Startseite Foren Halle (Saale) Hufeisensee Naherholungszentrum

  • Dieses Thema hat 242 Antworten und 35 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 8 Jahre von wolli.
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  • #73433

    Na wenn es in Leipzig sogar vier statt zwei Golfplätze gibt, dann gibt es doch noch zwei Gründe mehr, hier keinen zu bauen.

    Warum muss denn immer alles in eine künstliche Klischeelandschaft verwandelt werden? Es ist ja noch ein Unterschied, ob eine Landschaft parkähnlich gestaltet ist oder ein Golfplatz. Parkanlagen müssen nicht künstlich bewässert werden und auch den Rasen muss man nicht jeden tag mähen. Tiere können sich immernoch viel natürlicher verbreiten als auf einem toten Golfplatz.

    Wozu ein Golfplatz???

    #73435

    Ach Salat warum reißen wir nicht den Erdgassportpark oder die restlichen Sportanlagen in Halle ab, die Fussballer, Handballer, Basketballer oder sogar Eishockeyspieler können doch nach leipzig in ein anderes Bundesland fahren um Ihrem Sport nachzugehen, die haben doch in Leipzig auch ein Stadion und Ballsporthallen, brauchen wir doch in Halle nicht zu haben.
    Bibliotheken und Museen gibts in Leipzig auch können wir in halle auch verzichten die die sowas nutzen wollen können auch nach Leipzig fahren.

    also nen Golfplatz als „tot“ zu bezeichnen zeugt von extrem viel Sachverstand.

    #73443

    Na dann lass’ uns doch mal vergleichen, wieviel Raum ein Stadion oder eine Sporthalle (oder ein Museum oder eine Bibliothek) verbrauchen und wieviele Menschen selbige nutzen, und was davon für einen Golfplatz zutrifft.

    Und hektarweise kahlgeschorener Rasen würde ich kaum als intaktes Ökosystem bezeichnen.

    #73455

    Ich möchte nach den abschweifenden Diskussionen mal zusammenfassen:
    Das jetzt so geplante Sport-und Freizeitzentrum am Hufeisensee steht und fällt mit der Sicherung einer dauerhaften Standfestigkeit der Tonschicht auf der ehemaligen (Gift)-Mülldeponie Kanena.
    Da weder die Stadt noch die LMBV noch der Investor eine Garantie dafür abgeben können, dass durch die noch nicht gesetzlich genehmigte Bebauung der Deponie dauerhaft kein Oberflächenwasser durch Beschädigung der Schutzschicht in das Innere der Deponie eindringen kann und es dadurch zur Bildung und Austritt von giftigen Gasen insbesondere von giftigen Kohlenwasserstoffen (Methan) und Kohlendioxyd als Folge von Zersetzungsprozessen sowie das Eindringen von giftigen Sickerwasser in den gesamten Hufeisensee kommen kann und Niemand für die Folgeschäden aufkommen will und kann, müssen die weiteren Arbeiten an dem Vorhaben sofort gestoppt werden!!

    #73458

    Mirror

    @kenno Volle Zustimmung!
    Da die Verantwortlichen das Risiko schon lange kennen, sollten sie erst eine Lösung erarbeiten und dann voranschreiten oder das Projekt stoppen. Immer die Hoffnung, es wird schon gut gehen, führt nicht weiter. Im Gegenteil, das ist unprofessionell und unwirtschaftlich.
    Für die Bewertung des Vorhabens Golfplatz selbst, sollte man die Höhe der Förderung und die geldwerten Vorteile (z.B. Bereitstellung von Grundstücken) kennen, um sie im Vergleich zu anderen Sportarten einordnen zu können. Nur über mögliche Arbeitsplätze reden, ist da wenig hilfreich.
    Der künstlich aufgebaute Zeitdruck 2016 ist natürlich auch Nonsens! Entspringt aus der Olympiade ein neuer Gerhard Langer, gehen die Leute auch 2017 noch Golf spielen. Wenn nicht, wird es keinen Schub für die Sportart geben.
    Hinweis: Ich bin kein Gegner des Golfsports.

    #78104

    Irgendwie scheint dem Baudezernenten, Uwe Stäglin, ganz schön der Gegenwind zu seinen Planungen für den Hufeisensee um die Nase zu wehen, denn obwohl der Entwurf des Bebauungsplanes Nr.158 noch bis 23.12.2013 im Technischen Rathaus zur Einsichtnahme ausliegt, stellt er am 09.Dezember, um 19:00 Uhr im Kulturtreff am Stadion 6 in Halle-Neustadt den Plan in einer Bürgerversammlung vor.
    Da fragt man sich auch, warum tut er dies so weit entfernt vom eigentlichen Objekt und nicht Vorort in der Halle-Messe in Bruckdorf.

    #78122

    Kenno was kostet es denn einen Saal in der Messe zu buchen und was kostet es den Kulturtreff von der Rosa Luxemburg Stiftung zu buchen. Ich würd da nicht zu viel rein interpretieren. Steglin wird nach den irreführenden Veranstaltungen der Linken Handlungsbedarf gesehen haben.

