Startseite Foren Halle (Saale) Der Mordweg am Mühlgraben ohne Beleuchtung

Dieses Thema enthält 437 Antworten und 31 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 8 Monate, 1 Woche.

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  • #286941

    Jetzt wirds mystisch und die Physik nimmt Reißaus.

    #286969

    …Da erinnert man sich gern an das große Beleuchtungssparmanöver einer früheren OB, die die Hälfte aller Lampen abschalten ließ, wodurch der Rest dann doppelt so schnell durchbrannte.

    Um noch einmal nachzuhaken: Gemeint sind hier vermutlich die damals typischen Straßenleuchten aus DDR-Zeiten, Modell Rostocker Straßenleuchte RSL 1. Ich habe allerdings keinen Hinweis darauf gefunden, dass da zwei Lampen an einem Vorschaltgerät gehangen hätten. Im übrigen hätten sich die Stadtwerke auf solchen Pfusch nicht eingelassen.

    Wahrscheinlicher ist eine statistische und menschliche Erklärung. Solange die Leuchte mit zwei Lampen bestückt war wurde der Ausfall der Leuchte erst bemerkt und von Bürgern angezeigt, wenn beide Lampen hinüber waren. Im Ergebnis musste also öfter zum Leuchtmitteltausch ausgerückt werden. So wird m.E. ein Schuh draus.

    #286979

    Beharrlich ist er schon der Redakteur.
    Objektiv ist er nur nicht.
    Und der genügend Abstand fehlt ihm leider auch.
    Und wie er hier manche Leute versucht abzukanzeln, das verbietet sich dann gänzlich für jemand, der sich sicher Journalist nennt.

    #286982

    Beharrlich ist er schon der Redakteur.

    Wenn das FDP-Regionalorgan etwas will, dann arbeitet es auf Teufel komm raus dran.

    #286997

    Dass der Redakteur sich derart in ein Thema verbissen hat, liegt wahrscheinlich auch an der merkwürdigen Informationspolitik der Stadt. Das fordert halt zu sportlichen Leistungen heraus. Da schaut man doch gerne mal zu.

    #286998

    Ich habe mich auch in die Beleuchtung des Mordweges verbissen, weil dieser von der Heide direkt in die Innenstadt führt und ich ihn wie viele andere ständig benutze und deshalb diese Dunkelstrecke kenne.

    #287003

    Man fragt halt. Bekommt keine Antwort. Oder eine dumme. Und fragt weiter. Da ist nichts weiter dabei, so ist der Beruf.

    Aber abgekanzelt habe ich niemanden. Tue ich nicht. Nie.

    Abgeschaltet wurde damals übrigens nicht jede zweite Lampe, sondern jede zweite Birne, wie wir als Kinder gesagt haben. Ich schätze, die erhöhte Schadensquote danach hatte dann was mit den Vorschaltern zu tun, wie oben jemand mutmaßte.

    Aber das war nie mein Thema, der Hinweis fiel nur mal anderswo mit ab.

    #287004

    Lampe = „Birne“
    Lampe = Leuchtmittel
    Lampe =/= Leuchte

    Und nein, es spricht eben überhaupt nichts dafür, dass es etwas mit den Vorschaltgeräten zu tun hätte, denn grundsätzlich hat die RSL 1 derer zwei.

    Man muss als Journalist keine Ahnung von Elektrotechnik haben. Aber es sollte halt kein Hörensagen werden, sondern anständig recherchiert.

    http://ddr-strassenleuchten.de/leuchtenbetriebsmittel/strassenleuchten/zweilampig/index.htm

    #287005

    Wie gesagt, ich habe dazu nicht recherchiert. Mir hat es damals nur einer der mit dem Rausschrauben der Hälfte der Birnen betrauten Monteure erzählt.

    #287006

    Ich bin versucht, aus solchen Bemerkungen auf die Qualität von MZ-Artikeln zu schließen.

    #287007

    Man fragt halt. Bekommt keine Antwort. Oder eine dumme. Und fragt weiter.

    Kennen wir.

    Aber abgekanzelt habe ich niemanden. Tue ich nicht. Nie.

    Nie? Hm.

