Startseite Foren Halle (Saale) Harter Kampf um die Holzplatzschule

Dieses Thema enthält 14 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kenno vor 3 Monate.

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  • #313319

    Wie man hört wollen die Linken die notwendige Ausweichschule nicht auf dem Holzplatz, sondern in Halle-Neustadt haben, wo auch ihr Oberbürgermeisterkandidat zu Hause ist.
    Die CDU hat es doch mit dem überflüssigen Neustädter Friedhof vorgemacht, Eigeninteresse geht bei Parteien oft vor allgemeinem Interesse.

    #313381

    Auch das Wiegand-Lager investiert massiv zum Stimmenfischen in Neustadt.

    #313402

    Für die langfristige stadtstrukturelle und stadtgesellschaftliche Diskussion, wo bauen wir Schulen, war ja nie Raum eingeplant. Dass sie gerade beim allerletzten Beschluss dann doch mal kommt, Vielen Dank fürs Aufwachen!
    Hätte der Stadtrat vielleicht früher mal einfordern müssen/können.

    Das ist ja gleichzeitig die Überlegung, was machen wir denn mit den noch verfügbaren Flächen in unserer Stadt. Alles verkaufen und uns dann wundern, dass für öffentliche Nutzungen kein Raum mehr bleibt? Oder definiert man vielleicht endlich mal Flächenpotentiale, die besser nicht veräußert werden, weil man sie vielleicht mal noch für was wichtigeres als die Haushaltskonsolidierung brauchen könnte. Alternativ könnte man auch mal über Alternativen zum Verkauf nachdenken. Im Erbbaurecht gibt es regelmäßige Einnahmen und die Flächen gehören weiter der Stadt (für den Haushalt stehen sie weiterhin auf der Habenseite).

    #313409

    Die wissen wohl nicht,dass durch die geplante Erdanschüttung der gesamte Schulkomplex bei Hochwasser auf einer Insel zu liegen kommt und man vergessen hat, die Zugangswege und -straßen mit zu erhöhen. Die Rettung der Kita auf Gut Gimritz läßt grüßen. Da weiterhin keine Rede von einem Retentionsausgleich ist, haben sich dann die Bewohner in der Klaustorvorstadt und am Sophienhafen/ Hafenstraßenviertel beim nächsten Hochwasser auf höhere Saalewasserspiegellagen einzustellen.
    Müssen erst wieder Klagen eingereicht werden, um analoge weitere Sünden der Vergangenheit zu verhindern?
    PS.: Bekanntlich war das Gelände am Holzplatz für die Errichtung des Gaswerkes im Jahre 1891 schon einmal um ca. 3 m aufgefüllt worden.

    #313410

    So überflüssig scheint aber der Neustädter Friedhof nicht zu sein, wenn man sich die Besucherfrequenzen dort Bus/PKW mal anschaut… Aber als Rentner hat wolli da ja wohl keinen Bezug mehr…

    #313412

    Irrtum, als Rentner hat man eher zuviel als zu wenig Bezug zu Friedhöfen.

    #313414

    Mal zurück zum Thema „Ausweichschulkomplex am Holzplatz“.
    Viele Eltern haben jetzt schon Angst um ihre Kinder, weil der Schulkomplex zu abgelegen und vorallem zu nah zwischen zwei Saalearmen zu liegen kommt.

    #313415

    „… und vorallem zu nah zwischen zwei Saalearmen zu liegen kommt.“

    Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
    Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.
    Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
    Die Saale hat mir ein Leids getan!

    #313419

    Hier der Link zu der ominösen Machbarkeitsstudie:
    http://buergerinfo.halle.de/getfile.asp?id=203956&type=do&

    Bitte selbst lesen und dann beurteilen, ob die Zitterpartie termingerecht gelöst werden kann.Ich glaube nicht mehr daran.
    PS.: Ich weiß nicht ob sich Wolli auch noch an den letzten Gebäudestand des Gaswerkes zum Zeitpunkt der Stillegung 1972 erinnern kann.
    Ich möchte behaupten, dass dieser nicht mit den jetzt vorgelegten Bestandsunterlagen übereinstimmt. So gab es einen fast turmartigen Betonhochbunker, den man sogar für die Errichtung einer Seilbahnstation bis zur Peißnitz nachnutzen wollte.Dieser ist auf den Unterlagen nicht zu finden. Ferner wird ein noch auf dem Gelände befindliches Flachgebäude als altes Kesselhaus bezeichnet, was niemals stimmen kann, denn der zur Gasproduktion benötigte Dampf wurde von dem damaligen Heizwerk Holzplatz, heute VW-Autohaus, erzeugt und geliefert.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 1 Woche von  Kenno.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 3 Monate, 1 Woche von  Kenno.
    #313422

