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Dieses Thema enthält 76 Antworten und 17 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Wolfgang Stauch vor 1 Woche, 4 Tagen.

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  • #168338
    #168509

    Sehe ich auch wie Grebe.

    #238333

    Das Brunnendenkmal auf dem Marktplatz zu Halle.

    Die Wasser umrauschen
    Des Brunnens Gestein,
    Sie plauschen, sie tauschen
    Die Stimmen sich ein;
    Wir kommen und lauschen,
    Das Herz zu berauschen:
    Sie flüstern vom Rhein,
    Sie flüstern von Sedan und von Paris,
    Wo mancher Brave sein Leben dort ließ,
    Der einst hier geliebt, der einst hier gelacht,
    Inmitten der Luft an den Tod nicht gedacht:

    „Als der Hahn von Gallien höhnte,
    Als der Wälschen Kriegsruf dröhnte,
    Zogen muthig sie zum Kampf:
    Söhne von der Saale alle,
    Kinder aus dem alten Halle,
    Standen kühn im Pulverdampf.

    Aber ach, sie blieben immer,
    Kehrten zu der Heimath nimmer:
    Einer fiel bei Mars-la-Tour,
    Einer sank bei Wörth vom Pferde,
    Einer ruht in deutscher Erde,
    Einer starb auf Frankreichs Flur.

    Einen trafen die Geschosse,
    Einer ward zerstampft vom Rosse,
    Der zum Tod getroffen war;
    Einer starb an seinen Wunden,
    Einer, der nicht aufgefunden,
    Blieb verschwunden immerdar.

    Alle, die nicht wiederkamen,
    Wir umrauschen ihre Namen,
    Zweiundsiebzig an der Zahl:
    Väter, Brüder, Mutterkinder,
    Liebend und geliebt nicht minder,
    Unvergessen allzumal.

    Fremder Wandrer, weine, weine,
    Daß sich deine Thräne eine
    Mit des Brunnens klarer Fluth;
    Aber willst du weiter lauschen,
    Höre, wie wir kräftig rauschen:
    Nicht umsonst floß dieses Blut!

    Dieses Blut hat miterrungen
    Siege, die so viel vielbesungen,
    Und bezwungen liegt der Feind;
    Immergrüne Lorbeerreiser
    Krönen einen Heldenkaiser,
    Und die Deutschen sind geeint!

    Fremder Wandrer, darum freue,
    Freu dich jetzt und stets aufs neue,
    Wenn du nur ein Deutscher bist! –
    Heil dem Volk, das seine Todten,
    Auch die längst zu Gott entboten,
    Nimmer, nimmermehr vergißt!“

    Die Wasser umrauschen
    Des Brunnens Gestein,
    Sie plauschen, sie tauschen
    Die Stimmen sich ein.

    Gustav Haller.

    Beilage zum Halle’schen Tageblatt, 07.01.1881

    – In dem Gedichte „Das Brunnendenkmal auf dem Marktplatz zu Halle“ in der Beilage zu Nr. 5 unseres Blattes ist Zeile 9 von oben zu lesen „Wie mancher Brave“ statt „Wo“

    #238405

    Anonym

    Schornschteinfejer,
    flicke deine Dräjer,
    flick se nich ze hoch,
    flick se nich ze dief,
    morjen krichste ’n Brief, von dr Dante Eckschtein,
    bist e ahles Dreckschwein!

    #238406

    Anonym

    Schornschteinfejer,
    flicke deine Dräjer,
    flick se nich ze hoch,
    flick se nich ze dief,
    morjen krichste ’n Brief
    von dr Dante Eckschtein:
    Bist e ahles Dreckschwein!

    Alter hallischer Kinderreim, der im Singsang gerufen wurde,
    wenn man einen Schornsteinfeger erblickte.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 2 Monate von  admin.
    #258057

    Der rothe Thurm.

    Alte Thürme, hohe Thürme!
    Seid willkommen mir von Weitem!
    Wie die Häuser froh sich breiten
    Unter Eurem Schutz und Schirme!

    Hoch erhaben steht der Eine,
    Ernst und stark, aus Quadern mächtig
    Aufgebaut und schaut bedächtig
    Auf die Stadt, die liebe, seine.

    Dich, o Thurm will ich begrüßen
    Ernst und stark, aus Quadern mächtig
    Aufgebaut, schaust Du bedächtig
    Auf die Stadt zu Deinen Füßen

    Drei Jahrhunderte vergingen,
    Seit Du so hinabgeschauet,
    Seit Dich Regen hat bethauet,
    Dich berührten Sturmesschwingen.

    Rother Thurm, des Blutes Zeichen,
    Das Gerechtigkeit vergossen,
    Das dem Rolandsbild geflossen,
    Unter Beil und Schwerdtesstreichen.

    Roth ist auch der Freude Farbe;
    Künde Freud‘ und Frieden immer,
    Deine Quelle fließe nimmer,
    Reich sei stets des Feldes Garbe.

