Startseite Foren Halle (Saale) „Synagoge & Tempel“: Ausstellungseröffnung zum Auftakt der Jüdischen Kulturtage

  • Dieses Thema hat 21 Antworten und 12 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 8 Jahre, 1 Monat von Anonym.
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  • #120362

    Die Geschichte der Juden in Halle (Saale) ist fast so alt wie die Stadt. 970 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung. Nach Erfurt hatte Halle im Spät
    [Der komplette Artikel: „Synagoge & Tempel“: Ausstellungseröffnung zum Auftakt der Jüdischen Kulturtage]

    #120363

    Wäre vielleicht Anlass, über den Wiederaufbau der halleschen Synagoge nachzudenken. Die reichhaltige Geschichte des Judentums in Halle sollte mit der Auferstehung der Synagoge an historischem Platz gewüdigt werden.

    #120364

    Wäre vielleicht Anlass, über den Wiederaufbau der halleschen Synagoge nachzudenken. Die reichhaltige Geschichte des Judentums in Halle sollte mit der Auferstehung der Synagoge an historischem Platz gewüdigt werden.

    … sagt der Plattenbaufreund und Halle-Neustadt-Historiker.

    Dir ist schon klar, dass dafür einige deiner geliebten Plattenbauten (und Wohnungen) in der Brauhausstraße fallen müssten, ja?

    #120365

    > Dir ist schon klar, dass dafür einige deiner geliebten Plattenbauten (und Wohnungen) in der Brauhausstraße fallen müssten, ja?

    An der Stelle sind die Plattenbauten deplatziert und tragen nicht wirklich zu einem schönen Gesamtbild dieses Bereiches bei. Das hätte aber auch damals schon den Genossen klar sein sollen. Dass die DDR damals kein Geld (und auch kein Interesse) für einen Wiederaufbau der Synagoge hatte, steht auf einem anderen Blatt. Heute kann aber die Stadt beweisen, wie ernst sie es mit einer Wiedergutmachung des der Jüdischen Bevölkerung der Stadt angetanem Leid meint.
    Wie ein möglicher Wiederaufbau der Synagoge zu fananzieren wäre, weiß ich allerdings auch bnicht. Crowdfunding? Andere Möglichkeiten? Ich weiß es nicht…

    #120372

    Sie werden gerade mit Dämmplatten beklebt und sind offenbar leergezogen, ein guter Zeitraum für den Abriss.

    #120376

    Warum sollen jetzt Häuser abgerissen und die Synagoge wieder aufgebaut werden, wenn Halle doch eine Synagoge hat?

    #120380

    Weil den Deutschen wegen Ereignissen, welche vor 70 Jahren stattgefunden haben, permanent Schuldgefühle eingeredet werden. Bin mal gespannt wann die Russen anfangen überall Zwiebeltürme zu bauen… 😀

    #120389

    Die Ereignisse haben nicht „stattgefunden“, sondern wurden von Leuten deiner Geisteshaltung ausgelöst und betrieben. Und solange solche Figuren hier im Lande noch aktiv sind, gibt es keine Normalität.

    #120403

    Mit Figuren deiner Geisteshaltung ist bis auf wenigen Selbstdarstellern auch niemanden geholfen. Ausserdem kennst du weder mich, noch meine Geisteshaltung, du unterstellst mir lediglich deine Hirngespinste.

    #120466

    Die Ereignisse haben nicht “stattgefunden”, sondern wurden von Leuten deiner Geisteshaltung ausgelöst und betrieben. Und solange solche Figuren hier im Lande noch aktiv sind, gibt es keine Normalität.

    Wow, das sind schon starke Worte von dir.
    Nun diese Ereignisse haben schon stattgefunden, schließlich sind sie passiert. Die Generation die für diese Ereignisse die Verantwortung trägt ist fast schon ausgestorben. Ich sehe es wie Lackmus. Wir müssen keine Schuldgefühle mit uns herumtragen, es reicht wenn wir darauf achten, das so etwas nicht noch einmal vorkommt.

    #120471

    Wir müssen keine Schuldgefühle mit uns herumtragen, es reicht wenn wir darauf achten, das so etwas nicht noch einmal vorkommt.

    Völlig richtig!

    #120480

    Wenn ich auch Deutschland in einer historischen Schuld sehe, sollte doch bitte die (zum Glück wieder) wachsende jüdische Gemeinde beim Wiederaufbau jüdischen Lebens unterstützt werden. Und dazu gehört auch ein für die Stadt repräsentativer Ort, wo der Glauben (auch öffentlich) gelebt werden kann.
    Auch wenn ich gläubiger Atheist bin (mit ein paar Sympathien für die Wicca) – hier kann Halle zeigen, wie weltoffen unsere Heimatstadt ist.

    #120482

    Wenn ich auch Deutschland in einer historischen Schuld sehe, sollte doch bitte die (zum Glück wieder) wachsende jüdische Gemeinde beim Wiederaufbau jüdischen Lebens unterstützt werden. Und dazu gehört auch ein für die Stadt repräsentativer Ort, wo der Glauben (auch öffentlich) gelebt werden kann.
    Auch wenn ich gläubiger Atheist bin (mit ein paar Sympathien für die Wicca) – hier kann Halle zeigen, wie weltoffen unsere Heimatstadt ist.

