Startseite Foren Halle (Saale) Merseburger Straße: auch am Riebeckplatz nur noch einspurig?

Dieses Thema enthält 561 Antworten und 57 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  auaa vor 3 Jahre, 3 Monate.

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  • #152235

    Schön, wenn du dich da mit einbeziehst…

    #152263

    Jetzt sollen wir uns wohl ein Beispiel an Griechenland nehmen? Oder vielleicht noch an Russland oder gar Nigeria, wenn wir schonmal dabei sind, unsere Standards zu überdenken? Also manchmal fragt man sich wirklich…

    #152266

    Binärcode, du wirst wunderlich. Russland und Nigeria sind nicht in der EU, aber Griechenland. Und meiner Meinung nach gelten die EU-Richtlinien für alle Mitgliedsstaaten.

    #152306

    Ohne die auf der Info-Veranstaltung am 26.03.15 vom Baudezernenten, Uwe Stäglin, versprochene und notwendige Bürgerversammlung kann es wohl keine Entscheidung über die Spurigkeit der Merseburger Straße sowohl im Planungsausschuß als auch im Stadtrat von Halle geben.

    #152308

    Aha, du hast nun wohl die Perspektive von der heimischen Couch aus eingenommen. Stellst dir 2,5m vor, in Gedanken zwei Menschen nebeneinander, und siehe da, da ist doch massig Platz!

    Aber bitte: Gängige Zimmertüren sind 80cm breit, das ist die Mindestbreite, die Architekten fürs Gehen in der Wohnung vorsehen, damit niemand ständig am Türrahmen hängenbleibt.

    Aber wir reden von einem straßenbegleitenden Fußweg. Niemand drückt sich wie ein Schatten an der Hauswand entlang, sondern hält ganz automatisch einen gewissen Abstand. Auch sollte man nicht direkt am Bordstein entlangtänzeln – auch hier hält jeder Mensch mit einem intakten Sicherheitsgefühl automatisch etwas Abstand. Man drängelt sich als Fußgänger, der einen anderen Fußgänger überholt, auch nicht mit beinahe Schulterkontakt aneinander vorbei, sondern hält, so möglich, eine gewisse respektvolle Distanz von ungefähr einer Armlänge ein.

    Fahrräder sind Balancefahrzeuge, man fährt mit ihnen keinen geraden Strich. Fußgänger können recht plötzlich und unerwartet die Richtung wechseln. Ca. 1m Sicherheitsabstand beim Vorbeifahren an einem Fußgänger sind gewiss keine Übervorsichtigkeit.

    Also halten wir fest Radfahrer und Fußgänger kommen zumindest „Zweispurig“ bequem aneinander vorbei.

    Und was du überhaupt nicht verstanden hast ist das Risiko, dass durch die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Fußgängern und Radfahrern besteht. Dabei nicht aus den Augen verlieren, dass längst nicht mehr nur “Radrowdies” schnell fahren, sondern auch elektrifizierte Rentner jederzeit mühelos 25 km/h erreichen.

    Und alle haben eine Bremse falls einer der Teilnehmer Mist baut. Wenn 2-3 Fußgänger tratschend nebeneinander laufen muss man halt mal bremsen. Im Normalfall kommt man mit dem Rad bei 2,5m locker an einem Fußgänger vorbei. Und das sehe ich auch als Radfahrer so 😉

    Und so eine Straßensanierung sollte sich an bereits absehbaren, zukünftigen Erfordernissen orientieren, nicht an vergangenen.

    Stimmt, die Zahl der PKW nimmt stetig zu. Da wäre es Hanebüchen eine Merseburger entgegen dem Trend zu verkleinern.

    #152317

    Dazu nur so viel:

    Im allgemeinen wird mit einer Reaktionszeit von 1 Sekunde gerechnet (auf Hallespektrum schreiben natürlich nur trainierte Rennfahrer, die schaffen das alle schneller), das bedeutet bei 25km/h 7m alleine für die Reaktion, als Bremsweg kommen noch ca. 3m hinzu (bei guten Bremsen) – das ist verdammt lang, wenn ein Fußgänger unerwartet einen Haken schlägt.

