Startseite Foren Halle (Saale) Streik-Androhung: HAVAG-Beschäftigte wollen satten Lohn-Zuwachs

  • Dieses Thema hat 136 Antworten und 33 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 9 Jahre, 3 Monaten von Anonym.
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  • #33879

    Anonym

    Dann Google lieber mal.Von bis Aussagen beziehen sich auch auf Teilzeitkräfte und Steuerklassenwechsler.Wurde ich natürlich an deren Stelle auch so argumentieren.

    #33880

    Beschwer dich nicht bei mir sondern beim Verfasser des Beitrags, wenn dort Informationen fehlen ist das nicht meine Schuld.

    Ich gehe bei den Gehaltsangaben grundsätzlich von Vollzeitkräften aus und nehme dort auch immer die schlechteste Lohnsteuerklasse.

    #33881

    Anonym

    lese ich den letzten Satz richtig, dass nichtgewerkschafter heute kein Geld verdienen. also an ihrer Arbeit gehindert werden und vom Amt Geld kriegen? aber bei der Abstimmung dürften sie nicht mitmachen. reichlich schizophren.
    oder kommt die Gewerkschaft als Verursacher der kosten für die Allgemeinheit dann dafür auf?

    bei allem Verständnis für die gewerkschaftsinteressen, aber das geht gar nicht. das ist ja als ob ein Mob die Mitarbeiter einer x beliebigen Firma am arbeiten hindert und die ausgesperrten dann dafür noch bestraft würden

    #33887

    nee, wenn der AG sie heimschickt muß er sie auch bezahlen.
    Dann wäre es für ihn besser, er sperrt aus. dann spart er auch diese Kosten.
    Taktisch aus Arbeitgebersicht gesehen, wäre dies allerdings mittelfristig fatal,

    #33889

    Anonym

    heißt das dann dass die arbeitswilligen von den streikenden am arbeiten gehindert werden? ist das nicht Nötigung?

    denn im Artikel steht ws von wegen keine Bezahlung

    #33895

    So Freunde, noch paar Stunden und dann ist das auch erstmal vorbei.
    Wie schlimm war es denn für Euch?
    Wird die Sache was bewirken?
    Gut, HAVAG hat heute bischen Strom gespart und sich bischen gelangweilt haben.
    Bin gespannt wie das alles weitergeht.
    Nun sag noch einer in unserer Stadt ist nix los.

    #33897

    @lintu

    „Menschen die wirklich wenig Lohn für ihre Arbeit bekommen.
    Friseure, Putzleute, Sicherheitsdienstleister und auch Leiharbeiter.“

    Nun, auch diese können sich organisieren, in ihren jeweiligen Spartengewerkschaften und dann selbstverständlich streiken.

    Wenn sie allerdings ihren Hintern nicht hochbekommen, tja, selbst schuld…

    Also nicht jammern: TUN

    #33898

    Anonym

    „Nun sag noch einer in unserer Stadt ist nix los.“

    War wirklich nix los. Manche Geschäfte hatten bereits am Nachtmittag geschlossen. Die Händler auf’n Markt waren nach 16:00 fast auch alle weg.

    #33905

    Streik hin oder her. Jeder wird gute Argumente haben seine Position zu vertreten. Aber dieser Streik zeigt, wie wichtig der öffentliche Nahverkehr in Halle ist. Der ÖNV hilft den absoluten Verkehrskollaps in Halle zu vermeiden. Dies sollte auch honoriert werden.

    #33911

    Hatten wir heute Verkehrskollaps?

    Ansonsten Zustimmung zu deiner Meinung. Arbeit muß sich (wieder) lohnen und ihr Wert muß sich in der Summe ausdrücken.

    #33955

    Willkommen @stryki , hier dein erster freigeschalteter Beitrag:

    Warum war der Streik notwendig und wem hat er Erfolg gebracht?

