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    Beiträge
  • #117874

    Ich grüße alle, die sich mit mir über die deutsche Wiedervereinigung freuen und heute in festlicher Stimmung sind.
    Jetzt hisse ich die schwarzrotgoldene Fahne in unserem Anwesen.

    #117875

    So ein freier Tag ist was schönes.

    #117876

    Ja auch,aber nicht nur. Du mußt Dich nicht gegrüßt fühlen.

    #117877

    Für mich steht an oberster Stelle meiner Prioritätenliste der Weltfrieden.
    Und was sich da in letzter Zeit entwickelt hat, lässt mich nicht in Feierstimmung kommen.
    Deutschland muss mehr Verantwortung in der Welt übernehmen und auch mit Waffen, ausgesprochen von einem ehemaligen Pfarrer, ist für mich keine Feiertagsparole.

    #117882

    Welche Wiedervereinigung? Es war ein Beitritt. Das ist kein kleiner Unterschied.

    #117883

    Umso besser, ohne diesen Beitritt wären noch heute 500 000 Russen hier.

    #117884

    Ein freiwilliger Beitritt.

    #117894

    Ich denke, darüber daß wir wiedervereinigt sind, können wir alle sehr froh sein. Über das wie kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Ich bin auch der Meinung, daß man einiges hätte besser machen können. Aber hinterher ist man sowieso immer schlauer.

    #117895

    Anonym

    ich bin sehr froh darüber, dass es meine Elterngeneration geschafft hat, das System DDR zu überwinden.
    Allein schon die Tatsache, hier ohne Angst oder den Blick über die Schulter kontrovers über das derzeitige politische System diskutieren zu können, stellt eine unschätzbare Verbesserung dar.

    in diesem Sinne halte ich es mit Churchill: Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen. Mit Ausnahme aller anderen, die bisher probiert wurden.

    Recht hat er.

    #117897

    Den zweiten Satz des ersten Absatzes unterschreibe ich. Aber wie es mit der Wertschätzung von Menschen im Kapitalismus aussieht, sieht man am besten bei einem Besuch im Altersheim. Der Mensch ist halt nur etwas, wenn er a) produktiv, nützlich und gefügig ist oder b) Geld hat. Das ist das Prinzip, was uns übergestülpt wurde – der schnellen D-Mark wegen, die auch Wolli damals wolllte.

    #117900

    SfK hat das Altersheim in der Beesener Straße zu DDR-Zeiten offensichtlich nie betreten.
    Meine Exfrau hat als Ärztin in Halles Zentrum bewußt falsche Diagnosen von alten Leuten gestellt, damit sie überhaupt im Krankenhaus aufgenommen wurden.
    Der Vergleich Altersheim in der DDR und jetzt ist nun wirklich ein voller Schuß nach hinten.

    Mit Ausnahmen sind die Ost-Rentner echte Wendegewinner. Auf dem Flughafen Leipzig-Halle könnt Ihr sehen, wie sie massenhaft in die weite Welt fliegen.

    #117906

    Und wolli muss hierbleiben, so undankbar ist Deutscheland…

    #117908

    Du hast da was missverstanden, wolli. Stadt_für_Kinder hat nicht Altersheime der DDR mit Altersheimen heute verglichen, sondern Altersheime von heute mit dem Gesellschaftssystem von heute.

    Mit Ausnahmen sind die Ost-Rentner echte Wendegewinner. Auf dem Flughafen Leipzig-Halle könnt Ihr sehen, wie sie massenhaft in die weite Welt fliegen.

    Ja, sowas wäre ein Grund, wegen dem ich mir eine DDR zurückwünschen würde. Weniger sinnloser Flugverkehr, weniger sinnloser Pauschaltourismus, weniger sinnloser Ressourcenverbrauch und weniger sinnlose Menschenausbeutung in anderen Ländern wegen eben genanntem.
    Ich möchte mal die gewagte Behauptung aufstellen, dass die Menschen glücklicher waren, als sie FKK-Urlaub an der Ostsee gemacht haben. Oder zumindest ging es ihnen dadurch nicht wesentlich schlechter.

    #117911

    Hallo querverweis, herzlich willkommen in der hallespektrum-Runde, unser Freischalter ist momentan nicht erreichbar, ich kann als Mitglied der Redaktion Deinen Text gelb markiert aber sehen.
    Ich freue mich, dass mit Dir ein weiterer positiv denkender Mensch in unser Forum gekommen ist.