    Schon wieder einer, der nicht weiß, dass Halle eine Synagoge hat. Einfach mal zur Kirchennacht hingehen. Und die jüdische Gemeinde bekommt Förderung. Vor ein paar Jahren gab es mal heftige Auseinandersetzungen darüber.
    http://bilder.t-online.de/b/63/25/53/24/id_63255324/tid_da/meir-roberg-in-der-synagoge-in-halle.jpg

    #120486

    Nun diese Ereignisse haben schon stattgefunden, schließlich sind sie passiert. Die Generation die für diese Ereignisse die Verantwortung trägt ist fast schon ausgestorben. Ich sehe es wie Lackmus. Wir müssen keine Schuldgefühle mit uns herumtragen, es reicht wenn wir darauf achten, das so etwas nicht noch einmal vorkommt.

    zwischen „persönlicher schuld“ und „schuldgefühl im sinne von verantwortung innerhalb der eigenen nation“ muss man unterscheiden. menschen sind vergesslich, vor allem bei dingen, die sie nicht persönlich erlebt haben. insofern hilft ein „schuldfühlen im sinne von verantwortung innerhalb der eigenen nation“ dabei, so etwas nicht wieder geschehen zu lassen und es besteht deshalb die notwendigkeit, dieses an nachfolgende generationen immer weiterzureichen.
    das land der dichter, denker und erfinder beherbergte leider auch mitläufer, kriegstreiber und schlächter. man kann sich nicht mit dem einen schmücken und das andere unter den teppich kehren.

    #120495

    Die angesprochenen Schuldgefühle werden vor allem vom israelischen Staat hochgehalten, damit wir keine Kritik an ihrer Politik gegenüber den Palästinensern üben.

    das land der dichter, denker und erfinder beherbergte leider auch mitläufer, kriegstreiber und schlächter.

    Die beherbergt jedes Land, da muss man einfach man nach IS googeln.

    #120497

    ftbneu, kennst du diesen jüdischen Witz? „Zwei Juden stranden auf einer einsamen Insel. Sie kämpfen gemeinsam gegen die Widrigkeiten und richten sich einigermaßen ein. Als das Überleben gesichert ist, bauen sie drei Synagogen: Jeder eine für sich und eine dritte, die sie beide niemals betreten werden.“

    In Halle gibt es zwei Gemeinden, welcher davon soll die Synagoge finanziert werden? Vor der Shoah nutzte die (viel größere) liberale Gemeinde die Synagoge und das Haus in der Märkerstraße. Die Orthodoxen spielten kaum eine Rolle. Heute ist das Verhältnis umgekehrt und die Orthodoxen sitzen im Gemeindehaus Märkerstraße.
    Beide Gemeinden sind zutiefst zerstritten, sie würden sich wohl nie auf einen gemeinsamen Neubau einigen.

    Aber das ist nichts Besonderes in Halle. Ein Blick nach Potsdam reicht. Seit Jahren gibt es Bauland und Brandenburg stellt die Finanzmittel bereit. Aber die beiden Potsdamer Gemeinden können (wollen) sich nicht über die Architektur, den Innenausbau usw. einigen.

    #120528

    > Schon wieder einer, der nicht weiß, dass Halle eine Synagoge hat.

    Welche ich im übrigen schon mehrfach besucht habe.

    #120529

    > Schon wieder einer, der nicht weiß, dass Halle eine Synagoge hat.

    Welche ich im übrigen schon mehrfach besucht habe.

    Dann verstehe ich deine Worte nicht:

    Und dazu gehört auch ein für die Stadt repräsentativer Ort, wo der Glauben (auch öffentlich) gelebt werden kann.

    #120589

    Du musst doch sicher zugeben, dass eine Synagoge in Innenstadtnähe (und an historischem Ort) repräsentativer ist, als am Dessauer Platz.

    #120592

    Sollte sich die jüdische Gemeinde einig sein (ich schätze meine jüdischen Freunde in der Welt sehr!), so werden die eine Synagoge bauen. Dauert allerdings etwas länger, bis alle einer Meinung sind. Ich glaube nicht, dass die Stadt hier bis auf das Grundstück viel Beitrag leisten kann.

    #120602

    Du musst doch sicher zugeben, dass eine Synagoge in Innenstadtnähe (und an historischem Ort) repräsentativer ist, als am Dessauer Platz.

    Um Geld in die Stadt zu holen sicherlich.

    #121237

    Anonym

    Die Diskussion über eine neue Synagoge in Halle ist überflüssig: es gibt in der Humboldtstraße bereits eine Synagoge mit mehr als 100 Plätzen.

    Dagegen in der Landeshauptstadt Magdeburg gibt es keine Synagoge sondern lediglich ein relativ kleines Gebetsraum im Gemeindehaus. Errichtung einer Synagoge ist eine kostenintensive Angelegenheit die nicht gleichzeitig in mehreren Orten des Landes möglich ist. Und die Landeshauptstadt als auch die Stadt Dessau-Roßlau – auch einer richtigen Synagoge – haben eindeutig Priorität.

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