Startseite Foren Halle (Saale) Land genehmigt Deichbau am Gimritzer Damm

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  • #116958

    @Museumsratte,
    die Fläche, welche durch der Bau der Eissporthalle als Retentionsfläche oder -volumen verloren gegangen ist, ist nur ein unwesentlicher Teil der diversen viel größeren Aufschüttungen durch den Bau des Magistraldammes der B80, der Zuschüttung des Saalearmes der Wilden Saale am Sandanger mit der Siebenbogenbrücke und der Aufschüttungen von mindestens 2 m Mächtigkeit auf den Pulverweiden.
    Dies zu korrigieren muß eine der Hauptmaßnahmen der nachhaltigen Hochwasserkonzeption der Stadt Halle durch Abgrabungen sein.

    #116964

    Ist das den so schwer zu begreifen!

    Ist dass denn so schwer zu begreifen, dass die paar Liter nichts ausmachen?

    Dies zu korrigieren muß eine der Hauptmaßnahmen der nachhaltigen Hochwasserkonzeption der Stadt Halle durch Abgrabungen sein.

    Kenno, kannst du das auch mal rechnerisch darlegen, welchen Einfluss das hat?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 1 Monat von admin.
    #116972

    Kenno, kannst du das auch mal rechnerisch darlegen, welchen Einfluss das hat?

    Dies ist die Aufgabe, die nur von einem 3-D-modulierten hydraulischen Modell errechnet werden kann.
    Aber die Stadt Hannover hat mit der „Ihme-Abgrabung“ bei ähnlichen Wassermengen von 900 m3/sec wie auf der Saale eine Wasserspiegelabsenkung von bis zu 30 cm bewirken können.

    #116976

    Eben, das ist ein gutes Beispiel aus der Praxis.

    #116980

    Ich mag keine Gefälligkeitsgutachten, die weder Hand noch Fuß haben. Dafür ist Kenno eigentlich nicht bekannt,

    #117017

    Ob man bei der Grundfläche der Eisporthalle 1m drauf packt oder ein 5m Loch budelt wird man in der Klausvorstadt wohl kaum messen können. Zumal die Engpässe ganz woanders liegen.

    @Kenno
    Meinst du bei den 30 cm dieses Vorhaben?
    http://region-hannover.bund.net/themen_und_projekte/stellungnahmen/wasser_gewaesser_hochwasserschutz/hochwasserschutz_in_hannover_und_ihme_abgrabung/

    Dies passierte m.W. an einem Engpass. Für einen vergleichbaren Effekt müsste man also irgendwo um die Giebichensteinbrücke ansetzen.

    #117022

    Der Fehler war, eine ganze Stadt in die Saaleaue zu bauen … aber das ist schon eine Weile her und wird wohl so ohne weiteres nicht zu beheben sein.

    #117024

    Da streiten sich die Verwaltungshengste 12 Monate um Zuständigkeiten und den Ingenieuren fällt nicht mehr als ein Rechtfertigungsgutachten für einen irgendwann festgelegten Deichverlauf ein. Nicht entweder .. oder sondern und ist das Zauberwort. Optimaler Deichverlauf und Abgrabungen/ Geländemodellierungen und Maßnahmen Altstadt und Umbau von Fließhindernissen. Jeder Zentimeter ist wichtig. Bei diesem Thema könnte man wirklich 20 bis 30 Mio oder mehr aus dem Fluthilfefonds sinnvoll verbauen. Wir werden in unserer Generation (25 Jahre) noch mehr und dramatischere Hochwasser erleben. Das Geld wäre gut angelegt. Eigene Initiativen der Fachleute: Null. Die Hörigkeit ist schon peinlich. Kein Ruhmesblatt für die Ingenieuerkunst in Sachsen-Anhalt.

    #117025

    Kein Ruhmesblatt für die Ingenieuerkunst in Sachsen-Anhalt

    Kannst du das beurteilen?
    Unter Berücksichtigung, dass eine Handvoll Leute mit viel Energie und Öffentlichkeit versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 1 Monat von admin.
    #117033

    Kannst du das beurteilen?
    Unter Berücksichtigung, dass eine Handvoll Leute mit viel Energie und Öffentlichkeit versuchen, ihre Interessen durchzusetzen.