    #117915

    Besatzer und Diktatoren wurden ausgetauscht, was ist daran feierlich?

    Und zum Thema Altersheim: Heutzutage ist Altenpflege nurnoch eine Industrie, die alten Leute sind nurnoch eine Ware und Pflegepersonal bekommt Anschiss bis Kündigung, wenn der Terminplan mal überschritten wurde, weil man ein Herz hat und mit den alten Menschen auch mal redet.

    #117898

    Hallo zusammen,
    ich lese hier schon lange mit, ohne mich zu Wort zu melden, kenne mittlerweile die aktiven User und ihre Ansichten.
    Der Grund meines plötzlichen „Auftritts“ hier ist das Posting von SfK, dessen Ansichten ich nicht teile, der mir hier aber als „Weltverbesserer“ aufgefallen ist. Ich finde es in diesen Zusammenhang schon sehr befremdlich, wenn man den anscheinend „gehassten“ “ Kapitalismus an einem Besuch im Altenheim festmacht.
    Was bitte , hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Die Pflege der Eltern sollte immer noch Sache der Kinder sein und keine Staatsaufgabe! Eltern haben ihre Kinder (in der Regel) 18 Jahre rundumbetreut , durchgefüttert, bei Krankheiten gepflegt, „psychisch“ versorgt usw. …
    Da ist es wohl doch nicht zu viel verlangt, wenn sich die Kinder um ihre alten Eltern kümmern und diese in den letzten Lebensjahren betreuen!

    Es ist also keine Frage/ Aufgabe des Staates, sonder eine Frage des Anstands/ der Erziehung!

    Immer schön einseitig bleiben, nicht wahr SfK?

    Gruss

    querverweis

    #117909

    Den zweiten Satz des ersten Absatzes unterschreibe ich. Aber wie es mit der Wertschätzung von Menschen im Kapitalismus aussieht, sieht man am besten bei einem Besuch im Altersheim. Der Mensch ist halt nur etwas, wenn er a) produktiv, nützlich und gefügig ist oder b) Geld hat. Das ist das Prinzip, was uns übergestülpt wurde – der schnellen D-Mark wegen, die auch Wolli damals wolllte.

    Da mein erster Beitrag noch auf Moderation wartet (vermutlich, weil ich hier unbekannt bin…), lasse ich es mir nicht nehmen etwas sarkastisch nachzufragen:

    War die Wertschätzung des Menschen im Sozialismus etwa besser?

    Mur mal nebenbei, zum Nachdenken :“Einsperren“ eines ganzen Volkes,“Bespitzelung“ in allen Lebenssituationen, Einschränkung der Meinungsfreiheit, hier besonders nett der Gummiparagraph „staatsfeindliche Hetze“ §§ 104,105,106 DDR StGEB, „sozialistische Umverteilung“ der Ressourcen, oder besser gesagt Diebstahl von Volkseigentum zur eigenen Bereicherung, Bildung gegen Parteizugehörigkeit…etc.pp… Jugendwerkhöfe und Tripperburg…ein tolles, menschenwürdiges System…

    Dazu sage ich nur: Ein Hoch auf Demokratie und Kapitalismus, ein Hoch auf die Möglichkeit sich frei zu entfalten und Meinungsfreiheit (wobei man manche Meinungen besser für sich behalten sollte…)

    #117925

    Man sollte Lackmus für seine Beiträge dankbar sein, damit man sieht, welche traurigen Wirrköpfe es gibt.

    #117926

    Besatzer und Diktatoren wurden ausgetauscht, was ist daran feierlich?

    Ich empfehle dringend, mal die Begriffe Diktatur und Besatzung zu googeln!

    Habe ich etwas verpasst? Haben nach dem Abzug der Russen etwa heimlich fremde Truppenverbände das Land besetzt?

    Ach ich vergass : die DDR war ja ein Rechtsstaat, die Russen haben die demokratische Republik vorm Faschismus beschützt…^^

    Sarkasmus mal beiseite, etwas Zynismus kann ich mir allerdings nicht verkneifen. Sicherlich gab es gesellschaftlich durchaus positive Aspekte in der ehemaligen DDR, die es wert gewesen wären in Gesamtdeutschland einzufliessen. Aber wie sah es 1989 denn wirklich aus? Die intelligenten „Köpfe“ der runden Tische wurden ignoriert und die „Unterhemden“ mit der Bierbüchse in der Hand wollten Bananen und Bier ohne Schweinegalle…^^ Alle (zumindest fast) wollten den „goldenen Westen“, sofort und ohne Einschränkung! „Damals“ fühlte man sich als „deutscher“ 2ter Klasse, jetzt, nach 25 Jahren hat sich anscheinend nichts daran geändert (bei manchen jedenfalls, wie man hier leider lesen muss).

