Startseite Foren Halle (Saale) THW- und Feuerwehr-Werbung auf Bahnen und Bussen: Verwaltung lehnt aus Kostengründen ab

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  • #141539

    Halles Finanzdezernent Egbert Geier hat sich gegen eine kostenlose Werbung für das Technische Hilfswerk THW und die Feuerwehr zur Mitgliedergewinnung
    [Der komplette Artikel: THW- und Feuerwehr-Werbung auf Bahnen und Bussen: Verwaltung lehnt aus Kostengründen ab]

    #141540

    Wäre ja wohl auch kein Problem gewesen, auf bisher werbefreien Bahnen für die Hilfsorganisationen zu werben… zumal sich weder THW noch Freiwillige Feuerwehren eine Werbung dort leisten könnten oder wollten…

    Stadtverwaltung, bessere nach !!!

    #141541

    Grundsätzlich könnte ich die Argumentation der Stadt ja verstehen, wenn ich nicht täglich mit der Straßenbahn fahren würde und gefühlt höchstens jede zweite bisher Werbung trägt, von einem Mangel der Ware Werbefläche also keine Rede sein kann.

    Aber man soll ja nach Fakten entscheiden und nicht nur nach Gefühlen. Sollen Stadt oder Havag doch mal ne Zahl präsentieren wieviele Bahnen sie haben und wieviele davon bereits Werbeträger sind auf den Außenflächen.

    #141542

    Wenn einigen eine kostenfreie Werbung ermöglicht wird, muss das anderen auch ermöglicht werden. Der Tierschutz, der AHA und andere werden sich freuen.

    Geht es eigentlich nur um die kostenlose Werbefläche oder sollen auch die Produktionskosten für die Folien übernommen werden?

    #141547

    Gibt es nicht einen Pauschalvertrag mit einer Werbeagentur? Dann wäre so eine Nutzung gar nicht möglich, weil vertragswidrig. Das könnte man erst im Rahmen einer Neuverhandlung dann nachreichen. Oder kümmern sich die kommunalen Unternehmen tatsächlich jeder für sich um die vermarktung der Werbeflächen?

    #141900

    @Bert: Der Gleichbehandlungsgrundsatz zwingt hier niemandem dazu, das auch anderen zu schenken, denn der AHA, ein Tierschutzverein oder die Bürgerinitiative Paulusviertel erfüllen keine Pflichtaufgabe der Stadt. Die Feuerwehren und das THW stehen der örtlichen Gefahrenabwehr zur Verfügung und das ist eine Pflichtaufgabe, nicht umsonst gehören die Feuerwehren sogar zu 100% der Stadt. 😉
    Und das die Stadt hier mal was tun müsste, entweder strukturell und organisatorisch oder in Form von Personalwerbung zeigt z.B. das wir eine freiwillige Feuerwehr mit exakt 0 Mitgliedern im Stadtgebiet haben. Obwohl ich sogar empfehlen würde beides mal anzugehen.

    #141901

    „Und das die Stadt hier mal was tun müsste, entweder strukturell und organisatorisch oder in Form von Personalwerbung zeigt z.B. das wir eine freiwillige Feuerwehr mit exakt 0 Mitgliedern im Stadtgebiet haben. Obwohl ich sogar empfehlen würde beides mal anzugehen.“

    Warum braucht Halle eine Freiwillige Feuerwehr, wenn es eine Berufsfeuerwehr hat?

    #141907

    ardan: zwingen nicht, aber eine schöne Geste in Form von z.B. Spende wäre das dann schon. Und da kannst du sicher sein, daß das anderswo gemacht wird.

    Für eine 1-Mann-Armee würd ich allerdings auch nicht kleben wollen. Da müssen dann die Strukturen schon sichtbar sein, und die Aufgaben, die der Verein für die Stadt löst(!)… bei THW, FFW, Tierschutz sehe ich da kein Problem, ebenso nicht bei den vielen medizinisch verbundenen Organisationen.

