Startseite Foren Halle (Saale) FDP Sachsen-Anhalt ist gegen 15-km-Regel

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  • #388438

    „Wenn das Kabinett heute über die neuen Corona-Regeln entscheidet, sollten die Mitglieder auf die Bewegungseinschränkungen in den Landkreisen verzicht
    [Der komplette Artikel: FDP Sachsen-Anhalt ist gegen 15-km-Regel]

    #388439

    diese 15km-beschränkung ist quark.
    tatsächlich sollte es günstiger sein, daß die leute den großen harz etc. durchwandern dürfen, statt sich zwangsweise in der hiesigen heide oder aufm petersberg auf die füße zu treten.
    und tatsächlich sollten die tourigeübten harzer orte in der lage sein, die masse durch „Besucherlenkung“ von den 3-4 dortigen hauptzielen abzulenken.
    stattdessen so ’n quatsch 🙄

    #388440

    Na ja, man hat sowohl in Winterberg im Sauerland, im Erzgebirge und in Bayern gesehen, dass das mit der Besucherlenkung nicht richtig funktioniert. Natürlich hat niemand etwas dagegen, dass eine Familie im Harz wandert. Aber man kann schon allgemeine Regeln kaum durchsetzen, wie soll man denn dann auch noch kontrollieren, on jemand Ski fährt, ob die Insassen im Auto wirklich eine Familie sind usw. Manche Leute sind leider unvernünftig, das hat man ja in der Vergangenheit oft genug gesehen. Die Brockenbahn fährt beispielsweise noch von Wernigerode bis Drei-Annen-Höhne, kann man sich vorstellen, was das für Ansturm dort gibt. Und wenn dann noch der Glühwein aus der Thermoskanne ausgepackt wird, wird es gemütlich…

    #388441

    ist trotzdem käse.
    wer all dies so machen möchte, wie Sie’s beschreiben, der tut das auch im 15km-radius. da nützt diese wirklich überbordende einschränkung nix.
    das wäre so willkürlich, wie wenn man jetzt chips verbieten würde, weil sie schädlich sind. (was sie ja sogar -im gegensatz zum harzwandern- auch sind)

    #388442

    Schon wieder eine putzige Gleichsetzung!
    Zeugnis von „inkomplexer Logik“, um einen Ausdruck (im anderen Thread) meiner Vorrednerin zu benutzen. Wobei es das Wort auf Deutsch nicht gibt und wenn man es unbedingt aus dem Englischen übernehmen wollte auch richtig mit „c“ schreiben sollte.

    #388443

    „Schon wieder eine putzige Gleichsetzung!“
    nö, ein nachvollziehbares analoges beispiel.

    #388444

    @k-hädicke
    Wissen Sie, was das Problem ist? Ja, es sind sind die vielen Ausnahmen, denn so lässt sich die Grundregel kaum noch kontrollieren. So kann man eine Pandemie nicht wirksam bekämpfen. Auch habe ich heute gelesen, die Büros endlich dicht zu machen. Das begrüße ich. Ich meine diejenigen, wo man jetzt wirklich Heimarbeit anordnen kann. Stattdessen gibt es suboptimalen Infektionsschutz auf Arbeit.

    #388447

    @k-hädicke

    Wissen Sie, was das Problem ist? Ja, es sind sind die vielen Ausnahmen, denn so lässt sich die Grundregel kaum noch kontrollieren. So kann man eine Pandemie nicht wirksam bekämpfen. Auch habe ich heute gelesen, die Büros endlich dicht zu machen. Das begrüße ich. Ich meine diejenigen, wo man jetzt wirklich Heimarbeit anordnen kann. Stattdessen gibt es suboptimalen Infektionsschutz auf Arbeit.

    ja, ich sehe, was ein problem ist: einseitige, inkomplexe betrachtung und demzufolge keine bzw keine echte/umfassende diskussion.
    „die grundregel…“? wissen Sie, das hört sich in meinen ohren fanatisch an.
    auf der anderen seite sind Sie bereit, andere so viel verlust erfahren zu lassen. und das nur, damit Sie Ihr kontrollbedürfnis befriedigen, daß ich nicht durch den harz laufe, daß ich keine menschenseele treffe, daß ich keinen cent mehr verdienen gehe…
    als wenn diese dinge helfen würden.

