Startseite Foren Halle (Saale) Gimritzer Damm: Bauarbeiten für neuen Schutzdamm haben begonnen

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  • #124347

    Komisch, dass auch keiner mehr heult, dass der Rummel einer chicken Bebauung am Park hinterm Deich weichen muss.

    #124348

    Die alte Zeit und Festsetzungen von Höppner, sowie alte Politikgeschichten können in der Schublade bleiben. Die alten Geschichten sind gelaufen. Daran ändert niemand etwas. Wichtig ist doch, darüber zu sprechen, wie die Dinge heute und zukünftig besser gemacht werden können. Also zurück zum Thema.

    #124349

    Möchte mal jemand zu # 124338 Stellung nehmen oder eiern wir heute hier wieder nur rum?

    #124350

    @Hei-Wu u.a.

    Danke für die Karte. Aber leider war das nicht meine Frage.

    Ich fragte nach den nach dieser Rechtsverordnung festgesetzten Überschwemmungsgebieten:

    http://www.lvwa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/LVWA/LVwA/Dokumente/landwirtschaftumwelt/Saale_Verordnung_mit_Unterschrift.pdf

    Auf der Suche im Netz bin ich nun fündig geworden:

    http://www.lvwa.sachsen-anhalt.de/landwirtschaft-und-umwelt/wasser/ueberschwemmungsgebiete/saale/

    Die Stadt Halle hat an dieser Stelle kein ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet im Sinne des § 76 Wasserhaushaltsgesetz. Habe mich sicherheitshalber durch alle Karten geklickt.

    Das bedeutet aber im Umkehrschluss: Die Ausweisung von neuen Baugebieten in Bauleitplänen oder sonstigen Satzungen nach dem Baugesetzbuch ist am Rummelplatz zulässig.

    #124351

    Hier eine alphabetische Übersicht alle Flüsse mit Festsetzungen in Sachsen-Anhalt:

    http://www.lvwa.sachsen-anhalt.de/landwirtschaft-und-umwelt/wasser/ueberschwemmungsgebiete/festgesetzte-ueberschwemmungsgebiete/

    #124352

    @Sfk,
    kannst du uns freundlicherweise sagen, welches Kartenblatt die Saale in Halle betrifft und welchen Stand hat denn diese Dokumentation?

    #124358

    @Kenno

    Schau mal in die Übersichtskarte. Offenbar reichen die Überschwemmungsgebiete nur bis kurz unterhalb von Könnern? Kann mit das irgendwie nicht vorstellen.

    #124373

    @Kenno

    Schau mal in die Übersichtskarte. Offenbar reichen die Überschwemmungsgebiete nur bis kurz unterhalb von Könnern? Kann mit das irgendwie nicht vorstellen.

    Es gibt aber auch schon mit Datenstand 2014 vom LHW Hochwassergefahrenkarte für verschiedene Wahrscheinlichkeiten sowie Hochwasserrisikokarten für die Saale in Halle:
    http://www.geocms.com/webmap-lsa/de/lhw-hochwasserrisikokarten.html

    #124376

    Es ist ja in der zitierten Ordnung ziemlich klar festgelegt, dass Überschwemmungsgebiet das Land ist, welches bei HQ 100 überschwemmt. Aber ganz ehrlich, bezog sich meine Frage nicht mal so sehr auf Halle, sondern auch auf alle anderen Deichbauprojekte in Sachsen-Anhalt. Der LHW baut ja bevorzugt Deiche. In Merseburg sind es sehr wenige Häuser die geschützt werden, die aber – wenn man das mit Halle vergleicht – nach Aussage von Herrn Henning noch mehr Retentionsraum vernichten als hier vor Ort. Also kommen weitere 2-4 cm +x hinzu. Ich finde, der LHW sollte Vorbild sein und sich an die Gesetze halten – und dies „rechtzeitig“ also begleitend zum Deichbau. Insgesamt wäre es an der Zeit, nicht mehr so großflächig den Raum des Flusses zu verringern, sondern viel engmaschiger an den einzelnen Häusern Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

    #124380

    Ganz klares nein!

    Wo ist die Festsetzung für das Gebiet rund um den Rummelplatz?

    § 1 Absatz 1 der Verordnung verweist ja ausdrücklich auf die Bestimmungen in § 1 Absatz 2 und 3. Und das ist Halle NICHT dabei.

    http://www.lvwa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/LVWA/LVwA/Dokumente/landwirtschaftumwelt/Saale_Verordnung_mit_Unterschrift.pdf

    #124388

    Ist beruhigend zu wissen, @SfK, dass es in Halle gar keine verordneten Überschwemmungsgebiete gibt. Dann braucht man sich über die nicht zu streiten. Die juristischen Folgerungen daraus überlassen wir den Rechtsgelehrten, aber interessant ist das schon, was du da herausgefunden hast.

