Startseite Foren Halle (Saale) Industriebrachen am Böllberger Weg sollen neues Wohngebiet werden

Dieses Thema enthält 101 Antworten und 22 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Schollek vor 3 Jahre, 8 Monate.

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  • #137229

    Also ich weiß nicht ob es noch ein Kleingartenthread hier im Spektrum gibt – wenn ja, dann gehört die Diskussion der letzten Beiträge auf jeden Fall dahin 😉
    Ja, es sind auch Kleingärten betroffen, aber es geht um ein Areal, an dem die Kleingärten eher einen kleinen Anteil ausmachen. Das kann man sehen wie man möchte – ein Konzept für die vorhanden, vom Verfall bedrohten Gebäude und die aufgegebene Sportfläche zu finden halte ich jedoch für absolut zu befürworten.

    Zudem finde ich, dass das vorgelegte Konzept sehr wohl deinem Zitat folge leistet. Momentan ist weder „eine Verbesserung der Wegebezüge“ und ein „Ausbau der im Ansatz vorhandenen Erholungs- und Freizeiteinrichtungen“ möglich gemacht, noch ist eine „Neuordnung und Umnutzung der damals noch vorhandenen Gewerbeflächen“ zu „durchaus attraktiven Nutzungsangeboten“ erreicht worden.

    Diesem Bereich wieder mehr Attraktivität einzuhauchen – auch durch den Ausbau des Radwanderwegs – finde ich erst einmal löblich. Und da wie gesagt das Geld nicht auf den Bäumen wächst (und auch nicht im Kleingarten), ist dies wohl nur durch entsprechende „geldbringende“ Gesamtkonzepte möglich. Klingt blöd, ist aber so.

    Nochmal die Frage: das Gebiet verfallen zu lassen ist die Alternative?

    #137232

    @geraldo,
    das werde ich dir nicht auf die Nase binden, sonst wachst du noch mit dem Hubschrauber über den Zustand unsere Anlage.

    Ich bin kein Immobilienhai. Und Hubschrauber ist mir zu teuer, Drohne auch.

    Bei der leer stehenden Kleingartenanlage am Böllberger Weg lagen aber andere Gründe vor.

    Und welche?

    #137243

    @ geraldo
    Bei der leer stehenden Kleingartenanlage am Böllberger Weg lagen aber andere Gründe vor.

    Und welche?

    Natürlich die Bebauung.:-( Und diese Kleingärten fehlen jetzt bestimmt. Dazu der Artikel der MZ (nur online)
    http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/trend-grosse-nachfrage,20640778,28408002.html

    #137313

    @wunderlich: der verlinkte Artikel macht es aber deutlich: Gartenanlagen sind nur da voll besetzt, wo es lukrativ ist – am Stadtrand hingegen schwindet das Interesse. Es ist nachvollziehbar, dass gerade innerstädtische Bereiche gefragt sind. Aber gerade da liegt meiner Meinung nach das Problem, auch wenn es hart klingt:
    Dem Kleingärtner, der vor allem am Wochenende sein Domizil bezieht, ist die Strecke bis an den Stadtrand eher zuzumuten, als dem potentiellen Bewohner, der diese sonst tagtäglich zur/von der Arbeitsstelle pendeln muss. Anders gesagt: es ist m.E. erstrebenswerter, Grundsteuer-zahlende Bevölkerung in die Stadt zu holen, statt sie mangels Optionen in den umliegenden Saalekreis zu verbannen.

    Das klingt hart, aber ist aus Sicht der Stadt wohl das Beste…

    #137676

    @wunderlich: der verlinkte Artikel macht es aber deutlich: Gartenanlagen sind nur da voll besetzt, wo es lukrativ ist – am Stadtrand hingegen schwindet das Interesse. Es ist nachvollziehbar, dass gerade innerstädtische Bereiche gefragt sind. Aber gerade da liegt meiner Meinung nach das Problem, auch wenn es hart klingt:
    Dem Kleingärtner, der vor allem am Wochenende sein Domizil bezieht, ist die Strecke bis an den Stadtrand eher zuzumuten, als dem potentiellen Bewohner, der diese sonst tagtäglich zur/von der Arbeitsstelle pendeln muss. Anders gesagt: es ist m.E. erstrebenswerter, Grundsteuer-zahlende Bevölkerung in die Stadt zu holen, statt sie mangels Optionen in den umliegenden Saalekreis zu verbannen.

    Das klingt hart, aber ist aus Sicht der Stadt wohl das Beste…

    Kleingartenanlagen sollen auch und insbesondere für sozial Schwache nutzbar sein.

    #137677

    Es gibt genügend Gartenanlagen in Halle.

    #137714

    Kleingartenanlagen sollen auch und insbesondere für sozial Schwache nutzbar sein.