    In welchen Zeiten leben wir, dass hunderttausende Bürger der Städte Magdeburg, Halle, Dessau-Roßlau und weiterer Kommunen für gerade mal 1.800 Beschäftigte ihren gesamten Alltag umorganisieren mussten. Mütter, die nicht wussten, wie sie ihre Kinder in die Kita oder die Schule bekommen und es trotzdem noch pünktlich auf Arbeit schaffen (es gibt ja tatsächlich noch Menschen, die in der Stadt wohnen und sich kein Auto leisten können). Ältere Menschen, die zum Arzt mussten und sich dafür kein Taxi leisten konnten. Schüler und Lehrlinge, die es ohne ÖPNV nicht zur Schule oder auf Arbeit geschafft haben. Oder ein Rollstuhlfahrer, der von der Polizei durch die Stadt begleitet wird. Es gibt noch viel mehr solcher trauriger Erlebnisse. Warum musste dieser Streik sein? Er war genauso sinnlos, wie überflüssig. Die größten Gewinner waren sicherlich die Taxifahrer. Aber war dies notwendig? Die Gewerkschaft Verdi hätte meinen vollen Respekt gehabt, wenn Sie Montag früh um 3 Uhr auf den Streik verzichtet und damit nicht hunderttausende Bürger in „Geiselhaft“ genommen hätte. Der Kommunale Arbeitgeberverband wiederum hätte der Gewerkschaft Verdi ein vernünftiges Angebot unterbreitet müssen, so dass diese auf den Streik verzichten hätte können. Warum musste es erst zu diesem unnötigen Streik kommen? Das Ergebnis, was jetzt erzielt werden wird, hätte auch ohne diesen Streik erzielt werden können und müssen. Wo kommen wir hin, wenn Unternehmen, die quasi ein Monopol haben (ÖPNV, Wasserversorgung, Energieversorgung usw.) ihr Monopol dazu benutzen, ihre (durchaus berechtigten) Interessen auf dem Rücken der Bürger zu erreichen. Am Montag war es der Nahverkehr, kommende Woche sagen vielleicht die Beschäftigten der Wasserwerke, dass die Bürger auch mal 24 Stunden ohne Wasser auskommen können. In einem Monat sagen dann die Mitarbeiter der Energieversorgung, dass sie auch streiken wollen und schalten für 24 Stunden den Strom ab. Wo soll dies alles hinführen? Ich hätte von allen Beteiligten sowohl von Verdi als auch den Arbeitgebern erwartet, dass es einen Kompromiss ohne Streik gegeben hätte. Das dieses nicht erreicht wurde, ist ein Armutszeugnis und zeigt wo es hinführt, wenn sich jeder nur auf seine Rechte beruft und es versuchen will, gegenüber dem anderen Verhandlungspartner eine bessere Verhandlungsbasis zu erreichen. Dass dafür dann die steuerzahlenden Bürger als unbeteiligte Dritte benutzt werden zeigt sehr deutlich, wie weit es schon in Deutschland gekommen ist. Armes Deutschland. Dafür bin ich 1989 nicht auf die Straße gegangen. Ich hoffe, dass meine Überlegungen wenigstens ein bisschen dazu beitragen, dass es bei einem ähnlichen Konflikt eine bessere Lösung (ohne Streik) gibt.

    Steffen, ein täglicher ÖPNV Nutzer.

    #33960

    @ Schulze:

    manchmal sind es gar nicht die Mitarbeiter die sich mobilisieren, sondern nur die Gewerkschaft mobilisiert.
    Ich war damals live dabei als es um den Telekom Streik ging- und nein, der ging am Standort Halle nicht von den Mitarbeitern aus!

    #33963

    Sowohl Kinder als auch Rentner profitieren von höheren Steuereinnahmen in dieser Stadt.

    Die Rentner auch noch über die Rentenerhöhung.

    Und die Ruhestandsbeamten durch höehere Bezüge.
    Streiks lohnen sich also für alle.
    Leider versteht das so mancher nicht.