    #152318

    Und zur Erinnerung: Wir reden hier nicht von einer verkehrsberuhigten Zone, sondern von einem straßenbegleitenden Radweg an einer Hauptverkehrsstraße – da cruist niemand, da wird zielstrebig gefahren (genauso wie bei den Autofahrern übrigens…)

    #152319

    gerald, dann war die Geschwindigkeit der Situation unangepaßt… sagt man doch so im Polizeideutsch.

    #152322

    Warum wurde denn bisher nicht der Vorschlag eines Bürgers auf der Info-Veranstaltung am 26.03.2015 zur Verlegung des Radweges in die Turmstraße untersucht? Wie denken die Radfahrer im Grenium darüber? Da könnten doch einige Meter für breitere 4 Fahrspuren gewonnen werden.
    Apropos 5 m überbreite Fahrbahn: Auch hier hat sich die Stadt auf die Empfehlung eines erfahrenen Straßenbauers nach einer Lösung zu suchen, wie sie sich dabei die Markierung der „Fahrstreifen“ vorstellt, noch nicht geäußert.

    #152342

    Und zur Erinnerung: Wir reden hier nicht von einer verkehrsberuhigten Zone, sondern von einem straßenbegleitenden Radweg an einer Hauptverkehrsstraße – da cruist niemand, da wird zielstrebig gefahren (genauso wie bei den Autofahrern übrigens…)

    Und die Autofahrer müssen bei Bedarf auch Bremsen. Warum willst du zu lasten der Mehrheit (Autofahrer) die Mehrspurigkeit der anderen Teilnehmer noch erhöhen? Selbst zu Hauptverkehrszeiten werden sich die Radfahrer nicht groß Stauen an dem kleinen Stück und die E-Bike Front interessiert das Beschleunigen ja noch weniger.

    #152739

    Warum wurde denn bisher nicht der Vorschlag eines Bürgers auf der Info-Veranstaltung am 26.03.2015 zur Verlegung des Radweges in die Turmstraße untersucht? Wie denken die Radfahrer im Grenium darüber?

    Ich kann jetzt nicht für alle Fahrradfahrer sprechen, sondern nur meine Sicht darlegen: Ich würde das Angebot nicht nutzen, weil es für mich einen Umweg bedeutet und beim Radfahren versuche ich, die Strecke möglichst kurz zu machen, um Kräfte zu schonen. Was einem Autofahrer nicht viel ausmacht, weil er es einfach nicht merkt, macht sich beim Radfahren durchaus bemerkbar.

    … das bedeutet bei 25km/h 7m alleine für die Reaktion, als Bremsweg kommen noch ca. 3m hinzu (bei guten Bremsen) …

    Ich fahre täglich Fahrrad und kann dich sehr gut verstehen, aber wenn du auf einem kombinierten Rad- und Fußweg unterwegs bist (und nur darum drehte sich die Diskussion), dann bist du dazu verpflichtet, deine Geschwindigkeit anzupassen, wenn du Fußgänger überholst. Notfalls musst du dann halt Schrittgeschwindigkeit fahren. Auf Klingelzeichen müssen dir die Fußgänger zwar Platz machen, aber Geschwindigkeitsverlust hast du dann trotzdem. Und genau das ist der Grund, warum ich selbst solch eine Lösung auch ablehne, weil es nun mal unheimlich anstrengend ist, permanent Anzufahren und wieder Abzubremsen. Wenn man eine Fahrradfreundliche Stadt haben möchte, dann sorge ich dafür, dass man schnell mit dem Fahrrad von A nach B kommt und nicht anders herum.