    #142001

    Eine schöne Geste wäre es alle mal und wie gesagt bin ich auch dafür, einfach der Notwendigkeit um die benannten Gruppen wegen. Ich wollte nur Bert beruhigen, das damit noch lange nicht jeder das gleiche Verlangen kann. Denn wenn das danach jeder Kleinstverein dürfte, wäre das mit Sicherheit nicht zu stemmen, da würde ich ja zustimmen. Nur ist die Sorge eben unbegründet.

    Spannend finde ich Farbspektrums Farbe nach der Notwendigkeit einer FReiwilligen Feuerwehr. Ich dachte schon in dem ich strukturell für die Zusammenlegung von je zwei Wehren in 2-3 bestimmten Bereichen bin, wäre ich radikal. Aber die simpelste Antwort ist ja oft die beste: Weil wir mit 2 Berufswehren allein nicht den Bedarf decken könnten und uns die notwendigen 5 Berufswehren mit fest angestellten Menschen im öffentlichen Dienst einfach zu viel kosten würden?
    Obwohl das natürlich die Grundessenz des ganzen deutschen Katastrophenschutz und der Gefahrenabwehr ist, mit der ehrenamtlichen Basis. Es fängt schon mit dem Kulturangebot an. Selbst wenn wir aus den unzähligen Osterfeuern in Halle zwei raussuchen und alle anderen verbieten würden, bräuchten die ne entsprechende Absicherung, nur wer steht dann noch bereit die richtigen unkontrollierten Feuer zu löschen? Auch unsere Feuerwerke zum Laternenfest, Lichterfest und Co, die Weltrekordaktionen mit Lichterherzen, die neu in Halle etablierte Ballon-Fiesta und was weiß ich nicht brauchen eine Brandabsicherung. Stellt man dafür Berufsfeuerwehren ab, bleibt keiner mehr für die richtige Arbeit. Abgesehen davon, dass du implizierst, lieber Farbspektrum, es könne doch nie an mehr als zwei Orten gleichzeitig brennen in der Stadt. Ich denke die Einsatzzahlen des letzten Jahres sprechen eine andere Sprache, ohne die ganzen Veranstaltungsabsicherungen da schon mit drin sehen zu können.
    Ebenfalls bedarfssteigernd und für viele nicht sofort erwartet sind Einsätze mit anschließender Brandwache. In manchen Fällen kann man einfach nicht sicher sein, ob man alle Glutnester erwischt hat, oder eben nicht. Dann muss eine kleine Truppe als Brandwache im Schnitt noch 6 bis 12 Stunden vor Ort bleiben und das ganze kontrollieren.

    Wie gesagt, als Teilbeleg würde ich die, auch hier im Hallespektrum veröffentlichte, Einsatzstatistik des vergangenen Jahres heranziehen wollen.

    #142134

    Ich bin sehr froh, dass es KEINE Außenwerbung auf den Bussen und Bahnen gibt. Nicht weil THW & Co. nicht unterstützenswert sind, im Gegenteil. Sondern weil der Nahverkehr keine rollende Litfaßsäule darstellen soll. Attraktiver Nahverkehr, von kompetenten Unternehmen, ist werbefrei, weil ein eigenes konsequentes Farbschema viel wichtigere Werbung (für das ÖV-Unternehmen) darstellt.

    Wenn Mitgliedergewinnung das Ziel ist, sollen die kleine Karton-Anhänger drucken und regelmäßig IN den Bussen und Bahnen an die oberen Haltestangen hängen. Dort haben die Fahrgäste Zeit das zu nehmen zu lesen und zu entscheiden was sie machen. Außerdem kostet es „peanuts“

    #142136

    Attraktiver Nahverkehr, von kompetenten Unternehmen, ist werbefrei, weil ein eigenes konsequentes Farbschema viel wichtigere Werbung (für das ÖV-Unternehmen) darstellt.

    Weisst du eigentlich, in welcher Größenordnung Werbeeinnahmen zur Kostendeckung bei der HAVAG beitragen?

