Startseite Foren Halle (Saale) Feldzug gegen Diesel ist ein Feldzug gegen Arbeitsplätze sowie Mittelstand und Handwerk

Dieses Thema enthält 91 Antworten und 21 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  farbspektrum vor 6 Tagen, 15 Stunden.

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  • #335412

    @nixidee:

    Wenn du für das Problem, dass es zu viele Autos für zu wenig Platz gibt, einen besseren Lösungsvorschlag hast als Parkgebühren, dann stell ihn vor. Möge die bessere Idee gewinnen.

    Falschparken als toleriertes Massenphänomen hat ausgedient, das lässt sich die Stadt einfach nicht mehr lange gefallen. Kreuzungen zu blockieren, Feuerwehrwege zu versperren, Fußwege zu versperren und Kindern das Überqueren der Straße gefährlicher zu machen.

    Die „No-Deal“ Lösung ist so ähnlich wie beim Brexit nicht die beste. Das ist die Variante „wer zu spät kommt, den bestraft der Strafzettel“ (oder Abschlepper).

    Und nicht wieder so ein pauschales „mehr Parkhäuser“. Genau sagen, welche Wohnhäuser entfernt werden sollen. Wer zahlt. Autofahrertypisch möglichst jeden Kilometer einen, damit keiner mehr als 500m zum Parkplatz laufen muss.

    Und ja, ich halte es für verträglich, wenn in Bereichen mit knappem Platz die Autofahrer ohne eigenen Stellplatz 50€ im Jahr zahlen.

    Verkehr und Verkehrtes in Halle - halle-verkehrt.de

    #335413

    Lebenswerter heißt für dich aber wohl, daß nur die noch ein Auto haben dürfen, die das neuesete und beste Modell bezahlen können. Alle anderen Parias sollen gefälligst ihr Leben anders einstellen. Schön, daß du sie dann auch noch zur Arbeit und ihren Freizeitaktivitäten befördern willst. Und mancheiner von diesen hat sogar noch soziale Aufgaben zu erfüllen, Pflege etc. in unterschiedlichen Entfernungen und erreichbaren Ortschaften. Schön für dich, wenn du dich dann darum kümmern willst.

    Übrigens gibt es kei Fahrzeug in der >2,5t-Klasse, das mit Benzin fährt…

    #335414

    teu

    @nixidee:

    Und ja, ich halte es für verträglich, wenn in Bereichen mit knappem Platz die Autofahrer ohne eigenen Stellplatz 50€ im Jahr zahlen.

    Meine Frau zahlt 40€ monatlich in Glaucha, um ihren Beruf im Schichtdienst nachgehen zu können.
    Und wehe, sie vergisst die Genehmigung deutlich sichtbar zu hinterlegen, dann wird es richtig teuer.

    #335417

    Auch wenn es sicher umsonst ist, darf auch gern der Arbeitgeber gefragt werden, wo die Pflichtstellplätze für seine Nutzung/seine Angestellten sind.

    #335418

    @nixidee:

    Wenn du für das Problem, dass es zu viele Autos für zu wenig Platz gibt, einen besseren Lösungsvorschlag hast als Parkgebühren, dann stell ihn vor. Möge die bessere Idee gewinnen.

    Falschparken als toleriertes Massenphänomen hat ausgedient, das lässt sich die Stadt einfach nicht mehr lange gefallen. Kreuzungen zu blockieren, Feuerwehrwege zu versperren, Fußwege zu versperren und Kindern das Überqueren der Straße gefährlicher zu machen.

    Die „No-Deal“ Lösung ist so ähnlich wie beim Brexit nicht die beste. Das ist die Variante „wer zu spät kommt, den bestraft der Strafzettel“ (oder Abschlepper).

    Und nicht wieder so ein pauschales „mehr Parkhäuser“. Genau sagen, welche Wohnhäuser entfernt werden sollen. Wer zahlt. Autofahrertypisch möglichst jeden Kilometer einen, damit keiner mehr als 500m zum Parkplatz laufen muss.

    Und ja, ich halte es für verträglich, wenn in Bereichen mit knappem Platz die Autofahrer ohne eigenen Stellplatz 50€ im Jahr zahlen.

    Man hat unter anderem seit Jahren verpaßt die Stellplatzablösen sinnvoll zu nutzen. Das wäre ein Anfang. Und ja 50€ im Jahr für einen Stellplatz wäre auch noch okay, ich glaube aktuell liegt dieser nämlich bei 35€ ohne Garantie für selbigen.

    Vielleicht solltest du dich lieber zu den tollen Menschen in Oslo gesellen anstatt die Stadt und ihre Menschen mit deinem Wahn zu terrorisieren. Man munkelt bei der Stadt bist du ja schon sehr „beliebt“. Und ein Herr Poggenburg z.B. will Städte auch nur lebenswerter machen, der ist genauso auf dem falschen Weg wie du. Warum glauben immer alle sie würden etwas Gutes tun?

