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  • #425668

    Also wenn wir bei Systemfrage sind, dann komme ich ohnehin nicht mehr mit. Seit Jahrzenten ist bekannt, dass nicht erneuerbare Energieträger endlich sind und ihre Förderung mit steigenden Kosten verbunden ist. Die Energiewende wurde aus idelogischen Gründen verschlafen. Stattdessen wurde Gas aus Rußland in erheblicher Menge importiert und Öl aus Kopf-Ab-Staaten. Nun beschwert man sich über die Folgen dieser falschen politischen Weichenstellung und dabei sind ausgrechnet diejenigen am lautesten, welche die FOlgen hauptsächlich zu verantworten haben.

    #425669

    uf meine diesbezügliche Frage hat mir unser hallescher MdB Karamba Diaby(SPD)
    heute folgendes geschrieben:
    „Ich unterstütze – wie auch Kanzler Scholz – die Pläne von Robert Habeck, zwei der drei verbliebenen Atomkraftwerke als Notreserve auch über den Jahreswechsel hinaus zur Sicherung der Energieversorgung bereitzuhalten.“

    Er hat danach noch einen weiteren Satz geschrieben:
    „Der grundsätzliche
    Ausstieg aus der Atomenergie ist für mich jedoch unumkehrbar und ich habe
    erfreut zur Kenntnis genommen, dass dies auch beim CDU-Bundesparteitag
    offensichtlich großer Konsens war.“

    #425672

    B2B

    Die Energiewende wurde aus idelogischen Gründen verschlafen.

    Hätten man den Umstieg auf Sonne, Wind und Wasserstoff schon vor zehn Jahren innerhalb kurzer Zeit zu 100% ohne Brückentechnologie umgesetzt, hätten wir schon seit Jahren unbezahlbare Strompreise und die deutsche Wirtschaft würde im internationalen Wettbewerb auf Grund zu hoher Energiekosten nicht mehr stattfinden.

    #425675

    Die Energiewende wurde aus idelogischen Gründen verschlafen.

    Hätten man den Umstieg auf Sonne, Wind und Wasserstoff schon vor zehn Jahren innerhalb kurzer Zeit zu 100% ohne Brückentechnologie umgesetzt, hätten wir schon seit Jahren unbezahlbare Strompreise und die deutsche Wirtschaft würde im internationalen Wettbewerb auf Grund zu hoher Energiekosten nicht mehr stattfinden.

    Ihre Behauptungen entsprichen nicht den Tatsachen und sind wie so oft eine dreiste Lüge. Würde man schon vor 10 Jahren auf Stand heute sein – mit einem Anteil von fast 50 % an den Erneuerbaren – bräuchten wir weniger Gas und bräuchten keine spekulatiben Mondpreise zu bezahlen.

    #425677

    B2B

    Ihre Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen und sind wie so oft eine dreiste Lüge.

    Sie werden es nie verstehen!
    Schauen Sie sich doch einmal die Tages- Monats- und Jahresganglinie im Stromverbrauch an.
    Wollen Sie den gesamten Stromverbrauch zu jeder Stunde mit Wind und Sonne abdecken, brauchen Sie für die Abdeckung der Spitzenlast riesige Kapazitäten, die den Großteil der Zeit abgeregelt werden. Abschreibung und Wartungskosten für Wind und Solar fallen auch an, wenn die Dinger still stehen. Die produzierte kWh wird also extrem teuer.
    Gleichen Sie die Fluktuation mit Wasserstoff aus, müssen Sie die zusätzlichen Kosten für Wasserstoff auf die Stromkosten draufschlagen.
    Haben nicht alle Staaten einen gleichartigen Übergang weg von den Fossilen, haben die Early Birds dramatische Wettbewerbsnachteile.
    Nicht alles, was Sie nicht verstehen, ist sofort eine Lüge.

    #425678

    Ja, Diaby, hat auch folgenden Satz geschrieben:
    „Der grundsätzliche
    Ausstieg aus der Atomenergie ist für mich jedoch unumkehrbar und ich habe
    erfreut zur Kenntnis genommen, dass dies auch beim CDU-Bundesparteitag
    offensichtlich großer Konsens war.“

    Ich habe diesen Satz nicht angehängt, weil dazu weder etwas beschlossen noch darüber gesprochen wurde, nur Merz betonte, dass er an dem grundsätzlichen Abschied von der Kernenergie festhält. Wenn der Parteivorsitzende etwas sagt, ist es aber noch lange kein Konsens der gesamten Partei wie Diaby behauptet.
    Im Übrigen geht es jetzt gar nicht darum, sondern nur über das vorläufige Weiterlaufen der 3 AKW und da ist Diaby mit Scholz/Habeck dagegen und ich mit meiner gesamten Partei dafür.

