Startseite Foren Halle (Saale) Für 1 Euro: Neuer Versteigerungsversuch bei Scheibe B in Halle-Neustadt

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  • #143111

    Ich glaube, es ist eine Besonderheit von Halle, dass so viele im Vorgestern leben. Das hat man bei vielen abgeschiedenen Provinzstädten. Gerade auch wieder über die Alte-Rathaus-Eiferer gelesen. Ich denke, junge Leute interessieren sich nicht besonders für alte Postkarten.

    #143127

    Ich würde mal schätzen, das größte Problem liegt im langen Leerstand. Dann ist nämlich der Bestandsschutz der ehemaligen Nutzung weg. Mal von Gartenideen abgesehen, braucht man für jede neue Nutzung dann eine Baugenehmigung. Und spätestens bei der Brandschutzprüfung und den folgenden Auflagen wird jedem Bauherren schwindlig. Und dann ist noch die Frage an die Feuerwehr: Kann sie aus so großen Höhen von außen retten? Wahrscheinlich nicht. Also von innen, das macht noch einmal extra Brandschutz.

    #143129

    Da kann ich nur noch mal an die Verantwortlichen appelieren, sich mit den Kollegen in Stockholm zu treffen und aus deren Erfahrungen zu schöpfen.

    #143227

    Im Übrigen hat HaNeu kein “Zentrum”, hat es nie gehabt und wird es nie haben.

    Völliger Quark!
    Es gab für jeden günstig erreichbare Kaufhallen, in denen man das Nötigste bekam, ohne sich x-mal irgendwo für jeden Kram einzeln anstellen zu müssen. Die Neustädter Passage war zwar nicht wie einst der Boulevard, jedoch mit etlichen Geschäften, Zentral-Poliklinik, Hauptpost etc. auf zwei Etagen, Kino in unmittelbarer Nähe, Schwimmhalle durch kurzen Fußmarsch zu erreichen, war schon das Zentrum von Neustadt.

    Geh doch mal an einem schönen Frühlingstag auf den Markt oder an einem lauen Sommerabend in die Kleine Ulli oder die Sternstraße, und dann geh zum Riebeckplatz oder zu den Scheiben und behaupte noch einmal, HaNeu habe ein Zentrum.

    #143228

    <div class=“d4p-bbt-quote-title“>geraldo schrieb:</div>
    Im Übrigen hat HaNeu kein “Zentrum”, hat es nie gehabt und wird es nie haben.

    Mit Verlaub, aber das ist Quatsch. Vor allem ideologischer Quatsch und Verbohrtheit.
    Wenn die Blödzeitung erzählt, ein Stadtzentrum hat gefälligst auszusehen wie Neuschwanstein (was ja in Berlin grade entsteht), glauben das vielleicht einige. Soll´n se doch. Wahrscheinlich sind für die auch Bauhaustraditionen, Le Corbusier und Gropius alles unverbesserliche Stalinisten. Und fühlen sich bestimmt im Urteil des senil-konfusen Gur…. bestätigt, für den Halle-Neustadt Teufelswerk ist. Wenn die sich in ihrer zurückgebliebenen Welt einrichten möchten – bitteschön. Aber dann nicht beschweren, wenn der Lauf der Zeit an ihnen vorüber zieht.

    Die Frage ist noch offen, wer hier Quatsch erzählt oder die Bildzeitung liest. Ein Stadtzentrum ist da wo die Menschen hingehen und sich gerne aufhalten. Das hat überhaupt nichts mit „Neuschwanstein“ zu tun. Genausowenig wie WBS70 oder Magistrale noch wirklich mit Bauhaus zu tun hat.

    #143235

    Geraldo schrieb: “Und wenn wir einmal dabei sind: In der Platte bekam man ohne Schlagbohrmaschine, an die man ohne Beziehungen kaum herankam, nicht mal ein Bild an die Wand…”
    Und trotzdem hatte alle welche an den Wänden.

    An der Eselsmühle gab es eine Ausleihstation für Werkzeug. Dort haben wir unsere Bohrmaschine + Bohrer für wenig Geld bekommen. Für die große Schlagbohrmaschine mußte man sich anmelden.

    #143262

    ach gerald, auch wenn du es gebetsmühlenartig wiederholst, sind die Planer und Architekten von Ha-Neu in der Tradition des Bauhauses zu finden… mach dich einfach mal schlau, lies Bücher…

    Und ja, es gab in der DDR auch Schlagbohrmaschinen und normale Bohrmaschinen mit Schlagvorsatz. Und die konnte man sogar kaufen. Das Wunderwerk in Orange versieht hier immer noch seinen Dienst im Bohrständer… (Einzig die Hartmetallbohrer aus Immelborn haben nicht viel getaugt…)

    #143314

    Und dann ist noch die Frage an die Feuerwehr: Kann sie aus so großen Höhen von außen retten?

