Startseite Foren Halle (Saale) Halle hat Schwein

Dieses Thema enthält 8 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 4 Monate.

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  • #291091

    Als es bei der Neugestaltung des Marktes um die Darstellung der geologischen Verwerfung, die quer über den Markt verläuft und die Ursache für das Aufsteigen der Salzsole und damit der Stadtgründung ist,hatte ich vorgeschlagen, gemnäß der Sage ein Schwein aufzustellen. BILD titelte damals bösartig sinngemäß „Stadtrat will Schwein aufstellen“. Niemand griff diesen Vorschlag auf.
    Jetzt freut es mich, dass doch noch das Salzschwein der Sage zu sehen ist und an die Stadtgründung erinnert.
    Ich finde das Glitzerschwein gelungen.

    #291096

    Hast Du schon ein Foto?

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #291097

    Ich hab meine Steuererklärung schon abgegeben, muss also nicht zum Finanzamt, aber die MZ bringt ja mehrere Bilder:
    http://www.mz-web.de/halle-saale/kunst-von-marc-fromm-ein-glitzerschwein-im-finanzamt–27777502

    #291102

    Hier stimme ich dem Steuerzahlerbund nicht zu, der das Glitzerschwein unter unnötig, unwirtschaftlich, überflüssig und verschwenderisch einordnet:

    13.06.2017
    Bund der Steuerzahler kritisiert luxuriöses Glitzerschwein
    5oo Kilogramm Glaskristall. 100.000 Euro für ein Kunstwerk zu Lasten des Steuerzahlers!

    Dies ist das „Superschnitzel der Geldverschwendung“ kritisierte heute die Vorsitzende des Bundes der Steuerzahler Sachsen-Anhalt e.V. Es ist schon fast als schizophren zu bezeichnen, wenn ausgerechnet ein Symbol für einen sparsamen und wirtschaftlichen Umgang mit den Steuergeldern, nämlich ein Sparschwein, für solche „ Kunst am Bau“ missbraucht wird.

    Der Bau und die Errichtung des Finanzamtes Halle kosten den Steuerzahler über die Finanzierungskosten bis zum Jahr 2040 insgesamt über 47,2 Mio. Euro. Etwas mehr Bescheidenheit und Sparsamkeit hätte dem Land Sachsen-Anhalt gerade bei einem Finanzamt gut getan. Das ausgerechnet der Finanzminister dieses luxuriöse Kunstwerk bestellt hat, ist für den Steuerzahler umso enttäuschender.

    Dieses Ausgabeverhalten passt leider in das großzügige Ausgabeverhalten der Landesregierung insgesamt. Unser Verband hatte schon mehrfach unnötige, unwirtschaftliche, überflüssige und verschwenderische Ausgaben der Landesregierung kritisiert, zuletzt mit der Aktion „ Ausgabenbremse“.

    #291104

    Laut Wikipedia:
    „Mit Kunst am Bau wird eine Verpflichtung insbesondere des Staates als Bauherrn verstanden, aus seinem baukulturellen Anspruch heraus einen gewissen Anteil – meist um die 1 % – der Baukosten öffentlicher Bauten für Kunstwerke zu verwenden. “

    Insofern ist das Schwein wohl von MacGeiz.

    #291116

    Ich vermute, dass unser Glitzerschwein nationale Aufmerksamkeit bekommt und auch in die Stadtführungen einbezogen wird.
    Hier nochmal die Begründung der Jury für den ersten Preis:
    http://www.burg-halle.de/hochschule/hochschulkultur/auszeichnungen/a/1-platz-im-wettbewerb-kunst-am-bau-des-finanzamts-halle-fuer-marc-fromm/

    #291118

    sehr inspirierend, im Brechtschen Sinne
    http://www.mlwerke.de/br/br_001.htm

    So nützten sie sich, indem sie Lenin ehrten und

    Ehrten ihn, indem sie sich nützten, und hatten ihn

    Also verstanden.

    #291119

    Also Brecht und Lenin und das „Superschnitzelglitzerschwein“. Na gut.

    #291127

    Rotarmist Stepa Gamalew, der

    sorgsam Zählende und genau Schauende

    sah die Hungernden vom Hartzfieber geschüttelten

    und machte den Vorschlag zu nehmen

    die hunderttausend Kopeken

    für das Schwein, das glitzernde, und

    zu kaufen davon fettige Würste und Speck

    von der Sau der toten

    und damit die Hartzigen zu laben

    und zu ehren damit alle die Unsrigen

    zu Halle im Thale.

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