    #33964

    @Steffen
    träum weiter… du bist im Kapitalismus angekommen, den du doch 1989 so haben wolltest?

    jetzt ist er da, mit allen Auswirkungen, und da gefällt erdir auch wieder nicht, aber Rosinenpicken ist nicht…

    Hier geht es für die einen um Profit, für die anderen um’s überleben und ihren Anteil am Kuchen… Den Finanzminister Bullerjahn schert es nicht, er hat genug, will aber anderen dieses nicht auch zugestehen,,, dann muß man ihm das halt entsprechend plausibel machen… und das heißt Streik. Freiwillig wird das nicht kommen, da sind eher Afghanistan, Bankenrettung und Euroschirm bezahlt. Das eigen Volk ist das letzte, was etwas bekommt… That’s real life… Willkommen im Leben

    Höher Löhne sind wieder Einnahmen für Handel und Versorgung, Steuern etc. damit wird die Wirtschaft am Leben erhalten. Aber das geht auf Kosten der Gewinne, die dann nicht spekulativ von einigen Wenigen angelegt werden können, also kein zweites Ferienhaus auf Mallorca oder eine schicke Finca, kein zweiter Kabinenkreuzer am Mittelmeer oder einem oberbayerischen See… auch dagegen wird gestreikt.

    #33972

    Anonym

    @redhall

    Sehr fadenscheinige Argumente. Seit wann gehen gestiegene Steuereinnahmen aus der Einkommenssteuer direkt an die Stadt? Ich dachte dafür gibt es einen Verteilungsschlüssel. Rentner einer Stadt profitieren lokal eingegrenzt aus gestiegenen Steuereinnahmen? Ok, dann müßten aber alle deutsche Rentner eine saftige Rentenerhöhung bekommen, schliesslich gab es ja einen Einnahmerekord. 🙂

    Bluten wird die Stadt, durch höhere Zuschüsse bzw. sinkende Überschußzahlungen in das Stadtsäckel durch die Stadtwerke Halle GmbH. Super und gerade redhalls Rentner, Niedrigverdiener oder/und HartzIV-Empfänger werden ganz besonders unter steigenden Ticketpreisen zu leiden haben. Mann kann sich die Welt natürlich durch die rosa-Rote Brille immer schön schreiben.

    #33977

    Liebe HAVAG Mitarbeiter, so jemand von Euch hier mitliest, meine volle Unterstützung für Euren Streik habt ihr.

    #33982

    HAVAG Mitarbeiter, eine Unterstützung habt Ihr nicht! Ich finde es erbärmlich, wenn Ihr Euren Kampf auf Kosten Eurer Kunden, die auch noch dafür bezahlen müssen, ausführt.

    Nehmt doch Eure Chefs in die Zange, dazu fehlt Euch aber der Mumm. Peinlich. Versteckt Euch hinter Eurer Gewerkschaft. ich habe keinen von Euch heute gesehen, der einem zahlenden persönlich Kunden erklärt, wofür er mehr Geld möchte.

    Vielleicht sollte hier FahrerInnen aus der südlichen Nachbarrepublik eingestellt werden. Diese sind auf jeden Fall schon einmal freundlicher. Sorry.



    @Steffen
    , Du hast in vielen Punkten Recht, aber nicht in allen. Trotzdem Danke.

    #33983

    Also ich muß mal zum Ausgangspunkt des Konfliktes kommen.
    Es gab also in den letzten 10 Jahren kaum Lohnerhöhungen, jetzt will verdi plötzlich 350 €.
    Wo war die allgegenwärtige Gewerkschaft in den letzten 10 Jahren?

    #34009

    >>Es gab also in den letzten 10 Jahren kaum Lohnerhöhungen, jetzt will verdi plötzlich 350 €.
    >>Wo war die allgegenwärtige Gewerkschaft in den letzten 10 Jahren?

    Du meinst also sie hätten jährlich für die durchschnittlichen 35,-€ streiken sollen?
    Erkläre das dann doch bitte mal den ganzen Heulsusen, die anderen ihr rechtlich verbrieftes Streikrecht aberkennen wollen.

    Und wer hier meint mit 1500,-€ im Schichtdienst und mit Wochenend-/Feiertagsarbeit monatlich seine Familie ernähren zu können, der kann selbstständig zu seinem AG gehen und ihn bitten ihn aus dem TV zu entlassen um sein Gehalt und seine AZ selbst aushandeln (nach BGB inkl. BUrlG). Der AG wird sich freuen.