    #142139

    Die Größenordnung ist relativ gering. Die mehrfach größere Flotte in Leipzig (auch über und über mit Werbung bekleistert) spielt jährlich rund 600.000 Euro ein. Inwieweit damit bereits der Ausfall während der Beklebung und die Pflege der Werbung (Schäden nach Reinigungen etc.) abzuziehen sind, weiß ich nicht.

    #142140

    Sondern weil der Nahverkehr keine rollende Litfaßsäule darstellen soll. Attraktiver Nahverkehr, von kompetenten Unternehmen, ist werbefrei, weil ein eigenes konsequentes Farbschema viel wichtigere Werbung (für das ÖV-Unternehmen) darstellt.

    Wenn es ein gut geführtes Unternehmen ist, dann nimmt es natürlich Geld für die Werbung mit.

    Wo ist denn ein Farbschema wichtig? Wenn es aussieht wie eine Straßenbahn und auf den Schienen fährt wird es wohl auch eine Straßenbahn sein. Wenn dann noch die passende Nummer drauf steht, steigt man ein.

    #142141

    @nix Idee

    theoretisch klingt es so einfach, praktisch ticken Menschen anders. Eine einheitliche Farbgebung stärkt die coporate Identity und damit die Markenbildung eines Unternehmens. Nicht umsonst wenden Firmen, die von Kundenentscheidungen abhängig sind, Unsummen dafür auf, sich ein gutes eigenes einheitliches Auftreten zuzulegen. Bei der Entscheidung, den ÖV zu nutzen, kommt es u.a. auch das Renomee der ÖV-Anbieter an. Deshalb ist auch und gerade hier ein durchdachtes äußeres und inneres Erscheinungsbild wichtig. Außenwerbung macht das kaputt und symbolisiert automatisch (und unbewusst) schlechtes Management.

    Es gibt Städte, deren ÖV den Befreiungsschlag geschafft haben und mittels einheitlichem Auftreten ungleich erfolgreicher sind als die HAVAG.

    #142143

    Bitte ein Beispiel einer vergleichbaren Stadt.

    #142146

    Karlsruhe

    #142151

    Karlsruhe

    http://de.wikipedia.org/wiki/Straßenbahn_Karlsruhe

    Netter Versuch. Ich sehe Strassenbahnen mit Werbung. Ich denke, du hast von dem Thema keine Ahnung.

    #142157

    Tja, dann bleibt mir nichts weiter übrig um Entschuldigung zu bitten, dass frühere Geschäftsentscheidungen keinen Bestand mehr haben.

    Ansonsten wäre ich an deiner inhaltlichen Ahnung zum Thema Werbung, Einnahmen und Verluste interessiert.

    #142282

    @nix Idee

    theoretisch klingt es so einfach, praktisch ticken Menschen anders. Eine einheitliche Farbgebung stärkt die coporate Identity und damit die Markenbildung eines Unternehmens. Nicht umsonst wenden Firmen, die von Kundenentscheidungen abhängig sind, Unsummen dafür auf, sich ein gutes eigenes einheitliches Auftreten zuzulegen. Bei der Entscheidung, den ÖV zu nutzen, kommt es u.a. auch das Renomee der ÖV-Anbieter an. Deshalb ist auch und gerade hier ein durchdachtes äußeres und inneres Erscheinungsbild wichtig. Außenwerbung macht das kaputt und symbolisiert automatisch (und unbewusst) schlechtes Management.

    Es gibt Städte, deren ÖV den Befreiungsschlag geschafft haben und mittels einheitlichem Auftreten ungleich erfolgreicher sind als die HAVAG.

    Bis zu corporate identity gehe ich mit, danach wird es aber eine ziemliche Eigenmeinung. Du überträgst hier wild Sachen die du scheinbar irgendwo gelesen hast.

    Zum einen ist auch die fahrende Litfaßsäule ein gewisses Wiedererkennungsmerkmal, zum anderen Sprechen wir von einem (quasi) Monopolisten in einer öffentlichen Dienstleistung. Dieser wird sicher nicht über die selben Maßstäbe bewertet. Hier ist nur die Frage will ich ÖPNV nutzen oder nicht. Der Kunde bindet sich da weniger an ein äußeres.

