Startseite Foren Halle (Saale) Sauerei in der Saale

Dieses Thema enthält 28 Antworten und 7 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  HansimGlück vor 4 Monate, 2 Wochen.

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  • #317095

    Als eine Sauerei wurde kürzlich die Tatsache von Saaleschwimmern aber auch von Umweltschützern bezeichnet, dass sich bei Starkregenfällen das Abwasser der Stadt Halle über ca.23 Überlaufbauwerke in die Saale ergießt. So, wie auf den Fotos z. B. an der Klausbrücke, am Riveufer und am Böllberger Weg zu sehen. Dabei wird aber vergessen, dass Halle seit 1915 ein 160 km langes Mischwassersystem besitzt. welches keine Trennung von Regen- und Schmutzwasser zuläßt.( Fotos: Saalepfad und Kenno)


    #317096

    Das hat man aber in anderen Städten, m.W. auch in Berlin, geändert, indem der Überlauf in Speicher geleitet wird, der nach dem Regenguss wieder ins Abwassernetz entleert wird.

    #317097

    Wolli,
    dies haben wir in Halle-Büschdorf auch, denn da ist Platz für ein Starkregenwasserrückhaltebecken vorhanden gewesen,wo das Regenwasser gespeichert und danach in die Reide dosiert abgelassen wird.
    Aber an der Saale würde dies ein völlig neues Ab
    – und Regenwassertrennsystem erfordern.
    Das jetzige hat immerhin zur Errichtung 15 Jahre gedauert.
    Das wäre eine kostspielige und zeitaufwendige Arbeit das alte Abwassernetz der Stadt zu erneuern.

    #317105

    Vor kurzem las ich, dass in Sachsen die Flüsse belastet sind, insbesondere die Elster in Leipzig. Die wird aber bis zur Mündung nicht sauber.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Monate von  rellah.
    #317113

    Wie großen sollen denn die Zwischenspeicher sein? Das kann höchstens in Ausnahmefällen funktionieren. Vielleicht wenn wenig Regenwasser zu viel Schmutzwasser kommt und somit keine Verdünnung stattfindet.
    Wie im abgebildeten Schema dargestellt, handelt es sich durchaus technisch durchdacht um Überläufe, der eben nicht unten, sondern ganz oben platziert ist.

    #317130

    HansimGlück,
    Für die Ableitung von Regenwasser und Mischwasser aus dem städtischen Kanalnetz rechnet man in Halle in Spitzenzeiten bis zu 15 m³/s Mischwasser.
    Ob dafür das über 100-jährige Abwassernetz noch ausreichend ist steht in Frage. Wenn nicht, dann kann es bei den immer weiter zunehmenden Starkregenwasserfällen zu häufigeren Überläufen des Kanalnetzes in die Saale kommen.
    Nur mal zum Vergleich:der langjährige Saalewasserfluß beträgt 21 m3/s.

    #317146

    Kenno, man könnte meinen, du hast auch an der Klausbrücke nach unten zu dem Einlauf an der Neuen Residenz geschaut. Dort hat das Clopapier wunderbar die Steine dekoriert. Viel Spaß beim Saaleschwimmen.

    #317147

    Hier Bilder vom Überlauf an der ehem. Brauerei:

    #317148

    Das Problem der Mischwasserkanäle ist doch, dass bei den derzeitigen Regenereignissen nicht nur durchgespült werden sondern immer gleich zu viel Wasser anfällt. Durch die langen Trockenperioden sammelt sich halt allerlei an in den Kanälen, was ein normaler Regen vielleicht zur Kläranlage mitnehmen würde.

    Das ist nun aber eine Situation, die sich unter seriöser Betrachtung nicht lösen lässt. Von einem komplett geschlossenen oder getrennten Abwassernetz im unserem lokalen historischen Kontext hätten wir gehört.

    #317153

    iehhh, kotz!

