Startseite Foren Halle (Saale) Schulferien – Gretafreie Zeit

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  • #349770

    Also gut, konkreter:

    Greta ist eine „erfundene“ Person, die zufälligerweise genau in ein PR-Schema passt, welches uns von Kriegen, Iran, Lybien, Syrien etc. pp, ablenken soll.

    sind das nicht alles Klimakriege?

    #349772

    Für Grüne gibt es nur einen Grund für den Klimawandel, aber dafür 60 verschiedene Geschlechter.

    Aussage Jörg Kachelmann.com
    Die globale Hitzewelle weltweit und gleichzeitig ist eine Lüge.Nimmt man die momentanen Temperaturen der gesamten Nordhemisphäre und vergleicht man mit der Referenzperiode 2000-2017 ist die durchschnittliche Abweichung über alles genau (Tusch) 0,0 Grad.
    twitter.com/RyanMaue/statu…

    #349773

    teu

    Einfach mal (wieder) Günter Anders: „Die Antiquiertheit des Menschen Bd. II: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution“ lesen – UND VERSTEHEN!

    #349789

    Anonym

    Die CO2-Steuer wird uns natürlich alle weiterhelfen.

    ich finde die Konzentration der Diskussion um die CO2-Steuer irreführend.
    Es gibt durchaus andere Ansätze:

    – Verbot des Einsatzes von kohlenstoffbasierten Energie-Trägern in der Stahlindustrie und in der Glasindustrie in naher Zeit (z.B. 2025). Beide könnten ihre Prozesse durch wasserstoffbasierte oder elektrische Lösungen ersetzen. In der bundesrepublikanischen Glasindustrie gibt es diese Vorgabe für 2050.
    Hilfreich und nötig wären diesbezüglich internationale Abkommen, um Wettbewerbsnachteile für eine klimaneutrale Stahl und Glasproduktion zu verhindern. Der Anteil beider Industrien liegt derzeit bei 6% des bundesdeutschen CO2-Ausstoßes.

    – Verbot der Neuzulassung von Autos und LKWs mit konventionellen Verbrennungsmotoren (Diesel/Benzin) zu einem realistischen, nahen Zeitpunkt /z.B. 2025/

    – Ausstieg aus der Kohle, Öl und Gasverstromung.

    – Vorgaben für die Landwirtschaft (Methan-Produktion).

    Damit wäre schon mal ein entsprechender Ansatz gemacht, der konkreter wirkt als eine allgemeine Gießkannensteuer mit allenfalls indirekter Lenkungswirkung.
    Und natürlich erfordert dieses Umsteuern Innovation, (und keine Innovationsverweigerung) und am besten Internationale gestaltete Rahmenbedingungen.

    #349792

    Kachelmann ist sehr monokausal (nicht zu verwechseln mit monogam oder monoamourös) orientiert. Jedes Ding hat für ihn eine Ursache. Wer sich im überklimatisierten Zug erkältet, ist *nur* an den Viren im Zug erkrankt, nicht an der Klimatisierung, am stundenlangen unbewegten Frieren in sehr dünner, durchgeschwitzter Kleidung.

    Wer vom Durchzug einen steifen Hals bekommt, der existiert bei Kachelmann nicht, wer bei 38 Grad draußen und 20 Grad drinnen nicht kräftig lüftet, weiß bei Kachelmann nichts von Luftfeuchtigkeit.

    Was auch immer Kachelmann in irgend einem Thema als wichtig anerkennt, ist dann das einzige, was in dem Thema eine Rolle spielen darf. Wer sich ein Bild davon machen will, kann einfach mal ein paar Kachelmann-Diskussionen auf Twitter verfolgen.

    Passend, dass ausgerechnet der MDR den jetzt aus der Versenkung hochholen will. Arrogant, abwertend, kritikunfähig.

    Wer mal was von den Fachleuten lesen will, was die Temperatur angeht:

    #349793

    @fractus: die Industrie ist der am schwersten zu ersetzende Teil, da hilft vor allem: wenig wegwerfen, lange Garantie, Reparaturfreudigkeit.