    #425680

    Mag ja alles sein, aber es ist halt ziemlich sinnlos, zu versuchen, hier zwischen den großen bürgerlichen Parteien zu polarisieren. Und in Merz, so erinnere ich mich noch, hattest du doch, wie viele Ost-CDUler, so große Hoffnung gesetzt?
    Hab Dir schon damals gesagt, dass Ihr enttäuscht sein werdet. Und jetzt sage ich nicht mal Ätsch, denn Merz mag ich aus vielen anderen (sozialpolitischen) Gründen auch nicht.

    #425681

    Ihre Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen und sind wie so oft eine dreiste Lüge.

    Sie werden es nie verstehen!

    Schauen Sie sich doch einmal die Tages- Monats- und Jahresganglinie im Stromverbrauch an.

    Wollen Sie den gesamten Stromverbrauch zu jeder Stunde mit Wind und Sonne abdecken, brauchen Sie für die Abdeckung der Spitzenlast riesige Kapazitäten, die den Großteil der Zeit abgeregelt werden. Abschreibung und Wartungskosten für Wind und Solar fallen auch an, wenn die Dinger still stehen. Die produzierte kWh wird also extrem teuer.

    Gleichen Sie die Fluktuation mit Wasserstoff aus, müssen Sie die zusätzlichen Kosten für Wasserstoff auf die Stromkosten draufschlagen.

    Haben nicht alle Staaten einen gleichartigen Übergang weg von den Fossilen, haben die Early Birds dramatische Wettbewerbsnachteile.

    Nicht alles, was Sie nicht verstehen, ist sofort eine Lüge.

    Es ist eine ausgeprägte Stärke von Ihnen, nur Schall und Rauch zu schreiben.

    „Haben nicht alle Staaten einen gleichartigen Übergang weg von den Fossilen, haben die Early Birds dramatische Wettbewerbsnachteile.“

    Diese These hatte VW etwa eine gante Weile bei den E-Autos. Da musste erst ein Tesla her, um die wohlgefälligen Herrschaften aus dem Schlaf zu wecken.

    „Abschreibung und Wartungskosten für Wind und Solar fallen auch an, wenn die Dinger still stehen. Die produzierte kWh wird also extrem teuer.“

    Die Stromgestehungskosten von Windenergie (Onshore) sind geringer als die von Atomenergie.

    „Gleichen Sie die Fluktuation mit Wasserstoff aus, müssen Sie die zusätzlichen Kosten für Wasserstoff auf die Stromkosten draufschlagen.“

    Ist auf jeden Fall nachhaltiger, wenn mit Erneuerbaren erzeugt,

    „Wollen Sie den gesamten Stromverbrauch zu jeder Stunde mit Wind und Sonne abdecken, brauchen Sie für die Abdeckung der Spitzenlast riesige Kapazitäten, die den Großteil der Zeit abgeregelt werden.“

    Wenn der Russe kein Gas liefert und der Saudi kein Öl, wäre ebenso Schicht im Schacht mit Spitzenlast.

    Und Sie verstehen leider das zentrale Problem ganz und gar nicht: Gerade die generelle Reduktion des Bedarfs an Strom und Wärme ist die wichtigste Stellschraube der Energiewende, die sowohl Veränderungen im Konsumverhalten als auch in der Planung neuer Gebäude und Infrastrukturen beinhaltet.

    #425683

    Auch wenn ich h kein radikaler Gegner von Kernenergie bin, müssen wir mal festhalten, dass in den letzten 40 Jahren drei bislang für völlig unmögliche Fallkonstellationen zur Katastrophe führten bzw im letzten Fall hochwahrscheinlich führen könnten: unzuverlässigen Mitarbeiter (Tschernobyl, Kernschmelze), Erdbeben und Tsunami (Fukoschima, Kernschmelze) und Krieg in Europa (Saporischschja, drohende Kernschmelze, wenn dort der Strom ausfällt).
    Von einer fraglichen Versorgungssicherheit ( wo kommt der Brennstoff her?) mal zu schweigen.