    Ich denke schon. Gerade wenn da einige wenige ihr Süppchen kochen, sollten die Spezialisten vom LHW und die Gutachter ganzheitliche Konzepte aufzeigen. Das kann man von Ingenieuren erwarten.
    Am Geld kann es ja nicht liegen. Für die OB-Toys Eissport, Fussball, MMZ und Freilichtbühne werden ja 60 Mio in rasender Geschwindigkeit rausgeballert. Mit der Zielsetzung den Schaden bei der nächsten Flut zu halbieren, kann man mit gutem Gewissen 125 Mio für den Hochwasserschutz von Neustadt und Altstadt in die Hand nehmen.

    #117041

    Anonym

    Ein umfangreicheres Gutachten zum optimalen Hochwasserschutz nicht nur für die nächsten paar Jahre für Halle kostet viel Zeit und Geld. Das macht kein Ingenieurbüro einfach mal so nebenbei, quasi als Bienchenbonus neben anderen Aufgaben.

    Die Option eines langfristigen, geplanten und vernünftigen Hochwasserschutz hat unser aller OB in seinem grenzenlosen populistischen Aktionismus beim Wiegand-Damm verspielt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 1 Monat von admin.
    #117042

    Anonym

    Korrektur:

    eine Antwort weiter oben eingefügt.

    sorry, da hat mir mein Rechner einen Streich gespielt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Jahre, 1 Monat von admin.
    #117045

    Ein umfangreicheres Gutachten zum optimalen Hochwasserschutz nicht nur für die nächten paar für Halle kostet viel Zeit und Geld. Das macht kein Ingenieurbüro einfach mal so nebenbei, quasi als Bienchenbonus neben anderen Aufgaben

    Die Option eines langfristigen, geplanten und vernünftigen Hochwasserschutz hat unser aller OB in seinem genzenlosen populistischen Aktionismus beim Wiegand-Damm verspielt.

    Und wieso? Retentionsraum in einer Großstadt ist suboptimal. Ich wüsste nicht wo der Damm irgendwas verhindert, außer man will Neustadt fluten. Man kann vor und hinter Halle Retentionsraum schaffen, man kann die Giebichensteinbrücke entschärfen. Man kann auch die versuchen Teile der Innenstadt zu schützen.

    #117047

    Und man kann einfach mal drauf verzichten, die vollkommen obsolete Schleife um die ohnehin hinfällige alte Eissporthalle und den Rummel zu ziehen. Es gibt hierfür 0 Gründe.
    Dann kann der Damm gebaut werden, und es gibt praktisch keinen Widerstand.

    #117063

    @Kenno
    Meinst du bei den 30 cm dieses Vorhaben?

    http://region-hannover.bund.net/themen_und_projekte/stellungnahmen/wasser_gewaesser_hochwasserschutz/hochwasserschutz_in_hannover_und_ihme_abgrabung/

    Dies passierte m.W. an einem Engpass. Für einen vergleichbaren Effekt müsste man also irgendwo um die Giebichensteinbrücke ansetzen.

    Ja,ich meinte die 30 cm in Hannover.
    Natürlich haben wir uns in den vergangenen 100 Jahren in Halle nicht nur mit dem Bau der Giebichensteinbrücke aus Beton (Betonkrebs) viele Engpässe besonders in der Höhe des Stadtgebietes in das Flußbett der Saale eingebaut, die nun erstmalig mit dem Hochwasser 2013 zur Auswirkuung gekommen sind.
    Wünschenswert wäre natürlich eine neue Giebichensteinbrücke mit einem größeren Durchlaßquerschnitt, aber daran denkt wohl bisher Niemand. Jetzt soll ja erst in den nächsten Jahren eine Betonsanierung stattfinden.
    Da die Modellrechnungen immer nur für 1 km Flußlauf berechnet werden, ist es meiner Meinung wichtiger, zunächst in Höhe des Altstadtgebietes anzusetzen.
    So scheint mir die naheliegenste Ursache für die Flutung der Klaustorvorstadt und des Glauchaer Platzes u.a. auch die Kappung der Gerbersaale (Nichtnutzung des vollen Querschnitts der Klausbrücke)und die gut gemeinte Erhaltung der Altgewölbe bei der Sanierung mehrere Brücken zu sein( wie u.a. Klausbrücke, Schwarze Brücke ).
    Auch sollte man vor der Inangriffnahme der Sanierung der Pfälzer Brücke einen Neubau ohne Bögen prüfen.
    Ferner sollten in die Rechnungen einfließen, ob man die verwaiste Verrohrung des Kotgrabens maximal vergrößern kann.
    Dies sind nur einige Ansatzpunkte, die aber sicher noch nicht vollständig sind.