    Ich wollte eigentlich noch wesentlich mehr schreiben, lasse es aber lieber.^^ Nur noch eins:

    Auch nach dem Untergang des dritten Reichs, haben einige mit verklärten Blick auf das zusammengebrochen Regime geblickt und die Argumente waren fast ähnlich, aber das hat sich nach ein paar Generationen zum Glück von selbst erledigt!

    #117927

    Und glücklich sein ist sehr relativ, auch unter der Nazidiktatur in den Jahren 1933-1939 waren ca. 90% der Deutschen zufrieden und auch glücklich.

    #117928

    Kommen denn auch Jetzt-Zeit-Verklärer zu Wort?

    Wenigstens einer ist zu Wort gekommen.

    #117930

    @querverweis

    Du musst schon in komplexeren Zusammenhängen denken, um zu erkennen, das der Kapitalismus nur eine Übergangsstufe sein kann. Das Verheerende ist doch, dass nichts Menschliches mehr von der Logik der Finanzmärkte verschont bleibt. Alles muss möglichst hohe Profite abwerfen. Die auffälligste Fehlentwicklung unserer Zivilisation ist also die Vermarktung alles Menschlichen. Das ist ebenso wenig wünschenswert wie die Beschränkung der Freiheiten im damaligen System.

    Uns was die Pflege der Eltern betrifft: Auch hier verhindert das kapitalistische System, genauer gesagt die Lobby, dass Pflege durch Angehörige überhaupt möglich wird. Du willst ein Beispiel? Dann schau dir mal an, wie viel der kapitalistische Heimbetreiber für die Pflege erhält und wie viel die Angehörigen je nach Pflegestufe. Versuche doch mal, dich für die Pflege deiner Eltern vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. Entweder war dein Einwand zynisch oder du bist einfach nicht von dieser Weilt.



    @Wolli

    Es ist ja schön, dass deine Ex-Frau noch so in der DDR verfahren konnte. Kein Arzt ist heute mehr so human, von seinem Budget etwas abzuzweigen, um eine Heimeinweisung zu umgehen. Das kannst du dir an der Pfeife rauchen, dank des Kapitalismus.

    Auch lesenswert: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/s-p-o-n-gregor-diez-migranten-und-die-deutsche-einheit-a-995222.html

    #117933
    #117934

    Auch nach dem Untergang des dritten Reichs, haben einige mit verklärten Blick auf das zusammengebrochen Regime geblickt

    Mir scheint, diesen verklärten Blick gibt es auf das heutige Regime wieder.
    Stichworte: Freihandelsabkommen und Geostrategie der USA mit Handlanger EU.
    Auf der einen Seite schwafeln von Klimawandel verhindern und auf der anderen Seite Aufrüstung.
    Ich bin überzeugt, dass das ganze Gerede von der maroden Bundeswehr nur das Ziel hat, die Militärausgaben zu erhöhen.

    Der Grund meines plötzlichen “Auftritts” hier ist das Posting von SfK

    Da musst du dich nicht drum kümmern. Ich glaube, dass extreme Meinungen wie von SfK und Brägel hier kaum ernst genommen werden.

    #117939

    „Du musst schon in komplexeren Zusammenhängen denken, um zu erkennen, das der Kapitalismus nur eine Übergangsstufe sein kann. Das Verheerende ist doch, dass nichts Menschliches mehr von der Logik der Finanzmärkte verschont bleibt. Alles muss möglichst hohe Profite abwerfen. Die auffälligste Fehlentwicklung unserer Zivilisation ist also die Vermarktung alles Menschlichen. Das ist ebenso wenig wünschenswert wie die Beschränkung der Freiheiten im damaligen System.“