    #388450

    Arme SfK, wie kannst Du nur so „inkompex“ die Dinge betrachten! Denk mal „komplex“ (natürlich meine ich „differenziert“) und diskutiere endlich zieloffen (oder auch ziel- und orientierungslos) mit den freidenkenden Individuen unserer Zeit (bzw. mit den bescheidenen Menschen, die sich für sowas halten).

    Und noch ein Beispiel von „inkomplexer“ Betrachtung:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-worum-es-bei-der-einschraenkung-des-bewegungsradius-auf-15-kilometer-wirklich-geht-a-ce483576-4d42-45a2-86e2-57874299c00d

    #388454

    diese 15km-beschränkung ist quark.

    tatsächlich sollte es günstiger sein, daß die leute den großen harz etc. durchwandern dürfen, statt sich zwangsweise in der hiesigen heide oder aufm petersberg auf die füße zu treten.

    und tatsächlich sollten die tourigeübten harzer orte in der lage sein, die masse durch „Besucherlenkung“ von den 3-4 dortigen hauptzielen abzulenken.

    stattdessen so ’n quatsch 🙄

    Die 15km sind natürlich eine relativ willkürliche Grenze, die sollen aber eben die unnötigen Touren etwas ausbremsen. Sowas ist nötig, weil Appelle nichts genutzt haben und sind die Vorstufe zu einem harten Lockdown.

    Und das Maßnahmen unvermeidbar sind, zeigen die aktuellen Zahlen. Man konnte die Neuinfektionen zwar etwas entschleunigen aber es ist offensichtlich noch nicht genug. Im Sommer haben die „Corona auf die leichte Schulter nehmer“ (noch netter kann ich es wirklich nicht umschreiben) die Pandemie für beendet erklärt und zynisch nach der zweiten Welle gefragt, diese war für den Herbst erwartet worden und kam im Herbst. Da waren es auf einmal die vielen Tests, auch wenn die Anzahl sogar leicht sank. Danach war alles halb so wild, es gab ja noch genug Intensivbetten. Dann gab es den Lockdown und es wurde weiter auf freie Intensivbetten verwiesen obwohl immer mehr Krankenhäuser voll liefen und auch absehbar war, dass die Lage sich nicht entspannen kann, da sich immer noch mehr und mehr Menschen infiziert haben und auch mehr in den Krankenhäusern landeten. Dann kam Weihnachten und es wurde auch vorher gesagt, was die Konsequenzen sind, wenn man sich nicht einschränkt und natürlich schränkten sich nur wenige ein. Man hielt es sogar für eine Tolle Idee gemeinsam touristische Gebiete zu stürmen, schließlich hält sich ja bestimmt wer anders an die Verordnungen und Empfehlungen.

    Jetzt stehen wir hier, die vermutlich rettende Impfung ist noch in weiter Ferne und wir können annehmen, dass die Umstände bis zum Ende des Frühjahres nicht groß ändern und wir mit den aktuellen Maßnahmen und dem Umgang der Menschen damit weiter steigende Infektionszahlen haben werden.

    Es sollte doch jedem klar sein, dass wir ohne Verschärfung der Maßnahmen hier nicht weiter kommen. Und nicht weiter kommen heißt, volle Krankenhäuser und bald noch viel mehr Tote. Und wir sind mittlerweile ebei 37.607 Toten in nichtmal einem Jahr. Zum Vergleich, die schlimmste Grippesaison seit sehr sehr vielen Jahrzehnten hat es auf geschätzte 25.000 gebracht, diese Schätzung steht für Corona noch aus, da die 37.607 Todesopfer „nur“ die sind, die auch Laborbestätigt sind. Zum Vergleich, 2017/2018 gab es keine 2.000 Laborbestätigte Todesopfer durch die Influenza. Aktuell sind wir bei knapp 1000 Todesopfern pro Tag, einfach so zu dem normalen Tagesgeschehen und die Tendenz bleibt steigend und dieser Trend, wie auch die Infektionen werden weiter nachlaufen.

