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18. August 2016 um 19:04 Uhr #264500
Die HAVAG hat erneut mehr Geld für die Linie 5 vom Saalekreis gefordert. Das Rätsel um die Aufrechterhaltung der Linie 5 wurde ja neulich gelöst: Sonst müssen Fördergelder zurück gezahlt werden. Das Defizit beträgt fast 1 Mio €.
18. August 2016 um 19:36 Uhr #264505Es ist wohl ein Sterben auf Raten.
18. August 2016 um 19:43 Uhr #264506Wie errechnet man denn ein Defizit auf einer einzelnen Strecke? Gibt es dann auch defizitäre Straßen, die geschlossen werden müssen?
18. August 2016 um 20:50 Uhr #264538Dann gibt es eben die Linie nur von 8-18 Uhr… für den Rest der Tageszeit müßte sich dann mal der Landrat einen kopf machen, wie er die Verbindung sicherstellt… vielleicht kauft er ja dafür vom OBS Fahrten ein…
18. August 2016 um 21:02 Uhr #264550Es kann doch jederzeit eine Buslinie eingerichtet werden, dann erübrigt sich die ganze Instanthaltung der Schienen einschl. Oberleitung.
19. August 2016 um 10:27 Uhr #264574Nein, die Oberleitung vorsorglich hängenlassen – für die Elekrobusse.
19. August 2016 um 10:56 Uhr #264575Wie errechnet man denn ein Defizit auf einer einzelnen Strecke? Gibt es dann auch defizitäre Straßen, die geschlossen werden müssen?
Hast du in Mathe aufgepasst? Fernab das ÖPNV in der Region immer mit einem Defizit belastet ist, so kann man einfach Kosten und Nutzen gegenüber stellen. Eine schlecht genutzte Strecke, welche auch noch relativ lang ist, die lohnt nun mal noch deutlich weniger. Und Straßen sind in Deutschland eben nicht defizitär.
19. August 2016 um 11:41 Uhr #264582das ist mir neu: Wie generiert denn eine Dorfstraße oder Ortsverbindungsstraße Einnahmen, mit denen ortkonkret berechnet deren Kosten gedeckt werden können?
@Stadt für Kinder
das Problem solcher Art Strecken ist, dass streckenscharf Einnahmen und Ausgaben betrachtet werden. Alternativ kann die Entscheidung auch über die Summe aller Linien laufen. Sprich: Einnahmen + generelle Zuweisung des Gesamtnetzes der HAVAG reichen aus, um überall sämtliche Kosten zu decken. Pluspunkt hierbei wäre der Effekt der Netzwirksamkeit.
@Wolli
Meinst du das ernst?19. August 2016 um 12:09 Uhr #264589Wollis Kommentare kann man nur dahingehend deuten, dass er will, dass die Überlandlinie abgeschafft wird.
Ich kann das nicht unterstützen und protestiere vehement gegen solche möglicherweise selbsterfüllenden Prophezeiungen.19. August 2016 um 12:10 Uhr #264590dass er will, dass die Überlandlinie abgeschafft wird.
Warum willst du das nicht?
19. August 2016 um 12:34 Uhr #264593das ist mir neu: Wie generiert denn eine Dorfstraße oder Ortsverbindungsstraße Einnahmen, mit denen ortkonkret berechnet deren Kosten gedeckt werden können?
Straßen! In der Gesamtheit gibt es einen enormen Überschuss durch Steuern. Der ÖPNV ist aber in der Gesamtheit im Defizit. Nur München schafft wohl eine 100% Kostendeckung.
Auch ist zu verstehen, dass die Stadt Halle die anderen Gemeinden nicht durchfüttern will.
19. August 2016 um 13:16 Uhr #264597Wie errechnet man denn ein Defizit auf einer einzelnen Strecke? Gibt es dann auch defizitäre Straßen, die geschlossen werden müssen?
Hast du in Mathe aufgepasst? Fernab das ÖPNV in der Region immer mit einem Defizit belastet ist, so kann man einfach Kosten und Nutzen gegenüber stellen. Eine schlecht genutzte Strecke, welche auch noch relativ lang ist, die lohnt nun mal noch deutlich weniger. Und Straßen sind in Deutschland eben nicht defizitär.
Fällt dir nicht selbst auf, dass man bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung einer Verbindungsstrecke zweier städtischer Verkehrssysteme in komplexeren Zusammenhängen rechnen müsste, als die die bloßen Einnahmen und Ausgaben für diese Strecke isoliert zu betrachten?