    Du bist ja lustig.^^ Ich denke schon sehr komplex, deshalb auch realistisch. So schön alle theoretischen Konstrukte, wie Kommunismus, Sozialismus, oder auch Anarchie sein mögen, so haben haben alles das Problem, dass diese auf einem Menschenbild aufbauen, das zu optimistisch ist. Der Mensch mag zwar intelligent und lernfähig sein, aber er bleibt immer noch ein egoistischer Mensch. Selbst wenn es die Vernunft gebietet alles zum Gemeinwohl beizusteuern, damit es allen gleich gut geht, wird es immer einen (oder mehrere) geben, die etwas mehr haben (wollen), als die anderen. Aller Logik, Bildung und Entwicklungsprozesse zum Trotz, ist und bleibt sich jeder selbst noch der nächste. In der Steinzeit war es ein Zahn an der Halskette, jetzt ist es der Flachbildfernseher im Wohnzimmer. Auch wenn ein Fernseher ausreicht , ist es doch nicht schlecht, wenn man 2 hat, am besten 3 zur Reserve. Übersetzt man Kapitalismus mal in seiner ursprünglichen Bedeutung, dann ist es nichts anderes als eine Anhäufung von Gütern, Güter, die dem persönlichen Wohlbefinden/ der Sicherheit dienen, also dem Überleben; wie bei Eichhörnchen im Winter…;) Die Logik der Finanzmärkte ist keine andere als die eines „gewöhnlichen“ Menschen: ich gebe etwas und erwarte dafür eine Gegenleistung; selbst der altruistischste Mensch wird irgendwann aufgeben, wenn er verhungern muss…
    Wir befinden uns also in einer Zwickmühle: keine Leistung, ohne Gegenleistung und wenn die „Leistung“ nicht jeder X-beliebige erbringen kann, steigt der „Wert“ der Gegenleistung. Ein einfaches, sehr menschliches Prinzip.
    Mir stellt sich die Frage, wie die nächste Stufe der „Übergangslösung Kapitalismus“ aussehen soll. (mal abgesehen von der Frage des Zeitpunktes) Grundeinkommen für alle wäre ganz toll, aber hat dann noch einen Grund zu arbeiten? Bei und heisst das übrigens ALGII.^^ Hast Du Dich schon mal in der realen Welt bei der „jetzigen“ Generation umgehört? „Schule is fürn Arsch“ aber für 10 €/Stunde geh ich nicht arbeiten, werde ich Rapper…“ Wenns nicht klappt gibt es ja ALG II…Juchu, Freude…

    Uns was die Pflege der Eltern betrifft: Auch hier verhindert das kapitalistische System, genauer gesagt die Lobby, dass Pflege durch Angehörige überhaupt möglich wird. Du willst ein Beispiel? Dann schau dir mal an, wie viel der kapitalistische Heimbetreiber für die Pflege erhält und wie viel die Angehörigen je nach Pflegestufe. Versuche doch mal, dich für die Pflege deiner Eltern vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. Entweder war dein Einwand zynisch oder du bist einfach nicht von dieser Weilt.

    Hier gehts munter weiter: Die „Fehlentwicklung“ der „Vermarktung alles Menschlichen“ beginnt doch schon bei der Geburt in Form des Kindergeldes. Es gab Zeiten, da musste man ein Kind ernähren können, um eines in die Welt zu setzen, heute setzt man Kinder in die Welt, um sich sich vom Kindergeld zu ernähren.(damit meine ich explizit die bildungsferne Hartz4 Generation) rund 300 € Kopfgeld, Elterngeld, also bezahlte Unproduktivität in Höhe von 67% des Einkommens und Steuerfreibeträge, also von der „Algemeinheit“ finanziert, stehen bei der Betreuung 230- 700 € Pflegegeld monatlich gegenüber.

    Wer bezahlt das? Der Staat, also ALLE Steuerzahler, also besonders die, die viel verdienen, bzw. „erwirtschaften“!
    Ich gehe jetzt noch weiter: da man davon ausgehen muss, dass Eltern pflegebedürftig werden, muss man (als halbwegs intelligenter Mensch) Rücklagen schaffen, um den Pflegebedarf finanzieren zu können. Aber hier sind wir wieder an Anfang der Diskussion, dem Kapitalismus, bzw. Egoismus der Menschen, der selbst vor der eigenen Familie nicht halt macht: man verprasst sein Geld im Laufe des Lebens, für 2-5 Fernseher, Kredite für Autos, Handyverträge und anderen Mist und erwartet dann,bzw. verlässt sich darauf, dass „der Staat“ für die Pflege der Eltern aufkommt.^^

    Jaja, das Übel des Kapitalismus…^^

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