    Also zurück zur 15km Grenze. Ist diese willkürlich? Klar. Wird sie das Problem lösen? Vermutlich nicht. Es ist eben der letzte verzweifelte Versuch ohne harten Lockdown aus der Sache zu gehen. Und hier sind wir wieder bei dem alten Dilemma, wären wir mündige und vernünftige Bürger, hätte es keine verordnete Maßnahmen geben müssen. Mit dieser Unvernunft im Blick, wäre die einzig sinnvolle Lösung ein relativ früher und harter Lockdown gewesen um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen. Dann würden wir aktuell vielleicht sogar mit einer gewissen Vorsicht im Café sitzen können. Stattdessen haben wir viel Zeit verschenkt und uns unnötig lange eingeschränkt. Die Infektionszahlen auf ein erträgliches Maß zu senken wird somit auch deutlich länger brauchen, vor allem wenn man weiter Angst vor einer gewissen Konsequenz hat.

    Und noch zum Schluß eine kleine Anmerkung zu deiner Theorie über die Ausflüge. Natürlich ist in der Theorie mehr Platz im Harz als in der Heide. Nur haben die letzten Tage das Problem doch sehr eindrucksvoll gezeigt, die Leute verteilen sich eben nicht. Die haben nämlich alle die selbe Idee und fahren in die paar bekannten Ausflugsregionen. Trotz Warnungen, trotz Empfehlungen und sogar trotz Sperrungen. Durch die 15km Regel denken zumindest ein paar Leute nach und nicht ganz Deutschland kann sich an einem Punkt treffen.

    #388456

    Die 15km- Grenze ist nicht willkürlich. Im TV erklärte ein Kundiger, dass man sich anhand der Ausbreitungs-Statistik etwas gedacht hat. Statt eine Stadt der Unbelehrbaren abzusperren, ist das die sanftere Methode. Es ist ja nun auch geklärt, dass es ab Ortsgrenze gilt und nicht ab Wohnsitz. Eigentlich bin ich froh, dass die Neokonservativen immer etwas verlautbaren, was ihre Wählerschar reduziert.

    #388459

    Gute Beschreibung, @nix idee.
    Die Erkenntnis, dass man die Gefahr lange nicht ernst genommen habe, kam in diesen Tagen auch bei dem einstigen „Lockerungsprediger“ Bodo Ramelow ein. Heute hat er dem MDR ein Radiointerview gegeben. Darin erklärte er, dasss es ihm „unendlich Leid“ tue, die Gefahr so lange unterschätzt zu haben. Er betonte, er selbstz sei schuld und mache sich nun schwere Vorwürfe. Jetzt plädiert er für einen „richtig harten“ Lockdown, also auch Arbeitsstätten runterfahren usw. Eine solche Selbstkritik von einem Ministerpräsidenten fand ich schon beeindruckend. Das hört man selten.

    #388464

    B2B

    Jetzt stehen wir hier, die vermutlich rettende Impfung ist noch in weiter Ferne

    Hätten die Politiker ihre Zeit nicht mit Pressekonferenzen zur Erstimpfung verschwendet und in die Produktionskapazitäten der Hersteller geschaut, hätten sie die Bürger schon viel früher über realistische Impfplanungen informieren können.

    Die Verordnung immer weiterer Placebos zeigt die Hilflosigkeit der Politik. Ein Hühnerhaufen, der in selbst geschürter Panik planlos wild durcheinanderflattert. Wer Politiker will, die erst denken und dann handeln muss 2021 FDP wählen.

    #388472

    Hätten die Politiker ihre Zeit nicht mit Pressekonferenzen zur Erstimpfung verschwendet und in die Produktionskapazitäten der Hersteller geschaut, hätten sie die Bürger schon viel früher über realistische Impfplanungen informieren können.

    Die Ambivalenz unserer Corona „Skeptiker“, meckern dass der Impfstoff viel zu früh zugelassenen und unsicher ist und beschweren sich, dass er so spät kommt. Und was wäre eigentlich deine Idee gewesen? Du wusstest im Frühjahr/Sommer schon welcher Hersteller wann liefern kann? Respekt. Ich ziehe meinen Hut, ich dachte immer Du bist nur ein Schwätzer der es im Nachhinein besser wusste. Deine Glaskugel solltest Du mal Herrn Spahn leihen, vielleicht willst Du uns auch noch die Lottozahlen von nächster Woche verraten?

