Startseite Foren Halle (Saale) GWG plant zwischen Saale und Böllberger Weg großes Wohnungsbauprojekt: „Wohnen am Fluss in hochwassergeschützter Lage“

Dieses Thema enthält 41 Antworten und 10 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kenno vor 3 Monate.

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  • #310711

    Die GWG Halle-Neustadt wird in den kommenden Jahren eine ca. 4,5 Hektar große Fläche im Stadtteil Böllberg/Wörmlitz zwischen Saale und Böllberger Weg
    [Der komplette Artikel: GWG plant zwischen Saale und Böllberger Weg großes Wohnungsbauprojekt: „Wohnen am Fluss in hochwassergeschützter Lage“]

    #310712

    Sicher kennt ihr meine Meinung zu dem gewählten Wohnstandort am Böllberger Weg und ich würde dort nicht hinziehen, weil es dort zu viele Beeinträchtigungen und ungelöste Probleme gibt. Dazu gehören die stinkende Luft, der Lärm, die Nichtzugänglichkeit der Saaleufer-Biotope, des Auslaufkanals des geplanten WKW`s in der Hildebrandschen Mühle und der Fernwärmerohrbrücke über die Saale. Ferner ist die Absicht, den Saaleradwanderweg vom Böllberger Weg an das Saaleufer zu verlegen aus eigentümsrechtlichen Gründen der Uferanlieger vollkommen ungeklärt.
    `
    Hier wurden seit vielen Jahren Erwartungen geweckt, die sich nicht so schnell erfüllen lassen. Nicht umsonst haben die ungelösten Eigentumsverhältnisse zu Diskussionen bis in den Landtag von Sachsen-Anhalt geführt.

    #310713

    Du könntet das Problem mit der stinkenden Luft erläutern, das wissen die wenigsten hier nicht.

    #310714

    „Ferner ist die Absicht, den Saaleradwanderweg vom Böllberger Weg an das Saaleufer zu verlegen aus eigentümsrechtlichen Gründen der Uferanlieger vollkommen ungeklärt.“
    Das weißt du im konkreten Fall woher?

    #310715

    Natürlich dient dieses Projekt der weiteren Stärkung des Wohnungsunternehmens u. entspricht seinem Profil moderne Sozialwohnungen zu schaffen.

    #310716

    Die GWG wird dort keine einzige Sozialwohnung bauen. „Mit dem Erwerb des Geländes setzt die GWG Halle-Neustadt mbH konsequent ihre Strategie fort, ihr Grundstücksportfolio zu diversifizieren“

    #310717

    @HansimGlück,
    Du hattest gefragt:“Das weißt du im konkreten Fall woher?“
    Antwort, von den Bewohnern des Böllberger Wege 158 b, die ein Großboot besitzen und dazu eine Slipanlage benutzen. Mit dem Saaleradwanderweg würde ihr Grundstück zerteilt.

    #310718

    Heute schon einmal ein Blick auf den Bebauungskomplex am Böllberger Weg/Mitte werfen und genau anschauen, bevor wir morgen weiter diskutieren können.
    http://up.picr.de/32026055xs.png

    #310756

    Du könntet das Problem mit der stinkenden Luft erläutern, das wissen die wenigsten hier nicht.

    Dort befindet sich ein Abwasserpumpwerk o.ä., an vielen Tagen stinkt es dort bestialisch.