    In gewisser Weise „ausgewiesen“ ( in ganz untechnischem Sinne) sind die markierten Flächen aber schon, und auch die stehen nicht willkürlichen Eingriffen zur Verfügung.

    Oder war das Hochwasser 2013 letztlich illegal, weil nicht eindeutig dafür bestimmte Gebiete überflutet wurden?

    Spaß beiseite: das, was Du meinst, herausgefunden zu haben, würde der Stadt Halle ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Rabeninsel wäre ein prima Gewerbegebiet, der Sandanger läßt sich auch prima eindeichen, und auch den Fluß könnte man prima verrohren und überbauen. Unglaublich, was die Saale dieser Stadt an Potential bietet. Erst jetzt verstehe ich auch Wiegands Wahlprogramm richtig, wo er doch dieses Potential der Stadt am Fluß immer so hervor hob. Da blüht also noch was, ganz gewaltig. Stuttgart 21 hat nur einen Bahnhof unter die Erde gebracht, wäre doch gelacht, wenn wir das mit einem nutzlosen Fluß nicht genau so könnten.

    #124390

    Ich gebe ja selbst zu, dass hier irgendwas nicht stimmen kann. Aber wo liegt der Fehler? Offenbar sind hier die Jecken los. 🙂

    #124392

    Eines ist schon klar: die Jecken waren schon vor Wiegand los. Aber sie haben es, wie seinerzeit die Heinzelmännchen, geheim gehalten. Die Planungen für die Narrenschleife des LHW lagen in Daggis Schublade, Bernd hat sie aber gefunden. Bei Stadion und Spitze war es doch nicht anders.

    Ein Kontinuum gibt es doch in unserer Stadt. Gelbe Lastwagen fahren immer, egal, wer darunter OB ist. Das ist beruhigend, das Leben geht halt weiter…

    #124405

    Ich gebe ja selbst zu, dass hier irgendwas nicht stimmen kann. Aber wo liegt der Fehler? Offenbar sind hier die Jecken los. :-)

    Das scheint kein Fehler sondern aktueller Rechtsstand zu sein, in der Erläuterung auf Seite 49/50: http://www.lhw.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/Landesbetriebe/LHW/neu_PDF/hwrmrl_stufe2_bericht.pdf wird davon gesprochen das durch das LVwA erst noch Anpassung der Flächen erfolgen muss. Dies ist natürlich relevant für Grundstückswerte speziell in einer Stadt.

    #124407

    Komisch, dass auch keiner mehr heult, dass der Rummel einer chicken Bebauung am Park hinterm Deich weichen muss.

    Irgendwie müssen die Eigenanteile an der Fluthilfeparty finanziert werden. Nur noch die Stadträte glauben an eine 100-Prozent-Förderung der Prunkschlösschen (Eishalle, Eisdom und MMZ).

    #124410

    Welchem „Park“ ??? Und warum sollte es für’s Gut Alleinstellungsmerkmale geben???

    #124413

    Komisch, dass auch keiner mehr heult, dass der Rummel einer chicken Bebauung am Park hinterm Deich weichen muss.

    Nicht komisch. Ein gelernter DDR-Bürger kann zwischen Wahrheit und Propaganda unterscheiden.

    #124417

    Es gibt neues zu berichten.

    Die Stadt Halle hat noch eine Verordnung des Landes zu den Überschwemmungsgebieten aus 2006 (!) online.

    http://www.halle.de/Publications/5182/rv_rp_011_-_rechtsverordnung_ueber_die_festsetzung.pdf

    http://www.halle.de/de/Rathaus-Stadtrat/Digitales-Rathaus/Dienstleistungen/?RecID=1073

    Die Verordnung aus 2013 setzt die Regelungen aus 2006 NICHT außer Kraft. Das ergibt sich aus dem letzten Paragraphen der Verordnung aus 2013:

    http://www.lvwa.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/LVWA/LVwA/Dokumente/landwirtschaftumwelt/Saale_Verordnung_mit_Unterschrift.pdf

    In der Verordnung aus 2006, welche die Stadt online hat, fehlen leider die Karten. Daher lässt sich nicht sagen, ob der Rummelplatz nun Flutungsgebiet ist oder nicht.

    Vielleicht ist jemand so nett und kann sie hier einstellen. Dann wären wir alle schlauer.

    #124419
    #124429

    Kommando an Ruder. Alle Kraft zurück!
    @adiop sollte uns die Hintergründe erklären.

    #124446

    Damit habe ich mich nicht beschäftigt, aber in deiner Schublade des Allwissens liegt sicher die Antwort.

