Startseite Foren Halle (Saale) Linke Studenten wollen Kriegerdenkmal für die gefallenen Landwirte am Steintor Campus beseitigen

Dieses Thema enthält 71 Antworten und 29 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Caro vor 3 Jahre.

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  • #203123

    @braegel

    Eben. Genau da setzt nämlich meine Befürchtung an.

    #203145

    @porbitzer, wer lesen kann, ist klar im Vorteil: diese faschistoiden Kleingeister
    Und 1870/71 legte den Grundstein für die nachfolgenden 2 Weltkriege, ist daher ne Erinnerung wert! Gut wäre es auf einer Tafel den in Afghanistan gefallen zu gedenken, so als fortwährende Mahnung, wieviel Blut das eiserne Kreuz dem deutschen Volk kostet.

    #203149

    Thälmann war ein stalinistisch inspirierter Anti-Demokrat, dem manche zwar gern das Label des Anti-Faschisten anheftet, hinter dem sich aber ein ausgesprochen ambivalentes Verhalten gegenüber den Nationalsozialisten verbirgt. Er und sein Kampf gegen die Sozialdemokratie waren mit dafür verantwortlich, dass der Nationalsozialismus überhaupt an die Macht kommen konnte.

    Ach Kläuschen, damals forderten ausnahmslos alle Parteien eine Diktatur, selbst die SPD uaf dem Magdeburger Parteitag. Und diese Entscheidung draff die SPD ganz allein,
    Und das Die KPD mit Blick auf Italien davon nichts gutes erwartete, beweist lediglich ihre Weitsicht.
    Und das in der Rede von Otto Wels gegen das Ermächtigungsgesetz die kommunistische Abgeordneten nicht einmal erwähnte, zeigt doch das nicht nur die KPD Verantwortung für den tiefen Graben trug:

    #203151

    Hr. Redhall, lt. Thälmann war die SPD der Hauptgegner der Moskau-gesteuerten KPD (Sozialfaschismus-Theorie) und nicht die NSDAP.
    KPD und NSDAP haben gemeinsame Veranstaltungen abgehalten, weshalb sollte Wells sie bei seiner letzten Reichstagsrede erwähnen.
    Wenn die Kommunisten die Alleinherrschaft bekommen hätten, wäre die SPD ja auch verboten wurden.

    „..als fortwährende Mahnung, wieviel Blut das eiserne Kreuz dem deutschen Volk kostet.“

    Genau deshalb wurden diese Denkmäler errichtet um der Toten des Krieges zu gedenken

    #203152

    Anonym

    Letztendlich hat diese Gruppierung genau das erreicht, was sie warscheinlich von Anfang an wollte: Aufmerksamkeit. Dabei mussten sie sich nicht mal großartig anstrengen.

    #203154

    Anonym

    Letztendlich hat diese Gruppierung genau das erreicht, was sie warscheinlich von Anfang an wollte: Aufmerksamkeit.

    Und das zielgruppengerecht. 🙂

    #203158

    Das Denkmal verherrlicht den Krieg, deshalb wurde auch eine Frau zu Ehrung des Krieges gewählt. Frauen stehen für Geburt und Leben.
    Krieg ist genau das Gegenteil.
    Dann doch lieber den Schriftzug: Das nie eine Mutter mehr, ihren Sohn beweint!

    #203159

    Spannend: heute schon der zweite Aufreger-Artikel über den Streit zweier marginalisierter Gruppen.

    #203161

    Ein Abriss des Denkmals ist nicht notwendig. Es reicht, wenn es in den Keller der liberalen Hochschulgruppe kommt oder alternativ in ein Burschenschaftshaus um die Ecke.

    „Auch die Hallenser Kommilitonen mussten daher ins Feld ziehen…“

    Mit dieser Begründung würde die liberale Hochschulgruppe ganz sicher kein Lenin-Denkmal rechtfertigen…

    #203163

    Der Streit um das Denkmal ist nicht neu. Ich empfehle, Efeu anzupflanzen und eine Rankhilfe einzurichten.