    #310758

    Wo man halt ein Problem sieht…

    Ein Slip kann auch über den Saaleradweg gehen; so oft wird der Slip ja nicht gebraucht im Jahr

    #310782

    Wer haftet, wenn ein Radfahrer über dem Slip zu Fall kommt? 🙂

    #310804

    Hier ist die bewußte Abwasserbehandlungsanlage am Eingang zur Hildebrandschen Mühle. Topografisch kommt hier das gesamte Abwasser mit einer Druckleitung aus dem Pfingstanger an, wird mit einer erdgasbetriebenen Oxidationsanlage behandelt und gelangt in den im Böllberger Weg liegenden Freispiegelabwasserkanal, der bis zur Kläranlage nach Halle-Nord führt.
    Leider strömt aus der Anlage und auch den Gullydeckeln in der Fahrbahn, wie schon mehrfach erwähnt, H2S-Gas und unverbranntes Erdgas aus. Da bei ungünstigen Windverhältnissen auch das geplante Wohngebiet davon negativ betroffen ist, hat die Stadt in einem Gutachten versucht das leidige Problem herunter zu spielen, weil diese Situation nur an 10 Tagen im Jahr auftreten würde. Der Betreiber der Anlage, die HWA ist zwar bemüht,die Anlage zu modernisieren. Sie kann aber nicht garantieren, dass dadurch das stinkende Problem vom Tisch ist.
    Ich bin der Meinung, dass zuerst die volle Funktionstüchtigkeit dieser Abwasserbehandlungsanlage nachgewiesen werden muß, bevor man mit dem Bau des neuen Wohngebietes beginnt. Ansonsten könnte es zu bösen Überraschungen für die Neubürger kommen.

    #310808

    Man könnte die Mieter zum „Schnupperwohnen“ einladen 🙂

    #310809

    @schulze,
    soviel ich weiß würde der Slip-Eigentümer noch verhandeln, aber es geht um die Durchwegung des Ufergrundstückes und die beidseitige Einzäunug zum Schutz vor eindringenden Vandalen. Dazu ist die Stadt leider nicht bereit. Ähnliche Streitigkeiten sind mit der Fa. Gipser und dem Mühlenbesitzer noch nicht ausgestanden.

    #310810

    Danke @kenno für die Information, ich habe mich schon immer gefragt, was das für eine Anlage ist.

    Ich komme da im Jahr ca. 20 bis 30 mal vorbei und es stinkt fast immer! Das mit den 10 Tagen kann nicht stimmen.

    #310816

    Ein gewachsene Stadt wird seit Jahren sythematisch kaputt gemacht, vor allem durch die GWG. Ein Geschrei nach dem „Jahrhunderthochwasser“ – Eissporthalle weg, Planetarium mit Sternwarte weg. Aber in hochwassergefährtdeten Gebieten neu bauen. Da rede ich nicht mal von den vielen anderen Problemen die es dort gibt.

    #310819

    Welchen Zusammenhang siehst du zwischen GWG – Eissporthalle, Planetarium?
    Und inwieweit ist das Gelände am Bölli hochwassergefährdet?

    #310829

    Nach meinen Recherchen sind die denkmalgeschützten Gebäude im Hof der Hildebrandschen Mühle (siehe Fotos) und die untere Neubaureihe hochwassergefährdet, wobei wahrscheinlich nur vom HQ 100 ohne Beachtung des üblichen Freibordes ausgegangen wurde.
    PS.: Auf dem letzten Foto ist auch das Endstück des ehemaligen Anschlußgleises auf dem Hof der Mühle zu erkennen.

    #310832

    Was ist denn das übliche Freibord? Die Gesetzeslage kennt nur das HQ100 an sich.

    #310833

    20 cm sind es, glaub ich, am Deich.

    #310844

    @Hei-wu,
    gemäß DIN 19712-Flußdeiche sind es 50 cm !

    #310845

    Ah, am Deich.
    Wenn Wasser an einem natürlichen Ufer steht, braucht es das also nicht.

    #310846

    Bei Hochwasser steht der Wasserspiegel aber nicht mehr am natürlichen Flußufer !

    #310847

    Das „natürliche Flussufer“ im Sinne einer natürlich gewachsenen Böschung.

    #310848

    Ok, nicht gewachsen natürlich, aber im weitesten Sinne natürlich entstandenes Flussufer durch Abtragung an einer erhöhten Landmasse.

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