Startseite Foren Halle (Saale) HAVAG kommen erneut Fahrgäste abhanden, 9,8 Mio Stadt-Zuschuss

  • Dieses Thema hat 71 Antworten und 20 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 5 Jahre, 2 Monaten von Anonym.
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  • #162439

    Du studierst Informatik? Dann weißt du auch, was Zahlen sind. „Hälfte“ gehört nicht dazu. Und „verlässlich“ wird beim Bachelor nicht behandelt?

    Entschuldige das ich dich damit verwirre. Leider kann ich dir die Antwort nicht auch noch vor tanzen aber:

    0 < n-Nutzer < n-Studenten/2

    Da hast du eine Menge Zahlen. Wenn du eine genaue Zahl(Singular, Germanistik oder was mit Zahlen studierst du schon mal nicht) haben willst, frag google, den StuRa oder die Havag. Die genaue Zahl gab es z.B. bei den Infoveranstaltungen zum Ticket.

    Übrigens sind solche Schranken auch recht verlässlich.

    Vor Einführung des Zwangstickets in seiner heutigen Form gab es bereits das Semesterticket-Freizeit. Für jeden. Bitte berücksichtigen!

    Stimmt, war sehr praktisch wenn man mal Mitternacht eine Vorlesung hatte.

    In Halle und Saalekreis auch? Kannst ja den wiki-Eintrag schnell noch editieren…

    Dann nimm andere Quellen(z.B. Stadt Halle), die sagen das selbe. Vielleicht gab es auch am Hindukusch ein paar weniger Einwohner, interessiert mich aber nicht die Bohne.

    #162452

    Das Lohnniveau im Westen ist vor allem bei den Tarifverträgen immer niedriger als die im Osten. Das sieht man sogar an den Renten.

    HAHA

    Hauptsache der geliebten HAVAG nur keine Kritik zu gelassen. Da kann man sogar Scheiße schreiben und hoffen dass es kein Vollidiot merkt, wa?

    Geile Scheiße 😀

    PS: Man hätte mir schon vorher schreiben können, dass der Thread nur auf Verarschung aus ist, dann hätt´ ich eher schon reagiert 😀

    #162463

    Anonym

    Übrigens sind solche Schranken auch recht verlässlich.

    Ähm, bitte wie meinen?

    Stimmt, war sehr praktisch wenn man mal Mitternacht eine Vorlesung hatte.

    Egal, ob man ohne „Plus“ damit nicht zur Vorlesung kam, man war trotzdem Kunde. Darum geht’s.

    Dann nimm andere Quellen(z.B. Stadt Halle), die sagen das selbe.

    Das stimmt. Alle sagen, wieviel am 31.12.2013 in Halle gemeldet waren. Sind da (alle) Studenten erfasst? Was ist mit den SK-Abonnenten?

    Und überhaupt: aus welchem Jahr und Zeitraum stammen die HAVAG-Zahlen? Wie wurden sie ermittelt?

    Wie gesagt, Statistik ist anstrengend. Mach dir nichts draus! Ist halt nicht für jeden.

    #162464

    @westdeutscher

    Danke, dass du dich selbst als Vollidiot bezeichnest. Gefällt mir. Müssten dann andere nicht mehr machen. 😉

    Was heißt der HAVAG keine Kritik zukommen lassen? Kritikpunkte habe ich selbst auch genannt. Fehlerfrei ist sie nicht, aber bei weitem nicht so schlecht, wie sie dargestellt wird.

    Sofern es die Fahrgastzahlen nicht hergeben muss man es auch nicht betreiben. Im Auftrag der Stadt kann die Campusbahn nicht gewesen sein, sonst würde sie heute noch bestehen, da Beförderungsvertrag. Folglich scheint sie eigenwirtschaftlich betrieben worden zu sein. Ich mag nicht, wenn meine regulären Ticketgelder dann für sowas herausgeschmissen werden.