    #425703

    „Saporischschja, drohende Kernschmelze,“
    Meines Wissens gibt es mindestens 13 Havariesysteme, die eine Kernschmelze verhindern.
    Ich durfte sie mal auswendig lernen, wie Borhavariesystem.

    #425704

    B2B

    Diese These hatte VW etwa eine gante Weile bei den E-Autos. Da musste erst ein Tesla her, um die wohlgefälligen Herrschaften aus dem Schlaf zu wecken.

    Ab 2021 sind die Verkaufszahlen für E-Autos erstmalig nach oben geschossen. VW, Renault hatten welche im Angebot. VW und Kollegen haben alles richtig gemacht. Warum vorher e-Auto produzieren, die keiner kauft?

    Die Stromgestehungskosten von Windenergie (Onshore) sind geringer als die von Atomenergie.

    Theoretische Stromgestehungskosten bei angenommener mittl. Betriebsdauer haben mit dem Strompreis an der Steckdose bei jeweiligem Energiemix nichts zu tun. Hat auch Habeck nicht verstanden.

    Und Sie verstehen leider das zentrale Problem ganz und gar nicht: Gerade die generelle Reduktion des Bedarfs an Strom und Wärme ist die wichtigste Stellschraube der Energiewende, die sowohl Veränderungen im Konsumverhalten als auch in der Planung neuer Gebäude und Infrastrukturen beinhaltet.

    Da erzählen unsere Studienabbrecher in Berlin den Mütterchen im Lande, sie sollten nicht mehr duschen und sorgen gleichzeitig für einen dramatisch steigenden Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen und Umstellung der Produktionsprozesse in der Industrie in den nächsten 10 Jahren. Wenn das die Grundannahmen für die mittel- und langfristige Planung der Versorgungssicherheit sind, dann steuern wir zielgerichtet auf die rotgrüngelbe Katastrophe.

    #425705

    Sie lassen schon wieder nur heißen Dampf ab.

    Die Verkaufzahlen für E-Autos sind nicht erst seit 2021 nach oben geschnellt:

    https://bit.ly/3QHxNvh

    Die Stromgestehungskosten ergeben sich aus den Kapitalkosten (inklusive der Finanzierungskosten von Fremdkapital), den fixen und den variablen Betriebskosten, ggf. den Brennstoffkosten sowie der angestrebten Kapitalverzinsung über den Betriebszeitraum. Wenn dann noch erheblich andere Kostenabweichungen zwischen den Ernergeiträgern an der Steckdosen kommen, wäre noch Raum für Wettbewersregulierung.

    Die Stromkosten für ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe liegen im bundesweiten Durchschnitt rund 39 % unter den Gaskosten. Ihr Einwand ist daher Schall und Rauch.

    #425719

    Die angestrebte Kapitalverzinsung ist Teil der Kapitalkosten (deshalb heißen sie ja so), die Brennstoffkosten sind variable Betriebskosten. Mit solchen Taschenspielertricks, Kosten dann „ggf.“ doppelt anzusetzen, kann man sich so manche Vergleichsrechnung auch schön rechnen.

    Die 39% günstigeren Stromkosten würde ich gern mal mit einer Quelle belegt sehen. Nichtsdestotrotz gibt es ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe nicht im Ein-Euro-Laden am Wühltisch.

    Wirtschaftlicher Unverstand und Dünnschiß wo man nur hinschaut. Kopfschüttel.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Wochen von rugby.
    #425721

    In Halle wird am Gebäude des ehemaligen Energiekombinates Halle am ehem Thälmannplatz mit einem großflächigen Wandbild für die friedliche Nutzung der Kernenergie geworben, am Gebäude des Energiekombinates bedeutet nur den Betrieb von Kernkraftwerken.
    Noch hat niemand von den rotgrünen Kernkraftwerksgegnern die Abnahme und Einlagerung dieses Kunstwerkes des Spaniers Renau gefordert.

    #425733

    Die Stromkosten für ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe liegen im bundesweiten Durchschnitt rund 39 % unter den Gaskosten. Ihr Einwand ist daher Schall und Rauch.

    Tolle Sache. Wer hat „ein effizientes Heizsystem mit Wärmepumpe“? Und wo kommt die zusätzliche Energie im Winter her? AKW und fossile sind ja böse und am besten morgen abzuschalten.