    Na gut. Aber verrannt, so ein bisschen, vielleicht doch. Um beim Lampenthema zu bleiben: auch, wenn ich es ungern eingestehe, bei aller danebengelaufenen städtischen Kommunikation: an der Aussage der Stadt, man müsse ein gesamtes Beleuchtungskonzept entwickeln, ist halt doch was dran. Hoffentlich bleibt es nicht bei der Aussage. Vielleicht nimmt man mal generell bei Stadtumbauten auch die Bedürfnisse von Fußies und Radlern ernster, statt sie über Absperrungen und kilometerlange (unbeleuchtete, ungesicherte) Baustellen und Umleitungen stolpern zu lassen.

    #287008

    Halten wir fest:

    1. Herr Könau findet beleuchtete Wege sicherer. Einen Beweis dafür bleibt er schuldig. Seine These ist zumindest sehr fragwürdig:

    https://www.heise.de/tp/features/Beleuchtung-macht-Strassen-nicht-sicherer-3374859.html

    2. Herr Könau meint, Geld sei nie „über“, sondern könne deswegen einfach ausgegeben werden, weil es nie „über“ ist. Klingt irgenwie nicht überzeugend.

    3. Herr Könau denkt, Prioritäten beim Geldausgeben gebe es de facto nicht und die Unterhaltung der zusätzlichen Beleuchtung sei nicht der Rede wert, auch wenn die Stadt seit Jahren an der Zwangsverwaltungs vorbeigeschrammt ist.

    #287010

    Ich möchte auch gerne nachts durch die Wilde Saale paddeln. Vollmond ist ja nicht immer, eine Beleuchtung zur Verkehrssicherung ist da doch nicht zuviel verlangt?

    #287011

    @geraldo: Dass es nun genau dazu keinen MZ-Artikel gab, haben Sie aber bemerkt?

    @hei-wu: Nein. Nie.

    @stadt: Ich „finde“ gar nichts. ich habe damals ein Gutachten des LKA Sachsen zitiert, in dem der Weg auch wegen der Dunkelheit dort als „idealer Tatort“ beschrieben wird. Daraufhin habe ich nachgefragt. Und erst keine, dann besagte dumme Antworten bekommen. Ich habe zu diesem Komplex selbst keine „These“, sondern eigene Erfahrungen, einige Aussagen von Sportlern und Hinweise von – vor allem – Frauen, dass sie dort wegen der fehlenden Beleuchtung nicht langgehen. Das ist alles.

    Dass Investitionen zumal der öffentlichen Hand nicht aus Geld finanziert werden, das „über“ ist, erkläre ich jetzt nicht nochmal.

    Und die Kiste mit den Unterhaltungskosten für 5 Lampen werde ich erst recht nicht noch zusätzlich aufmachen. Da wäre ja die Zwangsverwaltung fast schon unausweichlich. Okay, das war jetzt zynisch.

    #287013

    „Mit Verlaub, ihr Verständnis davon, wie die öffentliche Hand Bauvorhaben finanziert („Geld übrig“), verbietet eine weitere Diskussion. Das ist Kindergartenniveau, tut mir leid.“

    Über das was Stadt_für_Kinder schreibt muss ich immer lächeln. Wäre schön wenn die Welt so einfach und rosarot wäre.

    Dass die öffentliche Hand Bauvorhaben schon mal nach nicht nachvollziehbaren Kriterien finanziert oder mit kreativen Prioritäten versieht und doch mal eine kleine Summe „übrig“ ist, wenn irgendein Projekt nicht durchgeführt werden konnte, bekommen vielleicht sogar Kindergartenkinder mit. Kleiner Scherz. Man merkt es nur neuerlich nicht mehr so, da der allerheilige Investitionsstau aus völlig kaputten Straßen so lang ist, dass Sonderwünsche wie zusätzliche Straßenbeleuchtung da auf gar keine Liste kommen würde, wenn das Thema nicht ständig in die Öffentlichkeit getragen wird. Huch, ich schreibe Beitrag 290. 🙂

    Wobei ich die Liste vor ein paar Wochen (?) auch recht putzig fand. Da standen die Oleariusstraße drauf, die echt nicht schummrig ist, oder der Kühle Brunnen, der, mal ehrlich, schon tagsüber eine – ich mach’s noch mal – vom Kindergartenkind zählbare Frequenz und – wag ich mich auch noch mal in die Gefühlswelt – zwei (?) Anlieger hat.

    #287014

    Wenn ein Weg nicht nur wegen fehlender Beleuchtung ein „idealer Tatort“ ist, dann könnte eine Beleuchtung auch dazu beitragen, dass Frauen, die dort sonst nachts nicht entlanglaufen, durch die Beleuchtung erst in die Falle tappen.