    Im Auftrag der Stadt? Die Havag hat das Teil betrieben. Wenn über 20.000 Studenten den Spaß subventionieren, werden wohl deine regulären Ticketgelder nicht groß angepackt. Selbst im Winter war die Nutzungsquote des ÖPNV bei den Studenten bei unter 50%.
    Sowohl Campusbahn als auch Campusbus waren schon recht sinnvoll (siehe übrigens Kommentare damals bei Abschaffung der Campusbahn). Aktuell nimmt die HAVAG aber gerne das Geld von über 20.000 Studenten ohne aber im geringsten auf die Bedürfnisse einzugehen. Und ich erwarte für die in der Tat ermäßigten Tickets keinen Butler und Rotwein in der eigenen Bahn aber zumindest könnte man Taktungen anpassen und eben auch Entlastung zu den planbaren Zeiten schaffen.

    Richtig. Ich schrieb ja dass es anscheinend eigenwirtschaftlich ist und es dafür keine Gelder von der Stadt gab. Also sehen wir das doch gleich, oder habe ich einen Denkfehler?

    Wenn die MLU wenigstens für alle Fachbereiche identische Vorlesungsbeginne hätte, könnte man über solch einen Service sicherlich nachdenken. So ist die Streuung zu groß, verbunden mit dem zweiwöchentlichen Rhythmus der Vorlesungstermine. Da kann kein halbwegs guter Fahrplan erstellt werden, geschweige denn ein Personalbedarf errechnet werden.

    #162490

    Ähm, bitte wie meinen?

    Mathematik war nicht dein Lieblingsfach?

    Egal, ob man ohne „Plus“ damit nicht zur Vorlesung kam, man war trotzdem Kunde. Darum geht’s.

    Bei dem Teilsatz „51,774 Millionen beförderte Personen“ sollte dir auffallen das es nicht um die Anzahl verschiedener Nutzer geht. Ergo sollte sich eine aktive Nutzung auf diese Zahlen auswirken. Vermutlich dürfte ein Vollticketbesitzer die Bahn im Schnitt mehr nutzen als jemand der damals das Freizeitticket hatte und es bestenfalls nach der Disco mit einem eingeschränktem Fahrplan genutzt hat.

    Das stimmt. Alle sagen, wieviel am 31.12.2013 in Halle gemeldet waren. Sind da (alle) Studenten erfasst? Was ist mit den SK-Abonnenten?
    Und überhaupt: aus welchem Jahr und Zeitraum stammen die HAVAG-Zahlen? Wie wurden sie ermittelt?
    Wie gesagt, Statistik ist anstrengend. Mach dir nichts draus! Ist halt nicht für jeden.

    Offensichtlich. Statistiken müssen halt meist gedeutet werden. Eine erhöhte Nutzung des ÖPNV durch so ein „aufgewertetes“ Zwangsticket ist sicher keine gewagte Annahme. Mehr Nutzung durch eine Gruppe bei sinkenden Gesamtnutzungszahlen lässt vermuten das bei anderen Gruppen ein stärkere Rückgang zugrunde liegt. Da braucht es nicht mal exakte Zahlen. Da tun es zur Not die gemeinen kleinen Schranken, durch die sind nämlich unter Umständen Relationen Möglich.

    Richtig. Ich schrieb ja dass es anscheinend eigenwirtschaftlich ist und es dafür keine Gelder von der Stadt gab. Also sehen wir das doch gleich, oder habe ich einen Denkfehler?

    Eigenwirtschaftlich ist bei einer stark bezuschussten 100% Tochter wohl eher ein Euphemismus. Und was hat die Stadt mit der Uni am Hut? Sollte m.W. noch Landessache sein.

    Aber wichtiger, es wurde eine Zwangsticket für Studenten ausgehandelt. Nachdem man deutlich mehr Geld abschöpft stellt man dann noch die wenigen an Studenten gerichteten Angebote ein? Nicht die feine englische Art.

    Wenn die MLU wenigstens für alle Fachbereiche identische Vorlesungsbeginne hätte, könnte man über solch einen Service sicherlich nachdenken. So ist die Streuung zu groß, verbunden mit dem zweiwöchentlichen Rhythmus der Vorlesungstermine. Da kann kein halbwegs guter Fahrplan erstellt werden, geschweige denn ein Personalbedarf errechnet werden.

