Startseite Foren Halle (Saale) Merseburger Straße: auch am Riebeckplatz nur noch einspurig?

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  • #152100

    @Geraldo,
    mach dich erst mal schlau, denn die Merseburger Straße hat in dem nördlichen Bereich normale 4-Fahrspurbreiten, man bräuchte als Nullvariante überhaupt nichts verändern und man könnte diesen Abschnitt aus dem Stadtbahnprogramm analog Künstlerhaus 188 nur ausklammern.

    Dieses „Kompliment“ gebe ich gerne zurück. Jeder, der diese Straße kennt, weiß dass diese Spuren sehr eng sind, dass LKWs regelmäßig die Spurmarkierungen überfahren und dass die Radwege gefühlt kaum breiter als der Fahrradlenker sind. Wenn dann noch auf der eingesackten rechten Spur sich so ein LKW nachts rechts neigt fühlt man sich quasi schon „mitgeschliffen“.

    #152102

    Anonym

    Stadteinwärts ab (inkl.) Lutherstraße bis HbF nur zwei, da an der Thüringer Straße keine ist.

    Offenbar ist (oder war zum Planungszeitpunkt?) der Bedarf stadtauswärts höher als umgekehrt!?

    In Halle gibt es genügend Beispiele, wo Haltestellen an Hauptstraßen größere Abstände aufweisen.

    Die Haltestellen bedienen an der Stelle ja nicht (nur) die Merseburger, sondern vor allem die Wohnviertel dahinter: Zwischen Rudolf-Breitscheid und Pfännerhöhe bis zur Südstraße, vielleicht sogar Beyschlagstraße.

    #152104

    Südstraße ist so etwa die Grenze, danach wirds von der anderen Seite kürzer mit der Laiferei.

    #152105

    Komme aus dem Lachen immernoch nicht raus… Wir machen eine der am stärksten befahrenen Straßen einspurig, nur um Fördermittel abzusahnen. Dann muss die Straßenbahn an dieser Stelle eben mal 200m einspurig fahren und die Fahrtzeiten sinnvoll getaktet werden! Nein, wir machen die Merseburger Straße einspurig und Halle zu einer Provinz. Applaus!

    #152106

    @Geraldo,
    wenn jetzt die CDU im Planungsausschuss die weitere Untersuchung von gemeinsamen Rad-und Fußwegen ins Spiel bringt, dann müssen die Verkehrsplaner eben zur Erfüllung des Stadtratsbeschlusses nochmals nachsitzen.

    #152108

    Anonym

    Südstraße ist so etwa die Grenze, danach wirds von der anderen Seite kürzer mit der Laiferei.

    Wenn du z.B. zum X50 willst, sparst du dir einen Umstieg und der (Fuß-)Weg lohnt sich sogar vom Rannischen. 🙂

    #152130

    @Geraldo,
    wenn jetzt die CDU im Planungsausschuss die weitere Untersuchung von gemeinsamen Rad-und Fußwegen ins Spiel bringt, dann müssen die Verkehrsplaner eben zur Erfüllung des Stadtratsbeschlusses nochmals nachsitzen.

    Na klar, dümmer geht immer. Auf gemeinsamen Fuß-/Radwegen gilt Schrittgeschwindigkeit. Das weiß nur kaum einer oder/und hält sich nicht daran. Das ist ne absolute Notlösung, erst recht wenn es so schmal werden soll – kommt man ja schon an nem Pärchen nicht vorbei…

    #152135

    Anonym

    Das ist ne absolute Notlösung

    Aber es wäre eine?! Du scheinst öfter dort (stadteinwärts?) lang zu fahren – wie schätzt du denn den Fußgängerverkehr dort ein? Und wieviele davon sind Pärchen? Ich hätte da er Bedenken wegen den Pizzafahrern.

    #152142

    Na klar, dümmer geht immer. Auf gemeinsamen Fuß-/Radwegen gilt Schrittgeschwindigkeit. Das weiß nur kaum einer oder/und hält sich nicht daran.

    Das verwechselst du ein wenig. Auf einem kombinierten Rad- und Fußweg darf man als Radfahrer so schnell fahren, wie man möchte. Man muss seine Geschwindigkeit aber dann anpassen, wenn Fußgänger auf dem Weg laufen und darf diese nicht gefährden. Notfalls muss man dann Schrittgeschwindigkeit fahren.