    #203171

    Die Frage, ob ein Kriegerdenkmal an die hallesche Uni gehört, halte ich durchaus für berechtigt. Zumal sich die hallesche Uni bis heute im Umgang mit antimilitaristischen Postioneen schwer tut. (S. Fall Prof. Günther Dehn: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Dehn)
    Zumal mir nicht ganz klar ist, wann und wer das Kriegerdenkmal um die Referenzen zum 1. und 2. Weltkrieg ergänzt hat. Hier wird offensichtlich das Andenken an die nichtdeutschen Opfer der deutschen Aggressionskriege von 1914 ff. und 1939 ff. ausgeblendet.
    Zum Thema des Denkmals täte mich eine offizielle Stellungnahme sowohl der zuständigen Fakultät als auch der Uni-Leitung interessieren.

    Lass doch mal die Kirche im Dorf, dies ist ein Denkmal für die gefallenen Landwirte und passt dort Geschichtlich ganz gut. Und ein solches Denkmal versteht für gewöhnlich auch jeder eher als Mahnung gegen den Krieg außer natürlich ein paar rote oder braune Gesellen.

    Ansonsten halte ich eine Friedensklausel in der Grundordnung der Universität mit dem Verbot von Militär- und Rüstungsforschung an der halleschen Alma mater für dringend geboten.

    Vorher sollten wir mal eine Demokratieerklärung (auch bekannt als Extremismusklausel) einführen. Dann wäre zwar der StuRa erst mal etwas dünn besetzt aber es dürfte schnell bergauf gehen.

    Ansonsten leiste deinen Beitrag und nutze solange nichts was aus militärischer Forschung entstanden ist. Fang doch bitte mit Computern und Internet an.

    Ein Abriss des Denkmals ist nicht notwendig. Es reicht, wenn es in den Keller der liberalen Hochschulgruppe kommt oder alternativ in ein Burschenschaftshaus um die Ecke.
    „Auch die Hallenser Kommilitonen mussten daher ins Feld ziehen…“

    Wie viele Burschenschaftshäuser haben wir denn um die Ecke? Und was haben die mit den Landwirten zu tun?

    Mit dieser Begründung würde die liberale Hochschulgruppe ganz sicher kein Lenin-Denkmal rechtfertigen…

    Das würde kein klar denkender Mensch. Die Zeit haben wir zum Glück hinter uns.

    #203173

    Bilderstürmer

    #203176

    teu

    Vielleicht sollte man lieber mit der thälmann-Statue in der Voßstr. beginnen. Der war immerhin ein verurteilter Gewalttäter.

    Und, unser Finanzminister ist ein verurteilter Steuerhinterzieher.

    #203178

    Es ist doch ganz einfach: wenn zehn Deiner Bekannten in der Ferne sterben, dann hast Du keinen Ort zum Trauern, weil die irgendwo verschachert wurde. Darum gibt es Kriegerdenkmäler doch auch in jedem Dorf – vor allem nach dem Ersten Weltkrieg, nachdem sich die Zahl der Opfer vervielfältig hatte. Dass da eine Verherrlichung von Krieg zu beobachten sei ist pure Schutzbehauptung. Meist sieht man trauernde oder resignierende Figuren, Waffen, die gen Boden gestreckt sind u.ä.

    Die SMAD hat in Halle nach 1945 16 Denkmäler beseitigt, die ihnen nationalistisch verdächtig erschienen (u. a. die Siegessäule auf dem Joliot-Curie-Platz). Das hier offensichtlich nicht. Auf diesem wird auch keine Opfergruppe ausgeblendet, denn da steht klar und verständlich „Den Opfern der Kriege 1914-1918 und 1939-1945 zum Gedenken“. Nicht „den heroischen Soldaten“ oder ähnliches. Völlig unnötige Aktion.

    #203181

    Kriegerdenkmäler gibt es, damit die nachfolgende Generation fröhlich singend in den Krieg zieht.

    #203209

    Vielleicht kann man die Dame in heilige Babara umbenennen und entsprechend umsetzen.
    So als Beispiel für Konversion? 😉

    #203346

    Ne Farbspektrum…

    Kriegerdenkmäler stehen fast überall „Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung“….oder…“Den Opfern des Krieges“.