    Identische Vorlesungsbeginne? Hat sie doch. Jede gerade Stunde c.t. in der Kernzeit von 8-18 Uhr. Andere Startzeiten oder Zweiwöchentliche Kurse sind eher selten. Außerdem bleiben Räume da selten unbenutzt. Da gab es halt früher eine Entlastung durch Campusbahn und Campusbus. Durch die Taktung hatte man sogar Chancen zu pendeln. Bei der normalen Taktung kommt man halt nicht pünktlich von z.B. der Heide in die Stadt.

    #162491

    was die Stadt mit der Uni am Hut hat, läßt sich leicht erklären: Für jeden Bewohner der Stadt, also auch Student, gibt es eine Steuerzuweisung. Damit sollte die Stadt Halle schon ein großes Interesse haben, wieviele Studenten in ihren Mauern wohnen…

    #162501

    Anonym

    Mathematik war nicht dein Lieblingsfach?

    Du bist niedlich. Ich hebe mal die entscheidenden Wörter hervor:

    Übrigens sind solche Schranken auch recht verlässlich.

    Statistiken müssen halt meist gedeutet werden.

    Immer. Für einen Vergleich von Statistiken aus unterschiedlichen Erhebungen ist sogar noch etwa Rechenarbeit erforderlich. Darauf wollte ich nur hinweisen.

    Da braucht es nicht mal exakte Zahlen. Da tun es zur Not die gemeinen kleinen Schranken, durch die sind nämlich unter Umständen Relationen Möglich.

    Herrlich! Zur Not und unter Umständen ist möglich, dass eventuell ungenaue Schätzungen zur Fehlerhaftigkeit der nicht repräsentativen…blubb.

    #162502

    Anonym

    Für jeden Bewohner der Stadt, also auch Student, gibt es eine Steuerzuweisung.

    Leider nicht für jeden Bewohner, sondern nur für in der Stadt gemeldete. Macht ein paar Tausend Unterschied.

    #162507

    Du bist niedlich. Ich hebe mal die entscheidenden Wörter hervor:

    Was willst du mir damit Sagen? Mit dieser Schranke und der Anzahl der Studenten kann ich schon mal eine Mindestanzahl an neuen Vollticketinhabern ableiten. Hilft doch schon bei der Betrachtung.

    Immer. Für einen Vergleich von Statistiken aus unterschiedlichen Erhebungen ist sogar noch etwa Rechenarbeit erforderlich. Darauf wollte ich nur hinweisen.

    Aus Informatikersicht wäre ich mit absoluten Aussagen vorsichtig.

    Kommt auf den Vergleich und die Statistiken an. Ob für eine grob formulierte Aussage in einem Forum nun größere Berechnungen Notwendig sind wage ich zu bezweifeln.

    Herrlich! Zur Not und unter Umständen ist möglich, dass eventuell ungenaue Schätzungen zur Fehlerhaftigkeit der nicht repräsentativen…blubb.

    Ohne die exakten Werte der Mengen zu kennen sind eben manchmal Aussagen möglich und manchmal nicht.

    Umstand 1:
    A>B>C lässt die Aussage zu das A größer als C ist.
    Umstand 2:
    A>B<C lässt keine Aussage zu ob A oder C größer ist.

    Kommt das Bekannt vor?

    Um mal zu unserem Beispiel zurück zu kommen. Zum einen nehme ich mal an das die Statistik von der HAVAG halbwegs stimmt, die Zahlen also Rückläufig sind. Zum anderen nehme ich an, dass bei mindestens 9527 (siehe Studentenzahlen der Uni) neuen Volltickets und nur 361 weniger Studenten die Nutzung durch die Studenten wohl eher ansteigt. Das sollte nicht zu gewagt sein oder?