    Das ist absolut richtig. Grundsätzlich sollten sie natürlich für alle da sein. Hier wird ja auch nicht diskutiert „Preise für Parzellen sollen steigen!“ oder „weg mit den Kleingartenanlagen!“ sondern wie das relative große und lukrative Areal künftig genutzt werden kann. Dass es grundsätzlich genügend Kleingartenanlagen gibt, steht glaub ich nicht zur Diskussion und der Anteil dieser Kleingartenanlage macht ein geringen Anteil am gesamten Areal aus. Ginge es, dass restliche Areal bei Erhalt der Kleingartenanlage zu nutzen, wäre das auch nicht schlecht – ein möglicher Investor wird das aber nicht akzeptieren. Und an diesem Punkt muss man sich fragen, ob man die Möglichkeit, das Gebiet zukunftsträchtig umzunutzen und ein Stück Geschichte der Stadt für ihre Bürger wieder erlebbar zu machen, deswegen verstreichen lässt…

    Bei allen Forderungen, die Stadt für Wirtschaft und Industrie interessanter zu machen, muss man das Stadtgebiet lukrativ auch in Bezug auf den nötigen, hochwertigen Wohnraum gestalten. Ich glaube nicht, dass man potentielle Bewohner lange bitten muss, ihr Geld an solch einem Standort zu investieren. Und das kommt letztlich insgesamt der Entwicklung der Stadt zugute…

    #137750

    Ich darf mal auf meinen Beitrag Nr.137147 zurückkommen, wo ich auf den bisher gescheiterten “Aufstellungsbeschluß zum Bebauungsplan Nr.96-Böllberger Weg/Saaleufer” vom 29.Mai 1996″ hinwies und nach Angaben der Stadt die Zielstellung auch heute noch so besteht, aber bisher „mangels wirtschaftlicher Interesses von Investoren bisher nicht umgesetzt werden” konnte und jetzt mit dem neuen Bebauungsplanvorschlag die Hürde der Beibringung einer Umweltverträglichkeitsprüfung genommen werden soll.
    Ich hatte bisher zu früh erwartet, dass nunmehr ein Investor ein wirtschaftliches Interesse an der Umsetzung der Zielsetzung gezeigt hätte.
    Dies ist aber nicht der Fall, sodass mit dem von der Stadt vorgelegten Vorschlag erst noch Interesse bei Investoren zu wecken ist.
    Auf den ersten Blick scheint der Gedanke, den Saaleradwanderweg vom Böllberger Weg auf die ehemalige Anschlußbahntrasse der Hafenbahn von den Tennisplätzen bis zur Hildebrand`schen Mühle und von dort wieder auf den Böllberger Weg zu lenken, sehr verlockend.
    Der Weg bis dahin dürfte aber auf den zweiten Blick nicht so einfach sein, da noch sehr viele privatrechtliche Abstimmungen mit den Anliegern zur Öffnung ihrer Grundstücke zu führen sind.
    Auch werden an eine Mitbenutzung der Fernwärmerohrbrücke der Trasse 60 über die Saale für Fußgänger und Radler zu große Erwartungen geweckt und dürften aus statischen und sicherheitstechnischen Gründen scheitern.
    Positiv sehe ich einer Wiederinbetriebnahme einer ehemaligen Fernwärmeanschlußleitung für das gesamte Bebauungsgebiet entweder von der Trasse 60 aber auch von der Trasse zur Wohnstadt Süd, welche bereits auf dem Gelände der leeren Kleingartenanlage liegt.

    Völlig unklar ist auch, wofür der neue Trassenfreihaltungsraum von 25 m beidseits der Mittelachse der Fernwärmeleitung nach Halle-Neustadt dienen soll? Doch bestimmt nicht für einen neuen 3.Saaleübergang für den Fahrzeugverkehr, zumal auf dem stadtseitigen Saaleufer -wie auf nachfolgenden Bildern zu sehen- von einer halleschen Tiefbaufirma gerade Spezialarbeiten an einer größeren Wasserleitung ausgeführt werden.

    #137775

    @halleandersaale schrieb:
    „Dass es grundsätzlich genügend Kleingartenanlagen gibt, steht glaub ich nicht zur Diskussion“

    Das wird ja gerade bezweifelt. Aber dazu müsste man einen neuen Thread aufmachen.

    PS.:Ist doch mit dem neuen Thread „Kleingartenwesen in Halle“ schon realisiert.

    #137817

    Weitere Foto-Eindrücke von den Fabrikbrachen am Böllberger Weg wie die alte Brauerei, ehemals TGA, Hildebrand´sche Mühlenwerke, aber auch Hotelbauten direkt am Ufer der Saale, die Bootsgaststätte des Ruder-Clubs Halle und eine Abwasserpumpstation.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 10 Monate von  admin.
    #137902

    Völlig unklar ist auch, wofür der neue Trassenfreihaltungsraum von 25 m beidseits der Mittelachse der Fernwärmeleitung nach Halle-Neustadt dienen soll? Doch bestimmt nicht für einen neuen 3.Saaleübergang für den Fahrzeugverkehr, zumal auf dem stadtseitigen Saaleufer -wie auf nachfolgenden Bildern zu sehen- von einer halleschen Tiefbaufirma gerade Spezialarbeiten an einer größeren Wasserleitung ausgeführt werden.