    #117069

    Dies sind nur einige Ansatzpunkte, die aber sicher noch nicht vollständig sind.

    Aber ein guter Beginn! Jetzt mal VdI, VbI, IHK und weitere ran. Öffentlichkeitsarbeit machen und nicht nur die Mitgliedsbeiträge in Meetings absitzen. Wenn dann noch die Stadträte in die Puschen kommen und entsprechende Anträge formulieren, dann wird alles gut.

    #117083

    So ist es und wenn @heiwu, abgeleitet aus der Genehmigung der ersten 400 m endlich begreift, dass damit von Süden her die Richtung des neuen Zweizonen-Deiches vorgegeben ist, dann kann alles noch viel schneller gehen.
    Es ist unbegreiflich, dass an dem Gimritzer Damm-Projekt im Vergleich zum Eisdom, wo bei fast gleicher Investsumme nur 2 Monate Bauzeit benötigt wurde, so viel Zeit vergeudet worden ist.

    #117086

    Wo ist denn saaleaufwärts der Beginn des Kotgrabens und kann da Saalewasser durchfließen?

    #117087

    @Kenno: Du bist der Ansicht, der Plan habe sich geändert, und es wird nun die Geradeaustrasse gebaut?
    Wär ja fein, aber wir werden erst mal lieber in die Akten sehen, als in die Glaskugel.

    Und Plangenehmigungsverfahren mit der Genehmigung eines Teilstückes ist doch, salopp gesagt, etwas unorthodox ?

    #117090

    Auch Autobahnen werden regelmäßig nur scheibchenweise gebaut.

    #117099

    @hei-wu,
    an die Geradeausvariante glaube ich nach Veröffentlichung eines Planes in der Wochenendausgabe der MZ nicht. Dort taucht eine Deichunterbrechung bei der Abwasserpumpanlage auf und man spricht dort von einer 55 m langen Hochwasserschutzwand.
    Dies muß uns erst einmal genauer erläutert werden.
    @wolli,
    die Verrohrung des Kotgraben soll und muß südlich des Lührmann-Kaufhauses oberhalb der Stadtschleuse beginnen und Saalewasser als Bypass zur Hauptsaale geregelt oder ungeregelt führen. So hat man mir das mal von der unteren Wasserbehörde der Stadt gesagt.

    #117105

    Ursache ist das gute Gimritz, das mitten im Überflutungsgebiet liegt, das seltsamer Weise aber nie zur Disposition gestellt wird. Retentionsraum ohne Ende.
    Alle anderen dürfen,je nach dem wer schreibt, mal abs…. .

    #117116

    Oh, ich bin heilfroh, dass ich nicht am Robert-Franz-Ring oder in einer vergleichbar niedrig gelegenen Gegend wohne. Das nächste „Jahrhunderthochwasser“ kommt, auf den neuen Gimritzer Damm kann man dann noch ordentlich Sandsäcke stapeln und sich „wundern“, dass die Leute anderswo absaufen wie noch nie. Aber egal, bis dahin ist Halle-Neustadt sicherlich Gesamtdenkmal und gehört verteidigt bis der Arzt kommt.

    #117150

    @redhall: Gimritz liegt als historische Siedlung zwar „im“ Überflutungsgebiet, ist aber keins. Komisch? Dann sieh Dir mal die Nordseeinseln an.
    Die stehen merkwürdigerweise auch nicht zur Disposition.
    Zur Disposition steht auch nicht der Polder Halle-Neustadt, wohl aber der Trümmerhaufen alte Eissporthalle, für den es bereits dreifachen Ersatz in hochwassersicherem Gebiet gibt. Aber irgendwie klebt jemand neurotisch an dieser Schleifenlösung, während die nicht unberechtigten Einwände der Altstadtbewohner als „Einzelinteressen“ abqualifiziert werden. Nun untersuche mal die Lage, und denk mal darüber nach, wo das Einzelinteresse liegt.

    #117217

    Einen effektiven Hochwasserschutz für Halle gibt es erst, wenn alle Fließhindernisse beseitigt sind. Dazu gehören Saline, Gut Gimritz, Peißnitzhaus, Eissporthalle, Bebauung der Talstraße, Giebichensteinbrücke und Felsen an der Einengung Giebichenstein.
    Wer daran zweifelt, schaue sich das bitte einmal in GoogleMaps an.

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