Startseite Foren Halle (Saale) Umbenennung Emil-Abderhalden-Straße

Dieses Thema enthält 319 Antworten und 36 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  redhall vor 3 Jahre, 10 Monate.

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  • #81612

    Ein Erinnerungsort sind sie nicht.

    Für einige ist es im Vollrausch schon wichtig, sich zu erinnern wo das heimische Bett steht. 😀

    Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten. (Erwin Pelzig)

    #81625

    Professor Dr. Gunnar Brands ließ sich aus:

    Die bisher vorgebrachten Einwände gegen unsere Initiative sind sattsam bekannt.
    Entweder handelt es sich, darin werden wir übereinstimmen, um simpel gestrickte
    Einlassungen, wie sie etwa in den Leserbriefen der
    MZ zum Ausdruck kommen, auf die
    ich hier nicht näher eingehen muß: sie stammen zumeist aus dem niedrigen Luftraum
    über deutschen Stammtischen.

    Hier zeigt sich die Elite von ihrer hässlichen Seite. Früher hieß das mal: dem Volk aufs Maul schauen, Volkes Stimme… Heute sind es Totschlagargumente der Bildungsbürger: Stammtisch, Polemik, Populismus. Damit versuchen sie, jeden mundtot zu machen und zu diskreditieren, der einfach nur die ungeschminkte Wahrheit sagt, eben wie ihm der Schnabel gewachsen ist.
    Ich finde, Stammtisch ist gut und nützlich; erfährt man doch, was das Volk wirklich bewegt und hört unbequeme Wahrheiten.

    Übrigens, Herr Professor Dr. Brands, falls Sie eine(n) Sekretär_in haben, können Sie ihn/sie/es getrost entlassen. Er/sie/es ist unfähig, da der deutschen Rechtschreibung nicht ganz mächtig. Nach einem Doppelpunkt folgt eine Großschreibung, wenn der folgende Satz vollständig ist. Falls Sie diesen Brief selbst verfasst haben – nun denn: Übung macht den Meister!
    Und das ‚das, ‚dass‘ und ‚daß‘ – das üben wir auch noch mal.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

    #81627

    Brands hat offenbar recht – oder warum wird jetzt hier über die Rechtschreibung diskutiert? Erfreulicherweise ist „das Volk“ nicht „Stammtisch“.

    #81654

    Rechtschreibung hin oder her, sie sei dem Professor nachgesehen. Auch ist es durchaus kein Makel, die MZ nicht täglich zu lesen. Wenn dem aber so ist, sollte Herr Brands nicht von einigen gelesenen Leserbriefen auf alle Leserbriefe schließen. Die Briefe der Professoren Gläßer und Luther sind ihm wohl entgangen.

    #81660

    Hochmut kommt vor dem Fall, sagt der Volksmund. Oder war es nur der Stammtisch?

    Der Herr Prof. sollte vielleicht auch manchmal zu einem solchen gehen; es erweitert den Horizont…

    #82245

    Die Mitbürger-Fraktion hat im Stadtrat beantragt, einen eigenen Nehmen für das GWZ zu finden, da bin ich sehr einverstanden und wiederhole meinen Vorschlag: Steintor-Campus

    #82250

    Vorschlagen kann man viel und ich unterstütze deinen Vorschlag, @wolli
    Aber ist es Sache der Stadt oder nicht vielmehr der Uni, den Campus zu benennen?

    #82259

    Straßen und Plätze werden gemäß Gemeindeordnung vom Stadtrat benannt. Rechtlich sind mein Vorschlag und Deine Unterstützung ohne Belang.

    #82276

    Ich denke auch das dies die beste Lösung ist. Von seiner Position rückt eh keiner mehr ab.

    #83647

    Vorhin im Stadtrat:
    „Rüdiger Fikentscher hält eine eigene Adresse für den Steintor Campus für unsinnig“
    Danke Rüdiger, Steintor-Campus ist der neue Name.

    #83747

    Wolli bekommt Konkurrenz aus dem Lager der Umbenenner, wie neuerdings auf der Abderhalden-Seite (http://www.zeit-geschichten.de/visuals/29.%201.2014%20Robert%20Fajen%20Ein%20verborgenes%20Problem,%20Kommentar%20zur%20Abderhalden-Kontroverse.pdf) zu lesen ist:

    „[…] Ich möchte daher abschließend eine Lösung im Namensstreit vorschlagen, die vielleicht hilft, die entstandene Kluft zwischen den verschiedenen Positionen zu überbrücken: Man könnte den Platz vor dem GSZ-Hauptgebäude Anton-Wilhelm-Amo-Platz nennen. Warum aber wählt man für die jetzige Emil-Abderhalden-Straße nicht den Namen „Akademiestraße“? […] Damit wäre die wichtige Rolle der Leopoldina für die Hallenser Geschichte und Gegenwart gewürdigt; und auch an Abderhaldens Verdienste um das Fortbestehen der Akademie nach 1945 würde – indirekt – weiter erinnert.“

    #83768

    Gegen einen politisch-korrekten Namen hat ein neutraler Name wie Steintorcampus wenig Chancen.