    Unter diesen Annahmen(Umständen) wäre die Aussage möglich, dass die Nutzung durch nicht studentische Nutzer stärker zurück gegangen ist als die Gesamtnutzung oder?

    Würde die Gesamtnutzung steigen wäre die Aussage nicht möglich. Würde die Nutzung durch die Studenten auch sinken, so wäre auch keine Aussage zu den sonstigen Nutzern möglich. Wenn du langeweile hast, kannst du den Spaß aber exakt ausrechnen.

    #162517

    Lieber tituliere ich mich als Vollidiot als irgendwelche Lügen zu präsentieren, um das West- Ostklischee zu bedienen und um sinkende Fahrgastzahlen und den miserablen Service zu beschönigen.

    Es gibt durchaus positive Eigenschaften der HAVAG. Das mag durchaus sein, allerdings solltest du dir klar sein, dass die für einen Fahrgastschwund nicht Verantwortlich sind und wären. Um die HAVAG Positiv darzustellen, hätte man im entsprechenden Thread eben genau das Thema erwischt, auf was manche hier hinaus wollen.

    Ein Vorschlag von mir eben… Eröffne das Thema HAVAG mit dem Titel: „We love HAVAG oder HAVAG- Romantik oder so etwas in der Richtung“. Der Rest ist hier bestenfalls Off-Topic. * 😉

    #162524

    @westdeutscher

    Leider ist der TV-N LSA nicht im Internet auffindbar. Deshalb habe ich mal ein wenig rumgefragt und telefoniert. Letztendlich habe ich ihn hier vor mir liegen. Grundlegend werde ich ihn nicht veröffentlichen, jedoch:

    Gruppe 1 in Sachsen Anhalt sagt hier: 1653,43€ zu Baden-Württemberg jetzt nicht der große Unterschied mit monatlich 1683,99€, oder? Wenn man jetzt noch hinzuzieht, wie extrem gut die Angestellten in Ba-Wü bezahlt werden sollen, wenn man es den Fachkreisen entnimmt, sollte also das Lohnniveau in anderen Bundesländern (auch westdeutschen) deutlich geringer sein. Scheint die Verdi hier gute Arbeit zu leisten. 😉 So wegen Gewerkschaftsdichte und so. 😉

    #162542

    Für die Studenten gibt es noch eine andere Theorie:

    Die Studenten in Halle fahren mit dem Semesterticket mehr innerstädtisch, weil lange Wege zwischen Quartier und Campusse. Da das Ticket im Gesamtgebiet Halle (210) und Leipzig (110) einschließlich S-Bahn S3 und X5 gilt, werden damit auch „kostenlos“ die Kultureinrichtungen in Leipzig benutzt. Umgekehrt ist der Wunsch der Leipziger, da kurze Wege – mit dem Rad erreichbar, vielleicht nicht so groß. Es wird wahrscheinlich nur eine Zahl Semestertickets geben.

    #162544

    Um mal zu unserem Beispiel zurück zu kommen. Zum einen nehme ich mal an das die Statistik von der HAVAG halbwegs stimmt, die Zahlen also Rückläufig sind. Zum anderen nehme ich an, dass bei mindestens 9527 (siehe Studentenzahlen der Uni) neuen Volltickets und nur 361 weniger Studenten die Nutzung durch die Studenten wohl eher ansteigt. Das sollte nicht zu gewagt sein oder?
    Unter diesen Annahmen(Umständen) wäre die Aussage möglich, dass die Nutzung durch nicht studentische Nutzer stärker zurück gegangen ist als die Gesamtnutzung oder?
    Würde die Gesamtnutzung steigen wäre die Aussage nicht möglich. Würde die Nutzung durch die Studenten auch sinken, so wäre auch keine Aussage zu den sonstigen Nutzern möglich. Wenn du langeweile hast, kannst du den Spaß aber exakt ausrechnen.

    Auch hier wird der natürliche Rückgang der Straßenbahnnutzer eine Rolle spielen. Die Generation Chantalle und Kevin hat weitaus später mit dem Nachwuchs begonnen, als Mutti und Vati vorher.