    Die Emissionen durch Kohleverstromung und Verkehr sind viel einfacher ersetzbar. Genau darum ist es ein Fehler, dass die vor Ewigkeiten eingeführte ökologische Steuerreform (Strom teurer, Arbeit billiger) nicht vom Strom auf CO2 umgestellt wurde.

    Strom vom Windrad kostet die Ökosteuer, aber der Diesel für den LKW nicht. Das ist der Fehler.

    Darum eine CO2-Steuer mit Rückzahlung per Kopfpauschale oder mit Mix wie in der Schweiz: 50% Kopfpauschale, 25% ins EEG und 25% in energetische Wärmedämmung.

    Das ersetzt von allein Kohlekraft ziemlich schnell, entlastet gerade die Geringverdiener und Hartz IVer (darum ist die CDU und die FDP so vehement dagegen!) und sorgt dafür, dass emissionsarme Produkte billiger werden als emissionsintensive.

    #349794

    Damit wäre schon mal ein entsprechender Ansatz gemacht,

    Und wieviel macht das nun weltweit aus?

    #349795

    Beitrag wegen Beleidigung von Wolli gelöscht.

    #349797

    @fractus
    Sollen CO2-Emissionen weltweit in einem Ausmaß reduziert werden, das den Klimawandel spürbar eindämmt, sind die Kosten dafür sehr hoch. Deshalb ist es meines Erachtens unverzichtbar, effiziente Wege der Emissionsvermeidung zu finden. Ein solcher Weg ist, zumindest im Prinzip, eine CO2-Steuer. Pauschale Verbote sind es nicht.
    DerEine Steuer ist aus dem gleichen Grund der bessere Weg, aus dem die Steuerung von Produktionsprozessen über Marktpreise und einer Vielzahl dezentraler Entscheidungsträger einer Steuerung durch einen möglichst allwissenden Zentralplaner überlegen ist.

    #349798

    „Ein solcher Weg ist, zumindest im Prinzip, eine CO2-Steuer.“
    Das könnte ich mir momentan nur in den USA vorstellen.

    #349810

    Mit der Luftsteuer machen wir uns zum Gespött in der ganzen Welt. Deutschland will die Welt retten, indem wir alles abschalten,verbieten,verteuern und unsere Schlüsselindustrien demontieren wollen; der Abbau hat schon begonnen.
    Hier ein paar Fakten:
    -85 % aller Emissionen weltweit werden von drei Ländern erzeugt:China,Indien und USA
    -Derzeit weltweit im Bau befindliche Kohlekraftwerke 1400
    -Derzeit weltweit im Bau befindliche Kernkraftwerke 147
    -Anteil Deutschlands am CO2 -Gehalt der Luft weltweit : 0.0004712 %

    Quelle:Konrads Erben https://www.facebook.com/photo.php

    #349811

    85 % aller Emissionen weltweit werden von drei Ländern erzeugt:China,Indien und USA

    Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegt Deutschland vor China und Indien. Und nur das zählt.

    #349818

    Vielleicht ist der Pro-Kopf-Verbrauch in Liechtenstein noch höher?

    #349819

    Mit der Luftsteuer machen wir uns zum Gespött in der ganzen Welt. Deutschland will die Welt retten, indem wir alles abschalten,verbieten,verteuern und unsere Schlüsselindustrien demontieren wollen;

    Die CO2-Steuer ist in den meisten europäischen Ländern längst beschlossen, in vielen ist sie auch schon lange Realität. Wenn du uns was von anderen Ländern erzählen willst, oder sogar von Schlüsselindustrie, dann solltest du auch ein bisschen von der Welt verstehen.

    Unsere Schlüsselindustrien sind Autos, Rüstung und Maschinenbau.

    Autos mit Verbrennungsmotoren sind ein Auslaufmodell, besonders wenn sie groß, schwer und spritschluckend sind, weil immer mehr klar wird, dass Energie kostbar ist und Erdölverbrennung einen ganzen Haufen Probleme verursacht. Und bei Elektro ist die ganze Welt an uns vorbei gezogen. Tesla in Edel, Indien in sparsam. Langstreckenpanzer, die mit 250 auf der Autobahn langrasen, sind im Ausland bei knapperer Energie nicht mehr relevant (unser fehlendes Tempolimit erzeugt da eine Zwickmühle für die Hersteller).

