Startseite Foren Halle (Saale) Monatsgehalt 39 000 Euro

  • Dieses Thema hat 62 Antworten und 18 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre von hei-wu.
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  • #255313

    Normalerweise erfährt man nichts über die Manager-Gehälter großer Unternehmen, aber weil der Chef der halleschen Volksbank, Kübler, die Nachzahlung mehrerer Monatsgehälter einklagen will, erfährt man über die MZ sein Monatsgehalt: 39 000 Euro

    #255316

    Hm, diese Summe kommt mir irgendwie bekannt vor…. Ah, Jahressteuerbescheide 🙂

    #255320

    Wenn ich von solchen Summen höre oder lese, dann frage ich mich immer: Was macht ein einzelner Mensch mit so viel Geld? Ich meine, klar, man leistet sich dann vermutlich Dinge, die die monatlichen Fixkosten in die Höhe treiben, aber wenn ich jetzt plötzlich mit so einem Monatsgehalt gesegnet würde, wüsste ich erstmal gar nicht, was ich damit anfangen sollte.
    Und dann frage ich mich noch: Welchen Unterschied gibt es da noch, ob man nun 500.000 oder eine Million Euro im Jahr verdient? Also, wo ist der Anreiz für einen Menschen, seine Anstellung zu wechseln, wenn ein anderer Arbeitgeber noch mehr Geld, was man nie allein verbrauchen könnte, bietet?

    #255321

    Ein Hungerlohn für einen Mann mit so großer Verantwortung.

    #255323

    Das Gehalt sind Peanuts für die deutschen Genossenschaftsbanken :
    https://www.vr.de/privatkunden/news/geschaeftsergebnis.html
    Was ist der Überfall auf eine Bank gegen die Gründung einer Bank. Pleite kann sie ja nicht gehen, da stopft dann der Staat Steuergelder rein.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre von farbspektrum.
    #255331

    Von diesen 39000 Euro bleiben aber nach den gesetzlichen Abzügen netto nur ca. 20000 -22000 Euro übrig. Gewöhnlich wird das Grundgehalt von Managern aber um einen „Erfolgsanteil“ aufgestockt, sodass er mit einem monatilichen Netto von ca. 30 000 Euro rechnen kann.
    Die Sorgen bei soviel Geld möchte ich nicht haben.

    #255338

    Anonym

    Neiddebatte in 3….2…..1

    huch..Ich bin zu spät

    #255372

    Neiddebatte – das Totschlag-Argument auf Platz 2, gleich nach der Nazikeule.
    Selbstverständlich darf die Debatte geführt werden, welche Einzelleistung Millionengehälter rechtfertigt. Das hat mit Neid gar nichts zu tun, sondern mit Gerechtigkeit. Was ist bspw. die Leistung eines Chefchirurgen wert, wenn die schlecht bezahlten, gestressten Schwestern oder gar Putzkolonnen nicht auf Hygiene achten?

    #255375

    Ich stelle mir überhaupt nicht aus Neid diese Fragen, sondern aus ungläubiger Neugier. Was macht man mit monatlich 30.000€? So viel kann man ja gar nicht essen, dass das Geld jemals knapp würde. Und dann drängt sich mir zwangsläufig die Frage auf: Was macht man mit Geld, was man nicht braucht und was könnte man alles sinnvolles damit anstellen?

    #255381

    Was macht man mit monatlich 30.000€?

    Da zahlst du schon ca. 12.500 Euro Steuern. Also bleibt die Frage, was tun mit 17.500 Euro. Ich hätte dafür Verwendung.

    #255382

    @adiop, Du sollst nicht doppelbesteuern (11. Gebot 😉 )
    das FA hat wolli schon weiter oben gespielt

    #255385

    Und wenn Frau, Kinder und Enkel auch noch die Hand aufhalten, ist fast nichts mehr übrig. Der arme Mann. Snief.

    #255386

    Anonym

    ich frage mich da, wer macht eigentlich die ganzen Lohn/Gehaltsunterschiede heute?
    Und wer bestimmt, wieviel mehr ein Manager mehr verdient als ein normaler Facharbeiter (FA)?

    Wenn ich mich recht erinnere hat in der DDR ein FA ca. 900-1000 M bekommen, ein Prof. ca. 1200 M, ein Ingenieur so ca. 800-900 M und die Hilfsarbeiter (einfachen zwischen 600 und 800 M, bei Mieten deutlich unter 100 M.

    #255387

    39.000 € reichen bei weitem nicht, um sich jeden Monat einen Porsche zu kaufen.

    #255389

    Anonym

    39000 pro Monat ist aber noch ein Stück weg von Millonengehalt….

    und O der DäDäeR war alles besser. Jeder bekam nahezu das gleiche. Deshalb hat die Wirtschaft auch so wunderbar gebrummt.hach…schön war es damals…

    Es bleibt die Frage: wieso sollte ein Geschäftsführer, der für mehrere hundert Leute die Verantwortung trägt, mehr verdienen als Hans der Hausmeister… Das System ist schon ungerecht. ..