    Hallo Kenno. Hast du denn das passende pdf zu diesem Bild bzw. nähere Informationen dazu? Da sieht es doch so aus, als wäre da etwas mehr zu erkennen…

    #137911

    @halleandersaale,
    hier ist der Link zu dem Thema:
    http://buergerinfo.halle.de/vo0050.asp?__kvonr=11180&voselect=14678
    da ist es die Anlage 4, die du in der Größe von 3 MB herunterladen kannst.Vielleicht war es die Größe der pdf, die vom Forum nicht genommen wurde.

    #137974

    @kenno: Dankeschön!

    Raum für Spekulationen bleibt bei der eingezeichneten Freihaltetrasse schon. Die Abfahrt von der B80 (auf eine evtl. Verlängerung der Straße „An der Feuerwache“) gibt es ja schon 😉

    #138011

    @halleandersaale,
    aber auf der Stadtseite hat man seit der Planung und dem Bau der Fernwärmeleitung nach Halle-Neustadt Anfang der 1970´er Jahre den Anschluß an den Böllberger Weg regelrecht verschlafen.
    Hier hätte man bezüglich einer gemeinsamen Saaleüberquerung das damalige Angebot der „EVH“ zum Bau einer gemeinsamen Brücke nicht ablehnen sollen.
    Heute zeichnen sich Parallelen zu einer evtl.Ablehnung der Brückenaufweitungschance an der neuen DB-Rosengartenbrücke ab.

    #138017

    Nur Betonköpfe können sich eine Hauptverkehrsader quer durch das NSG Saaleaue und an der Rabeninsel vorbei wünschen.

    #138050

    Nur Betonköpfe können sich eine Hauptverkehrsader quer durch das NSG Saaleaue und an der Rabeninsel vorbei wünschen.

    Da gebe ich dir grundsätzlich recht. Aber vielleicht wäre diese Trasse eine Alternative zur jetzigen Hochstraße gewesen. Das Bild müsste man sich mal vorstellen…

    #138051

    Nö, aber dann nicht weiter jammern, gell?…

    #138065

    Nö, aber dann nicht weiter jammern, gell?…

    ? Worauf bezieht sich das?

    #138148

    Uff de Betonköpp …

    #138175

    Sollte es auf dem ehemaligen Sportplatz am Böllberger Weg zu einem neuen Wohngebiet kommen, dann muß die vorstehend abgebildete Kreuzung Pestalozzistraße für eine Ausfahrt nach links aus der Wohngebietsstraße bereits im Zuge des Stadtbahnprogrammes Halle „Südlicher Bereich des Böllberger Weges“ bis Ende 2017 umgebaut werden.
    Ansonsten sind für das Plangebiet nur eine Ausfahrt nach rechts (in Richtung Süden) und die Einfahrt von rechts (aus Richtung Norden) möglich. Bei Einbindung der Erschließungsstraße am Knoten Pestalozzistraße ist eine zeitliche Koordinierung mit der Straßenbahnmaßnahme zur Vermeidung nachträglicher Eingriffe in den Knoten erforderlich.

    #138367

    Dem Aufstellungsbeschluss zum neuen Wohngebiet wurde heute zwar einstimmig vom Planungsausschuss zugestimmt, aber ich habe den Eindruck, dass die Mitglieder nicht wußten, was sie da getan haben.

    #138460

    Dem Aufstellungsbeschluss zum neuen Wohngebiet wurde heute zwar einstimmig vom Planungsausschuss zugestimmt, aber ich habe den Eindruck, dass die Mitglieder nicht wußten, was sie da getan haben.

    Vielleicht ja doch. In der Summe finde ich die Entscheidung – mangels Alternative – richtig. Eine zukunftsträchtige Umnutzung vorhandener, geschichtsträchtiger Gebäude funktioniert nur mit, für Investoren lukrativen Gesamtkonzepten.
    Das sieht man ja im kleinen Maßstab auch beim Um/Neubau in der Lafontainestraße/Ecke Burgstraße. Der Versuch, das Haus zu verkaufen, ohne dass das rund 1000m² große Grundstück eine zusätzliche Bebauung erfährt schlug fehl. Erst mit zusätzlichem Neubau wurde es lukrativ. Anderenfalls hätte man auch hier das Haus dem Verfall preisgegeben…

    #138462

    @kenno
    man muß dann nur die Einfahrt, wenn sie so überhaupt bestand haben sollte, 40m nach Norden verlegen, dann klappt das schon…

    #138466

    Dem Aufstellungsbeschluss zum neuen Wohngebiet wurde heute zwar einstimmig vom Planungsausschuss zugestimmt, aber ich habe den Eindruck, dass die Mitglieder nicht wußten, was sie da getan haben.

    Planungsausschuß abschaffen, wir haben doch den Kenno.

    #138499

    Planungsausschuß abschaffen, wir haben doch den Kenno.

    Stadtrat abschaffen, es gibt ja das HalleSpektrum-Forum.

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