    #162577

    @Benedikt Dann nehmen wir doch mal das Beispiel Rennbahnkreuz -> Hauptbahnhof am aktuellen Beispiel

    Die Linienblöcke sind absichtlich getrennt, da die Linien eine unterschiedliche Versorgungsaufgabe übernehmen.

    Linie 2 11:03 11:18 11:33 11:48
    Linie 5 11:11 11:26 11:41 11:56
    Linie 10 11:07 11:22 11:37 11:52
    Linie 16 11:14 11:29 11:44 11:59

    Ich betrachte mal die Gegenrichtung:
    4 fährt um 11:04 Uhr ab, ist um 11:30 Uhr da.
    16 fährt um 11:05 Uhr ab, ist um 11:20 Uhr da.
    10 fährt um 11:05 Uhr ab, ist um 11:27 Uhr da.
    9 fährt um 11:07 Uhr ab, ist um 11:23 Uhr da.

    Es fahren also 4 Bahnen im Abstand von 4 Minuten, dann ist 12 Minuten Pause. Ein sinnvoller Takt sieht anders aus.

    Wenn ich vom Hbf zum Reileck will, dann habe ich die Wahl zwischen der 7 um 11:07 Uhr und der 12 um 11:09 Uhr. Die 12 kommt allerdings vor der 7 am Reileck an.

    Das gleiche Spiel lässt sich für die Relationen Hbf-Franckeplatz, Hbf-Marktplatz und Hbf-Steintor durchführen.

    Wenn man den Schwung Bahnen verpasst, sitzt man erstmal am Hbf rum, egal wohin man will (Ausnahme Südstadt).

    Jetzt rate mal, wann die S3 aus Schkeuditz eintrifft? Um 11:10 Uhr…

    Ein weiterer Punkt sind Verfrühungen der Bahnen, die besonders in den Abendstunden nerven, da man hier mind. 5 Minuten vor Abfahrt an der Haltestelle sein muss, um sicherzugehen, die Bahn noch zu erreichen.

    #162582

    @benedikt
    Ja, wenn du dir jedoch die Ankuftszeiten anschaust, müsste dir auffallen, dass wieder eine optimale Taktung für Neustadt hergestellt wurde, was der enorme Binnenverkehr auf dem Streckenast deutlich mehr rechtfertigt, als eine wie auch immer geartete Taktung ab Hbf.

    Eine relativ gleichzeitige Abfahrt der Linien 7 und 12 am Hbf kann ebenfalls durch die unterschiedliche Erschließungsfunktion der Linien zu rechtfertigen.
    Dass die S3 in diesem Fall wirklich ungünstig ankommt, ist ärgerlich. Im Nachtverkehr wird hierauf jedoch geachtet. Nur kann man nicht ein starres Nahverkehrssystem mit etlichen internen Anschlüssen noch zusätzlich an ein SPNV-Netz koordiniert anpassen, auch wenn das in vielen Fällen wünschenswert ist. Irgendwo muss auch IN der Stadt die Priorität liegen.

    #162633

    wow – was für eine rauer Umgangston!

    Die Rückgänge der HAVAG sind aus meiner Beobachtersicht nicht als so schlimm anzusehen, dass die gute Kinderstube einer angemessenen Diskussion verlassen werden muss.

    Den Meldungen nach gingen die Fahrgastzahlen um rund 500.000 zürück, auf das Jahr gesehen. Das sind rund 1.400 am Tag. Bei insgesamt rund 140.000 Fahrgästen am Tag! Es geht also um 1%.

    Da nur etwa 10% der Fahrzeuge mit Zählsystem ausgestattet sind, die übrigen Werte hochgerechnet werden, wird das im Bereich der üblichen Schwankungen liegen. Vereinfacht gesagt: Die Fahrgastzahlen sind auf dem üblichen Niveau geblieben. Angesichts der Großbaustellen ist das besser als ein deutlicher Rückgang.

