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Dieses Thema enthält 67 Antworten und 19 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  peterkotte vor 6 Monate, 2 Wochen.

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    Beiträge
  • #310157

    Karamba Diaby heute in der MZ:
    „Ich möchte, dass wir uns gemeinsam für einen grenzenlosen Heimatbegriff einsetzen“
    Das ist gelinde gesagt Unsinn, es mag ja Menschen geben, die die gesamte Erde als ihre Heimat betrachten, aber diese Menschen haben in Wirklichkeit keine Heimat.

    #310164

    Solange die SPD mit dafür sorgt das anderswo Menschen verrecken sind das alles nur Sprüche.

    #310166

    Vielleicht meint er „grenzenlos“ im übertragenen Sinne.

    #310179

    Ubi bene, ibi patria.

    #310180

    Heimat ist da, wo unsere Bücher sind, Wolli!

    Todo por la matria fantasia! Riosal

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #310181


    Mit diesem Lied sind wir im eingemauerten Osten groß geworden, es erklärt ein wenig, warum wir im Osten heimatbewusster sind als die im linksgrünen Milieu sozialisierten Westdeutschen.

    #310182

    Ja, Heimat hat offenbar was mit Beschränkung zu tun.

    #310183

    Immer diese Übertreibungen, wolli. Du konntest nach Polen, Tschechei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Vietnam, Kuba, UdSSR, Jugoslavien. Sicher bei einigen mit Schwierigkeiten. Vor allem das Sprichwort der Cree Indianer nach dem Lied haben es in sich, ich mag aber auch das Lied sehr.

    #310193

    küns knicken, Wollibüddel!

    Wo volle Becher klingen
    In deutscher Männer Kreis,
    Da ziemt sich’s wohl, zu singen
    Dem Vaterland zum Preis;
    So sei denn heut aufs neue
    Gegrüßt mit Liederschall
    O Lübeck, Stadt der Treue,
    Du deutscher Freiheitswall!

    In deiner Schwestern Mitten
    Da magst du treten kühn,
    Hast du dir doch erstritten
    Den Kranz von Eichengrün;
    Und die du drein gebunden
    Die rote Rosenglut,
    Sie spricht von Kampf und Wunden,
    Von edlem Heldenblut.

    Das war in alten Tagen,
    Als auf Bornhöveds Plan
    Den Dänen du geschlagen
    In Eisen angethan.
    Wie stürzten deine Knaben
    So kühn dort in den Tod!
    Wie flattert‘ hoch erhaben
    Dein Banner weiß und rot!

    Und als vor dreißig Jahren
    Die Trommel ging durchs Reich,
    Da standen deine Scharen
    In Waffen alsogleich.
    Sie haben stark gestritten
    Durch Nacht und Not zum Sieg,
    Und wer den Tod erlitten,
    Der fiel in gutem Krieg.

    Drum auf, und woll‘ in Ehren
    Ergraut, auch fürder stehn,
    Laß auf den fernsten Meeren
    Die luft’gen Flaggen Wehn,
    Und was in fremden Marken
    Ertauscht an Schätzen du,
    Das führ‘ auf tausend Barken
    Dem deutschen Herzen zn.

    Und in den Mauern drinnen
    Da wirk‘ am frommen Herd,
    Dein Sinnen, dein Beginnen
    Sei dein und Deutschlands wert:
    Dem Recht gieb freie Rede,
    Dem Edlen Schirm und Hort,
    Dem Schlechten ew’ge Fehde,
    Und: Vorwärts sei dein Wort!

    So reichet denn zur Stunde
    Die Hand‘ euch insgesammt,
    Steht fest in gutem Bunde,
    Von Lieb und Mut entflammt.
    Wo treu die Herzen schlagen
    in fröhlichem Verein,
    Da muß es blühn und tagen,
    Und Gott wird mit uns sein.

    Emanuel Geibel

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #310194

    Was macht eigentlich ein Heimatministerium so?

    #310195

    http://www.stmflh.bayern.de/ueber_uns/heimatministerium/flyer_heimatministerium.pdf

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #310199

    Heimat ist da, wo die Menschen nicht plötzlich ihre Stimme heben, nur weil ich anders klinge.

    #310205

    Es überrascht mich (or auch nicht), dass W Stauch so einen tevanchistischen Begriff verwendet.

    #310208

    @Wolfgfang Stauch, bevor du vor Sentimentalität zerfließt: Die angebliche Cree-Weissagung ist ein Fake.

    #310211

    hei-wu, nicht alles, was du bei wiki liest ist richtg. Solltest du wissen. Und Sentimental hin und her, manch Zeitgenosse weis garnicht mehr was das ist.

    #310218

    Man weiß erst was Heimat ist, wenn man sie verloren hat.

    #310224

    Heimat kann vieles sein:

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #310237

    Heimat ist da, wo die Menschen nicht plötzlich ihre Stimme heben, nur weil ich anders klinge.

    Eine treffende Definition! Ich fürchte aber, dass viele nicht mitkommen.

    #310238

    Wolli bestimmt, was Heumat ist.

    #310239

    Heumat=Rasen mähen?

    #310242

    @Cata, @gondwana: „Heimat ist da, wo man sich nicht erklären muss“. (Herder)

    Ich finde, niemand sollte sich für seine Anwesenheit rechtfertigen müssen.
    Nirgendwo.

    „Heimat“ ist ein persönlicher emotionaler Begriff, aus dessen Definition sich der Staat heraus zu halten hat.

    Meine „Heimaten“ lasse ich mir nicht von AfD-Provinzlernen vorschreiben.

    Wenn ich beispielswesie, wie jedes Jahr, in Griechenland lande, ist da das Gefühl, heim zu kommen. Und nach der Rückkehr nach Halle ist es genau so. Alles ganz einfach. Dafür brauche ich kein Ministerium.

    #310243

    Die Frage ist doch, wozu eine Regierung den Heimatbegriff braucht.
    Um mit CDU-Hilfe den halben Harz zu Grauwacke zu verarbeiten oder das Selketal mit einem Staudamm zu zubetonieren. Von idiotischen Seilbahnprojekten mal ganz zu schweigen. Mein Protest dagegen speist sich aus Liebe zu meiner Heimat.

    Aber Heimat: Der eine sieht das so, der andere so. Und Wenn ein Politiker verlogen die Heimat bemüht, dann halte ich es immer noch mit Wolf Maahn:

    „…kein Land auf das ich schwöre, wir sind Deserteure…“

    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate, 3 Wochen von  fractus.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 6 Monate, 3 Wochen von  fractus.
    #310246

    Auch der Einzelhandel bedient diesen Begriff. Mit „Aus der Heimat“ winken Fähnchen im Real,-Markt, um beispielsweise Dosensuppen mit NVA- Geschmack zu bewerben. Ok, wer’s mag..

    #310276

    Irres Lied, factus, gefällt mir. Kannte ich noch nicht. Ist das jetzt ein Widerspruch? Ich glaube nicht.

    #310280

    heiwu schrieb: „Ich finde, niemand sollte sich für seine Anwesenheit rechtfertigen müssen.Nirgendwo.“

    Unbekannte, die mein Grundstück betreten, müssen sich rechtfertigen, andere haben Grundstücke mit verschlossenen Toren, an Flughäfen und anderswo muss man mit Pass seinen Aufenthalt begründen.
    Nur in internationalen Gewässern muss man sich nicht rechtfertigen, dazu haben manche ein Boot.

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