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Dieses Thema enthält 23 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  hei-wu vor 1 Woche, 6 Tagen.

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  • #11618

    Die MZ hat leider die Glossen in hallescher Mundart völlig aufgegeben, ich bedaure das sehr, denn ich habe die köstlichen Ergüsse vom Schatzjer gern gelesen. Der Schnatzjer soll je verstorben sein, aber Elfriede von der Voochelweide lebt noch und deren Glossen werden von der MZ ignoriert.

    #11621

    Wer sich für die hallesche Mundart interessiert hier ein Tip:
    http://www.de-schnatzjer.de

    #11635

    Da scheint sich aber nichts mehr zu bewegen.

    #11700

    Ich setze ma fors erschde ä aldn Brief vom mir an Elfride von dr Voochelweide hier nein, damitter sähd, was´ch meene, es jeht um de Schnatzjer, de Veejel, nich de Mundardschpezialisdn:

    Hallo Elfriede,
    ich muß dringend nochema off de Schnatzjer zurigg gomm. Ich hawwe michema e
    Häppchen schlau jemacht un mich umjeheert. Mit dänn Denkmal for die Veejel
    werds eilig, die sterm uns nämich unnerm Arsche weg. Wemmerma n Durchschnitt
    nähm, da lääm offn Quadratkilometer 22 Schnatzjer in alden un neien
    Bundesländern zesammjenomm. Wemmernu weiterjeht und weeß, dassde Halle
    hunnertfümmundreißch solche Quadratkilometer had (mir wolln je awwer n Saalkreis
    nochwas abnähm), dann lääm in Halle schdadisdisch jesähn 2970 Schnatzjer,
    eich Vereinsschnatzjer hawwich ma wegjelass´n.
    Das is awwer nur de graue Deorie, in Werglichkeet sin die halleschen
    Schnatzjer in Knubis Herrschaftsjebiet abjewandert, velleichd läm die da
    ooch billjer oder es jibbt da nochepaar Pferdeäppel. Ich gloobe abber, dass
    de verwilderten Stuumtijer, diede in Halle in dänn Ruinen ä scheenes freies
    Läm fiern, von aaln Leiten jut gefittert und ooch von Daggi beschitzt wern,
    de halleschen Schnatzjer reduziert hamm. Nichema bei Hähnchen-Kurte off´n
    Marchte huppen noch welche rum un mach´n Bambuule.
    Inder Lideradur, un wie ich sähe, gennsde Dich je da aus, jibts „De
    Schperlingsjasse“ von Raabe, Wilhelm und dadernach hamm de Berliner
    Großfressen, wie se nu so sinn, ooch de historsche Jasse aus dänn sei Buche
    in „Schperlingsjasse“ benimmst. Dann jibbts noch ä Buch, das hawwich als
    Scheeks jerne jeläsen „De Schpatzenelf“ von ä jewissen Bruckner.
    Un nu gommts: ä Schnatzjerplatz odder ä richtsjes kleenes Denkmal for dänn
    Vochel fählt noch. Wemmer änne kleenne Dreckecke find´n, woema Schnatzjer
    war´n, da machmer ä Schild „Schnatzjer-Schtranze“ hin.
    Denke ma drübber nach, es is eilich – meent Wolli aus´n Schdadtrat

    De Fähler hawwich for Dich widder drinnegelass`n, Du gannst je richtch hallesch
    läs`n.

    #11710

    Die MZ wird wohl einen Grund gehabt haben, dieses auf mich peinlich wirkende Geschreibe sein zu lassen: Kein Interesse bei ihren Lesern.

    Aber zugegeben, es gibt eine noch überflüssigere Rubrik in der MZ. Dieses lächerliche „Guten Morgen….“, für das sich täglich ein bemitleidenswerter MZ-Redakteur etwas aus den Fingern saugen muss. Oder interessiert es jemanden wirklich, dass zum Beispiel Frau Pausch (angeblich) mit dem Rad fährt oder wo sie (angeblich) am liebsten frühstückt?

    #11711

    Es mag sein, dass die MZ das hallesche Geschreibsel mangels Leserinteresse gestrichen hat, aber die Glosse „Guten Morgen“ ist ja noch uninteressanter, da gebe ich Dir Recht, ich lese sie nicht.

    #11712

    teu

    Zu DDR-Zeiten gab es in Halle 4(?) Tageszeitungen. Eine davon, die LDZ, veröffentlichte die Schnatzjer-Artikel.
    Die derzeit einzige Tageszeitung für Halle nimmt sich der Mundart nicht an. Das kann daran liegen, dass sich dafür kein Autor findet, oder auch daran, dass es der Redaktion, weil Monopolstellung, scheißegal ist. Ich vermute letzteres.

    #11713

    Schön, da sind wir ja schon zwei, die die Glosse blöd finden.
    Vielleicht erkennen das die MZ-Chefs auch mal, dass das vergeudete Arbeitszeit ist, die für die Recherche fehlt.

    #11714

    Kann es daran liegen, dass es kaum noch Hallenser gibt, die die hallesche Mundart
    kennen, sprechen sowieso nicht?

    #11715

    teu

    Mundart wird noch gesprochen. Nicht nur von den Älteren.
    Nur, diese sind mit Sicherheit keine Abonennten der MZ.

    #11717

    So seh ick dit als Berliner, der seit 30 Jahren in Halle lebt, ooch, Teu.

    Man spricht seinen Dialekt, seine Mundart, aber schreiben und lesen muss man das nicht.

    #15100

    Ich habe Elfriede von dr Voochelweide als Leserin von hallespektrum gewonnen, vieleicht schreibt sie auch bald mal was.