    Ob das allerdings ein Grund ist, sich auszuruhen, sollte hinterfragt werden. Wieviel Potenzial liegt brach? Welche Anreize fehlen den Menschen und Touristen zur Nutzung? Was kann getan werden, ohne gleich die Gelddruckmaschine zu benötigen?

    Wenn die Angebotsqualität bewertet wird, dann stehen die Takte an erster Stelle. Hier steht Halle mittelmäßig da, denn der 15er Takt ist angesichts der kleinen Stadtfläche kein echter Pluspunkt. Hier kann das ähnlich große Augsburg mit einem 5-Minuten-Takt glänzen und hat gleichzeitig die aufkommenstärkste Straßenbahnstation im Land.

    Halle sollte das dichte städtische Netz besser nutzen, die Vorteile bringen allen Verkehrsträgern etwas.

    #162636

    Wenn die Angebotsqualität bewertet wird, dann stehen die Takte an erster Stelle. Hier steht Halle mittelmäßig da, denn der 15er Takt ist angesichts der kleinen Stadtfläche kein echter Pluspunkt. Hier kann das ähnlich große Augsburg mit einem 5-Minuten-Takt glänzen und hat gleichzeitig die aufkommenstärkste Straßenbahnstation im Land.
    Halle sollte das dichte städtische Netz besser nutzen, die Vorteile bringen allen Verkehrsträgern etwas.

    @radler

    grundsätzlich kann ich hier auch zustimmen, nur handelt es sich vergleichsweise hier im ein Achsennetz. Sowas geht mit einer derart verästelten Netztopografie wie Halle sie hat einfach nicht, ohne Streckenäste stillzulegen.

    Was sich Augsburg da leistet (ob man es sich wirklich leisten kann, weiß ich nicht), ist enorm und beneidenswert. Nur irgendwer muss dafür Gelder zur Verfügung stellen.

    Das Problem in Halle ist zusätzlich, dass die Nahversorgung mit Supermärkten etc in einigen Vierteln sehr hoch ist und innernstadtnahe Bereiche so nah an der Innenstadt liegen, dass auch hier kein ernsthafter Binnenverkehr stattfindet. Das kann man auch nicht mit Taktzeit bereinigen. Dazu sind die Schwellenkosten viel zu hoch.

    #162678

    Oh, wie passend zum „kundenfreundlichen“ Nahverkehrsangebot der HAV(arie)AG:
    Habe ich doch eben gerade mitbekommen, daß es keine Linie 16 mehr gibt. Diese war ja wohl als Alternative für die Baustelle Rannischer gedacht.
    Es ist natürlich völlig unmöglich, diese Linie noch eine Woche fahren zu lassen…
    Super gemacht!
    PS: Mir ist völlig klar, das gleich ein Klugscheißer um die Ecke kommen wird und irgendwas von Schulferien faselt.

    Da kommt bestimmt was! hehe

    #162694

    So lange wie sich die Havag leistenen kann am DB umsteigepunkt Rosengartenbrücke einfach nicht zu warten oder Damaschke Straße einfach los zu fahren solange muss man sich nicht wundern.

    Solange wie man alte Tatra Bahnen fahren läst obwohl schon lange verkauft auch nicht.

    Man stelle sich vor die Bahnen hätten Klimaanlage?

    Kundenbefragung machen und auch die Kunden ernst nehmen!

    Der Havagbeirat auch das macht was Kunden erwarteten.

    #162707

    Was? 16 verkehrt ab Montag nicht mehr? Das ist ernsthaft schade. War eine nette Möglichkeit den Rannischen Platz angenehm zu umfahren. Warum man da keine Woche länger machen konnte, verstehe ich dann auch nicht.

    Aber Apropos Ferienfahrplan:

    Augsburg: Statt im 5-Minuten-Takt im 7,5 Minuten-Takt… Macht eine Einsparung von 33% der Fahrleistungen.