    Wie ist es denn bei den Y-Häusern und den Punkthochhäusern? Dieses Argument ist also Unfug. So ziemlich jedes Hochhaus hat eine Löschwassereinspeisung.
    Weiterhin gibt es heutzutage technische Möglichkeiten für Sprinkleranlagen und automatische Löschsysteme.

    @nachtschwärmer: Bitte richtig lesen. (1) Ich schrieb von außen retten. Und von außen retten kann man ab einer bestimmten Etage auch keinen im Y-Haus oder Punkthochhaus. (2) Ich schrieb auch etwas vom erloschenen Bestandsschutz und von der Notwendigkeit eine Nutzungsgenehmigung vom Bauordnungsamt zu bekommen. Da werden nämlich die neuen Vorschriften aus der Bauordnung und der Hochhausrichtlinie herangezogen. Im übrigen gibt es im Punkthochhaus nicht nur eine Löschwassereinspeisung sondern eine sogenannte Nassleistung. (3) Nun zu den beschriebenen Spinkleranlagen und automatischen Löschsystemen. Die gibt es, kosten jede Menge Geld in Anschaffung und Wartung. Aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die Verfügbarkeit von auch im Brandfall sicheren Rettungswegen und der Schutz der Wohnung gegen eindringendes Feuer + Rauch nach den aktuellen Vorschriften. Da reicht F30 (Feuerwiderstandsklasse 30 Minuten)nicht aus. Kannst schon mal die Promat-Preise googlen …

    #143600

    in der zeitung stand, das der neue Scheibenbesitzer daraus eventl. Wohnungen machen will.

    #145306

    Es wäre in der Tat untersuchenswert, was die ehemaligen Bewohner der Arbeiterschließfächer reihenweise in ebenerdige Verschuldungshöllen trieb und treibt. Hat wohl irgendwie nicht funktioniert mit dem neuen Menschen.

    einige glauben eben, letztlich gleiche neubau-efh wären irgendwie individueller als eine eigentums-plattenbauwohnung. wahrscheinlich geht es eigentlich nur darum, das heißgeliebte blechle immer und ständig in armeslänge vor die wohnungsfenster hinstellen zu können. das nennen dann manche sogar persönliche freiheit, auch wenn sie sich dafür über alle ohren bis in die nächste generation verschulden und verkaufen

    Geh doch mal an einem schönen Frühlingstag auf den Markt oder an einem lauen Sommerabend in die Kleine Ulli oder die Sternstraße, und dann geh zum Riebeckplatz oder zu den Scheiben und behaupte noch einmal, HaNeu habe ein Zentrum.

    auf dem markt ist außerhalb der geschäftszeiten (oder den hochoffiziellen veranstaltungen) ausgesprochen wenig los. das hat mit leben im sinne von „sich freiwillig und wiederholt an einem bestimmten ort zu unterhaltungs- und/ oder bildungszwecken einfinden“ nichts zu tun. die geometrisch abgezirkelten freisitz-areale der beiden gegenüberliegenden restaurants (unten im kaufhof und stadthaus) vermitteln genau das gegenteil heimeliger biergarten-atmosphäre. das fehlende grün unterstreicht die sterile leere des marktes. er mag offizielles und geografisches zentrum von halle sein, aber anziehend und einladend ist er nicht. was nützt ein zentrum, welches von den bewohnern einer stadt innerlich nicht angenommen wird? wer dort nichts zu erledigen hat oder automatisch auf dem weg irgendwohin dort langkommt, verirrt sich eher nicht auf den markt. insofern unterscheidet sich der markt nicht vom haneuer zentrum.

    #145355

    Genau, und „Stadt“ kostet auch immer irgendwo Geld, das gibt es ja nun auch nicht so im Überfluss

    #236143

    In Frankfurt/Main ist man dabei ein ehemaliges Getreidesilo in ein Wohnhochhaus umzubauen:
    eine grafik

    #236150

    Machen die das im Hafen nicht auch?
    Warum in die Ferne schweifen?

    Und die Arbeiterschließfächer waren heiß begehrt, ob Bauhaus oder VEB.
    Warme Wohnungen, warmes Wasser, keine Kohlen hoch holen , keine Asche wegbringen, und im Haus halfen sich alle.
    So musste das Paradis sein.
    Wurde es zu laut, gab es das Heizkörpersignalsystem.

    #236151

    Wurde es zu laut, gab es das Heizkörpersignalsystem

    🙂

    #236159

    Ein Euro- die kauf ich mir, dann hab ich eine Scheibe!!

    #236314

    Anonym

    Man (ich) könnte sich fast in die Diskussion scmeißen und eifrig mit-und gegendiskutieren. Aber @nachtschwärmer vertritt meine Positionen vorbildlich !!Daumen hoch!

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