    #255390

    Naja, zum Hungern hat es jedenfall beim Herrn K. noch nicht gereicht. Der bekommt den dicken Hals einfach nicht voll genug…
    Erinnert mich an andere gleichwertige Personen in der halleschen Stadtgeschichte seit 1990…

    #255391

    Das Problem ist wohl, dass das Rechtssystem keinen Hebel kennt, um Gerechtigkeit herzustellen bzw. solche Exzesse zu verhindern. Dafür ist die Lobby zu stark. Insbesondere wundert es mich nicht, warum Ex-Politiker nicht selten in hoch dotierte Vorstandsposten kommen. Es besteht ja gar kein Interesse, dass System zu ändern.

    #255392

    der für mehrere hundert Leute die Verantwortung trägt,

    160

    #255398

    > Wenn ich von solchen Summen höre oder lese, dann frage ich mich immer: Was macht ein einzelner Mensch mit so viel Geld?

    Es reduziert sich letztlich auf die Macht. Darauf, Macht zu kaufen. Kaufen zu können. Klassenkampf von oben.
    Im Extremismusbericht der Bundesregierung sollte mindestens so viel Augenmerk wie auf die Extremen aller Coleur auch auf die Superreichen gelegt werden: Denn wo die einen Bomben legen um Macht zu bekommen kaufen sich die Superreichen das geräuschlos (aber nachhaltig).

    #255400

    Es gibt ja noch eine andere Frage: Wo ist die persönliche Verantwortung von Managern, für die ja die hohen Dotierungen aushalten müssen, wenn es drauf ankommt?

    #255401

    Anonym

    Was machen Manager eigentlich?

    #255402

    Hallo zusammen,

    Es gibt ja noch eine andere Frage: Wo ist die persönliche Verantwortung von Managern, für die ja die hohen Dotierungen aushalten müssen, wenn es drauf ankommt?

    die ist meistens nirgendwo, wie man beispielsweise an der Karstadt/Arcandor-Pleite und auch an der damaligen Pleite der Firma Quelle deutlich sehen kann. Das sind beides so Sachen, wo die Firmenpleiten durch Fehler des Managements, ob bewußt oder gezielt weiß ich nicht, gehe aber davon aus, daß das so war, herbeigeführt bzw. billigend in Kauf genommen wurden.

    #255403

    Es gibt ja noch eine andere Frage: Wo ist die persönliche Verantwortung von Managern, für die ja die hohen Dotierungen aushalten müssen, wenn es drauf ankommt?

    Genau, wenn sie einen ganz,ganz schweren Fehler machen, bekommen sie eine Millionenabfindung und werden freundlich verabschiedet.
    Egal ob sie Banken runterwirtschaften, Züge bauen, die nicht fahren, Flughäfen ohne Flugzeuge errichten oder Material für die Bundeswehr kaufen, welches angeblich nichts taugt.

    #255404

    Was machen Manager eigentlich?

    Sie glauben alles besser zu wissen und lassen sich von Mitarbeitern nicht beeinflussen. Wahrscheinlich hören sie nur auf teure Beratungsfirmen, die ihnen goldene Zeiten versprechen, wenn sie nur ihren Ratschlägen folgen.
    Und wenn sie dann am Ende mit ihrer Weisheit sind, lassen sie Produkte fälschen und wenn es herauskommt, war der Schuldige ein kleiner Ingenieur und sein Abteilungsleiter.

    #255407

    Es bleibt die Frage: wieso sollte ein Geschäftsführer, der für mehrere hundert Leute die Verantwortung trägt, mehr verdienen als Hans der Hausmeister…

    Das ist nicht die richtige Frage (zumindest ist das nicht meine Frage). Ich frage: Was macht ein einzelner Mensch mit so viel Geld? Braucht ein einzelner Mensch so viel Geld? Und wenn man schon mehr verdient als man sinnvoll ausgeben kann, ist da noch irgendein Unterschied, ob man nun 39.000, 50.000 oder 100.000€ pro Monat verdient? Warum gibt es in solchen Dimensionen überhaupt noch Gehaltsunterschiede, mit denen versucht wird, Leute zu ködern? Wo ist der Anreiz, statt 50.000 100.000 Euro zu verdienen, wenn man beides nie ausgeben kann?

    Das Problem ist wohl, dass das Rechtssystem keinen Hebel kennt, um Gerechtigkeit herzustellen bzw. solche Exzesse zu verhindern.

    Ich mag bei diesem Thema nicht den schwammigen Kampfbegriff „Gerechtigkeit“ zu verwenden. Niemand kann genau sagen, was gerecht ist und was nicht. Jeder hat ein anderes Verständnis davon. Mit Gerechtigkeit kann man bei unterschiedlichen Voraussetzungen nicht argumentieren.

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