    Übrigens hat die „Show“ dafür gesorgt, dass eine Handvoll Leute nicht an einem Sonntag sondern erst am Montag geimpft wurden. Die Leute die am Sonntag angefangen haben, hatten nur einen Tag eher wieder Feierabend. So mystisch der Impfstoff auch für einige sein mag, herzaubern kann man ihn trotzdem nicht.

    Die Verordnung immer weiterer Placebos zeigt die Hilflosigkeit der Politik. Ein Hühnerhaufen, der in selbst geschürter Panik planlos wild durcheinanderflattert. Wer Politiker will, die erst denken und dann handeln muss 2021 FDP wählen.

    Na wenn es nur Placebos sind, dann kann es dich ja auch nicht stören. Die FDP schaltet übrigens in den Wahlkampfmodus und schließt sich den populistischen Randparteien an, Hauptsache dagegen. Aber so ein kluges Mäuschen wie Du, weiß das bestimmt.

    #388474

    B2B

    Duden zu Populismus: „von Opportunismus geprägte, volksnahe, oft demagogische Politik, die das Ziel hat, durch Dramatisierung der politischen Lage die Gunst der Massen (im Hinblick auf Wahlen) zu gewinnen“

    … da sind Sie mitten drin.

    #388480

    Die FDP ist mit ihrem Gefassele von Freiheit mitten in einer schweren Pandemie dicht an der AfD dran.

    Je schneller wir uns um Freiheitrechte Gedanken machen und diese mehr und mehr zu Geltung bringen wollen, obwohl ein nachhaltiger Impferfolg noch offen ist, desto länger dauert die Pandemie, desto länger werden Freiheitsrechte noch mehr beschränkt.

    Wenn jetzt auch noch die Nachricht im Raume steht, dass die neue Variante von Corona mit etlichen Mutationen Studien zufolge für junge Menschen unter 20 Jahren besonders ansteckend sein könnt, wird mit alten Freiheitsgewohnheiten nichts besser.

    In Großbritannien steigt die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit Wochen stark; Stand 6. Januar waren es knapp 61 000. Trotz harter Einschränkungen, trotz zügiger Impfungen breitet sich das Coronavirus schneller aus, als die Menschen mit ihren Gegenmaßnahmen hinterherkommen.

    Die FDP ist und bleibt ein Betriebsunfall in der Demokratie.

    #388485

    B2B

    Jetzt plädiert er für einen „richtig harten“ Lockdown, also auch Arbeitsstätten runterfahren usw.

    Warum fängt er nicht beim Öffentlichen Dienst an: Ministerien, Landesämter, Forschungseinrichtungen, Stadtwerke, Sparkassen, Investitionsbank, Rentenversicherung …. alle in Kurzarbeit schicken und die Kosten durch das Land finanzieren.

    #388501

    Woher soll eigentlich das Geld für die Unterstützung der Betroffenen kommen, wenn die Betriebe ihre Arbeit einstellen und keine Steuern zahlen?

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 5 Tage von farbspektrum.
    #388503

    In China sind 200 neue Covid-Fälle aufgetreten, es reagiert wie gehabt.

    https://www.heise.de/tp/news/China-Neuer-Corona-Ausbruch-5018075.html

    Währenddessen kritisiert Ramelow mittlerweile den halbherzigen Lockdown in der MZ.

    #388505

    diese 15km-beschränkung ist quark.

    tatsächlich sollte es günstiger sein, daß die leute den großen harz etc. durchwandern dürfen, statt sich zwangsweise in der hiesigen heide oder aufm petersberg auf die füße zu treten.

    und tatsächlich sollten die tourigeübten harzer orte in der lage sein, die masse durch „Besucherlenkung“ von den 3-4 dortigen hauptzielen abzulenken.

    stattdessen so ’n quatsch 🙄

    Die 15km sind natürlich eine relativ willkürliche Grenze, die sollen aber eben die unnötigen Touren etwas ausbremsen. Sowas ist nötig, weil Appelle nichts genutzt haben und sind die Vorstufe zu einem harten Lockdown.