    Und hier spielt die Kostendeckung eine deutlich wichtigere Rolle, gerade wenn man eh schon subventioniert wird. Bei einer vollständigen Konkurrenz mag der Punkt der Marke stärker zum tragen kommen aber selbst da müsste man zwischen Mehreinahnen und Effekt abwägen.

    Bevor wir zur Ahnung bei dem Thema kommen, die Punkte unter anderem bei der Marketing Prüfung sind ein Indiz, dass ich die Vorlesungen dazu zumindest grob verstanden habe.

    #142353

    Zumindest das THW kann sich über Werbemittel eigentlich nicht beschweren, sowas wird doch von ihrer Bundesgeschäftsstelle bezahlt. Diese lässt z.B. Plakate kleben (habe ich schon gesehen).
    Dort könnten sie mal anfragen. Das THW ist mit Bundesmitteln nicht schlecht ausgesatttet, meines Wissens wurde das Budget gerade wieder erhöht.
    Prinzipiell finde ich es gut, dass sie sich Gedanken machen und auf kreative Ideen kommen, nur sollten sie dann auch diese Kreativität zur weiteren Suche nach anderen Finanzmitteln anwenden, als ihre kirchenmausarme Stadt anzufragen.
    Ok, fragen kostet nichts, aber was spricht gegen die Finanzierung durche Sponsoren oder – meinetwegen – einen Kuchenbasar etc.?

    #142357

    @nix idee

    Ich bin beruhigt, das coporate design und coporate identity anerkannte Wirkprinzipien sind. Sie gelten immer. Weil sie auf die Reaktion von Menschen anspielen und Menschen verhalten sich (statistisch) immer gleich. Also spielen diese Effekte auch bei Monopolisten eine Rolle.

    Bevor ich schreibe, dass die HAVAG kein Monopolist ist, verweise ich auf echte Monopolisten (nach Merkelscher Alternativlosigkeit) Wasserwerke – haben auch diese Leistungen teuer eingekauft, obwohl kein Bürger um Zwangsanschlüsse herum kommt. Eine IHK hat es auch, obwohl jedes Unternehmen dort Zwangsmitglied wird (respektive HWK), Behörden ebenso usw.

    Ein ÖV-Anbieter ist kein echter Monopolist, weil Bürger immer noch wahlfrei entscheiden können: Laufe ich, nehme ich das Rad, fahre ich Auto, Taxi oder sonstwas. Selbst wenn es im momentanen Fall keine Wahl gäbe (z.B: Azubis auf dem Weg zur Ausbildung), so wird bei einem als kompetent wahrgenommenen Unternehmen die Bereitschaft größer sein, Fahrgast zu bleiben als bei nicht als solchen wahrgenommenen. Sprich: Die selektive Wahrnehmung der Betriebsqualität greift (nimmt man Mängel wahr, nimmt man Pünktlichkeit wahr). Früher oder später gibt es Wahlfreiheiten, dann wird mit den Füßen abgestimmt.

    Eine rollende Litfaßsäule – ich gehe sogar von zugeklebten Scheiben aus, sowas gibts – schränkt die Nutzbarkeit erheblich ein. Als Fahrgast kann man durch die Pixelrasterung kaum Dinge außen lesen, weder die Anzeiger anderer Linien, kaum Schrift, kaum Schaufenster. Es wirkt wie ein drückender Schleier. Wer das seinen Kunden zumutet, sollte zuerst sein Managerbüro derart auskleiden.

    Kostendeckung:
    Jahresumsätze von Betrieben a la HAVAG oder größer liegen knapp unter bis über einem dreistelligen Millionenbetrag. Da sind hochgerundet 500k Werbeeinnahmen schön aber nicht ausschlaggebend. Rechne mal andersherum: Bei rund 140.000 Fahrgäste am Tag sind das 4 Tage Fahrgeldeinnahmen. Nimmt man an, dass auf jeder Straßenbahnlinienfahrt von Endstelle zu Enstelle (das sind am Tag 2000 Fahrten in Halle) nur ein einziger Fahrgast sagt, „Nee die sind mir zu blöde!“, entspricht das einem Einmalverlust von über 730.000 Euro (1 Euro Durchschnittserlös). Schon ist sämtliche Außenwerbung ein Verlustgeschäft.