    #16866

    Elfriede, ahles Määchen,

    ich fiehle m´r uffjefordert, dir e ma e Brief ze schreim, weil´ch nich weeß, an wän ich so e Brief wie frieher sonste schreim sollde. Meine Kumbels hamm alle Indernett un mir mehlen uns, wasmer ze saachen hamm. Da machmer ooch keene Fähler, weilmer da e Fählerbrogramm in dänn Jerät hamm, dasde alles richt´ch schdellt, wasmer falsch schreim tun. Awwer e Üwwersetzungsbrogramm for unsre scheene hallesche Schbrache jibts da noch niche, dadervor jibbts awwer bein Schnatzjern jenuch Schbezjalisten.
    Du werdest als ahles hallesches Määchen velleicht de gorrekte Gompjuterschbrache manchesma jar nich verschdehn.
    Ich hawwe m´rs hallesch je nur anjelernt, als ich e ma mit e paar Bunabelzern zesamm jeklächt hawwe, die hamm mir ooch die Werter beijebracht, die m´r nicht so jerne uffschrei´m tut.
    Wo ich jebor´n bin , da saachte m´r zum Beischbiel “ s´ Essen schmeckt scheen, Mutter“, was nadierlich falsch is, hier daderjejen saacht m´r richtch „ s´ Essen schmeckt juuht, Ahs“.
    Das weeß mancher Herjereiste jar nich, dassde Ahs un Egkel , wemmersch zu een saacht, wie enne Belobijung is. S´ kemmt nadierlich ooch off de Bedohnung an, diede ich hier in e Brief nich rübberbring gann, awwer de echten Hallenser, wissen was´ch meene.
    Nu willich awwer ma Schluß mach´n mit mei´m Briefe, damit de nich zelange läsen un unnedch Licht brennen musst, wo mir doch jezz alle am Lichte schbarn missen, meent

    Wolli

    #16893

    Ich finde auch, dass man das gern im Hobbybereich vertiefen kann. Das Internet bietet ja auch genug Möglichkeiten Menschen mit entsprechendem Interesse zu finden und zu aktivieren. In der MZ muss ich es nicht unbedingt lesen.

    #314497

    Nu guggt emah, was’ch jefundn hawwe! ’sis wie heeme, wemmer was sucht, denn findt mr jans was annneres. Ich suchte was von dem Verein , derde sich „De Schnatzjer“ nannte un da war’ch och emah drinne. Awwer die hamm je nichemah im Vreine Hallisch jeschbrochen. Un seit die, die’s richtche Hallisch beherrscht hamm, vom Schtreckemann jeholt wurden,dadermit mein’ich Horst Sonndach, Brofesser Lemmer un noch e baar, da is dr Verein jans mächtch zesamm’jeschrumpelt. Wenn ich was jesacht hawwe, wie ich’s sehe, denn hammse das als beese Gridick offjefasst un hamms nich wahr hamm wolln.
    Neilich hawwich den sojenannten „Altlatz“ mah offen Marchtblazze jedroffen un gonntes widder mah nich lassen. Ich bin doch enne brezdämliche Nuss, will immer helfn, awwer das gloobt je keener. Die hamm da e Brojramm, das heeßt „Wenn de aus Glaucha gemmst“. Da hawwich dem jesacht, dasses „Glauche“ heeßen muss. Jeder echte Hallenser, derde da seine Hornske hat un den mr fracht, wo’e wohnt, werde nämich zur Andword jehm: „In Glauche!“
    Wie’ch nuh gerzlich das neue Faldbladd jesehn hawwe, hammse das so jeschriem wie immer, mitte a. Da kammer doch nur sachen: „Na, da macht doch eiern Dregg alleene!“ Wie dr ahle Aujust Friedrich dr dritte von Sachsen, als’e 1918 abjdangkt hat.
    Ich reje mr doch nich mehr off, nee werglich nich. Kennter gloom. Da rej’ich mr doch iwwer was off, wasses nich werd is.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen von  Elfriede. Grund: Tippfehler und Namen vergessen zu erwähnen
    #314504

    Ne, das lichd dran, das die sojenannte Middeldeitsche Zeidung, von Köln ferngesteiert wird und kölle hier och nich verstanden wird.
    Iche liebe meine Mundtart.

    #314505

    Und welche Mundart ist das? Hallesch ist das nicht, was Du da schreibst.

    #314530

    Das ist das Zwiwweldimsch.

    #314551

    Mache dich heeme, Krepel – so spricht der Glauchsche Adel.

    #314552

    Mich braucht keener ze frachen, wie ichs finde- wunderbar. Heide in dr Goofhalle sachte eener was forn annern:“Ja, ’s braucht je nich um sieme sinn, schbäder jeht ooch noch!“ Ich hawwe nur in mich neinjegrient. Die reden so, wie’chs jut finde. Basta!

    #314553

    Awwer Geewin, ich gloowe, dass de von Ziwweldiemsch reden musst. Sacht mr nich Ziwwelditsche- also ohne w?? Mir isses so…

    #314559

    Zwiwweldimsch.

    Das Wort kommt auf der ganzen Welt nur einmal vor – und zwar in Posdting #314530.

    Wir haben wieder ein Alleinstellungsmerkmal.

    #314571

    @hei-wu, du weeßt jar nich, was dadermit jemeent is. Awwer ich un ich verrat’s dr nich. Das jeheert uns jans alleene, wahr Geewin? Solle ruh’ch doof schterm!! 🙂

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 6 Tagen von  Elfriede.
    #314595

    Deswegen hab ich ja gegoogelt und nichts gefunden. Und was man nicht googeln kann, existiert nicht, das ist ein nicht widerlegbares Theorem der Erkenntnistheorie.

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