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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 6 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 6 Monate, 1 Woche.

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  • #307390

    Am. 2.Februar vor 75 Jahren kapitulierte die Wehrmacht in Stalingrad, in Russland wurde groß gefeiert, auch die MZ widmete diesem Tag einen Artikel:
    https://www.mz-web.de/halle-saale/-die-waren-dann-tot–sinnloser-befehl-liess-hallenser-den-zweiten-weltkrieg-ueberleben-29600726

    Auch ein sehr bekannter Hallenser, der Chirurgieprofessor Karl-Ludwig Schober, vor allem bekannt durch den Bau einer Herz-Lungen-Maschine ging als Sanitätsoffizier der Wehrmacht in Stalingrad in russische Gefangenschaft.
    Über seine Gefangennahme und die Jahre in der Gefangenschaft, hat er nach seiner Heimkehr in Halle 1949/50 einen Bericht geschrieben, der sich dank einem erstaunlichen Gedächtnis, seiner scharfen Beobachtungsgabe und seiner großen Begabung für die deutsche Sprache von anderen Berichten positiv abhebt. Der Bericht konnte erst 1995 veröffentlicht werden:
    Karl Ludwig Schober „Stalingrad – Befreiung in Gefangenschaft“
    ISBN 3-89383-075-8

    #307392

    Bitte benutze nicht das Wort Jubiläum, die MZ macht das auch nicht.

    #307395

    Okay, geändert.

    #307402

    Es muss furchtbar gewesen sein. In einem Dokumentarfilm sah ich, wie deutsche Wehrmachtsangehörige sich an nach Deutschland startende Flugzeuge klammerten, um zu entkommen. In dieser klirrenden Kälte, ein aussichtsloses Unterfangen, aber so verzweifelt waren sie. Beteiligte haben mir diese Tatsachen bestätigt.

    #307407

    furchtbar war vor allem der Krieg und der faschistische Überfall zunächst auf Polen, später auch auf die Sowjetunion. Allein in Weißrussland ist ein Viertel der Gesamtbevölkerung durch diesen faschistischen Angriffskrieg umgebracht worden.

    Ich finde es traurig und beklemmend, dass das vereinigte Deutschland immer noch keinen geeigneten Feiertag hat, um dieses Verbrechens adäquat zu gedenken. Der 8. Mai läuft ja bedauerlicherweise unter ferner liefen.

    #307859

    Deutschland besitzt nicht mal die Würde, eine Delegation nach Wolgograd zu schicken, obwohl dort jeder Quatratmeter mit deutschen Blut getränkt ist.

    Und die rechte Geschichtsschreibung besteht darauf, das nicht kapituliert wurde. Die Wehrmacht hat die Waffen gestreckt.

    #307860

    Geschichtsklitterung!
    Die Deutschen, deren Blut dort geblieben ist, sind in den allerwenigsten Fällen da freiwillig hin.

    Und —
    Auch russisches, ukrainisches, tatarisches … Blut!

    #307866

    Hitler erwartete von Paulus, dass er sich erschießt, was dieser zwar nicht tat, aber er verweigerte die Unterschrift zur Kapitulation. Vermutlich auch um seine Familie vor dem Zorn Hitlers zu schützen.
    Eigentlich hätten die Russen doch die Angriffe nach der Einkesslung der 6.Armee einstellen können, die Soldaten wären im Winter massenweise verhungert, denn eine ausreichende Versorgung von über 200 000 Mann war mit der Luftwaffe nicht möglich.

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