    #34013

    immerhin gibt es ja noch nen ehepart. und falls alleinstehend dann sollte es schon möglich sein. andere familien überleben auch.
    im übrigen stimme ich auch voll zu das die havag öfterst streiken könnte obwohl ich nicht dafür bin.
    bin sehr gut auf der merseburgerstrasse durchgekommen kaum stau keine vorrangregelung, das gleiche am franckeplatz. gut da war der streik mal sinnvoll.

    #34014

    Anonym

    muss ich zustimmen. Es ging Kfz-technisch recht entspannt zu gestern.

    Vielleicht sollte man die Zahl der Straßenbahnfahrten halbieren, die der HAVAG-Fahrer gleich mit. Dann könnte man den übrigen noch 50% mehr Gehalt zahlen.Oh, welch böser Gedanke!

    #34015

    Anonym

    „im übrigen stimme ich auch voll zu das die havag öfterst streiken könnte obwohl ich nicht dafür bin.“

    Hää?? Dein zweites Ich hat also eine andere Meinung. Sehr interessant.

    „andere Familien überleben auch“

    Na Prima! Du bist also der Meinung, daß ein Gehalt reineweg zum Überleben ausreicht. Geld sparen, sich was leisten, Urlaub, Hobbys, mal fein Essen gehen braucht man alles nicht. Es geht dir nur ums Überleben. Du musst ja ein geiles Leben haben. 😆

    Dann dann viel Spaß beim Weiterüberleben!

    #34016

    Ohne auf den aktuellen Anlass konkret einzugehen: Ob ein Streik, und dessen Auswirkungen auf jeden Einzelnen, sinnvoll und gerechtfertig ist, liegt im Auge des jeweiligen Betrachters und ist somit eine persönliche Meinung.

    Was jedoch nicht jedem einzelenen Bürger zugestanden werden kann ist, sehr nett in einem vorangegangenen Beitrag mit „Rosinenpicken“ bezeichnet, sich immer nur die schönen Seiten einer Gesellschaftsordnung herauszusuchen.

    Das Streikrecht ist keine Erfindung der letzten 24 Jahre und hat ursächlich schonmal garnichts mit Kapitalismus zu tun. Hab aus Interesse grad mal fix die tollste Suchmaschine der Welt gefragt und, oh Wunder, sogar in der DDR wurde gestreikt. Arbeitskampf im Stellwerk

    Auch wenn ich jetzt von Geschichtsprofessoren und Neunmalklugen zerrissen werde: Der Aufstand ´53 hatte seinen Urpsrung in Arbeitsniederlegungen, als Reaktion auf die unverhältnismäßigen Vorgaben der Führung.

    Abschließend: Kein einzelenes Individuum unserer Gesellschaft hat das Recht einem anderen Individuum das Streiken einfach mal so zu verbieten. Wem das nicht passt, es gibt noch 192 weitere Staaten die Mitglied der UNO sind, denn in irgendeinem Verein sollte das Land in dem man lebt doch sein. Oder?

    #34022

    Mikele schrieb:
    „Ich finde es erbärmlich, wenn Ihr Euren Kampf auf Kosten Eurer Kunden, die auch noch dafür bezahlen müssen, ausführt. Nehmt doch Eure Chefs in die Zange, dazu fehlt Euch aber der Mumm. Peinlich.“

    Die Chefs in die Zange nehmen. Aber ohne Streik. Also wie jetzt?

    Kampfmaßnahmen: Hinter dem Chef mal ne freche Grimasse machen. Eine anstößige Zeichnung vom Chef an die Klotür malen. Bei Facebook kompromittierende Fotos reinstellen…

    Venceremos! So kriegen wir alle Lohnforderungen durch, ohne dass Kunden, Muttis und unsere lieben Kleinen belästigt werden.

    #34105

    Und der Streik von 2013 hat seinen Ursprung in den Arbeitsbedingungen und in der unverhältnismäßige Bezahlung von 2013.

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