    Rüstungsexporte verstärken genau die Kriege, die uns dann die Flüchtlinge bescheren. Dauerhaft kann man nicht an den Grenzen die Menschen sterben lassen oder aktiv töten und nach innen hin Humanismus und Demokratie erhalten. So ein Werteverfall wirkt sich immer auch nach innen aus.

    Bleibt noch der Maschinenbau. Ob der unsere enormen Importe komplett finanzieren kann, muss sich zeigen. Ob es dann volkswirtschaftlich noch sinnvoll ist, 25-30 Milliarden pro Jahr in die Ölimporte zu stecken, bleibt mehr als fraglich.

    Genau deshalb müssen heute die Investitionen und Subventionen in die Bereiche fließen, die uns vom Öl unabhangiger machen. Schienen statt neue Autobahnen. Aber Scheuer stopft immer noch mehr Milliarden in den LKW- und PKW-Verkehr, diese Bundesregierung will in allen Bereichen mit voller Kraft den größtmöglichen Schaden anrichten.

    #349820

    Und: Unsere aktuellen CO2-Emissionen sind 2% der weltweiten Emissionen, da kannst du noch so viele Nullen in deinen Taschenrechner hauen. Wenn wir Paris einhalten wollen, stehen uns insgesamt noch 6,5 Gigatonnen CO2 zu. Das kann man nur noch erreichen, wenn man in 5 Jahren die Emissionen pro Jahr halbiert. Und das ist unter relativ optimistischen Annahmen errechnet.

    #349822

    Die Forderer Deutschland betreffend kommen mir immer vor wie Kinder, die im Sandkasten spielen und den Rand für das Ende der Welt halten.

    „Nur 16 der 197 Länder, die das Pariser Abkommen unterzeichnet haben, haben einen nationalen Klimaaktionsplan definiert, der ehrgeizig genug ist, um die Zusagen tatsächlich auch zu erfüllen. Dies geht aus einer heute veröffentlichten Studie im Vorfeld der wichtigen UN-Klimakonferenz COP24 in Kattowitz (Polen) im Dezember hervor.
    Die 16 Länder sind: Algerien, Äthiopien, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Japan, Kanada, Mazedonien, Malaysia, Montenegro, Norwegen, Papua-Neuguinea, Peru, Samoa, Singapur und Tonga.“

    Studie: Nur 16 Staaten erfüllen Pariser Klima-Zusagen

    #349842

    Und du behauptest immer, kleine Beträge bringen nichts. Siehst du, es geht los, kleine Schritte, aber immerhin Schritte.

    #349849

    Anonym

    HalleVerkehrt
    die Industrie ist der am schwersten zu ersetzende Teil,

    gerade die besonders intensiv CO2-emitierenden Hochtemperaturprozesse der Metallurgie, der Glasschmelze oder der chemischen Industrie haben in der Regel Feuerungsysteme. Die Stahlindustrie hat erklärt, technisch problemlos in kurzer Zeit Koks durch Wasserstoff ersetzen zu können.
    Ich sehe auch keine grundsätzlichen Probleme in einer Glasschmelzwanne die Erdgasbefeuerung durch Wasserstoff zu ersetzen.
    z.B. Floatglaswanne:

    Es sind lediglich gezielte Investitionen an einer überschaubaren Schwerpunktanzahl nötig, um recht große Einsparungen zu erzielen (Stahl- und Glasindustrie etwa 6% CO2, Verkehr etwa 18%)

    #349854

    Anonym

    effiziente Wege der Emissionsvermeidung zu finden. Ein solcher Weg ist, zumindest im Prinzip, eine CO2-Steuer. Pauschale Verbote sind es nicht.