    Und das Maßnahmen unvermeidbar sind, zeigen die aktuellen Zahlen. Man konnte die Neuinfektionen zwar etwas entschleunigen aber es ist offensichtlich noch nicht genug. Im Sommer haben die „Corona auf die leichte Schulter nehmer“ (noch netter kann ich es wirklich nicht umschreiben) die Pandemie für beendet erklärt und zynisch nach der zweiten Welle gefragt, diese war für den Herbst erwartet worden und kam im Herbst. Da waren es auf einmal die vielen Tests, auch wenn die Anzahl sogar leicht sank. Danach war alles halb so wild, es gab ja noch genug Intensivbetten. Dann gab es den Lockdown und es wurde weiter auf freie Intensivbetten verwiesen obwohl immer mehr Krankenhäuser voll liefen und auch absehbar war, dass die Lage sich nicht entspannen kann, da sich immer noch mehr und mehr Menschen infiziert haben und auch mehr in den Krankenhäusern landeten. Dann kam Weihnachten und es wurde auch vorher gesagt, was die Konsequenzen sind, wenn man sich nicht einschränkt und natürlich schränkten sich nur wenige ein. Man hielt es sogar für eine Tolle Idee gemeinsam touristische Gebiete zu stürmen, schließlich hält sich ja bestimmt wer anders an die Verordnungen und Empfehlungen.

    Jetzt stehen wir hier, die vermutlich rettende Impfung ist noch in weiter Ferne und wir können annehmen, dass die Umstände bis zum Ende des Frühjahres nicht groß ändern und wir mit den aktuellen Maßnahmen und dem Umgang der Menschen damit weiter steigende Infektionszahlen haben werden.

    Es sollte doch jedem klar sein, dass wir ohne Verschärfung der Maßnahmen hier nicht weiter kommen. Und nicht weiter kommen heißt, volle Krankenhäuser und bald noch viel mehr Tote. Und wir sind mittlerweile ebei 37.607 Toten in nichtmal einem Jahr. Zum Vergleich, die schlimmste Grippesaison seit sehr sehr vielen Jahrzehnten hat es auf geschätzte 25.000 gebracht, diese Schätzung steht für Corona noch aus, da die 37.607 Todesopfer „nur“ die sind, die auch Laborbestätigt sind. Zum Vergleich, 2017/2018 gab es keine 2.000 Laborbestätigte Todesopfer durch die Influenza. Aktuell sind wir bei knapp 1000 Todesopfern pro Tag, einfach so zu dem normalen Tagesgeschehen und die Tendenz bleibt steigend und dieser Trend, wie auch die Infektionen werden weiter nachlaufen.

    Also zurück zur 15km Grenze. Ist diese willkürlich? Klar. Wird sie das Problem lösen? Vermutlich nicht. Es ist eben der letzte verzweifelte Versuch ohne harten Lockdown aus der Sache zu gehen. Und hier sind wir wieder bei dem alten Dilemma, wären wir mündige und vernünftige Bürger, hätte es keine verordnete Maßnahmen geben müssen. Mit dieser Unvernunft im Blick, wäre die einzig sinnvolle Lösung ein relativ früher und harter Lockdown gewesen um die Pandemie wieder in den Griff zu bekommen. Dann würden wir aktuell vielleicht sogar mit einer gewissen Vorsicht im Café sitzen können. Stattdessen haben wir viel Zeit verschenkt und uns unnötig lange eingeschränkt. Die Infektionszahlen auf ein erträgliches Maß zu senken wird somit auch deutlich länger brauchen, vor allem wenn man weiter Angst vor einer gewissen Konsequenz hat.

    Und noch zum Schluß eine kleine Anmerkung zu deiner Theorie über die Ausflüge. Natürlich ist in der Theorie mehr Platz im Harz als in der Heide. Nur haben die letzten Tage das Problem doch sehr eindrucksvoll gezeigt, die Leute verteilen sich eben nicht. Die haben nämlich alle die selbe Idee und fahren in die paar bekannten Ausflugsregionen. Trotz Warnungen, trotz Empfehlungen und sogar trotz Sperrungen. Durch die 15km Regel denken zumindest ein paar Leute nach und nicht ganz Deutschland kann sich an einem Punkt treffen.