    #317210

    Es ist m.W in anderen Städten mit der Schaffung von Speichern gelöst worden.

    #317216

    Kann ich mir in Halle nicht vorstellen, außer einem generellen Wechsel zu einem Trennsystem. Eine Speicherlösung wurde ja topographisch schon im Stadtgebiet östlich der Bahnlinie ausgechöpft.

    #317218

    Man kann nicht das ganze System zwischenspeichern, genauso wenig wie das alles komplett auf Trennsystem umbauen. Das sind schöne theoretische Spielereien, scheitert aber an dieser fiesen Realität, wo Wirtschaftlichkeit und Geld und Platz eine Rolle spielen.

    #317286

    BILD-Leser wissen mehr:

    #317288

    teu

    Vor Jahren wurde das Problem in meiner Straße angegangen. Ich wohne nicht in Halle.
    Es wurde ein Regenwasserkanal gebaut.
    Danach bekamen die Anrainer eine saftige Rechnung.
    15.000 habe ich bezahlt für den Bau.
    Dazu kommt noch die vierteljährlich Abrechnung für die Einleitung von Regenwasser.

    Nur mal so gesagt.

    #317289

    Das geht in Halle aber nicht, da kann man nur Auffangbecken bauen. Dafür wird es vielleicht Fördergelder geben.
    Ansonsten: Meine Stadt – Arme Stadt. Ach ne, die Sendereihe bei TV-Halle hieß irgendwie anders.

    #317294

    Feine Stadt heißt es da, Kenno. Und vis a vis die neue Spaziermeile- sehr appetitlicher Anblick! Haben das die Planer schon gewusst? Da muss wohl anders geplant werden und zwar durch Leute, die mehr Überblick haben.Brrr

    #317297

    Du solltest bei Starkregen mal da hingehen und nicht in Deiner Hornske hocken.

    #317300

    Da hilft beim Schwimmen in der Saale nur: Mund zu!

    #317305

    Nach Starkregen sollte man in der Saale nicht badeb.

    #317505

    [/quote]

    Nach Starkregen sollte man in der Saale nicht badeb.

    Deshalb wurde ja das offizielle Saaleschwimmen schon einmal abgesagt.

    #317508

    @ Elfriede.
    Die Uferpromenadenplaner haben wahrsscheinlich nur mit Hochwasser und damit nur mit dem Anspülen von Saaleschmutz gerechnet, der wieder abgespült werden könnte. Ob dies bei Fäkalienrücktänden auch der Fall sein könnte, ist zu bezweifeln.
    Auch ist damit zu rechnen, dass zukünftig im Gegensatz zu Hochwwasserereignissen jährlich immer häufiger Starkregenwasserfälle auftreten werden, welche den Uferbereich der Mühlgrabensaale stärker mit „Sauereien“ belasten werden.

    #317510

    @ teu,
    auch in Halle-Büchdorf (östlich der Bahnlinie) sind Regenwasserkanäle zu 3 großen Starkregenwasserbecken gebaut worden, welche den Starkregen auffangen und dannach dosiert in die Reide ableiten.
    Im Stadtgebiet von Halle ist dies aus wirtchaftlichen Gründen undenkbar.

    #317518

    @ Kenno
    Wäre Abspülen in jedem Falle erfolgreich, gäbe es keine Klobürsten und WC- Reiniger im Handel. 🙂

    Wenn die Flanierstrecke dann gebaut sein wird, wird jeder Flaniersüchtige eine Klobürste aus bereit gestellten Spendern kostenlos zur Benutzung entnehmen dürfen. 🙂 ( Nach dem Spaziergang einzuwickeln und zur Wiederverwendung vorsehen– NACHHALTIGKEIT!!! Das wird noch durch einen Beschluss der Stadtverordneten geregelt werden.) :_)

    #318258

    Stadträte interessiert diese Problematik ganz offensichtlich nicht, wir werden das Thema mal beim Saalestammtisch anmelden.

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