    Und wie schrieb hier jemand so trefflich:

    „Wenn man sich öffentlich äußert, sollte man zumindest einen Anflug von Ahnung vom Thema haben, über das man sprechen möchte. Das ist doch sonst verlorene Zeit für alle Beteiligten.“

    Es ist schon frappierend, wie hier aus vermeintlichen Informationen binnen einer Seite auf Nachfrage ungeprüfte abgefallene Bemerkungen werden…

    #287015

    Ich habe zu diesem Komplex … einige Aussagen von Sportlern und Hinweise von – vor allem – Frauen, dass sie dort wegen der fehlenden Beleuchtung nicht langgehen. Das ist alles.

    Wobei ich mal wieder bei meiner Nachfrage zu @wollis Umfrage wäre.Ich halte die Behauptung, Frauen würden wegen ein paar Lampen einen Weg nutzen, der aus ganz anderen Gründen ein idealer Tatort ist (wenig frequentiert – und bitte erzähle mir jetzt keiner, der Weg würde durch die Lampen zum hochferquentierten Highway – ,Gebüsche links und rechts, keine Ausweichmöglichkeit, da links die Saale und rechts Zäune oder umgekehrt) nämlich für ein Gerücht.

    Aber egal, unsere Lokalgazette hat mal wieder eine reißerische Schlagzeile (dort fungiert der Weg mittlerweile unter dem Namen „Todesweg“) – frei nach dem Motto „BILD kämpft für Sie“ … äh, oder so ähnlich.

    #287017

    Ich möchte alle, die die Beleuchtung dieses Weges nicht notwendig erachten, daran erinnern, dass dort eine Studentin ermordet wurde. Und die Studenten der „Burg“, die dort einen Gedenkstein hingesetzt haben, hätten besser daran getan, von der Stadt die Beleuchtung dieses Weges zu fordern.

    #287020

    Genau, so eine richtig praktische Gedenkbeleuchtung.

    #287021

    @geraldo: Ich kann ja nichts dafür, wenn Experten die Kombination aus Lage, Licht und Begrenzung so nennen.

    Ich hatte zudem durchaus nicht nur auf die von dir aufgegriffenen Frauen verwiesen, sondern auch auf Jogger, für die der Weg der Eingang zur Peißnitz ist.

    Wenn die These stimmt, dass Frauen erst durch die Beleuchtung in die Falle tappen, dann aber schnell die Lampen aus im Stadtpark.

    #287022

    Seit wann dürfen eigentlich Fluthilfemittel dafür verwendet werden, einen Weg ohne Beleuchtung zu beleuchten? Schöner absaufen, oder wie?

    #287023

    Bei soviel Ignoranz muss vermutlich dort erst der nächste Überfall passieren.

    #287024

    das weiß ich nicht, das werden wir auch nie erfahren, weil der betreffende Weg ja nicht mit Flutmitteln saniert wird, nicht mit und nicht ohne Beleuchtung. Aber am Rive-Ufer werden mit Flutmitteln Bänke gebaut werden, die es dort vorher auch nicht gab. Die Nordspitze der Peißnitz wird asphaltiert, ohne dass dort in den letzten 1000 Jahren Asphalt beschädigt wurde. Das Planetarium zieht von einem Flutgebiet in ein anderes Flutgebiet um.

    Da geht eine Menge, denn es will sich doch am Ende niemand sagen lassen, dass die seinerzeit auch von Sachsen-Anhalt geforderte und und von den anderen Bundesländern bereitgestellte Milliarde (SfK würde sagen „Geld, das übrig war“) nun nicht benötigt wird.

    #287030

    Es wird aber vergessen, dass diese Mittel auch irgendwo herkommen und letztlich wir alle mit unseren Steuern dafür geradestehen.

    #287031

    Diese Einstellung hatte ich auch mal, geraldo, aber wenn wir die Mittel nicht verbauen, tun es andere. Außerdem wissen wir seit der Flüchtlingswelle, dass 20-40 Milliarden da sind, ohne dass woanders gekürtzt werden muss.
    Ich nehme es der Stadtverwaltung nicht übel, dass sie die Beleuchtung bei den Flutmitteln vergessen hat, dort sitzen auch nur Menschen, ich nehme es ihr aber übel, wenn sie diesen Fehler nicht korrigiert und die Beleuchtung jetzt nicht baut. Den Stadtrat möchte ich sehen, der die Beleuchtung dort ablehnt.

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