    In der Vergangenheit wurde der saure Regen durch Entschwefelungsanlagen eingedämmt. Die sehr erfolgreiche Durchsetzung der Filtersysteme zur Entschwefelung erfolgte durch staatliche Regelungen anstelle von Steuern.

    Das weltweite FCKW-Verbot hat zu einer spürbaren Erholung der Ozonschicht geführt. Das politische Mittel der Wahl war das FCKW-Verbot anstelle einer Regelung über Steuern.

    Steuern wirken blind, denn was ist teurer: Der H2-Einsatz in der Stahl-industrie oder in der Glasindustrie oder woanders. ab welcher Höhe wird die Steuer bei welchem Prozess wirksam?

    Bei Steuern ist es zudem jederzeit möglich sich aus dem CO2 Ersatz herauszukaufen. Setze ich genug Geld ein, kann mir meine CO2-Bilanz wurscht sein. Zudem gibt es gerade industriell eine ganze Menge Abschreibungsmöglichkeiten und Bilanztricks, mit denen eine solche Steuer stumpf werden kann.

    Warum also nimmt man keine Mittel die sich sich bewährt haben, und setzt dagegen rein ideologisch, lediglich auf ein neoliberales Konzept via Steuern mit allenfalls eingeschränkter Wirkung und starker sozialer Schieflage?

    #349855

    teu

    Die Stahlindustrie hat erklärt, technisch problemlos in kurzer Zeit Koks durch Wasserstoff ersetzen zu können.

    Wasserstoff muss auch „erzeugt“ werden.
    Natürlich ist das technisch problemlos, wenn man den Energieaufwand negiert.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monaten von teu.
    #349857

    Die „Segnungen“ einer deutschen Strom-Bahn habe ich letzte Woche wieder er tragen dürfen; es gab dann wenigstens eine entsprechende Fahrpreiserstattung von der Bahn. Mal sehen, wie die Stundenabrechnung meiner Firma in der Zukunft mit E-Mobilität aussieht… Wahrscheinlich muß ich dann noch Geld mitbringen für Rostock-Friedrichshafen oder Lübeck-Stuttgart

    #349859

    Anonym

    Wasserstoff muss auch „erzeugt“ werden.
    Natürlich ist das technisch problemlos, wenn man den Energieaufwand negiert.

    Natürlich, nur lässt sich Wasserstoff auch CO2-Neutral erzeugen und einsetzen, im Gegensatz zum Koks-Einsatz oder der Erdgasverbrennung.

    Und das ist muss ja nun künftig das einzig relevante Kriterium sein. Was nützt billige Energie, wenn sie die Umwelt und unsere Lebensgrundlagen zerstört?

    #349860

    teu

    Wasserstoff muss auch „erzeugt“ werden.
    Natürlich ist das technisch problemlos, wenn man den Energieaufwand negiert.

    Natürlich, nur lässt sich Wasserstoff auch CO2-Neutral erzeugen und einsetzen, im Gegensatz zum Koks-Einsatz oder der Erdgasverbrennung.

    Und das ist muss ja nun künftig das einzig relevante Kriterium sein. Was nützt billige Energie, wenn sie die Umwelt und unsere Lebensgrundlagen zerstört?

    In diesem speziellen Fall nur mit „Atomkraft“, wenn es den CO2-frei sein soll.
    6kv plus 50Hertz.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 2 Monaten von teu.
    #349864

    Wie spaltbare Rohstoffe gewonnen werden, ist Dir bekannt? Sagt dir „Die Wismut“ etwas?

    #350012

    @fractus
    Viele Ziele lassen sich natürlich auch ohne marktwirtschaftliche Instrumente erreichen, in der Regel allerdings mit höheren Kosten.
    Dafür sprechen theoretische Argumente, aber eben auch die Erfahrung in der Wirklichkeit.

    Die CO2-Steuer wirkt blind: ein treffendes Bild, wie die Darstellungen der Gerechtigkeit mit einer Augenbinde.

    Die CO2-Steuer könnte ungerecht sein: Man sollte nicht das eine Instrument suchen, das die Wirtschaft ökologischer und zugleich gerechter macht. Da müssten wohl mindestens zwei eingesetzt werden.

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