    #152740
    #152751

    Ich fahre täglich Fahrrad und kann dich sehr gut verstehen, aber wenn du auf einem kombinierten Rad- und Fußweg unterwegs bist (und nur darum drehte sich die Diskussion), dann bist du dazu verpflichtet, deine Geschwindigkeit anzupassen, wenn du Fußgänger überholst. Notfalls musst du dann halt Schrittgeschwindigkeit fahren. Auf Klingelzeichen müssen dir die Fußgänger zwar Platz machen, aber Geschwindigkeitsverlust hast du dann trotzdem.

    Was ich damit sagen wollte ist, dass man sich bei einer umfangreichen Straßensanierung nicht mit „Kompromissen“ abspeisen lassen sollte. Sehenden Auges würde hier ein Gefährdungspotential geschaffen – darauf wollte ich hinweisen. Dass man sich angepasst verhalten sollte nahm ich als allgemein bekannt voraus, ebenso dass sich eben nicht jeder daran hält.

    Wobei es sich hier nicht um einen Kompromiss handelt, sondern um eine einseitige Benachteiligung der Radfahrer und Fußgänger.

    #152754

    Und die Autofahrer müssen bei Bedarf auch Bremsen. Warum willst du zu lasten der Mehrheit (Autofahrer) die Mehrspurigkeit der anderen Teilnehmer noch erhöhen? Selbst zu Hauptverkehrszeiten werden sich die Radfahrer nicht groß Stauen an dem kleinen Stück und die E-Bike Front interessiert das Beschleunigen ja noch weniger.

    Die Situation auf schmalen Radwegen und kombinierten Rad/Fußwegen ist etwa so unproblematisch (einfach mal abbremsen) wie die auf der Straße, wenn jedes zweite Auto eine 25 auf der Heckklappe kleben hätte.

    #152817

    Wenn sich die Stadt bei der „Überbreiten 5 m Fahrbahn“ mit der Fahrzeug- Sortierung und Markierung nichts einfallen läßt, z.B. 2×2,5 m oder 2+3 m, dann müßte doch ohnehin eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Km/h für eine Fahrbahneinengung analog an der Güterbahnbrücke in der Delitzscher vorgenommen werden. Dies würde dann ja auch zur Senkung der Umweltbelastung an der noch zu verlegenden Verkehrsmessstation an der neugestalteten Kreuzung an der R.-E.-Weise Straße führen.
    Einen Irrtum bezüglich der Turmstraßen-Radwegführung wollte ich noch ausräumen. Zwar wäre die Radweglänge größer, aber dafür könnte es ein „Radweg-Schnellweg“ werden, da die Turmstraße vom Fahrzeugverkehr entlastet und die Fahrzeit nicht länger werden wird.

    #152825

    Anonym

    Also ich fahre jeden Tag dort lang, trotz der Fußgängerampel (welche heute nicht funktionierte) ist es stadtauswärts noch erträglich, man steht maximal am obersten Punkt auf der Brücke. Die wenigen Fahrzeuge vom Riebeck fädeln sich ein. Wenn dann aber noch ein Teil vorher in die Weise abbiegt, sehe ich kaum Probleme und es würde die Merseburger entlasten.
    Schlechter ist es stadteinwärts am Nachmittag. Vielleicht stadtauswärts es gleich einspurig lassen und stadteinwärts Zweispurig. Weil die Fußgängerampel und die Straßenbahnampel sind echte Hindernisse. Außerdem ist der Zufluss von der Pfännerhöhe nicht zu unterschätzen.
    Die Fahrradfahrer, auch wenn es eine überschaubare Menge ist, haben es nicht leicht auf diesem Stück und Sharing mit Fußgänger dort ist ganz schlecht. Die Radler fahren volles Tempo. Bei 30km/h Geschwindigkeitsbegrenzung weiß ich wer da geblitzt wird :-).

    Wäre so eine Aufteilung machbar und sinnvoll ist die Frage. Man könnte die Spuren der Brücke auch direkt in die Weise Str. leiten und wer in die Merseburger will muss über den Riebeckplatz. Allerdings staut sich die rechte Spur zur Magdeburger immer recht ordentlich auf die Volkmann zurück, der Verkehr nach Neustadt. Bedeutet, eine geänderte Verkehrführung würde auch das problem lösen, da die linke Abbiegespur ziemlich leer ist.

