Startseite Foren Halle (Saale) MMZ – Katastrophe mit Ansage

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  • #52289

    Weiß jemand, ob schon mit dem Abpumpen der Kelleretagen begonnen wurde?

    #52290

    ayo

    @einbeck: Weißt Du, wovon Du sprichst? Hast Du verstanden, was ich geschrieben habe? Ich habe nicht geschrieben, dass man nicht HQ100,200 oder 400-sicher bauen soll. Im Gegenteil!

    Ich habe geschrieben, dass es nicht ok ist, dass jedweder Hochwasserschutz aus Steuermitteln vorsorglich bezahlt wird. Hochwasserschutzwände werden nicht für 200 jahre gebaut. Wer am Fluss wohnt, muss selbst und verantwortlich Vorsorge treiben! Der Staat zahlt ja auch nicht für den Blitzableiter an Deinem Haus!

    #52292

    @ayo, habe ich doch gar nicht geschrieben. Man hätte diesen Bau an dieser Stelle gar nicht genehmigen dürfen. Ich halte HQ100,200 oder 400 für unsinnig. Wie die Geschichte zeigt könnte es auch in diesem Jahr nochmals ein Hochwasser geben oder kräht der Hahn auf dem Mißt kommt das Wasser oder es bleibt wie es ist.

    #52336
    #52361

    ayo

    @einbeck, Deine Kritik trifft einfach die falschen. Die Bürokraten haben sichs nicht ausgedacht. Und es ist auch nicht so sinnlos wie Du meinst. Die Hochwassermarken sind mir gut bekannt und es ist richtig (und auch den Ämtern bekannt): „statistisch“ heißt nicht regelmäßig, sondern „wahrscheinlich“. Und das passt sehr gut auf die Marken!

    Alle Häuser hier mit den Pegelmarken hätten Deiner – rigiden – Meinung zufolge nicht gebaut werden dürfen. Per Verbot von oben. Das führt in diktatorische Verhätnisse oder wilde Verboterei. Lass den Leuten ihre Freiheit – und die Verantwortung! Das MMZ hat schmucke Stelzen und ab EG ist alles flutsicher soweit die Erinnerung und Vorstellungskraft reicht. Dass man aber in die Tiefe baute, ist ein schwerer Lapsus!

    #52365

    Das stell ich mir lustig vor, wenn den Leuten erlaubt würde, dort zu bauen wo es ihnen gefällt und wo sie wohnen wollen.

    Aber halt, das wurde doch in den den letzten 20 Jahren gemacht, und jetzt werden Dämme in Länge und Höhe des römischen Limes geplant, Pumpsationen und Meßstellen gebaut und man will solche schone Sachen wie einen „Hochwassersoli“, oder eine Zwangsversicherung auch für Leute die in einem Gebiet wohnen, das nie überschwemmt wurde aber an einem Bach liegt, usw. machen.

    Eins steht aber eindeutig fest, der Standort für das MMZ konnte man nicht besser auswählen.
    Als ob es in Halle nicht genügend andere bessere Standorte gegeben hätte, die vor sich hin gammeln, aber nicht eine solche Aussicht haben.

    #52366

    Dann reicht die Erinnerung nicht weit zurück! Es gibt genügend historische Aufzeichnungen, dass es weit höhere Hochwasserstände gegeben hat und sicher wieder geben wird. Auch lassen sich keine Regelmäßigkeiten herleiten. Hier wird Steuergeld verschleudert. Schuld sind natürlich nicht die Fehlplanungen, Schuld ist nur das böse Hochwasser. Und dann kommt es auch so unerwartet hoch. Jetzt könnte man noch behaupten, die Klimaerwärmung ist Schuld.

    #52427

    ayo

    @roshi: Klar, wenn man will, kann man alles missverstehen. Bitte vor Schreiben Hirn anschalten. Es geht ausschließlich um das mit dem MMZ bebaute Grundstück und nicht darum, dass jemand sein Einfamilienhaus vor den Ratshof stellen dürfte.

    @einbeck: Es ist bekannt, dass es höhere Pegel gab. Und es ist bekannt, dass das nicht regelmäßig vorkommt, sonst hieße es ja nicht HQ100, sondern wäre im Haushaltsplan zu finden. Dein Gezeter hilft nicht weiter. Also konkret: Wie sollte es denn Deiner Meinung laufen, was soll mit dem MMZ geschehen?

    #52451

    Neu ausbauen, aber dabei mal richtig Geld in die Hand nehmen und hochwassersicher machen. Dazu gehören eine Schutzwand, die ihren Namen auch verdient und Türen, die im Schiffbau als Schott bezechnet werden, und natürlich eine Pumpanlage, die eingedrungenes Wasser entsprechend lenzen kann.
    Das gab es selbstverständlich vor den letzten Fluten schon, aber die Fachleute meinten, darauf verzichten zu können… „wir wissen das besser“…
    Nun haben sie den Salat, und müssen zweimal bauen, weil einmal billig natürlich nicht gelangt hat. Von der Sache muß wohl auch der Betreiber von den Mietern haftbar gemacht werden…

    #52474

    Urkundliche Chronik von Wetterextremen der letzten 1200 Jahren.

    http://www.wetterzentrale.de/cgi-bin/wetterchronik/home.pl

    Vom 10-12 Jahrhundert sind urkundlich nur ser heiße Sommer und starke Stürme erwähnt.
    Wein wurde in Südschweden angebaut, Kartoffeln und Roggen auf Grönland-Greenland.
    Um 1300 kommt es zu einer sehr deutlichen Abkühlung mit häufig auftretenden Hochwasser.