    Was du meinst ist ein Gehweg, der für Radfahrer durch ein Zusatzzeichen freigegeben ist. Dort darf man tatsächlich nur so langsam fahren. Dies wird hier aber nicht kommen, da Radfahrer dann rein rechtlich gesehen auch auf der Straße fahren dürften.

    #152172

    Weil das so ist, wie @Drago beschrieb und wie es auf dem Hafenbahn-Rad-und Fußweg selbst bei Gegenverkehr wunderbar klappt, reicht eine Gesamtbreite von 2,50 m vollkommen aus.Vor dem Eichamt soll dagegen der gemeinsame Rad-und Fußweg eine Breite von 3.05 m bekommen.

    #152173

    Gemeinsamer Rad- und Fußweg ist doch trotzdem Scheiße. Dann wird man als Radfahrer wieder an den Rand gedrängt und auf die Fußgängerrolle reduziert. Ich bin nicht nur mit dem Rad unterwegs, um beim nächsten Bäcker zwei Brötchen zu holen oder um die schöne Umgebung zu genießen, sondern weil ich zügig von A nach B will. Und als solcher erhebe ich einen Anspruch darauf, weitgehend gleichberechtigt am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen (z. B. an Kreuzungen links abbiegen, statt wie ein Fußgänger auf quer-grün warten zu müssen). Ich bin als Radfahrer oft mit der gleichen Durchschnittsgeschwindigkeit unterwegs wie Autos und Straßenbahnen – ich brauche halt nur länger bis zur nächsten Ampel, stehe dann aber kürzer bei rot an selbiger. Warum soll ich es hinnehmen, künstlich durch politische Entscheidungen behindert zu werden? Zu meiner „Sicherheit“ geschieht das ganz bestimmt nicht – und ich kann dankend darauf verzichten, dass irgendwelche realitätsfernen „Planer“ in ihren Büros mir erzählen wollen, was für mich sicher(er) ist oder nicht.

    #152174

    Anonym

    Lustig, du argumentierst genau wie ein unbelehrbarer Autofahrer. Fehlt nur noch: Freie Fahrt für freie Bürger!

    #152177

    Tja, Binärsalat, wenn du darauf verzichten kannst, wirst du sicher auch keine Tetanunsimpfung haben, immer bei gesperrter Fahrtrichtung über die Straße gegen/fahren, keine Bahnübergänge benutzen etc… Herzlich willkommen im Club der Darwin-Awarder…

    #152178

    Hier mal ein Auszug aus der Stellungnahme des Rad-und Fußgängerbeauftragten der Stadt Halle, Herrn Bucher, zur Vorzugsvariante der Stadtverwaltung vom 12.01.2015:
    “ Zwar wird in einem Bereich beidseitig ein gemeinsamer Fuß- und Radweg vorgesehen, dies ist aber angesichts der dortigen Straßenraumbreite und der anderen Nutzungsansprüche leider kaum zu vermeiden. Da die betreffenden Abschnitte relativ kurz sind, können diese im Sinne eines Kompromisses akzeptiert werden. “
    Also, was wollt ihr noch weiter diskutieren?

    #152179

    Weil das so ist, wie @Drago beschrieb und wie es auf dem Hafenbahn-Rad-und Fußweg wunderbar klappt, reicht eine Gesamtbreite von 2,50 m vollkommen aus.

    Schon mal mit ’nem Fahrradanhänger die Hafenbahn runtergefahren? Von „vollkommen“ ausreichend würde ich da nicht reden 😉

    @10010110
    Kann ich nur unterschreiben. Mit kombiniertem Rad- und Fußweg schafft man nur wieder eine andere Gefahrenquelle. Ist zumindest meine Erfahrung. Wer laut neuesten Aussagen das schlechte Image der Stadt hinsichtlich Fahrradfreundlichkeit aufpolieren möchte, sollte dem Radverkehr auch eine höhere Priorität einräumen.

    #152180

    @Drago und Binärcode,
    schon mal was von § 1 der StVO gehört, der auch für Radfahrer und auch für Fußgänger gilt.
    Da die betreffenden Abschnitte relativ kurz sind, können diese im Sinne eines Kompromisses akzeptiert werden.