    Dresden: Ab Montag ist dort auch Ferienfahrplan. Da freue ich mich kräftigst drauf. Die Linien 3,4,7,9,11 verkehren weiterhin im 10-Minuten-Takt, die Linien 1,2,6,8,10,12,13 werden vom 10er auf den 15er-Takt verringert. Das, obwohl dort eigentlich ab Montag auch noch die Unis alle regulär unterwegs sein müssten. Von Vertaktung muss dann auf Streckenabschnitten aber keinerlei Rede mehr sein. Da wird zur besten Touristenzeit das Angebot verringert.

    Magdeburg: Umstellung von 10 auf 15-Minuten-Takt auf allen Straßenbahnlinien

    Nur, um mal 3 kurze Beispiele zu nennen.

    @paulinchen
    Wie willst du denn als Bahnfahrer auf der Fahrt von der Damaschkestraße zum S-Bhf Rosengarten überblicken, ob die S-Bahn schon durch ist, geschweige denn, ob dieser Umlauf, wie so oft, nicht schon wieder ausfällt? Ob am Bordcomputer eine Datenschnittstelle für die DB-Auskunft vorliegt weiß ich nicht, mag ich aber auch stark bezweifeln, da sich die DB nicht gern in die Karten gucken lässt, was Pünktlichkeit anbelangt.

    Wo sind denn die Tatrabahnen die fahren verkauft? Kannst du das in irgendeiner Weise nachweisen?

    Man stelle sich vor sie würde kühlen und man rennt dann aus einer 18°C Bahn in die tolle 35°C Sommerluft. Die Omis und Opis würden uns noch mehr umkippen. Aber klar, warum nicht wie in Katar oder Dubai oder Abu Dhabi klimatisierte Haltestellen aufstellen? Sowas schmeckt doch unserem Volk.

    #162815

    @bormi

    Das hat doch nix mit agitieren zu tun. Es ist einfach nur nicht ganz so nachvollziehbar, worüber sich beschwert wird. Ich versuche lediglich einen Einblick aufgrund von Fahrplandaten zu geben, wie hier was funktioniert, was Otto-Normal wohl nicht ganz so wahrnimmt.

    Ja, richtig, weil Lösungen vorgestellt und ins Lächerliche gezogen. Da muss man nicht weiter diskutieren.
    Wenn die 5 Richtung Ammendorf vormittags zur Minute 51 ankommt, der Bus zur Messe aber 46 fährt, kann man einfach nicht umsteigen, nur den nächsten nehmen.
    Nachmittags kommt die 5 zur Minute 51 und der Bus fährt zur Minute 53. Nach Nahverkehrsplan darf die Bahnfahrt 2 Minuten zu spät sein. Zudem liegt eine Ampelfort auf dem Weg… Scheint eine nicht machbare Aufgabe zu sein. Muss ich als Fahrgast doch mal akzeptieren. Dieser Übergang kommt eindeutig zufällig zustande, anscheinend ist die 26 an der Messe an die S-Bahn (vormittags nach L, nachmittags von L) gekoppelt.

    Zum Usernamen: Der hat, auch wenn der Anschein da sein mag, nix mit der HAVAG zu tun. Hier handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug der BMW AG im Coupé-Stil. Er sollte BMW M GT heißen und den damalig geplanten Spitzenmotor der internen Baureihe 611 (Reihen-6-Zylinder, Biturbo) tragen. Mehr steckt da nicht dahinter. Vereint jedoch beide Leidenschaften nach diesem Hinweis wirklich gut. 🙂

    Und zu Dresden: Hallo? Die Stadt hat doppelt so viele Einwohner, und das fast 3-fache jährliche Fahrgastaufkommen. Da sind solche Taktanpassungen ja wohl eindeutig schmerzhafter, als eine 16 mit Betriebszeit von knapp 8 bis 17 Uhr einzustellen.

    #162834

    Anonym

    wünschenswert wäre zunächst, dass sich die Havag an den eigenen Fahrplan hält. und nicht früh zwischen 5 und 7 mal so eben eine 12 einfach ausfallen lässt. und das unregelmäßig aber gefühlt zweimal die Woche. da wird auch keine Durchsage gemacht. warum auch. die Deppen von Fahrgästen wollen ja nur zur Arbeit

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