Startseite Foren Halle (Saale) Mansfelder Straße – Auto wieder im Schotterbett

Dieses Thema enthält 26 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 3 Wochen, 3 Tagen.

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  • #300195

    Gestern am 18.10. stand gegen 14:30 Uhr in der Mansfelder Straße, Höhe Sandanger wieder ein Auto im Schotterbett der Straßenbahngleise. Langer Stau der Straßenbahnen und Fußmarsch der Fahrgäste in Richtung Halle-Neustadt waren die Folge.
    Das geht nun schon 15 oder 20 Jahre so, dass da immer mal eine Auto reinfährt und die HAVAG findet keine Lösung, um das zu verhindern.

    #300196

    Dabei wäre die Lösung so einfach: die Mansfelder Straße umbenennen.

    #300197

    Warum muss die Havag dafür eine Lösung finden? Der Ort gehört der Stadt.

    Wenn da tagsüber jemand rein fährt, hat er mindestens ein Schild ignoriert und einen zu geringen Sicherheitsabstand zur Straßenbahn gehalten oder sich irgendwie anders vom Sehen abgelenkt.

    Wenn du einem Paraglider über die Klippe folgst, ist auch nicht der Paraglider schuld.

    #300199

    Natürlich sind die Autofahrer schuld, das nutzt den Fahrgästen gar nichts und das Image der HAVAG leidet.

    #300202

    Wenn da tagsüber jemand rein fährt, hat er mindestens ein Schild ignoriert und einen zu geringen Sicherheitsabstand zur Straßenbahn gehalten oder sich irgendwie anders vom Sehen abgelenkt.

    Grundsätzlich stimme ich Dir zu. Trotzdem gilt es, Unfallschwerpunkte zu entschärfen. Das gilt erst recht an Unfallschwerpunkten, bei denen es regelmäßig Tote gibt, wie etwa an der A14 – Baustelle an den Ausfahrtena Peißnitz und Tornau. Die Baustellensicherung entspricht formal den Vorschriften, und ein Schuldspruch ( meistens Auffahrunfälle, meistens Lastwagenfahrer) ist verkehrsrechtliches Einmaleins. Soll man also warten, bis der nächste Unfall passiert, der nächste Leichenwagen kommt? Abwarten und nichts tun, weil doch alles vorschriftsmäßig ausgeschildert ist?
    Wieviel Leichenwagen braucht es noch, um ein Umdenken zu bewirken?

    Hier kann die Problemlösung doch nicht in einer juristische Schuldzuweisung bestehen.

    Wenn doch, könnten wir auch alle teuren Leitplanken abschaffen. Wer von der Fahrbahn abkommt, ist ja selbst schuld.

    Glücklicherweise ist die Unfallstelle in der Mansfelder dagegen eine Marginalie.

    Nicht marginal sind die Fußgänger, die in den letzten Jahren unter Fahrzeugen der HAVAG zu Tode gekommen oder schwer verletzt wurden. In juristischem Sinne alle selber schuld. Aber Gefahrenabwehr ist eine gesellschaftliche, keine juristische Frage.

    #300203

    Wenn die HAVAG keine technische Lösung findet, die die Autofahrer zum Halten bringt, sollte das Schotterbett beseitigt und das Gleisbett mit Platten ausgelegt werden. Lieber fährt mal ein Autofahrer widderrechtlich dort lang, als dass da die Straßenbahnen öfter im Stau stehen und die Fahrgäste laufen oder warten müssen.

    #300205

    Komplettversiegelung ist immer die beste Lösung gegen Dummheit.

    #300217

    Dummheit versiegeln – die Idee gefällt mir.

    #300218

    Es stehen dort nicht nur rechtzeitig Verkehrsschilder, die eine Einfahrt verbieten, sondern die HAVAG hat auch auf dem Boden Reflektoren verschraubt, die mann eigentlich nicht übersehen und beim Befahren auch nicht ignorieren können sollte.
    Für ganz Hartnäckige hat man dann die dort verlegten Betonplatten ausgedünnt, dass heißt man hat zwischen den Schienen jede zweite Platte entfernt.Das muss ganz schön rattern und hoppeln. Wer dann noch weiter fährt und seinen Unterboden dann auf den Schienen aufsetzt, dem ist nicht zu helfen
    Bei der HAVAG kann man sicher viel meckern, hier aber mal nicht!!!

    #300220

    Siehste,@ Wolli, und das am Tage, bei Tageslicht! Nicht unbeleuchtetes Gebiet auch nachts. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen…. 🙂

    #300232

    Elfriede, sei still, Du bist dort nie gewesen, ich aber habe dort schon gewartet, bis der vom Autofahrer gerufene Abschleppdienst kam und die Gleise wieder frei waren. Das dauert!
    Die Beschreibung von Trimper ist korrekt, die Reflektoren sind allerdings verdreckt und am Tage dürfte man sie als Autofahrer kaum sehen. Vielleicht kommt auch ein Autofahrer nicht mit eigener Kraft aus dem Bereich, wo einige Platten fehlen, dann ist es aber das gleiche Problem, die Straßenbahnen stehen und müssen warten bis der vom Autofahrer gerufene Abschleppdienst kommt.
    Die HAVAG ist nicht berechtigt, mit eigenen Mitteln das Auto aus dem Gleis zu heben.