    Auch interessant: An wievielen Bahnen klebt Eigenwerbung des Stadtwerkeverbundes, der Region oder anderer Unternehmen der öffentlichen Hand. Alles Firmen, deren Werbeeinnahmen nur Ausgaben von Steuergeldern an anderer Stelle ist. Echte Werbeeinnahmen aus dem freien Markt sind noch seltener.

    #142358

    @nixidee schrieb: „Hier ist nur die Frage will ich ÖPNV nutzen oder nicht. Der Kunde bindet sich da weniger an ein äußeres. “
    Genauso sehe ich das auch. Als mal diese Freifahrtage waren, habe ich sie ausgiebig genutzt. Ich bin bis zu Endhaltestellen gefahren, wo ich noch niemals mit der Straßenbahn war. Ich war hinterher fix und fertig vor lauter Fahrplanstudiererei, warten, unbequemen Sitzen, Einkaufsschlepperei. Da war mir das Aussehen ziemlich egal.

    #142362

    Hier rollen sich jedem Studenten im Grundstudium der Betriebswirtschaftslehre die Fußnägel hoch.

    „Corporate Design ist ein anerkanntes, immer geltendes Wirkprinzip.“ Wo bringt man jemand solchen Unfug bei? Nein, ich will es nicht wirklich issen …. Corporate Design ist mehr als keine Werbung auf der Aussenhülle einer Strassenbahn.

    HAVAG kein (echter) Monopolist – kein Kommentar.

    Dass die Werbeeinnahmen von ca. 500.000 Euro verzichtbar wären, bei einem Umsatz der HAVAG von ca. 40 Mio. Euro und einem Zuschussbedarf von ca. 20 Mio Euro pro Jahr, kann nicht dein Ernst sein.
    Diese 500.000 Euro würden den Haushalt der Stadt Halle zusätzlich belasten.

    Den Nachweis, dass Verzicht auf Aussenwerbung die Fahrgastzahlen steigen lässt, bist du schuldig geblieben, genauso wie wenigstens eine(!) Stadt als Beispiel, obwohl du großkotzig behauptet hast es gäbe mehrere: Zitat: „Es gibt Städte, deren ÖV den Befreiungsschlag geschafft haben und mittels einheitlichem Auftreten ungleich erfolgreicher sind als die HAVAG.“ Es wird nicht wahrer, diesen Unsinn dauernd zu wiederholen.

    Der letzte Absatz ist, sorry, wirres Gefasel.

    #142364

    Kein Monopolist? Solange du nicht mit ein paar Rikschas ein ÖPNV Angebot in Halle schaffst, gibt es keine Konkurrenz. Auto oder Rad ist eben kein ÖPNV. Damals war die Telekom auch ein Monopolist, obwohl die Dienstleistung Kommunikation auch anderweitig erreichbar war.

    Der Spaß verhält sich eben nicht statisch. Das ist ungemein von Reichweite, Konkurrenz und Art des Geschäfts abhängig. Hier iat die Reichweite gering (nur Halle), eine Konkurrenz gibt es für die Dienstleistung ÖPNV auch nicht.

    Oder nimm Ärzte, da zählt die ci auch nicht wirklich. Gibt da tonnenweise Beispiele.

    Softrinks, welche quasi beliebig austauschbar sind, sind darauf natürlich deutlich mehr angewiesen.

    Zur Kostedeckung, 500.000€ sind 500.000€. Und wenn man nicht gerade Werbung für Genitalherpes auf die Bahnen pappt springt dir Wahrscheinlich nicht mal 1 Gast im Monat ab. Die blanko Bahnen sind nun auch nicht die absolute Zierde…

    #142388

    @Adihop

    Dafür, dass du so dick aufträgst musst du erstaunlich mies persönlich werden. Wenn du so sicher bist, warum bleibst du nicht auf der sachlichen Ebene? Denn außer meine Thesen als falsch zu bezeichnen habe ich nichts finden können, was gegenteiliges stützt.

