Startseite Foren Halle (Saale) Neue Gebührensatzung der Stadtbibliothek

Dieses Thema enthält 18 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 1 Monat, 2 Wochen.

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  • #296340

    Es wird eine neue Gebührensatzung für die Stadtbibliothek geben. In der Begründung wurde auch mal ausgerechtnet, was eine kostendeckende Ausleihkarte/a kosten müsste:
    Sage und schreibe ca. 280 Euro, bei der jetzigen zahlenden Leseranzahl von ca. 10 000 Lesern.

    #296341

    Wolli und die Milchmädchenrechnung !

    Die Leistung Deines Vereins und anderer Spender einmal abgerechnet, werden alle Kosten vom Steuerzahler getragen.
    Der Staat, das Land, die Kommune haben kein eigenes Geld, sie verteilen die eingenommenen Steuern nach Gutsherrenart.

    #296344

    Gutsherrenart?
    Man nennt es Parlamentarismus.

    #297091

    Jedenfalls sind die 15 Euro/a (künfig 20)für erwachsene Vollzahler pillepalle angesichts des umfangreichen Angebots in der Stadtbibliothek, damit kann man kaum noch ein einziges gebundenes Buch kaufen.

    #297095

    Jedenfalls ist die Jahresgebühr BRD – üblich und entsptricht dem Wert eines gekauften Romans!
    Wir sollten die Kirche im Dorf lassen.
    Dass der Bestand noch halbwegs aktuell ist, verdanken wir Wolli´ Verein und den vielen anderen Spendern – nicht der Stadt.

    #297096

    „Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“ – das gilt auch für die Möglichkeiten der Freunde der Stadtbibliothek.
    Als die Mittel für den Medieneinkauf vor Jahren völlig gestrichen wurden, hat der Stadtrat beschlossen, dass die Bibliothek alle Einnahmen, das sind im wesentlichen die Bibliotheksausweise und die Mahngebühren, behalten und für den Medieneinkauf verwenden darf. Das ergab in den letzten Jahren zusammen mit Spenden und Fördermitteln des Landes einen Betrag, den man gerade noch akzeptieren konnte.
    Eigenes Geld aus dem Haushalt steuert die Stadt bis heute nicht bei.
    Durch die Möglichkeiten des Internets hat sich aber das Nutzerverhalten geändert, vor allem die Säumnisgebühren sinken und das Land hat auch bereits die Förderung des Medienkaufs um 10 000 Euro gekürzt, da werden die Einnahmen aus Bibliotheksausweisen und Säumnisgebühren künftig nicht mehr für einen gerade noch akzeptablen Medienetat reichen. Deshalb muss die Stadt dringend eigenes Geld für den Medienkauf bereitstellen. Hier sind Frau Dr. Marquardt und der Stadtrat gefordert.

    #297286

    Das haben wir gestern antragsgemäß abgesegnet.

    #297290

    @Eigenes Geld aus dem Haushalt steuert die Stadt bis heute nicht bei

    Und das ist nicht zu akzeptieren. Eigentlich ist das ungeheuerlich!

    Im Namen von Borges und Lessing, Riosal

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #297291

    Und um das noch einmal auf die Spitze zu treiben:
    1,7 Mille für die Oper zusätzlich, 0 Euro für die Stadtbibliothek, ist das richtig?

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #297293

    Das ist ganz wichtig, dass sich die Kultureinrichtungen von/in Stadt und Land die Kröten vorrechnen, während für andere Dinge im Haushalt das zigtausendfache verballert wird.

    #297300

    Nur wenn eine Einrichtung nüscht bekommt, ist das kein Vorrechnen … Das ist wie Theater ohne Kulissen oder Oper ohne Orchester…

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #297315

    Die Stadtbibliothek bekommt nichts? Oh, ich wusste gar nicht dass die Mitarbeiter dort alle ehrenamtlich arbeiten.

    #297726

    Das ist ein Mißverständnis, die Stadtbibliothek hätte aber gern einen Betrag von ca. 20-40 000 Euro für den Medienkauf aus diesem Betrag erhalten können, denn jetzt hat sie nur die eigenen Einnahmen aus Lesekarte und Säumnisgebühr dazu.

    #299173

    Die neue Gebührensatzung wurde vom Stadtrat beschlossen. Der Antrag der Grünen, Halle-Pass-Besitzer kostenfrei zu stellen, wurde abgelehnt, ihre Lesekarte kostet jetzt 10 Euro. Offenar verlässt man sich darauf, dass unser Förderverein diesen Betrag weiter bis auf einen Euro übernimmt.
    Das müssen wir uns aber noch überlegen. Vielleicht sind 10 Euro für ein Jahr Bücher ausleihen auch für Halle-Pass-Besitzer erschwinglich.

    #299187

    Wenn auf diese Weise die Nutzerzahlen sinken sollten, wäre das Ansporn, die Gebühr weiter zu erhöhen, bis man dann irgendwann die Bibo schließen könnte. Ist ja ohnehin nur eine freiwillige Leistung…

    #299220

    Man muss mal ganz klar sagen, 20 oder ermäßigt 10 Euro für ein Jahr Medien ausleihen in der Bibliothek und über die Onleihe sind angesichts des riesigen Angebots pillepalle.

    #299222

    20 € Jahresbeitrag ?
    Klingt erschwinglich.
    Kostenfrei wäre aber am tollsten.

    #299223

    Absolut richtig, @wolli. Nicht mal ein Euro pro Monat, das ist machbar. Auch für Menschen mit geringem Einkommen.
    Man könnte aber die Rechnung auch genau andersrum aufmachen: die Einnahmen sind pillepalle. Wenn uns aber dadurch Bibliotheksnutzer wegbrechen, hat das vielleicht weitreichendere Folgen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Monat, 2 Wochen von  rincewind.
    #299227

    Auch das ist richtig, angesichts der Kosten der Stadtbibliothek von ca 2,5 Mille pro jahr sind die Einnahmen aus den Lesekarten auch gering. Aber das ist bei den anderen Kultureinrichtungen nicht anders.

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