    Zur Zitterpartie kopiere ich mal, was ich im anderen Forum geschrieben hatte:

    Ich denke nicht, dass hier ein Vorsatz vorliegt, den Stadtrat spätestmöglich zu beteiligen. Die eigentlichen Versäumnisse liegen schon weit zurück. Jahrelang haben die Gemeinden auf den Sanierungsstau an ihren Schulen hingewiesen, darauf, dass sie dies nicht allein stemmen können. Es war doch absehbar, dass Stark III irgendwann kommen wird, da bereite ich mich doch vor. Man hat es alles gewusst.

    https://www.mz-web.de/halle-saale/planung-in-halle-schulsanierungen-stehen-wieder-auf-der-kippe-23933942

    https://www.mz-web.de/halle-saale/sanierungsvorhaben-halle-will-millionen-in-schulen-investieren-1124898

    Nur die notwendigen Vorarbeiten dazu hat in Halle niemand geleistet, sondern immer wurde nur mit der heißen Nadel gestrickt. Somit wurde auch jetzt wieder die ganze strategische Vorüberlegung weggelassen. Standortsuchen für neue Schulstandorte dauern so lange, bis die erste Fläche überhaupt gefunden wird. Innerhalb der Verwaltung gab es ja bewiesenermaßen auch keine Abstimmung dazu, wenn plötzlich eine Schule dort auftaucht, wo gerade etwas anderes verkündet wurde. Ich denke dabei nicht mal, dass die Versäumnisse im Bereich Schulplanung selber gelegen haben. Die werden auf ihre anwachsenden Jahrgangszahlen hingewiesen haben, nur kann ich mir gut vorstellen, dass von hohen Ausgaben niemand hören wollte oder nennen wollte.

    Der zu kritisierende Vorsatz ist der, dass wieder „das muss alternativlos so“ erklärt wird, um von früheren Versäumnissen und dem fehlenden langfristigen Blick abzulenken.

    Wenn bei der nun gesteckten Zeitkette „wo nur eine Perle in der Perlenkette ..“ alles funktionieren wird, wird das ein Wunder.

    #313641

    Ich frage mich nur, wer von den Holzplatz-Ausweichschulen-Erfindern das Risiko übernimmt, wenn in Ermangelung von Altlastenlageplänen das gesamte verseuchte Neubaugelände nur bis zu einer geringen Tiefe von Altlasten befreit wird und die darunter liegenden Giftstoffe im Boden verbleiben und eine geplante gas-und wasserdichte Abdeckung mal versagen sollte?
    Scheut man sich etwa dabei vor den Kosten einer vollständigen Altlastenentsorgung?

    #313642

    Kenno, es dauert einfach zu lange. Vielleicht notwendige inhaltliche oder fachliche Diskussionen werden doch nicht geführt. Ich möchte nicht in der Haut der Bodenbehörde stecken, die das abnehmen muss.

    #313643

    Warum überläßt man solche eminent wichtigen bautechnischen Entscheidungen nicht dem Baudezernenten?

    #313703

    Hast du schon mal erlebt, dass der OB etwas jemanden überlässt? Und dann auch noch gerade dem, der sagen müsste, dass da vielleicht ein paar Probleme bestehen. Wie dort überhaupt irgendwas baurechtlich genehmigt werden kann, wäre auch mal eine interessante Frage.

    #313704

    Ich habe festgestellt, dass man sich hier am Holzplatz-obwohl man weiß,dass es sich um ein nicht bebaubares Überschemmungsgebiet handelt- darüber hinwegsetzt und mit dem Kopf durch die Wand gehen will,ohne die Folgen der Ignoranz für die Saaleunterlieger bei Hochwasser oder das Risiko einer Giftbelastung der Schüler zu beachten. Das böse Erwachen und die Überraschung kommt dann, wenn es zu spät ist. Dies soll nicht meine Sorge sein.

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