19. August 2016 um 13:23 Uhr #264598in komplexeren Zusammenhängen rechnen müsste,
Rechnet die HAVAG aber nicht, die rechnet nur mit Einnahmen und Ausgaben. Was anderes kann man in Rechner nicht eingeben. Und mit Komplexen kann man auch keine Mitarbeiter bezahlen.
19. August 2016 um 13:25 Uhr #264599@nixidee
aha, bei Straßen darf in der Gesamtheit gerechnet werden, sogar indirekt. Beim ÖPNV soll es dann streckenscharf sein. Verstehe wer will!Auch der ÖV generiert Steueraufkommen.
Ziehst du beim MIV die Folgekosten wieder ab? Entgegen der landläufigen Gläubigkeit ist es nämlich kein Überschuss. Nur ein beherzter Griff in andere Töpfe!
Die Linie 5 muss keineswegs abgeschafft werden. Sondern leistungsfähig betrieben. Ein Halbstundentakt ist kein gutes Angebot. Hier ist – eben im Gesamtzusammenhang kalkuliert – der wirkliche Mehraufwand für Taktverbesserungen abzubilden. Dass politische Willensbildung an der Einflussgrenze in eine Neiddebatte umschwenkt, ist überall zu erleben. Seltsamerweise klappt es im Straßenbau.
19. August 2016 um 13:26 Uhr #264600in komplexeren Zusammenhängen rechnen müsste,
Rechnet die HAVAG aber nicht, die rechnet nur mit Einnahmen und Ausgaben. Was anderes kann man in Rechner nicht eingeben. Und mit Komplexen kann man auch keine Mitarbeiter bezahlen.
Immerhin kannst du komplex platte Sprüche klopfen! Meine Güte, so viel Krümelkackerei. ES bedeutet doch nichts anderes, als die Einbeziehung aller Kosten – und Einnahmefaktoren zu sehen. Schon daran hapert es.
19. August 2016 um 13:40 Uhr #264601ES bedeutet doch nichts anderes, als die Einbeziehung aller Kosten – und Einnahmefaktoren zu sehen.
Nein, das meint SfK nicht. Sie meint, dass es von Einnahmen und Ausgaben noch andere Kriterien gibt, um eine Strecke zu erhalten. So wie man auch Straßen unterhält, auf denen nicht genug Autos fahren, um sie mit deren Steuern zu bezahlen. Immerhin kannst du platte Sprüche klopfen!
Bisher hat aber noch keiner erklärt, warum man die Straßenbahn nicht durch eine Buslinie ablösen kann. Schließlich geht es nicht um die Abschaffung einer ÖPNV-Strecke.-
Diese Antwort wurde geändert vor 7 Jahre, 1 Monat von
farbspektrum.
19. August 2016 um 13:40 Uhr #264602Wollis Kommentare kann man nur dahingehend deuten, dass er will, dass die Überlandlinie abgeschafft wird.
So denkt er erst, seit er ein E-Bike fährt.
19. August 2016 um 15:05 Uhr #264613Dass die Linie 5 zwischen Ammendorf und Merseburg nicht tragbar ist, sieht man als Ortsfremder nach einem kurzen Blick auf die Landkarte. Parallel zur 5 fährt der RE mit einem dichteren Takt und wesentlich schneller. Das Umfeld der Haltestellen hat ab Ammendorf im Einzugsbereich zu wenig potenzielle Passagiere, die nicht schon durch Bahnhöfe abgedeckt sind. Diese Linie hat einfach zu wenig Potenzial. Der Betrieb zwischen Bad Dürrenberg und Merseburg über ist zwar im Blick auf das Gesamtnetz sinnvoller, allerdings rechtfertigen Orte dieser Größe in aller Regel keinen Straßenbahnbetrieb.
Ich finde das persönlich natürlich auch sehr schade, aber man sollte einfach mal den Tatsachen ins Auge sehen.
Wenn man diese Linie retten will sollte man umdenken. Eventuell wäre ein Umschwenken ab Schkopau in Richtung Bad Lauchstädt auf der stillgelegten Bahntrasse profitabel, aber auch diese Strecke macht ein Bus vermutlich besser.
19. August 2016 um 15:08 Uhr #264614aha, bei Straßen darf in der Gesamtheit gerechnet werden, sogar indirekt. Beim ÖPNV soll es dann streckenscharf sein. Verstehe wer will!
Habe ich das geschrieben? Nur wenn man in der Gesamtheit ein riesen Defizit hat, dann muss man eben die schlechten Strecken hinterfragen. Gerade wenn man damit die zahlungsunwilligen Nachbarn durchfüttert.