    #152182

    „Generell dürfen Kinder-Fahrradanhänger im Straßenverkehr genutzt werden, und sie müssen nicht wie andere Radfahrer zwangsweise einen Fahrradweg benutzen. Hierbei gilt die Ausnahme von der Regel immer dann, wenn der Radweg zu schmal ist, er Absenkungen hat oder sich mit einem Fahrradanhänger nicht passierbare Absperrungen darauf befinden. Gleichfalls gilt sie auch dann, wenn der Radweg selbst zu schmal ist, um ihn mit dem Kinderfahrrad-Anhänger zu befahren. Dies ist derzeit noch bei den meisten Radwegen der Fall, da sie in ihrer Breite auf einzelne Fahrräder ausgelegt sind. Gespanne dürfen deshalb in nahezu allen Fällen auch auf die Straße ausweichen.“
    http://www.fahrradanhaenger.org/allgemein/vorschriften-gesetzte-und-verordnungen-zur-nutzung-von-fahrradanhaengern.html

    #152183

    So ganz verstehe ich die Stellungnahme des Rad- und Fußgängerbeauftragten der Stadt Halle nicht.
    Handel es sich bei der Vorzugsvariente der Stadt nicht um die unter VI/2015/00584 im Sessionnet zu findende Variante mit der einen überbreiten Fahrbahn?
    In der dort stehende Anlage 6 Lagepläne finde ich nur eine, ein Haus lange, Stelle mit gemeinsamen Fuß- und Radweg. Oder verstehe ich den Lageplan falsch?
    Wenn man zwei Spuren für die Autos haben will (und der Straßenbahn keinen Platz wegnehmen will), dann müßte das Stück gemeinsamer Fuß- und Radweg doch sehr viel länger sein und auf beiden Straßenseiten. Und auch im Bereich der Straßenbahnhaltestellen mit wartenden Fahrgästen, oder?
    Für diesen Fall wäre dann doch eine neue Stellungnahme anzuforden.

    Wie breit muss denn die Fahrbahn für zwei Spuren mindestens sein?
    Wie breit muss der gemeinsame Geh- und Radweg mindestens sein?
    Ich habe Probleme mir vorzustellen, dass zwei Spuren und ein kleiner Gemeinsamer Radweg sicherer sein sollen als eigene Fuß- und Radwege für die schwächeren Verkehrsteilnehmer und nur eine sehr breite Spur für die Autos mit kurzem Überholverbot für Lkws.

    Was ich auch nicht verstehe ist, warum der Platz für die Straßenbahn von 5,45 m auf 6,40 m steigen muss. Die Straßenbahn hat doch schon jetzt ihren eigenen Bereich. Oder können sich Straßenbahnen bei 5,45 m nicht begegnen?

    #152187

    Als gäbe es da jetzt einen Radweg, der als solcher genutzt werden kann!
    Der Fußweg wird jetzt schon vom nicht lebensmüden Teil der Radfahrer als Radweg genutzt!
    Analog der Luwu! 😉

    #152212

    @Drago und Binärcode,
    schon mal was von § 1 der StVO gehört, der auch für Radfahrer und auch für Fußgänger gilt.
    Da die betreffenden Abschnitte relativ kurz sind, können diese im Sinne eines Kompromisses akzeptiert werden.

    Dieser „betreffende Abschnitt“ ist auch für motorisierte Fahrzeuge exakt genauso „relativ kurz“, wieso nehmen diese Herrschaften nicht Rücksicht auf die Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger und begnügen sich „im Sinne eines Kompromisses“ mit einer einzelnen Spur?

    Einfach mal die Perspektive wechseln, das hilft enorm, sag ich dir. Auch für dich nochmal: Die Situation auf einem schmalen Radweg oder gar einem kombinierten Rad/Fußweg ist bezogen auf die Geschwindigkeitsunterschiede so als ob du auch einer Straße ohne Überholmöglichkeit ständig Autos vor dir hättest, die nicht einmal 20 fahren.

    #152220

    Weil der betreffende Abschnitt vor dem Eichamt (Haus 3) relativ kurz ist, hat auch der Rad-und Fußwegbeauftragte dem gemeinsamen Rad-und Fußweg zugestimmt.
    PS.: die einspurige und auch eingleisige Variante wurden doch auch untersucht!

