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Dieses Thema enthält 23 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Elfriede vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #346363

    Zack, und weg ist Nahles.
    Merkel will aber mit Ernsthaftigkeit weitermachen, was Politiker eben so sagen wenn der Tag lang ist.
    Ist nicht heute Sonntag und sollte der nach Nahles nicht politikfrei bleiben?
    Was sagte sie damals:
    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-generalsekretaerin-nahles-will-politikfreien-sonntag-a-776130-amp.html

    #346366

    Es drohen erstmal herbe Flügelkämpfe. Am Ende droht der weitere Zerfall der SPD – in der GroKo erst recht. Hoffen wir mal, dass sich die SPD wieder als linke Partei positioniert.

    #346371

    Wie sollte sich denn die SPD als linke Partei relativ zu der schon jetzt real existierenden Linken positionieren, Stadt für Kinder?

    #346372

    Indem sie sich erstmal (seit Schröder) nicht mehr dem Neoliberalismus andient.

    #346373

    Die Frage war: relativ zur Linken. Aber natürlich muss man nicht jede Frage beantworten.

    #346374

    Gerne meine Antwort: Die Linken müssen sich über kurz oder lang vereinigen, um gegen den Raubtierkapitalismus anzukämpfen. Das geht natürlich erst, wenn man sich zu linken Positione bekennt.

    #346375

    Ok, klare Antwort!

    #346376

    Das Zusammengehen zweier derzeitiger Loser bürgt nicht unbedingt für ein Erfolgskonzept. Zumal wenn es ohne inhaltliche Konzeption erfolgt.

    Die Chance der Sozialdemokratie liegt in einer Wieder/Neu- Erfindung ihrer Rolle als Interessenvertreter der arbeitenden Menschen. Dazu gehört eine Überwindung des entwürdigenden „Sozialstaats“konzeptes vom Fordern und Fördern. Auch außenpolitisch als Brückenbauer zwischen Ost- und West War die Sozialdemokratie in der Ära Brand schon einmal wesentlich profilierter anstelle des derzeitigen blassen und inhaltliche entleerten Außenministers.

    Die Chance der Linken liegt in einer Rückbesinnung ihrer Stärken von Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftskritik im Interessen der Schwachen. Die Umkehr vom Pfad der nahtlosen Affirmation dürfte aber steinig und steil werden. Eine Position für die es dennoch einen relevanten gesellschaftlichen Bedarf gibt, der sich in der stetigen Wählerabwanderung hin zur Gruppe der Nichtwähler äußert.

    #346377

    Da bin ich ganz bei dir. Hier zB ein herausragendes Thema, wo es Gemeinsamkeiten geben könnte:

    https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/push100.html

    Konzerne kaufen quasi die Städte auf – die Regierung mitsamt SPD schaut zu… Es bedarf eines ganz anderen Bündnisses, um das wirkungsvoll zu verhindern.

    #346390

    Stadt für Kinder, du sprichst wie Thälmann 1930- aber es ist richtig.
    Bei mir kann die SPD erst punkten, wenn sie sich erfolgreich gegen das Beamtentum ausspricht

    #346395

    Unter der Überschrift „Sag zum Abschied leise Bätschi“ berichtet die Presse landauf landab über den Abgang von Andrea Nahles.

    #346397

    Das war doch schon gestern Abend für die Journalisten im Fernsehen DAS Thema, die sendeten sofort einen BRENNPUNKT,Anne Will nahms gleich zum Thema usw. Ich möchte es mal so ausdrücken, die Journalisten waren so aktiv wie die Wespen in einer Bäckerei nach der Auslage des warmen duftenden Gebäcks. Schließlich steht eine Regierungspartei ohne Führung da. Da kann man weiter denken….Schon deshalb finde ich es nicht gerade lustig.

    #346398

    AKK wird genauso untergehen wie die anderen Überbleibsel der Bonner Republik.
    Auch da war 1989 das Ende der Fahnenstange erreicht.
    Bestädigt sich immer wieder.

    #346402

    Ach wolli, Fakt ist doch Andrea Nahles und Genossinnen hätten niemals wieder GroKo – und nun schreit schon wieder einer, niemals, soviel kannste nich kotzen, niemals.