    Tote sollte man ruhen lassen. Die können sich nicht wehren, da nachzutreten ist einfach nur völlig daneben.
    Die einen hatten als Zivilisten das Pech am falschen Ort zu sein, zur falschen Zeit, die Anderen haben einst als Soldaten das Höchste Gut gegeben, ihr Leben und erst die spätere Geschichtsschreibung sagt und bewertet dann, ob es für die richtigen oder falschen Ideale und Weltanschauungen war.
    Da schreibt im Übrigen immer der Sieger die Geschichte und wer weiß wie die Geschichte in 100 oder mehr Jahren über unsere Generation urteilen wird.

    Opfer des Krieges sind am Ende alle, denn im Krieg verliert man immer, selbst die Sieger der militärischen Auseinandersetzung. Eine Mutter in Deutschland weint genauso um ihren Sohn wie eine Mutter in Frankreicht, Russland, England, Amerika….Syrien…Afghanistan….Mali…
    Das war 1871 genau so wie heute.

    Die wichtigstge Funktion eines Kriegsdenkmales ist für mich daher immer die Intention:
    „Den Lebenden zur Mahnung“. Krieg ist was Furchtbares, gewalttätiges….unmenschliches und jeder Versuch ein Kriegsdenkmal zu schleifen in meinen Augen Widerwärtig.

    Keiner der bei allen Sinnen ist, rennt fröhlich singend in einen Krieg, weil da ein Kriegerdenkmal steht. Dieser „Hurrapatriotismus“ ist nur eine miese Propagandalüge. Derjenige der die Kugeln pfeifen hört hat erst einmal eines…Angst.

    Heutzutage werden Kriege immer technisierter und enthemmter. Da gibts überall auf der Welt eine Horde gewissenloser Knopfdrucksoldaten, die eben auf Tausende Kilometer Entfernung Leben auslöschen und keinen großartigen Unterschied zum Lieblings Videospiel vor Augen haben.

    Darum muss man stets an das Grauen der Kriege erinnern und wir kennen nun mal kein Material welches beständiger ist als ein guter stabiler Stein…

    In diesem Sinne

    #203349

    Darum muss man stets an das Grauen der Kriege erinnern und wir kennen nun mal kein Material welches beständiger ist als ein guter stabiler Stein…

    Das kommt mir nicht wie eine Erinnerung an das Grauen der Kriege vor.
    Großer Zapfenstreich zur Umsetzung des Kriegerdenkmals Bedburg:

    #203393

    So wird es gemacht:

    #203474

    Vielleicht ein Denkmal für gefallene Mädchen daraus machen?
    😉

    #238579

    Mitlerweile wurde die Inschrift mit Pappe abgedeckt.
    Was für ein Schwachsinn…..

    #238580

    Du meinst, die Pappe ist zu schade für die Inschrift?

    #238582

    Du meinst, die Pappe ist zu schade für die Inschrift?

    Nö, das ist sicher nicht gemeint. Aber die Pappe ist auf jeden Fall wertvoller, als das Hirn derer, die diese angebracht haben.

    #238693

    @sarid, es war einer der ersten Beschlüsse des alliierten Kontrollrats. Denkmäler für gefallene Soldaten gehörten nicht dazu. Trotzdem wurden einige entfernt, z.B. auf dem Trothaer Friedhof. Dem Einspruch gegen den Abriss wurde stattgegeben. Leider war es aber bereits entfernt.

    #238697

    Es ist doch ganz einfach: wenn zehn Deiner Bekannten in der Ferne sterben, dann hast Du keinen Ort zum Trauern, weil die irgendwo verschachert wurde. Darum gibt es Kriegerdenkmäler doch auch in jedem Dorf – vor allem nach dem Ersten Weltkrieg, nachdem sich die Zahl der Opfer vervielfältig hatte. Dass da eine Verherrlichung von Krieg zu beobachten sei ist pure Schutzbehauptung.

    Und wie erklärst du diese Kriegerdenkmäler:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenmale_der_Bundeswehr
    Ich interpretiere keine Harmlosigkeit in dörfliche Kriegerdenkmäler. Ich kenne den nationalistischen Militarismus alter Männer.

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