Startseite Foren Halle (Saale) Ukrainische Flüchtlinge in Halle

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  • #416289

    In der ehem. Jugendherberge in der August-Bebel-Str. werden Flüchtlinge in private Unterkünfte verteilt. Ich war 21 Uhr da und habe welche abgeholt. Es herrscht ein reges Treiben. Offenbar wurden vom Friedenskreis auch Flüchtlinge von der ukrainisch/polnischen Grenze abgeholt. Junge Leute schleppten Matratzen rein, vermutlich übernachten dort auch welche für die noch keine Privatunterkunft da ist.
    Aus der Seite des Friedenskreises:

    1. Private Unterbringung für geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Halle
    Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine gibt es einen großen Bedarf, Menschen in Deutschland aufzunehmen, die ihre Heimat verlassen haben und verlassen werden. Die AWO SPI koordiniert deshalb in Abstimmung mit der Stadt Halle (Saale) private Unterbringungsangebote für ukrainische Geflüchtete. Einwohner*innen, die Menschen aus der Ukraine bei sich aufnehmen wollen, können sich bei der Kontaktstelle der AWO SPI mit ihrem Angebot registrieren:
    Email: ukraine@awo-spi.de
    Telefon/WhatsApp: 0176 – 14 49 97 01
    Konkrete Unterbringungsbedarfe werden möglichst passgenau an die Unterstützenden vermittelt

    #416292

    Danke für die Info.

    #416433

    Unseren kleinen Verein „Hilfe für Flüchtlinge und Aussiedler e.V.“ erreichten heute mehrere Anrufe mit der Bitte um Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen.Ich teile dazu mal die aktuelle Situation mit:

    Die Vermittlung von privaten Quartieren erfolgt über AWO/Friedenskreis unter der Tel. Nr. 0176 14499701 Diese Nummer ist aber heute nicht besetzt, erst morgen wieder.
    Flüchtlinge ohne Unterkunft können direkt zur von der Stadt eingerichteten Turnhalle in der Dessauer Str. 152 gehen, dort werden sie aufgenommen.

    Ab Montag hat die Stadt von 8-16 Uhr eine hotline unter 221 2580 geschaltet.
    (Krieg darf eben nur von 8-16 Uhr stattfinden)

    #416436

    Mehrere Wohngesellschaften, auch Genossenschaften würden Flüchtlinge aufnehmen, wenn Spender die Genossenschaftsanteile übernehmen würden.

    Fragt nach, das Problem sind die Anteile. Man kann die Satzung nicht einfach übergehen. Die Anteile können auch in Raten gezahlt werden.

    #416477

    Erläutere das bitte mal, wieviel muss man zahlen und besitzt man dann anteilig die Wohnung und ist man nach Auszug der Flüchtlinge weiter für diese Wohnung zuständig und muss Miete zahlen?

    #416501

    Nach Berichten vor Ort an der polnisch-ukrainischen Grenze ist es zwar gut gemeint aber falsch, dorthin Garderobe etc. zu schicken, dort ist mehr als genug davon bereits vorhanden, diese Sachen sollen besser in Flüchtlingslager gebracht werden.
    Gebraucht werden jetzt in der Ukraine nach einem Bericht eines deutschen Helfers der gerade aus der Ukraine zurückgekommen ist: kugelsichere Westen der Kategorie 4, Helme, Material für erste Hilfe, Kompressen und Mengen an Schmerzmitteln, Antibiotika und Insulin, Dieselgeneratoren, Krankenwagen u.v.

    #416520

    Unseren kleinen Verein „Hilfe für Flüchtlinge und Aussiedler e.V“ erreichten am Wochenende mehrfach Anrufe von Flüchtlingshelfern mit der Bitte um Auskunft, wo ukrainische Flüchtlinge in Halle aufgenommen werden. Die Telefonnummer der AWO/Friedenskreis zur Vermittlung von Privatquartieren war am Wochenende nicht besetzt, die Hotline der Stadtverwaltung wird erst am Montag 8 Uhr freigeschaltet, von der Notunterkunft in der Turnhalle Dessauer Str. 152 gibt es keine Telefonnummer, eineTelefonnummer von einem Notdienst der Stadt habe ich nicht gefunden, im Einsatzleitzentrum der Stadt 221 5000 wurde ich in eine Warteschleife geleitet, in der ich die Geduld verloren und aufgelegt habe. Ich bin deshalb selbst zur Notunterkunft in der Turnhalle gefahren, um zu überprüfen, ob sie wirklich geöffnet und aufnahmebereit ist, denn ich habe Flüchtlingen diese Adresse genannt und geraten dorthin zu fahren, hatte aber inzwischen das Vertrauen auf die Angaben der Stadtverwaltung zur Flüchtlingsaufnahme verloren.
    Ich habe Fotos von der Dessauer Str 152 gemacht. Am Eingang ist die Hausnummer 152 zu sehen, einen Hinweis auf die Notunterkunft sieht man nicht.
    Nach ca. 20 m kommt rechts ein Eingang mit einem kleinen Zettel „Notunterkunft“, der Weg führt dann zur Tür der Notunterkunft, dort befindet sich links neben dem Türgriff eine Klingel und rechts oben ein Zettel mit einer Telefonnummer, die man anrufen soll, wenn auf das Klingeln niemand hört.
    Ich habe dort an der Tür mit einem Mitarbeiter vom Roten Kreuz gesprochen, der mir versichert hat, dass die Notunterkunft aufnahmebereit ist . Er sei aber auch nur ehrenamtlich tätig, die Telefonnummer sei von einem Privathandy und er dürfe auch keine Telefonnumer rausgeben. Die Notunterkunft ist also telefonisch nicht erreichbar.
    Für Flüchtlinge wird es m.E in der Nacht ohne Beleuchtung schwierig sein, die Adresse Dessauer Str.152, die Tür, die Kingel und den Zettel mit der Telefonnummer zu finden. Das macht alles einen primitiven Eindruck und ist unserer Stadtverwaltung unwürdig.
    Die Stadtverwaltung überlässt die Quartiervermittung am Wochende offenbar nur den Ehrenamtlichen, auch die hotline ab Montag ist nur von 8 bis 16 Uhr freigeschaltet.
    Jeder mag selbst beurteilen, ob das angesichts der gegenwärtigen Situation die ausreichende und richtige Handlungsweise ist.