    #300248

    Wolli hat es nicht geschnallt… 🙂
    Im Mordweg ist es dunkel…
    In der Mansfelder Str. gibt es Beleuchtung und außerdem war es am Tage…

    Nun verstanden? Hoffentlich.

    Straßenbanfahrer stehen manchmal auch ewig, weil ein Blödmann von Autofahrer so steht, dass die Straßenbahn nicht weiterfahren kann.
    Solchen Zwangsaufenthalten kann man nur zu Fuß entkommen oder bestenfalls heeme bleim!!

    #300250

    Manchesma fährt ooch jar keene Bimmel, olle Matzbläke.

    #300301

    Bass off du, ich gomme dr jlei hin, eh!!! So was Fläzches von dem awwer ooch!

    #300327

    Wenn irgendwo im Gleisbett gebaut wird, gibt es für Straßenbahnen solche mobilen Schrankeneinheiten, die entweder ferngesteuert sind oder durch Anprall geöffnet werden können… wie die Poller in der Dieselstraße…

    #300328

    Wenn derjenige, der für die Gefahrenabwehr zuständig ist, bewußt Gefahren herbeiführt, dann weiß ich auch nicht mehr!

    #300332

    Die HAVAG hat es ja erkannt und Maßnahmen ergriffen, aber sie sind offensichtlich nicht ausreichend.

    #300333

    „Wenn derjenige, der für die Gefahrenabwehr zuständig ist, bewußt Gefahren herbeiführt, dann weiß ich auch nicht mehr!“

    Wer führt denn bewusst Gefahren herbei? Straßenverkehr birgt nun mal in sich eine Vielzahl von Gefahren.
    „Ausreichend“ oder Abschließend Wolli, kann es bei einer Wahrscheinlichkeitsbetrachtung nie geben. Sonst würde auch niemand gegen Mauern und Bäume fahren.

    Wolli, wann ist denn da der letzte ins Gleisbett gerauscht? Es könnte aber wieder zunehmen angesichts der gegenwärtigen Navihörigkeit, auf welche im Stressfall des Verlorengehens dann oft kurioses folgt:
    Ein ortsfremder PKW kam vom Markt aus zu Kleinschmieden gefahren. Der Fahrer bemerkte das Einbahnstraßenschild in der Großen Ulrichstraße dann doch noch und drehte auf Höhe von Tauschel. Sein nächster Versuch war dann seltsamerweise die Einfahrt in Neunhäuser, welche erfolgreich absolviert wurde, von dort (irgendwo hinter der Ecke) er aber dann doch wieder zurück kam und in die Große Steinstraße einbog.

    #300334

    HansimGlück fragte „Wolli, wann ist denn da der letzte ins Gleisbett gerauscht? “

    Am 18.10. gegen 14:30 Uhr.

    #300336

    Ja irrewitzig Wolli. Wann das letzte Mal davor. Du hast im ersten Beitrag die Diskussion damit begonnen, dass da immer mal einer rein fährt. So vom Gefühl würde ich sagen, ist lange nicht passiert. Überhaupt schon mal dieses Jahr?

    #300362

    Wie soll ich wissen, ich bin nicht der Störungsbeauftragte der HAVAG.

    #300366

    Hans im Perch, lesen lernen!
    Ich zitiere:“ Für ganz Hartnäckige hat man dann die dort verlegten Betonplatten ausgedünnt, dass heißt man hat zwischen den Schienen jede zweite Platte entfernt.°
    Also, bewußt, mit Wissen und Wollen, eine Gefahr herbeigeführt!

    #300400

    Quatsch. Da hast du mit dem Auto gar nix zu suchen. Du hangelst da ja auch nicht an der Oberleitung und schreist, hier hat mir aber jemand eine böse Gefahr gebastelt.

    Willi, dein erster Beitrag ließ vermuten, dass du Buch führst.

    #300401

    Wird er wohl auch, denn er ist ein exakter Mensch…… 🙂

    #300572

    „Nicht marginal sind die Fußgänger, die in den letzten Jahren unter Fahrzeugen der HAVAG zu Tode gekommen oder schwer verletzt wurden. In juristischem Sinne alle selber schuld. Aber Gefahrenabwehr ist eine gesellschaftliche, keine juristische Frage.“

    Wieviel Tote waren es denn in den letzten Jahren? Jeder Tote ist sicherlich einer zu viel. Aber hier wird ja suggeriert, daß jede Woche einer umgefahren wird. Was ganz und gar nicht stimmt.

    Verhindern kann Unfälle wie von Wolli geschildert, leider nicht. Daß aber die Havag das Auto nicht selbst bergen darf, halte ich für schlecht. Hier sollte die Beförderung Tausender Menschen vorrang vor einer eventuellen Beweisführung haben.

    Wenn man den Autoverkehr in der (Innen)stadt mal drastisch reduzieren würde, würde auch die Wahrscheinlichkeit auf solche Unfälle sinken. Ich wohne neben einer Straßenbahn-Haltestelle und höre die regelmäßigen Durchsagen, wenn man wieder ein Autofahrer sich für wichtiger nimmt als Tausende Strabafahrer.

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