    Aber um fair zu sein, wer sich aktuell ein Haus leisten kann, der kann sich wirklich locker die Wärmepumpe leisten. Der hat auch einen Tesla für den Preis eines kleinen Eigenheims.

    #425755

    Solarenergie gibt es auch im Winter nicht unendlich, und auch der Wind bläst nicht auf Befehl.
    Nicht umsonst wurde die Energieversorgung auf Kohle umgestellt!

    #425758

    Die Deutsche Welle ist der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und Mitglied der ARD. Wer die Beiträge substantiell infrage stellen will, muss mehr liefern als nur nicht belegte Behauptungen.

    Alle von Dir zitierten Anstalten produzieren Sendungen in denen z. B. E-Mobilität ohne jede wissenschaftliche Basis diskreditiert wird. Warum? Vermutung: Das schafft Einschaltquoten. obwohl es falsch und unhaltbar ist. Warum soll es bei Kernkraft anders sein. Deutschland ist das Land, in dem seit Jahrzehnten bereits in der Schule vermittelt wird, das Kernkraft „böse“ ist – das ist eine Ursache des Problems. Hier muss Aufklärung und eine grundlegende Umorientierung stattfinden. Hier ist festzustellen: In einigen Themenbereichen erfüllen die ÖR ihren Aufrag nicht.

    #425759

    Solarenergie gibt es auch im Winter nicht unendlich, und auch der Wind bläst nicht auf Befehl.

    Nicht umsonst wurde die Energieversorgung auf Kohle umgestellt!

    Deswegen braucht es eines noch viel mehr als Solar und Windräder, nämlich „Infrastruktur“ inkl. Speicher. Viele, viel Speicher.

    Ich finde es auch spannend, dass man bei klassischen Energieträgern, vor allem AKW, alle möglichen Kosten in den Strompreis einrechnet. Beim Ökostrom rechnet man nötige Überkapazitäten, Abschaltungen, Reservekraftwerke und Speicher nicht mit ein.

    #425760

    Mal semi thematisch
    https://www.golem.de/news/ethereum-merge-besser-aber-immer-noch-weit-weg-von-gut-2209-168302.html

    tl;dr:
    Eine u.a. Cryptowährung kann (ggf.) mal eben mit einem „Update“ 0,2% des Weltweiten Strombedarfs senken.

    Bissel was für Statistikfans:
    digiconomist.net/ethereum-energy-consumption

    #425782
    #425787

    Jetzt übernimmt wieder die Treuhand die Betriebe im Osten, das macht Hoffnung! Alles im grünen Bereich.

    #425789

    B2B

    Die Stromgestehungskosten ergeben sich aus

    Jetzt lesen Sie mal den Unterschied zwischen Stromgestehungskosten und Strompreisbildung für den Kunden nach, dann können wir weiter diskutieren.

    Unsere Freunde In Griechenland haben uns zum Abschied alle einen warmen Winter gewünscht.

    #425792

    B2B

    Sie lassen schon wieder nur heißen Dampf ab.

    Die Verkaufzahlen für E-Autos sind nicht erst seit 2021 nach oben geschnellt:

    Tesla hat 2020 500.000 Fahrzeuge ausgeliefert, VW 9,3 Millionen. Glauben Sie mehr, Tesla hätte 2020 auch gerne mehr verkauft, es gab nur nicht ausreichend Käufer für Elektroautos.

    Ihre Küchenmathematik produziert nur heißen Dampf.

    #425837

    B2B

    World Economic Forum hat Zahlen zu den Stromkosten im Netz (grid level system costs) veröffentlicht. 2 Tabellen mit Vergleich US und UK im Text. Leider von 2020, die hohen Gaspreise 2022 dürften eine Verschiebung von Gas zu Kohle/AKW bewirken.
    https://www.weforum.org/agenda/2020/07/nuclear-power-energy-transition/

    #425854

    Das SfK, wie unser Wirtschaftminister in Sozialkunde, in der Schule nur geschlafen hat, hier noch mal wiki: Der Energieerhaltungssatz drückt die Erfahrungstatsache aus, dass die Energie eine Erhaltungsgröße ist, dass also die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Energie kann zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärmeenergie.

    Also nichts mit erneuerbar!

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