    #416553

    Soeben erhielt ich die Info,das die Notunterkunft in der Turnhalle Dessauer Str. 152 voll ist, es wurde jetzt die Turnhalle im Bildungszentrum Am Stadion 8 als zweite Notunterkunft geöffnet.

    Nachtrag 19 Uhr
    Das scheinz nicht zu stimmen, die Turnhalle Dessauer Str. soll lt. Herrn Paulsen als Notunterkunft wieder „vom Netz genommen“ also geschlossen werden.

    #416574

    Erläutere das bitte mal, wieviel muss man zahlen und besitzt man dann anteilig die Wohnung und ist man nach Auszug der Flüchtlinge weiter für diese Wohnung zuständig und muss Miete zahlen?

    Einfach der Familie das notwendige Geld für die Genossenschaftsanteile zur Verfügung stellen, auch in Raten wohl möglich, und die Familie könnte den Mietvertrag unterschreiben.

    Miete wäre Thema Nr. 2. Könnte KdU werden, wenn es Ansprüche auf Sozialleistungen gibt.

    Wenn die Familie wegzieht erhält nat. die Familie das Anteilsgeld der Genossenschaft ausgezahlt. Ob man privatrechtlich für diesen Fall Regelungen schafft, steht auf einem anderen Blatt.

    #416582

    Das ist keine passende Lösung in der gegenwärtigen Situation.

    #416583

    Wollte die nicht das Interhotel wieder öffnen, oder fehlt da wieder eine tatkräftige Hand?

    #416647

    Der MZ-Journalist Jonas Nayda hat heute einen ganzseitigen Artikel in der MZ über die Aufnahme der ukrainischen Flüchtlinge in Halle geschrieben und befragte einen Soziologen der Uni nach dem Unterschied der gegenwärtigen Hilfsbereitschaft zu der im Jahr 2015 und den Stadtrat Menke konfrontierte er mit seinen anderen Aussagen im Jahr 2015 und vermutete bei ihm einen Sinneswandel.
    Warum schreibt Herr Nayda nicht einfach was jeder weiß :
    Im Jahr 2015 kamen fast ausschließlich junge Männer aus kulturfremden Ländern, die sich in Deutschland ein besseres Leben erhofften, und heute kommen fast ausschließlich Frauen mit Kindern aus einem europäischen Land, nahezu Nachbarn, die vor dem Krieg, dessen Grausamkeit wir im Fernsehen miterleben, oft nur mit dem Notwendigsten geflohen sind, deren Männer die Heimat gegen eine militärische Übermacht verteidigen, und die hier nur eines wollen: ein Ende des Krieges und so schnell wie möglich wieder nach Hause.

    Wir erleben, das das Gute im Menschen nicht verschüttet ist und dass Mitgefühl und Hilfsbereitschaft nach wie vor groß sind, dafür können wir alle dankbar und auch ein wenig stolz sein .

    #416923

    Wir suchen dringend für ukrainische Flüchtlinge
    2×2 Herdplatten, 2 kleine Kühlschränke, 2 Fernseher mit HTMI-Anschluss
    Eine kleine Vergütung kann gezahlt werden
    Hilfe für Flüchtlinge und Aussiedler e.V.
    Tel. 0345 5507754

    #416924

    @Wolli

    Das nennt man kritischen Journalismus.

    #416932

    Nur weil man keine Schweinshaxe und lieterweise Alkohol mag, ist mman nicht kulturfremd.
    Saufkultur ist keine.

    #416954

    Die real existierenden Kommunisten in der DDR haben am liebsten Schweinshaxe in der Gaststätte in Berliner Roten Rathaus gegessen, denn die dortigen großen Schweinshaxen waren bei dienstreisenden Genossen in der ganzen DDR berühmt.
    Und alkoholische Getränke flossen bei den Genossen auch literweise, am liebsten Weinbrand Kastell 38 %ig.

    #417153

    wolli muß das ganz genau wissen… aus eigenem Erleben… Schön, wenn man noch solche Zeitzeugen bei der Hand hat.

    #417173

    Ich war dabei, sowohl beim Eisbeinessen in der Gaststätte unten im Berliner Roten Rathaus und mehrfach beim Kastelltrinken, meinem Direktor habe ich mal in einem Aktenordner versteckt eine Flasche Kastell zukommen lasen, als gerade eine Runde Genossen beisammen war, ich zählte in dieser Runde als parteiloser Kommunist.

    #417853

    Das ist das tolle ehrenamtliche Frauenteam, die heute die Kleiderausgabe in der Brandbergehalle durchgeführt haben, herzlichen Dank, ihr seid Klasse!

    #418111

    Die Freiwilligenagentur hat die Angebote zur Flüchtlingshilfe zusammengestellt und ergänzt sie ständig, das ist sehr hilfreich:
    https://padlet.com/freiwilligenagenturhalle/AngeboteUkrainehilfe

    #420162

    Die Freiwilligenagentur hat jetzt eine Seite für Möbelspenden eingerichtet:

    Home

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