    #124448

    Andererseits sehr naiv zu glauben, daß da jemand den persönlichen Reibach machen könnte… außerdem wäre doch der Sandanger sehr viel ertragreicher…

    Von „persönlichem Reibach“ spreche ich auch garnicht. Ein wirtschaftliches Interesse steht allerdings schon dahinter – oder welche Begründung gibt es für das Festhalten an den mittlerweile aufgegebenen Schutzzielen gegenüber dem LHW?
    Warum das pfui ist, wurde ja schon genug erläutert (auch wenn das eigentlich selbsterklärend sein sollte)…

    <div class=“d4p-bbt-quote-title“>Stadt_für_Kinder schrieb:</div>
    @Kenno

    Schau mal in die Übersichtskarte. Offenbar reichen die Überschwemmungsgebiete nur bis kurz unterhalb von Könnern? Kann mit das irgendwie nicht vorstellen.

    Es gibt aber auch schon mit Datenstand 2014 vom LHW Hochwassergefahrenkarte für verschiedene Wahrscheinlichkeiten sowie Hochwasserrisikokarten für die Saale in Halle:

    http://www.geocms.com/webmap-lsa/de/lhw-hochwasserrisikokarten.html

    Danke für den link! Allerdings erscheinen (man möge mich gern berichtigen) mir auch hier die zugrunde liegenden Karten bzw. die Zuordnung der Art der Nutzung seitens des LHW nicht aktuell: Die Bebauung am Sophienhafen fehlt (nur der Speicher ist zu erkennen), bzw. ist als Industrie- bzw. Gewerbefläche eingeordnet – naja, vielleicht weil dort derzeit noch gebaut wird und die Anpassung erst nach der endgültigen Fertigstellung erfolgt?! 😉

    Zudem soll die Karte „Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit“ das neue HQ200 zeigen. Im Dokument „Erstellung der Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten (Stufe2)“ ist auf Seite 28 zu lesen, dass die HQ200 Extremereignisse „mit Versagen von Hochwasserschutzanlagen“ darstellen soll. Die Karte zeigt auch die teilweise Überflutung von Halle Neustadt und großen Teilen der Klaustorvorstadt. Der Bereich um den Glauchaer Platz hingegen ist laut dieser Karte hochwasserfrei?

    Auf den Bilder im gleichen Dokument (z.B. Seite 21) ist der Glauchaer Platz beim Extremereignis 2013 zu sehen – und vollkommen überschwemmt! Der Deich wurde damals noch nicht mal auf seine künftige Höhenlage erhöht.
    Genau hier setzen doch die Fragen der Betroffenen an: wie sieht im Vergleich dazu ein solches Extremereignis mit neuem Deich aus, der immerhin allein von der Höhe her, genau solch ein Extremereignis kehren soll?

    Genau das ist es, was der LHW bisher den Betroffenen schuldig bleibt!

    Auf der Karte, die die „Hochwasser mit mittlerer Wahrscheinlichkeit“ (HQ100) zeigt, liegt der Festplatz klar im Überschwemmungsgebiet. Dass dann später dort gebaut werden darf, zeigt man uns natürlich wieder an einer anderen Karte…

    Alles in allem präsentiert man immer gerade die Karten, die zeigen, was man „zurechtargumentieren“ möchte.

    Nochmal die Forderung: eine Karte, die das „Extremereignis/Hochwasser mit niedriger Wahrscheinlichkeit“ mit neuem Deichverlauf zeigt – dieser versagt dann nämlich (hoffentlich) nicht und folglich müsste die Karte sich auch anderes darstellen, als derzeit präsentiert!

    Diese dann mit der jetzt gezeigten (http://www.geocms.com/webmap-lsa/de/hochwasserrisikokarte-hq200.html) direkt vergleichen – erst dann sieht man die wahren Auswirkungen auf die anderen Stadtbereiche, die jetzt immer gern in Abrede gestellt werden…

    #124450

    Nochmals etwas neues:

    http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/leiser-abschied-vom-provisorium-stadt-will-neuen-eisdom-zur-eissporthalle-umbauen,20640778,29064076.html

    Ziemlich arrogante Ansichten vom halleschen Eishockeyclub. Wieviele Gelder hat man zwischenzeitlich investiert, um den Sport zu erhalten und sich weiterhin Spiele gegen Schönheide und Braunlage anzusehen? Und nun, da weitere Millionen in Aussicht stehen, wird weiterhin auf noch eine Halle gepocht. Vielleicht realisiert man mal, dass auch diese Gelder aus der Tasche der Bürger stammen, die diese hart erarbeiten mussten.

    #124452

    @halleandersaale:

    Du hast absolut recht, die Karten des LHW weisen grobe Unstimmigkeiten auf, die sich auch überhaupt nicht mit den Erfahrungen und tatsächlichen Gegebenheiten der Hochwasserereignisse 2011 und 2013 decken. Ich will da gar nicht auf Details eingehen. Es liegt halt daran, das die zugrundeliegenden Laserdaten schon eine viel zu hohe Ungenauigkeit aufweisen. Deshalb funktioniert das Modellieren eines Hochwasserereignisses aufgrund solcher Daten halt auch nicht. Die Natur hält sich nicht an die Theorie, die der Rechner ausspuckt.

    #124455

    Wir haben also ein Karten-Wirrwarr?

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