    #78151

    @mcpoldy28 der Kulturtreff gehört doch der Stadt selbst, den müssen die nicht mieten.

    #78152

    @Enrico Seppelt, das war ja ursprünglich auch meine Vermutung bis ich den Verweis auf die Rosa Luxemburg Stiftung gefunden hab, aber scheinbar mieten die sich dann dort ein.

    #78164

    Na der „Verweis“ auf die Rosa Luxemburg Stiftung hat doch in der Debatte noch gefehlt.

    #78167

    Na dann gib mal bei Google den Suchbegriff „kulturtreff halle neustadt am stadion 6“ ein da kommt die RLS als erstes.
    Dann kommt irgendwann mal Eventim, Halle-Neustadt.info und die Volkshochschule Halle.
    Das da die Stadt direkt drin steckt ist so kaum zu finden.
    Ist aber am Ende sowas von egal, das wichtigste ist das Informationen über das Projekt kommen was ja viele zu interessieren scheint.

    #78168

    Dann wird Herr Stäglin den Bürgern auch erklären, wie er einen geplanten Campingplatz oder mehrere Badeanstalten ohne genehmigte Bade-und Bootfahrmöglichkdeit in und auf dem Hufeisensee wirtschaftlich betreiben will.

    #78175

    @kenno, die Stadt will keinen Campingplatz betreiben und auch keine Badeanstalten, sie schafft nur die Rahmenbedingungen damit private Betreiber diese Dienstleistungen an dieser Stelle anbieten könnnen.
    Die Genehmigungsverfahren sind doch dann Sache des zukünftigen Betreibers.

    #78186

    @Mcpoldy,
    konnte mir schon denken, dass ich mich falsch ausgedrückt habe.
    Was ist aber, wenn der Hufeisensee durch die bestehende hydraulische unterirdische Verbindung mit der giftigen Mülldeponie niemals als öffentliches Bade- und Bootsfahrgewässer zugelassen werden wird? Dann stimmen doch die Rahmenbedingungen nicht, auch nicht für die Errichtung einer Golfplatzanlage auf der abgedeckten Deponie, die als geschütztes Biotop eingestuft und zu behandeln ist.

    #78189

    Ist die Frage wieviel Wasserbewegung ist notwendig um das Wasser über die in mindestens 8 Metern tiefe Trennschicht zu verwirbeln. Die derzeitigen Badegäste und die Motorbootaktivitäten scheinen da nicht gereicht zu haben.
    Dann müssten ja aber jetzt schon Auflagen für die Taucher gelten dass sie nicht tiefer als 8 Meter runter dürfen, denn was ich so gehört hab gehen die weit unter 12 meter runter hab da auch was von 25 Metern gehört, und dort würde es ja dann wohl von der Suppe her Gesundheitsgefährdend sein.
    Was die Auflagen für die Deponie betrifft, was da so im Entwurf für den B-Plan steht ist schon recht umfangreich und auch richtig, schon alleine was die ganzen neu zu schaffenden Brutplätze für die Zauneidechsen und Behausungen für die Fledermäuse angeht ist recht umfangreich.

    #78198

    Woher nimmst du diese Zahlen von 8 Metern Trennschicht her.

    Auf das gesamte Gelände , was größer ist als die eine Deponie bei Kanena, wurde eine 2 Meter Tonschicht und darauf eine 2 Meter dickte Erdschicht aufgetragen.
    Weil das gesamte Gebiet durchlöchert wie ein Schweiter Käse war und in jedes Loch aus dem man während und nach dem krieg Kohle abgetragen hatte, dann später Müll reingekippt hatte.
    Wäre mal interessant zu erfahren, wieviel Löcher es da wirklich gibt.

    Mehr ging nicht, ohne das der entandene Druck, die darunterliegenden Dreck rausspült oder die Hänge zum rutschen bringt.

    Ich möchte von den Herrschaften und sicherlich vor allem auch die Anwohner, wollen endlich die gesamten Pläne auf den Tisch haben.
    Man ist ja jetzt bereits bei einer Hotelanalge angekommen. Was kommt als nächstes?
    Ein zweites Belantis?

    Wird Zeit das sich da verschiedene Landesämter einschalten.

    Biotop, Gewässerschutz, Deponiegelände, Vergabe, Kosten Nutzen Rechnung usw.

    #78203

    @Roshi im See ist bei etwa 8 Metern Wassertiefe eine Trennschicht darunter hat das Wasser ne andere Qualität als darüber, munkelt man zumindst.
    Ne genaue Wasseranalyse gibts glaub ich noch nicht.

    #78204

    Quatsch!

    Das einzige was da anders ist, das ab 4 Metern bereits der Grundwasserleiter kommt, der mit ziemlichen Druck aus dem Boden drückt.
    Anfang der 90ziger, als der Grundwasserspiegel noch 3-4 Meter tiefer stand, kam das kalte Grundwasser quellartig am Uferbreich aus dem Boden.