    Auch im 16 Jahrhundert muß es wettermäßig weit heftiger als heutzutage zugegangen sein.

    Um mal zu zeigen das wir in den letzten 200 Jahren eigentlich wettertechnich gesegnet waren.
    Hochwasser treten vor allem bei Klimaabkühlungen auf, während Wärmephasen mit starken Winterstürmen und Sturmfluten einhergehen.

    #52475

    Hochwasser treten gehäuft vor allem bei Wetterwechseln zu kühlen Perioden auf.
    Die Wetterchronik zeigt, das solche Extreme beinahe alle 2 Jahre oder in jedem Jahr auftraten und auftreten können.

    Kann sich jeder ausmalen, wie hoch das Saalewasser gestanden haben muß, um an der Mühlenptorte, 2-4 m über den Boden zu stehen.

    #52477

    Diese Wetterextreme könnten mit der kleinen Eiszeit zusammenhängen!

    #52548

    3,5 Millionen Euro Schaden. Die Stadt hält am MMZ fest, will es umstrukturieren, Wiegand will keine roten Zahlen mehr

    3,5 Mio Euro Hochwasser-Schaden: Halle hält an MMZ fest

    #52553

    Man sollte kein teures Geld einer hoffnungslosen Unternehmung hinterherwerfen. Auch wenn es hart klingt: die Insolvenz der Gesellschaft würde eine Schritt zur Ehrlichkeit bedeuten und ein doppelter Lernprozess: aus der wirtschaftlichen Fehlkonstruktion des MZZ und der Flutkatastrophe gelernt zu haben.

    #52559

    Stadt_für_Kinder hat doch völlig recht. man konnte natürlich niemals erahnen, dass die Saale einmal Hochwasser führen könnte. Jeder private Investor hätte sinnvoller gebaut und vorgesorgt. Man baut keine teure Technik ohne entsprechenden Schutz ein. Schwachsinn! In ein defizitäres Objekt jetzt noch Geld zu stecken ist Unfug. Nicht mal Versicherungen kommen für den Schaden auf ….

    #52851

    Nun fordern die Mieter des MMZ in der nächsten Woche in einem Gespräch vom OB Bernd Wiegand klare Aussagen, wie es mit dem MMZ weitergehen soll.
    Hätte man sich nach dem Abrutsch der Kaimauer nicht in endlose Diskussionen mit dem Anlieger des Saalekahns über Zuständigkeiten verstrickt und sich nicht auf die Fährte eines nun sinnlosen und nicht genehmigten Schiffsanlegers begeben, dann wäre eine neue höhere Kaimauer mit der Möglichkeit eines durchgehenden mobilen Hochwasserschutzaufsatzes schon längst fertig gewesen.
    So steht man vor einem Scherbenhaufen und man sollte das MMZ, da es auch vor dem Hochwasser schon ein Zuschußbetrieb ohne Ende war, von diesen Standort wieder entfernen.

    #52867

    ayo

    Das ist – leider! – leicht gesagt. Rückzug wie Weiterbetrieb bringen Kosten mit sich. Abriss wäre absurd und eine Verschwendung von Geldern (von der dann wohl drohenden Rückzahlung der EU-Fördergelder ganz zu schweigen). Mit Schutzwand oder einkalkulierter Flutungsoption ist das Haus nutzbar! Die Optionen müssen realisitisch eingeschätzt und pragmatisch verglichen werden.

    Wobei die Sache mit dem Schiffsanleger, den du beschriebst, @kenno, durchaus die Frage nach der Verantwortung für die Verschleppung stellt.

    #53693

    20 Millionen Euro: Schaden am MMZ noch größer als erwartet

    20 Millionen wieder neu verpulvern bei 35 Millionen Baukosten? Ich glaube, es hackt? Jeder anständige Bürger sollte Neumann einen Brief schreiben und ihm die Meinung sagen. Es reicht! Man sollte die Leinen lösen und das Ding nach Magdeburg wegschwimmen lassen.

    #53698

    Niemand hat die Absicht ein MMZ abzureißen. 🙂

    #53701

    Abzureißen braucht man das Gebäude des MMZ nicht. Es läßt sich sicher noch anderweitig nutzen- möglicherweise unter Verzicht des Kellers.

    #53703

    Bei der Summe könnte ein Schelm denken, dass hier Versäumnisse beim Bau gleich mit korrigiert werden sollen. Ich glaube GP würde für das Geld ein komplett neues Gebäude hinstellen können -.-

    #53706

    ayo

    20 Millionen? Mir vergeht das Lachen. An anderer Stelle sollen ganze Ausbildungs- und Kulturbereiche geschlossen werden. Da wird man doch wohl soviel Verstand aufbringen, einen deplatzierten Keller zu schließen, um das Gebäude weiter nutzen zu können! Wie ganz richtig @heiwu schon vorschlug.

    #53707

    ayo

    Für 20 Millionen kann man ganze Eissporthallen neu errichten!

    #53708

    Das gesamte Anlagevermögen des MMZ wurde im letzten Jahresabschluß auf 8,4 Millionen abgewertet. Wie dort jetzt 20 Millionen Schaden enstehen können ist mir unerklärlich. Wenigstens ein Gutachter hat sich hier um ca. 10 Millionen verrechnet.

    #53724

    Wenn ich eine Firma in dem Ufo hätte, und nun drei Monate auf Strom- und Kommunikationsanschlüsse warten müsste, wäre ich längst weg. Unklar, wie man dort klammern kann.
    Neumanns (Dorint –> Stadtmarketing-) Freundin könnte aus dem Ding ein Hotel mit Saalewasser-Pool im Keller machen.

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