Auch der ÖV generiert Steueraufkommen.
Offensichtlich nicht genug, sie Zuschüsse.
Ziehst du beim MIV die Folgekosten wieder ab? Entgegen der landläufigen Gläubigkeit ist es nämlich kein Überschuss. Nur ein beherzter Griff in andere Töpfe
Nachweislich bleibt auch dann ein deutliches Plus, wenn nicht gerade ein Trottel von irgend einem Lobbyverband rechnet.
19. August 2016 um 16:25 Uhr #264615Du meinst den Lobbyverband, der den Flächen- und Ressourcenverbrauch und volkswirtschaftlichen Schaden, z. B. durch Unfälle und Gesundheitsschäden, in die Rechnung mit aufnimmt? Da braucht es keinen Lobbyverband, sondern nur gesunden Menschenverstand.
19. August 2016 um 16:49 Uhr #264616Du meinst den Lobbyverband, der den Flächen- und Ressourcenverbrauch und volkswirtschaftlichen Schaden, z. B. durch Unfälle und Gesundheitsschäden, in die Rechnung mit aufnimmt? Da braucht es keinen Lobbyverband, sondern nur gesunden Menschenverstand.
(Gesundheits-) schäden werden zum Großteil durch explizite Versicherungen gedeckt. Dazu überragen Dienstleistungen und Produktionen um die KFZ solche Schäden. Gerade im Autobauerparadis Deutschland, gibt es massige Überschüsse. Selbst Radfahren ist nicht ökologisch nur ökologischer als Autofahren.
20. August 2016 um 00:14 Uhr #264636
Anonym(Gesundheits-) schäden werden zum Großteil durch explizite Versicherungen gedeckt.
Der war echt gut! In welcher Traumwelt lebst du denn?
20. August 2016 um 08:57 Uhr #264644Der war echt gut! In welcher Traumwelt lebst du denn?
In einer Welt in der ich als Autofahrer Pflichtversichert bin und über die Betriebsgefahr andere Verkehrsteilnehmer subventioniere.
20. August 2016 um 15:11 Uhr #264648Dei Defizite aus dem MIV sind in der Tat streitbar. Weil unscharf bleibt, welche Folgekosten wie abgegrenzt dazu gehören. Deshalb schwanken die Defizitberechnungen des Gesamt-Straßenverkehrs je nach Standpunkt der Experten zwischen 40 und 240 Milliarden Euro Miese per anno.
Warum auch – unter bestimmten Voraussetzungen – eine deutlich defizitärere Linie als z.B. die Linie 2 Bestand haben kann? Weil es zur politischen Willenserklärung gehört, eine Schienenverbindung zu haben oder nicht. Frag mal Naumburg, wie Tourismus, Wahrnehmung und Erfolg funktioniert haben. Mit Abschaffungen gewiss nicht!
Warum noch? Weil ein Ersatz definitiv notwendig ist. (im Gegensatz zu @Benes Glauben, dass der SPNV allein ausreicht) Und weil ein Bus selbst bei gleichem Angebot deutlich weniger Fahrgäste anlockt. Geh von einem Rückgang zwischen 30 und 100% aus. Diese Fahrgäste entfallen komplett dem ÖPNV Netz und damit auch deren Fahrgeldeinnahmen.
Hier hilft ein Blick übern Tellerrand: Da selbst Halle leicht und Leipzig sehr stark wächst und dieser Trend sich augenscheinlich stärkt, ist es mehr als sinnvoll, auch im Land Siedlungs- und Verdichtungsflächen anzubieten. Davon gibt es entlang der Linie 5 genug.
Tellerränder müssten ohnehin öfter überklettert werden.
20. August 2016 um 16:03 Uhr #264651Und weil ein Bus selbst bei gleichem Angebot deutlich weniger Fahrgäste anlockt.
Die Linie 5 lockt keine Fahrgäste an. Mit der fahren nur die Leute, die das notgedrungen müssen.
Frag mal Naumburg, wie Tourismus, Wahrnehmung und Erfolg funktioniert haben.
Meinst du das:
„Den Hauptteil der ungedeckten Kosten trägt das Land Sachsen-Anhalt. Die Stadt Naumburg beteiligt sich auch mit einem größeren Anteil.“
Und das:
„So leisteten die Mitglieder des Vereins Nahverkehrsfreunde Naumburg-Jena insgesamt 1360 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Werkstatt- und Fahrdienst sowie zur Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen wie dem Fest zum 123. Geburtstag der Straßenbahn am 19. September 2015. – Quelle: http://www.naumburger-tageblatt.de/23832324 ©2016“ -
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