    #346404

    Das hätte sich die SPD ja vorher denken können, dass unter einer GRoKo-Regierung in Deutschland ein viel zu niedriger Mindestlohn eingeführt wird, der dann viel zu langsam erhöht wird, dass die Reallöhne viel zu langsam steigen, ebenso wie die Beschäftigung, und dass die Arbeitslosenquote in Deutschland und besonders in Deutschlands Osten viel zu langsam zurückgeht, dass auch die ostdeutschen Renten viel zu langsam steigen und es überhaupt Arbeitnehmern immer noch viel schlechter geht als beispielsweise in Schweden oder der Schweiz oder..
    Sowas kommt halt von einer neoliberalen Politikausrichtung.

    #346436

    Ach was Groko, Kevin hat mit seinen postkommunistischen Phantasien Nahles gestürzt. Ich würde meinen, das hat der SPD 2% gekostet.

    #346464

    Äh, mein Beitrag war ironisch gemeint, farbspektrum.

    #346498

    Nö, Kevin hat nur ausgesprochen, was 80% ohnehin denken. Von daher hat sich die SPD selbst begraben mit ihrer Politik der Agenda. Man hätte sich mal eher auf Willy Brandt besinnen sollen, anstatt dem neuen rechten Flügel mit Schröder et cons. zu huldigen

    #346506

    Ich würde lieber auf Helmut Schmidt verweisen.

    #346507

    Für was für eine Politik würde Willy Brandt denn heute stehen? Mehr als dass sie irgendwie progressiv und menschenfreundlich wäre, kann man da wohl nicht sagen.

    Jedenfalls scheint die SPD nicht aus sozial- oder wirtschaftspolitischen Gründen zu verlieren, denn erstens sind die Resultate der GroKo da ja überhaupt nicht schlecht (ob verdientermaßen oder nicht sei mal dahingestellt), und zweitens sind die Gewinner mit den Grünen und der AfD zwei Parteien, deren Programme nicht in erster Linie sozial- oder wirtschaftspolitisch sind (anders als das der Linken oder der FDP).

    #346882

    „Überraschung aus Bayern im Streit um die Nachfolge von Ex-SPD-Chefin Andrea Nahles! Eine Gruppe bayerischer SPD-Mitglieder will nach BILD-Informationen Partei-Rechtsausleger Thilo Sarrazin (74) als neuen Vorsitzenden vorschlagen.“ (Bild)

    „denn erstens sind die Resultate der GroKo da ja überhaupt nicht schlecht“
    Wäre mal interessant, wie viele prekär Beschäftigte wegen der Anhebung des Mindestlohnes erstmalig SPD gewählt haben.
    Wäre mal interessant, wieviele Pendler wegen der angedachten CO2-Steuer letzmalig die SPD gewählt haben.

    #346895

    Farbenfreund, wen sollen Sie denn wählen? Grad haut irgendwer aus der CDU sogar mal panisch eine Zahl raus.

    #346907

    Niemanden. Alle Funktionäre drehen sich nur in ihrer eigenen Parteiblase und haben die Bodenhaftung verloren. Die Glaubwürdigkeit auch. Mit Nahles hat die SPD ihre letzte Sozialdemokratin verloren. Sie hat im Laufe ihrer Amtszeit bei mir allerdings wegen ihrer Marktschreierei an Boden verloren. Es schüttelt mich der Gedanke, dass Kevin jetzt vielleicht nach oben schießt. Sollte die SPD die Groko verlassen, wird sie vielleicht ein paar Prozente von Protestwählern bekommen, aber viel wird nicht werden, es gibt keine Substanz mehr in der SPD.
    Ich glaube, man merkt im Forum recht deutlich, wer in der Privatwirtschaft beschäftigt ist oder war. Wer von denen fühlt sich noch von der SPD vertreten?

    #346940

    Sarrazin als SPD-Vorsitzender- da könnte er, der immer so schön kritisieren kann**, vormachen, dass er es besser kann. Warum also nicht,denkt man evtl. Aber „probieren“ geht schlecht in der Politik.

    ** Ich habe mich auch gewundert, warum Herr Krause nicht für den Stadtrat kandidierte!

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