    #152833

    @kenno: Du hast wirklich keine Vorstellung davon wie Radfahrer ticken. Kaum jemand, der das lästige Zickzack des Riebeckplatzes überwunden hat, fährt freiwillig hinterm Maritim die nächste Schlaufe, wenn er doch getadewegs Richtung Ammendorf fahren möchte. Dann müsste man schon eine Radwegführung vom Riebeckplatz gerade auf die Turmstraße zu finden.

    #152834

    @geraldo,
    ich gebe zu bedenken, dass es nicht mein Vorschlag für die Zick-zack-Variante war und ich mich als ehemaliger Radsportler sehr wohl in die Fahrweise der Radfahrer hineindenken kann. Aber eine gerade Führung durch die Gebäude des Com-Center wird es nicht geben.
    Aber mach doch mal einen anderen Vorschlag, wie das Problem für alle Verkehrsteilnehmer gerecht gelöst werden soll?

    #152841

    Mit anständigem Randstreifen und Fußweg, alles andere ist indiskutabel.

    #152842

    Was die vorgeschlagene Schleife durch die Turmstraße angeht, so möchte ich mal auf den Wikipedia-Artikel zum Trampelpfad verweisen (und dort auf die wissenschaftlich beobachteten Regelmäßigkeiten der Entstehung selbiger). Radfahrer sind so eine Zwischenstufe zwischen Fußgängern und Autofahrern. Da man als Radfahrer seine eigene Körperkraft aufwendet, um vorwärts zu kommen, unterliegt man dahingehend psychologisch dem Fußgänger-Phänomen, d. h. man fährt als Radfahrer oft lieber den kürzeren Weg, auch wenn er nicht zwangsläufig der schnellere ist. Eine „Zwangsumleitung“ durch die Turmstraße führt nur wieder zur Missachtung sämtlicher Verkehrsregeln und entweder zu verbotswidrigem Gehwegfahren oder – bei den ganz harten Radfahrern – zum Fahren auf der Straße. Den verantwortlichen Verkehrsplanern wäre also gut daran gelegen, keinen Unsinn zu planen. Das Reileck sollte ein mahnendes Beispiel sein.

    #152846

    Aber mach doch mal einen anderen Vorschlag, wie das Problem für alle Verkehrsteilnehmer gerecht gelöst werden soll?

    Wenn der „Kompromiss“ so aussieht, dass Rad- und Fußweg nicht das erforderliche Mindestmaß aufweisen werden, dann wird es eher oder später eine Klage gegen die angeordnete Benutzungspflicht geben. Und gerade wenn die Vierspurigkeit erhalten bleiben sollte fehlt es womöglich an notwendigen Gründen für diese Anordnung.

    #152847

    Bei einem gemeinsamen Fuß- und Radweg direkt an der Hauswand darf man auch ruhig mal das überraschende Phänomen des plötzlich aus des Haus kommenenden Anliegers (zu Fuß) mit einkalkulieren. Jeder Radfahrer und auch viele Fußgänger kennen das sicher zu Genüge. Da sind 2,50 m dann ganz schnell zu wenig.

    #152849

    @HansimGlück,
    Es sollen aber 3,05 m werden.
    Die Förderrichtlinien lassen auch durchaus Spielräume zu.
    Inwieweit Ausnahmeregelungen machbar sind und das Gros der Umgestaltung der Merseburger Straße gemäß Ratsbeschluß dennoch förderfähig wäre, ist jetzt die Pflicht der Stadtverwaltung, in einer nachzuholenden Bürgerversammlung zu begründen.

    #152850

    Irgendein Trottel klagt halt immer… nur weil er wohl seine Füße nicht gerade setzen kann…

    #152857

    Irgendein Trottel postet halt immer…

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