    Mein Avatar hat es dir ja angetan, hast du Hoffnung als kleiner dickbäuchiger Krawallmacher noch zu Ruhm zu kommen? Bis jetzt bleibt es eher eine traurige Komödie.

    #335433

    @schulze:

    Lebenswerter heißt für dich aber wohl, daß nur die noch ein Auto haben dürfen, die das neuesete und beste Modell bezahlen können.

    Fahrverbote sind gar nicht mein Ding. Die sind auch nur die Folge von politischem Totalversagen auf ganzer Linie. Die Grenzwerte werden ja nicht so weit überschritten. Die Bundesregierung und die Städte hätten 10 Jahre Zeit gehabt, das Problem zu lösen.

    Stattdessen haben sie

    1. verhindert, dass die Betrugsautos mit ihren bis 700% realen Überschreitung der Abgaswerte auf Kosten der Hersteller/Verursacher repariert oder umgetauscht wurden – damit liegt das Problem jetzt beim Käufer.

    2. den anderen Verkehr zu stark behindert. Karlsruhe und Stuttgart sind vor 20 Jahren mit ähnlichen Problemen gestartet, Karlsruhe ist weit weg von jedem Fahrverbot. Die haben einfach den kompletten Umweltverbund gestärkt (25% Radverkehrsanteil, Mekka des Carsharings, soliden ÖPNV), Stuttgart hat im Wesentlichen aufs Auto gesetzt.

    Also bitte: häng das Versagen von VW, dem BMVI und den Kommunen nicht der Ökowolke an. Die Rezepte lagen alle seit Jahren auf dem Tisch, zum größten Teil zuzahlungsfrei.

    Dann: eine Reduktion um 10% ist weit weg von „nur noch die Reichen“. Wenn du jetzt eine Schicht „die oberen 90%“ konstruieren willst, wird es absurd. Die „Einkommensschwachen“, das hat @nixidee schön verschleiert, haben zum nennenswerten Teil gar kein Auto. Für @nixidee ist man nur Mensch, wenn man ein Auto hat, da ist das kein Wunder, aber allgemein betrachtet gehören auch die 30% der halleschen Haushalte, die gar kein Auto haben, zu Halle.

    Alle anderen Parias sollen gefälligst ihr Leben anders einstellen.

    Es gibt eine Menge Leute, die Geld haben, aber kein Auto brauchen. Wie du auf Parias kommst, ist mir schleierhaft. Aktuell ist es sogar umgekehrt: über die Stellplatzsatzung finanzieren diejenigen, die sich kein Auto leisten können, die Stellplätze der Leute mit Auto, und über den Stadthaushalt die städtischen Ausgaben für den Autoverkehr.

    Dass ausgerechnet mit billigem Autofahren versucht wird, einen sozialen Ausgleich zu erreichen, zeugt von einem sehr schrägen Humor. Die ganzen Turbokapitalisten entdecken dort ihr Herz für Arme, statt die preiswerten Formen der Fortbewegung zu unterstützen.

    Letztlich ist die Preiserhöhung der HAVAG *jedes* Jahr deutlich größer, als die Kostensteigerung durch eine 50€/Jahr Parkgebühr einmalig wäre (eine Erhöhung um ca. 1.6% der Kosten eines billigen Autos mit 250€/Monat).

    Schön, daß du sie dann auch noch zur Arbeit und ihren Freizeitaktivitäten befördern willst.

    Nicht „auch noch“, sondern mehr und bessere Mobilität ist das primäre Ziel meiner Aktionen.

    Wenn man vom Mobilitätsbedarf und dem vorhandenen Platz ausgeht, kommt man auf viel weniger Auto und viel mehr Rad, Fuß, ÖPNV und Carsharing.

    Die Autos behindern massiv die Mobilität in Halle.

    Und mancheiner von diesen hat sogar noch soziale Aufgaben zu erfüllen, Pflege etc. in unterschiedlichen Entfernungen und erreichbaren Ortschaften.

    Der Pfleger oder auch der Rollstuhlfahrer profitiert enorm, wenn die unsinnigen Fahrten wegfallen. Aktuell behindern die Unsinnsfahrten und die unsinnig stehenden Autos alles andere, inklusive Feuerwehr, Krankenwagen, Behindertentransporte, Straßenbahnen, Fahrräder, andere Autos.

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    #335438

    @nixidee:

    Und ja, ich halte es für verträglich, wenn in Bereichen mit knappem Platz die Autofahrer ohne eigenen Stellplatz 50€ im Jahr zahlen.

    Meine Frau zahlt 40€ monatlich in Glaucha, um ihren Beruf im Schichtdienst nachgehen zu können.
    Und wehe, sie vergisst die Genehmigung deutlich sichtbar zu hinterlegen, dann wird es richtig teuer.