    @nix idee
    Die Begründung, warum die HAVAG kein Mobilitätsmonopolist ist, hielt ich für ausreichend. Weder Straßenbahn/Bus noch andere Verkehrsträger stehen für sich allein da. Praktisch stehen alle zur Verfügung und jeder Mensch wählt (oft unbewusst) das für seinen Zweck geeignet erscheinende. Die Konkurrenz für den ÖV (HAVAG, DB AG, OBS u.a.) hat vier Räder und einen Lenkrad. Gelingt es einem Verkehrsträger nicht, das Image von starr, unflexibel, ungünstig usw. abzustreifen (user Farbspektrum hat ja geschildert, was seine Erfahrungseindrücke waren), rutscht dieser Verkehrsträger in der Auswahl nach hinten/unten. Das äußere Erscheinungsbild ist – das schrieb ich auch – nicht das einzige Kriterium. Doch es ist eines. Denn ein farblich/designseitig einheitliches Auftreten stärkt die Markenbildung (hier: Marke für Mobilität), was im Kanon aller gewünschten Eigenschaften positiv besetzt wird und deshalb im Abwägungsprozess zu mehr Nutzung führt. Wer das nicht glaubt, stellt das Grundprinzip der Werbung in Frage. (welches auch bewirkt, dass nahezu jeder Mensch Stein und Bein schwört, er ließe sich nicht von Werbung beeinflussen… 😉 )

    Außenwerbung auf den ÖV-Fahrzeugen wäre in drei Unterschiede zu gliedern:
    1. Werbung, welche sichtbehindernd die Scheibe beklebt
    2. Werbung, welche durch großflächige Bild-/oder Fahrwirkung das Erkennen der Türen einschränkt
    3. Werbung, welche nur kleine Teilflächen benutzt

    Unstreitig ist Variante 1 so unangenehm, dass Menschen diese Fahrzeuge nicht benutzen wollen. Sind Fahrzeugteile vollflächig zugeklebt, andere Segmente frei, ist gut zu sehen, dass die beklebten Bereiche sehr leer sind und die Menschen sich lieber stehend in den freien Bereichen drängeln.

    Variante 2 verstößt gegen die EU-Fahrzeugvorschriften der TSI-PRM, welche kontrastierende Farben für Türen vorschreiben um seheingeschränkten Menschen das Auffinden selbiger zu erleichtern.

    Variante 3 ist eher harmlos, hier wirkt der o.g. Prozess, dass durch das Preisgeben eines einheitlichen ganzheitlichen Auftretens die Marke an sich Schaden nimmt.

    Klar, die Zahl der abgesprungenen Fahrgäste ist nicht erfasst. Vielleicht sollte als Maß gelten, dass mehr Fahrgäste gewonnen werden können. In Halle sehe ich Potenzial für erheblich mehr Fahrgäste. Ohne dass sämtliche Füllhörner des Landes hier ausgekippt werden müssten. Solange Potenzial für deutliche Steigerungen besteht, solange muss im Umkehrschluss hingenommen werden, dass es gegenwärtig Abspringer gibt. Und glaube mir, ich nutze viel den ÖV, in jeder Stadt mit zugekleisterten Scheiben murren die Leute sicht-/hör- und spürbar.

    Die Zahl zu bemessen ist schwer, darum nannte ich die banale Annahme von nur einem einzigen je Fahrt. Allein diese winizige Menge sorgte für erhebliche Einnahmeausfälle. Unstrittig ist auch, dass konkrete Mengenbestimmungen für Zustände, die nicht parallel zur stattfindenden Realität sein können, nicht getroffen werden können. Sprich: Man könnte nicht durch konkrete Messung (Zählung) nachweisen, wieviel es sind, da gleichzeitig ein anderer Zustand vorherrscht.

    Um nicht falsch verstanden zu werden: das THW soll gern und viel Werbung machen dürfen. Da gibt es aus meiner Sicht viel geeignetere Formen als außen auf Bahnen und Busse geklebt.

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