    #78206

    Fakt ist, dass der Hufi noch nicht für das Baden freigegeben ist.Es soll aber dazu noch Untersuchungen geben.
    Für Taucher ist dies unproblematisch, da sie ja Taucheranzüge und Sauerstoffflaschen tragen!
    LMBV schreibt in der Stellungnahme vom 02.05.2013:
    – 11 Grundwassermessstellen für Quartalsablesungen sind zu
    erhalten
    – die Befreiung von der Pflicht zu Nachsorgeüberwachungen
    ist beim Bergamt zu beantragen.
    – die bestehende Oberflächenabdichtung sollte durch
    evtl.Bodenprofilierungsarbeiten nicht zerstört werden.
    Vorhandene GW-bzw. Gasmessstellen müssen erhalten bleiben.
    Dies gilt ebenso für die Einrichtungen zum Gasaustrag
    aus der Deponie.
    – Evtl. ist im Bereich der Deponie mit Setzungen und
    Sackungen zu rechnen.
    Das LAGB schreibt mit Datum vom 17.04.2013:
    – Bei Errichtung des Golfplatzes sind die Bereiche der
    Deponie, die nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz bzw.§ 22
    Naturschutzgesetz Sachsen-Anhalt als geschützes Biotop
    anzusehen sind, weitstgehend von einer Inanspruchnahme
    auszunehmen.
    PS: Der untere Teil der Müllkippe soll mit dem GWL 98 in Berührung stehen.Zur Zeit steht die Deponie noch immer in der Nachsorgephase, sodass noch immer ein bestehendes Gefahrenpotential vorhanden ist.
    Und wie gesagt, sollten schlafende Hunde nicht geweckt werden.
    Auch Senken sollten nicht eingebaut werden und der tägliche Wasserverbrauch von 300 Liter für die Golfplatzbewässerung wäre Gift für die Deponie.

    #78218

    @roshi,
    deine Beobachtungen, dass ab 4 Meter bereits der Grundwasserleiter kommt, der mit ziemlichen Druck aus dem Boden drückt, erinnert mich an die Serienrutschung am Concordiasee in Nachterstedt.
    Dies läßt nichts Gutes ahnen und könnte noch erhebliche Sanierungsmaßnahmen an den Böschungen des Hufeisensees und auch besonders an der Innenhalde erfordern. Solche hohen GWL-Austritte unterhalb der Wasseroberfläche machen sich besonders durch Sandaustrittsfahnen in Ufernähe bemerkbar und können frühzeitig mittels Luftaufnahmen festgestellt werden.
    Auch Gipsaustrittsfahnen wären ein sicheres Zeichen dafür, dass aus der Mülldeponie Giftstoffe in den Hufeisensee eingetreten sind.

    #78944

    drei Stunden lang wurde heute mit den Bürgern debattiert.

    Hufeisensee: Bürger diskutieren drei Stunden mit der Verwaltung über Golfplatz

    #78947

    @Kenno: Gips? Woher soll der geologisch kommen? Zechstein liegt m.W. zu tief dort.

    #78948

    Ich habe selbst mal aus dieser Mülldeponie Schlackesteine geholt und war bis ganz unten, da liegt alles drin.

    Da behauptet jemand in der Diskussion, dass der Badestrand zur Müllhalde wird, das ist allerdings jetzt schon so und vom Umweltamt werden nach jedem Wochenende viele Säcke Müll aufgesammelt.

    #78981

    des GOLFFREUNDES argumente sind doch EIGENTORE:

    „360 Kubikmeter Wasser am Tag sind nötig..“ – mehr VERSCHWENDUNG geht wohl nicht mehr!
    vielleicht mal ein wenig über-den-tellerrand-blicken bezüglich der gängigen verfahrensweise mit SUBSTANZIELLen gütern der menschen…da wär ich eher für einen sponsoring-WATER-export-vertrag mit fukushima, die sollen dort ständig FRISCHes und SAUBERes benötigen.

    UND…

    „Auf der Anlage könnten zeitgleich etwa 20 bis 24 Golfer spielen.“ –
    auch dies ist jawohl der WITZ schlechthin! ich schlängel mich in der naturRARen innenstadt nur noch zwischen WERBEaufstellern hindurch und das dicht an dicht mit hecktisch-getrimmten-kaufrausch-menschen und neben permanent zugeparkten wegen…
    und dann möchte sich eine kleine handvoll „ELITÄRER“-leutz einen exorbitanten spielplatz für auch nur EINIGE WENIGE finanziell-ERLESENE bauen?

    WHAT THE F#*K!?

    #78984

    @roshi :
    ich stimme dir bezüglich gefahrenbedenken zu. ich hatte in der kindheit und jugend auch vielzählige erfahrungen damit.ich wie auch etliche freunde sind oft beim rumstromern am uferrand abgerutscht,mitsamt unterboden.überhaupt ist das dauerhafte abrutschen an den hängen mit besorgnis zu sehen.

    @wolli : die müllsituation verhält sich äquivalent zur würfel- oder ziegelwiese oder lehmannsfelsen und kann in der ursache nicht durchs aufsammeln vom umweltamt verbeszert werden.bleibt nunmal bei der VERNUNFTsBILDUNG, und die wird glaub ich mit einem golfplatzHOTELrundwegETC nur noch schlimmer als bisher schon
    fundamental gehemmt und gestört.

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