    Ja, auch deshalb verstehe ich den Widerstand gegen solche geringen Kosten nicht wirklich. Vor allem, wenn sie helfen, die Parkplatzsuche zu verringern.

    Wenn ich 40€/Monat zahlen müsste, würde ich über irgend eine Art der Kombination (billiger Parkplatz + Bahn/Fahrrad/Fahrgemeinschaft) nachdenken. Oder den Arbeitgeber fragen, ob er für die mit weitem Anfahrtsweg einen Parkplatz stellen kann. Arbeitnehmer vergrault man aktuell lieber nicht.

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    #335439

    @nixidee: in vielen halleschen Stadtvierteln, die mit Autos komplett überlaufen, ist das Parken kostenlos.

    Oft (wie im Paulusviertel) scheitert das klassische Anwohnerparken an den notwendigen Voraussetzungen. Aber einen Grund gegen normale Parkraumbewirtschaftung mit besonders günstigen Jahrestickets kann ich nicht erkennen.

    Aber ich gebe zu, dass dazu noch kein ordentlich formulierter Antrag von irgend einer Stadtratsfraktion eingestellt wurde. Ein paar Berater haben (2016?) städtisches Geld bekommen, um ein Parkraumkonzept zu basteln, aber zumindest vor ein paar Monaten war das noch immer unter Verschluss. Viel weniger als die Winterräumung der Radwege hat das Konzept wohl nicht gekostet, eher mehr.

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    #335443

    @nixidee: wie wandelt man Stellplatzablösegebühren denn in Platz um? Diesen Teil in schwarzer Magie habe ich komplett verpasst. Und wenn das vor Jahren gegangen wäre, warum geht es jetzt nicht mehr?

    Wenn ich mir die vorhandenen Mietparkplätze im Paulusviertel und Umgebung anschaue, sehe ich da Baulücken. Umgeben von Wohnungen, die für 9,-/m^2 aufwärts angeboten werden (Hardenbergstraße, Reilstraße).

    Dass dort in 3 Jahren noch Baulücken sind, darauf würde ich nicht mein Fahrrad verwetten.

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    #335465

    „Magdeburg befindet sich etwa 80 Kilometer von Halle entfernt. Mit dem Auto braucht man dafür etwas über eine Stunde, mit dem Zug knapp 50 Minuten. Deshalb entscheidet sich André Müller meistens dafür, mit der Bahn zu seinem Arbeitsplatz bei Dell.“
    https://www.mz-web.de/halle-saale/halle-pendler-warum-ein-magdeburger-zwei-stunden-fuer-den-weg-zum-job-in-kauf-nimmt–31170914
    Beispiel für Milchmädchen.
    Und dann läuft er wohl 1km zu Dell und in Magdeburg wohnt er wohl im Bahnhof?

    #335477

    Wo der Herr aus MD ja jetzt quasi von der A14 kurz auf die B100 und dann auf die Europachaussee fahren könnte und praktisch 400 Meter vom Dell Parkplatz entfernt von der Europachaussee runter fährt. Also meine Bestzeit von Wiedemar zum US Play am Pfahlberg in Magdeburg sind 42 Minuten, da gabs aber auch noch nicht so viele Baustellen auf der A14.

    #335479

    Wir sind stolz auf dich Poldy.

    Und natürlich auch auf unser buntes Milchmädchen.
    Vielleicht liest er ja auch gerne mal ein Buch oder macht noch ein Nickerchen, kann dir eigentlich auch total egal sein, was der Mann so macht. Süß, wie du immer an den Entscheidungen völlig fremder Leute Anteil nimmst.

    #335492

    Es ist nicht einfach ein Schicksal fremder Leute. Es ist ein Propagandaratikel mit hingetricksten Zeiten, wie schön angeblich ÖPNV ist.
    Für so doof können sie doch die Leute nicht verkaufen, dass sie die Fahrzeiten von Bahnhof zu Bahnhof mit den Fahrzeiten von Haustür zu Haustür vergleichen.

    #335514

    Wo ist denn das ein Propagandaartikel für ÖPNV?
    Im Kern erzählt der Artikel doch darum, dass immer mehr Arbeitnehmer immer weiter pendeln. Die Frage ist eher, ob das eigentlich die richtige Entwicklung ist. Für den Herren scheint das ok, was ich nicht teilen würde, aber ist seine Sache. Er möchte aber lieber Zug fahren als mit dem Auto.

    #335545

    „Er möchte aber lieber Zug fahren als mit dem Auto.“
    Diese Aussage wäre auch völlig ausreichend. Erst die Zahlen, die etwas falsches suggerieren, machen es zur Propaganda.

    #335559
    #335562

    Es lohnt sich nicht das Thema zu vertiefen. Es ist eben die MZ.

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