    #83786

    Aha, die Jusos kritisieren also die JuLis und:

    […] warnen davor, Menschen, die Opfer einer menschenverachtenden Ideologie geworden sind, für politische Spielchen zu missbrauchen.

    Aber andere Menschen dürfen für politische Spielchen missbraucht werden, oder was? Was anderes ist dieses Beharren auf A. W. Amo (und übrigens auch Willy Brandt bei der entsprechenden Straße) doch nicht. Ich warte immernoch auf eine Erklärung, warum ein schwarzer Student und kein „gelber“ oder homosexueller oder behinderter. Da wirft irgendwer einen Namen in den Raum, weil er ihm gerade passt und dann werden da Begründungen drumherum konstruiert, warum das unbedingt gerechtfertigt ist. Und jeder andersdenkende wird runtergemacht.

    Ausnahmsweise stimme ich hier mal den jungen Liberalen zu, die durch den ironisch gemeinten Vorschlag die Lächerlichkeit der überwiegend von der sozialdemokratischen Fraktion angestoßenen Diskussion offenbaren.

    Jusos, ite domum!
    Ihr macht die Welt nicht besser mit eurer heuchlerischen politischen Korrektheit.

    #83789

    Erstaunlicher finde ich aber, dass ein Vertreter der professoralen Umbenennungs-Initiative sich wirklich mal einen Schritt auf die Kontrahenten zu bewegt:

    „[…] und auch an Abderhaldens Verdienste um das Fortbestehen der Akademie nach 1945 würde – indirekt – weiter erinnert.“

    #83819

    Viel Text auf der Abderhalden-Seite des Zeitgeschichten-Vereins. Vermutlich zu viel.
    Die veröffentliche Debatte ist sehr interessant zu lesen, aber welcher Stadtrat hat die Zeit (und das Interesse) dieses Konvolut von Briefen, Anmerkungen und Kommentaren zu studieren? Die Stadträte sind es aber, die demnächst entscheiden müssen.
    Beide Initiativen scheinen sich anzunähern, was die Entscheidungslage nicht einfacher macht.
    Vielleicht gelingt es nach Veröffentlichung der (externen) Studie zur Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beiden Seiten, ihre pro’s bzw. con’s auf jeweils eine A-4-Seite zu bringen…

    #89119

    Der Verein Zeit-Geschichte(n) erinnert wieder einmal an das Für und Wider zur Umbenennung der Emil-Abderhalden-Straße

    „Sehr geehrte Interessenten und Teilnehmer an der „Abderhalden-Diskussion“,
    wir möchten darüber informieren, dass die Wikipedia-Einträge zu Emil Abderhalden und Leopoldina in den letzten Wochen auf ein belegbares Fundament gestellt wurden und verbleiben mit freundlichen Grüßen,
    Verein Zeit-Geschichte(n)
    Der Vorstand

    #158005

    Auch Merseburg hat jetzt mit der Günther-Adolphi-Straße seinen problematischen Straßennamen:
    http://www.mz-web.de/merseburg-querfurt/debatte-um-namensgebung-in-merseburg-guenther-adolphi-wird-abgeklebt,20641044,30957060.html

    #158010

    @wahrheit, dann aber bitte die Wahrheit belegen.

    #158029

    Rechtschreibung hin oder her, sie sei dem Professor nachgesehen. Auch ist es durchaus kein Makel, die MZ nicht täglich zu lesen. Wenn dem aber so ist, sollte Herr Brands nicht von einigen gelesenen Leserbriefen auf alle Leserbriefe schließen. Die Briefe der Professoren Gläßer und Luther sind ihm wohl entgangen.

    Ich glaube nicht, das er auch nur einem Prüfling einen Fehler nachsieht.
    Und wer sagt, das Proffs nicht auch einen Stammtisch haben.
    Er dürfte einen mit Assessor Jadassohn teilen. 🙂

    #158013

    Anonym

    Muss nicht das Gegenteil belegt werden?

    @farbspektrum hat mit dem MfS kollaboriert. Kann ich zwar nicht beweisen, aber Belege für das Gegenteil kannst du auch nicht erbringen, oder?

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