch hier schon diskutiert – ohne Durchgangsverkehr sondern nur Zielverkehr halt viel größer sein. Ob die in Leipzig so groß sein muss, ist eher die Diskussion.

    Besonders da wir wissen, dass Umweltzonen ja kaum eine Wirkung haben, da nicht mal kontrolliert wird. Der Unsinn der Umweltzone ist jeden Tag auf dem Markt zu besichtigen, wenn die Armada klappriger Lieferwagen und LKWs den Markt bestückt bzw. abends wieder verlässt.

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