    zunächst freue ich mich über die ungewohnte freundlichkeit… 😉

    dennoch: „unnötigen Touren“?
    ich halte die touren für so nötig, daß sie gesundheitsbeeinträchtigend sind, wenn sie verboten werden.
    niemand „stürmt“ in den harz. und kontakte haben nicht zwangsläufig was mit harzausflug zu tun. daher braucht keiner die bewegungsfreiheit auf 15km beschränken, um kontakte zu minimieren. ich kann auch mit familie allein gehen. es genügte daher die personenzahlbegrenzung.
    und „die Leute verteilen sich eben nicht“ meinten Sie- dann tun sie es aber auch nicht im 15km-innercircle, sondern übervölkern peißnitz und heide. ganz toll!
    dadurch, daß mir der harzausflug verboten wird, wird sich keine ansteckung vermeiden, kein krankheitsverlauf leichter gestalten, keine ITSfülle beeinflussen lassen.

    #388510

    „Schon wieder eine putzige Gleichsetzung!“

    nö, ein nachvollziehbares analoges beispiel.

    Was haben Chips mit einem Virus zu tun?

    #388511

    Den Ausführungen von @nixidee ist nichts hinzuzufügen.
    @k.hädicke, putzig ist auch deine Kleinschreibung, aber die konsequente Großschreibung des „Sie“.

    #388509

    Arme SfK, wie kannst Du nur so „inkompex“ die Dinge betrachten! Denk mal „komplex“ (natürlich meine ich „differenziert“) und diskutiere endlich zieloffen (oder auch ziel- und orientierungslos) mit den freidenkenden Individuen unserer Zeit (bzw. mit den bescheidenen Menschen, die sich für sowas halten).

    Und noch ein Beispiel von „inkomplexer“ Betrachtung:

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-worum-es-bei-der-einschraenkung-des-bewegungsradius-auf-15-kilometer-wirklich-geht-a-ce483576-4d42-45a2-86e2-57874299c00d

    bitte aufpassen! ich sprach niemanden persönlich an, sondern von der diskussion, die zum größten teil inkomplex / nicht genug differenziert / einseitig / ausschließend … geführt wird.
    und selbst in dem link, den Sie angeben steht nix genaues, geschweige denn ein überzeugendes pro-argument zum bewegungsverbot. im gegenteil: „Wie viel die 15-Kilometer-Begrenzung genau bringt, wissen Forscher allerdings nicht.“ ist da zu lesen. und: man wisse nicht einmal, ob/welche kontakte die paar ( <⅓ ) , die bisher über diese distanz hinaus ausflügelten, hatten. usw. – also einiges pro, einiges kontra, einiges unklar, einiges unbenannt

    #388519

    und selbst in dem link, den Sie angeben steht nix genaues, geschweige denn ein überzeugendes pro-argument zum bewegungsverbot. im gegenteil: „Wie viel die 15-Kilometer-Begrenzung genau bringt, wissen Forscher allerdings nicht.“ ist da zu lesen.

    Auch das ist u. a. im Artikel (kurz vorm ähnlich lautenden Schlusswort) zu lesen:
    „Chaberny sieht die Regelung als eine Art Stoppschild. »Es geht hier eigentlich nicht um die Frage, ob fünf, 15 oder 20 Kilometer sinnvoller sind«, sagte sie. Stattdessen diene die Vorgabe vor allem dazu, der Vernunft der Menschen bei Spontanreaktionen mehr Gewicht zu geben.“

    Das hat aber schon @nix idee angeführt. Verständiges Lesen scheint nicht die Stärke der „komplex“, so offen denkenden Menschen zu sein. Bitte künftig besser aufpassen, auch auf den Komparativ!

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 5 Tage von Cata.
    #388525

    Für K. Hädicke: Die 15km-Zone ist der letzte Warnschuss bevor eine absolute Ausgangssperre kommt. London ist (aufgrund der neuen Mutation) im Nu bei über 1.000 Inzidenz. Die Feldbetten werden schon aktiviert. Die Mutation ist nun auch in Berlin angekommen. Wer glaubt, dass das noch alles Spaß ist, ist nicht mehr ganz sauber. Dänemark lässt nicht mal mehr ausländische Studierende rein. Das geht diesmal nicht gut aus.

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