    #152223

    Dieser “betreffende Abschnitt” ist auch für motorisierte Fahrzeuge exakt genauso “relativ kurz”, wieso nehmen diese Herrschaften nicht Rücksicht auf die Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger und begnügen sich “im Sinne eines Kompromisses” mit einer einzelnen Spur?

    Einfach mal die Perspektive wechseln, das hilft enorm, sag ich dir. Auch für dich nochmal: Die Situation auf einem schmalen Radweg oder gar einem kombinierten Rad/Fußweg ist bezogen auf die Geschwindigkeitsunterschiede so als ob du auch einer Straße ohne Überholmöglichkeit ständig Autos vor dir hättest, die nicht einmal 20 fahren.

    Du sagst es, einfach mal die Perspektive wechseln. Selbst wenn die Europäer wie vorhergesagt ein enormes Breitenwachstum hinlegen, passen auf 2,5m mehrere Personen nebeneinander. Selbst mit Kinderwagen. Das heißt selbst der geneigte raser auf 2 Rädern hat genug Platz zum überholen. Nur kann man eben nicht mit 5 Leuten nebeneinander Radeln, für ein paar Meter!

    #152224

    Aha, du hast nun wohl die Perspektive von der heimischen Couch aus eingenommen. Stellst dir 2,5m vor, in Gedanken zwei Menschen nebeneinander, und siehe da, da ist doch massig Platz!

    Aber bitte: Gängige Zimmertüren sind 80cm breit, das ist die Mindestbreite, die Architekten fürs Gehen in der Wohnung vorsehen, damit niemand ständig am Türrahmen hängenbleibt.

    Aber wir reden von einem straßenbegleitenden Fußweg. Niemand drückt sich wie ein Schatten an der Hauswand entlang, sondern hält ganz automatisch einen gewissen Abstand. Auch sollte man nicht direkt am Bordstein entlangtänzeln – auch hier hält jeder Mensch mit einem intakten Sicherheitsgefühl automatisch etwas Abstand. Man drängelt sich als Fußgänger, der einen anderen Fußgänger überholt, auch nicht mit beinahe Schulterkontakt aneinander vorbei, sondern hält, so möglich, eine gewisse respektvolle Distanz von ungefähr einer Armlänge ein.

    Fahrräder sind Balancefahrzeuge, man fährt mit ihnen keinen geraden Strich. Fußgänger können recht plötzlich und unerwartet die Richtung wechseln. Ca. 1m Sicherheitsabstand beim Vorbeifahren an einem Fußgänger sind gewiss keine Übervorsichtigkeit.

    Und was du überhaupt nicht verstanden hast ist das Risiko, dass durch die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Fußgängern und Radfahrern besteht. Dabei nicht aus den Augen verlieren, dass längst nicht mehr nur „Radrowdies“ schnell fahren, sondern auch elektrifizierte Rentner jederzeit mühelos 25 km/h erreichen. Und so eine Straßensanierung sollte sich an bereits absehbaren, zukünftigen Erfordernissen orientieren, nicht an vergangenen.

    Dieser “betreffende Abschnitt” ist auch für motorisierte Fahrzeuge exakt genauso “relativ kurz”, wieso nehmen diese Herrschaften nicht Rücksicht auf die Bedürfnisse der Radfahrer und Fußgänger und begnügen sich “im Sinne eines Kompromisses” mit einer einzelnen Spur?

    Einfach mal die Perspektive wechseln, das hilft enorm, sag ich dir. Auch für dich nochmal: Die Situation auf einem schmalen Radweg oder gar einem kombinierten Rad/Fußweg ist bezogen auf die Geschwindigkeitsunterschiede so als ob du auch einer Straße ohne Überholmöglichkeit ständig Autos vor dir hättest, die nicht einmal 20 fahren.

    Du sagst es, einfach mal die Perspektive wechseln. Selbst wenn die Europäer wie vorhergesagt ein enormes Breitenwachstum hinlegen, passen auf 2,5m mehrere Personen nebeneinander. Selbst mit Kinderwagen. Das heißt selbst der geneigte raser auf 2 Rädern hat genug Platz zum überholen. Nur kann man eben nicht mit 5 Leuten nebeneinander Radeln, für ein paar Meter!

    #152225

    @Geraldo fahr mal nach Griechenland. Dort bekommst eine ganz andere Vorstellung von Fußwegbreite.

    #152226

    Unglaublich, was für Vollidioten sich hier rumtreiben.

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