    Friedrich Hesekiel, 1824

    #271607
    #272436

    Wemmer das anklickt, kemmt nischt, d.h. doch „Derzeit nicht verfügbar“. Wie Räucheraal in der DDR. ‚chsachs je, nischt los hier 🙁 🙁 🙁

    #272482

    @christian seeburg, aus welcher Feder stammt es?

    #272487

    Georg Trakl, „Das Herz“
    – mit eigenen Worten zusätzlich verfälscht, ohne das kenntlich zu machen, und ohne zu zitieren, durch C. Seeburg.
    Und ohne Bezug zu Halle. Also weg mit den letzten drei Beiträgen, schlage ich vor.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 11 Monate von  Gondwana.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 11 Monate von  Gondwana.
    #272493

    Die Gedichte Georg Trakls sind es wert, entdeckt zu werden (und er ist es wert, zitiert zu werden).
    Dein „dezenter Remix“ in Form der – den Rhythmus unterbrechenden – Worte „Fritz Weineck!“ soll den Bezug zu Halle herstellen.
    Ach, müßig darüber zu diskutieren.

    #272496

    Ich bin auch dafür, dass alle Beiträge ohne Halle-Bezug gelöscht werden.
    Aber konsequent, auch wenn es Redaktionsmitglieder trifft.

    #272497

    Oh, ich bin nicht grundsätzlich dafür. Ein plagiiertes, ergänztes Gedicht würde ich aber nicht stehen lassen.

    #272543

    Ach, habt euch nicht so…dafür haben wir jetzt einen Grund Ch. Seeburg GUTTI oder SCHWANI oder PLAGI zu nennen! 🙂 🙂

    #272544

    Tja, und was ist mit dem Fleische, he? würde Eberhard Cohrs fragen. Fiel es vom Himmel oder war es reichlich= viel?? Plagi, Rück raus mit der Sprache: Was is mit den Fleesche, Meiner? Un die ham ooch schon Jender-Deitsch jeschbrochen? 🙂

    #272565

    @Seeburg: Warum antwortest du mir nicht??

    #322983

    Viel Zeit ist vergangen. Ich mach mal weiter.

    Burg Giebichenstein

    „Ach, aus keinem Festpokale
    Sog ich solchen Rausch noch ein,
    Als aus dir, geliebte Saale,
    Auf dem Felsen Gieb’chenstein!

    Von der Donau bis zum Rheine,
    Von der Elbe bis zur Aar,
    Sah ich jede Flur, doch keine,
    Die mir lieb, wie diese war.

    Tragt, kann’s sein, aus meinem Thale
    Sterbend mich auf jene Höh’n,
    Daß ich da zum letzten Male
    Seh‘ die Sonne untergeh’n.“

    Leopold Friedrich Günther v. Göckingk

    #322993

    Hab mir grad nochmal Grebe angesehnen, einfach köstlich!

    #322995

    @einbeck Daumen hoch!

    #323046

    Gerade hab ich geweint…

    #323047

    Ich hab aber erscht geweint, nachdem ich es mir selber vorgetragen hatte. Ich war hin und fortgerissen. Ich war so hin, dass meine Frau dacht; jetzt hat ihn der Klapps gepackt. War aber nicht so.

    #323360

    Das kürzeste und bekannteste Halle-Gedicht:

    In Halle
    da werden die Dummen nicht alle.

    #323496

    Die derzeitige hallesche Stadtschreiberin berichtet heute in der MZ, dass sie im Hühnermanhattan hallesche Dichter trifft.
    Es gibt also noch welche, kennt jemand einen? Ich meine nicht Schriftsteller, sondern Dichter .

    #323985

    Dann will ich mal mit dem „Laternenfest-Walzer“ von Gerd Giese weitermachen. Auch wenn es in diesem Jahr kein Feuerwerk gab, war ich doch mit der Kamera am Riveufer unterwegs!

    Laternenfest-Walzer

    Kennt ihr den schönen Giebichenstein`
    Er ladet heute alle ein –
    Daß es euch nicht zu Hause läßt,
    Denn heute ist LATERNENFEST!
    Nehmt d’rum die Lampen in die Hand –
    Zieht alle mit zum Saalestrand:

    Seid immer lustig – alle Zeit
    Liebet die Freiheit, Fröhlichkeit!
    Weil alle Menschen sich versteh’n
    Ist auf der Welt es wieder schön!
    Fortschritt regiert – und nicht das Geld,
    Frieden und Freundschaft mit der Welt:

    Refrain:
    Bunte Laternen über der Saale
    In vielen Gondeln anzuseh’n –
    Bunte Laternen im Saaletale,
    Halle, wie bist du heute schön!
    Selbst uns’re Burg schaut freundlich drein
    Von ihrem hohen Giebichenstein.
    Bunte Laternen, lustige Zeit;
    Fröhliche Menschen – weit und breit!

    Gerd Giese

    #324002

    Zum kürzesten und bekanntesten Hallegedicht:
    Ich Halle, da wern de Dumm nich alle
    awwer, zum droste dor Dumm
    woannorscht häng och welche rumm

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