Startseite Foren Halle (Saale) Coronavirus – Panik oder Pandemie ?

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  • Dieses Thema hat 688 Antworten und 32 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 45 Minuten von B2B.
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  • #378848

    Ziemlich lächerlich ist der Psychologiestudent, der „Zahlen“ zu seiner angeblichen Leidenschaft erklärt. Hätte er tatsächlich was davon verstanden, wäre vielleicht besser unter den Mathematikern oder sonstigen Naturwissenschaftern aufgehoben. Nein sein Beitrag ist weder gut recherchiert noch fundiert. Er ist pseudowissenschaftlich (primär nach geisteswissenschaftlichen Textbausteinen, nix mit interdisziplinärer Arbeit) aufgebaut und gezielt an Ohnzorn-Klientel orientiert. Unklever ist der Typ trotzdem nicht. Die Chuzpe, die Gunst der Stunde zur eigenen Profilierung zu nutzen, hat er gewiss.

    #378849

    Auf das Argument der „zweiten Welle“ habe ich jetzt wirklich gewartet. Ja, Herr Lauterbach, die Panik muss weiter gehen. Die Angst darf nicht aufhören.
    hei-wu: Ich beklage mich über gar nichts. Das Dogma ist fest verankert.
    Mir fällt da ein Lied ein: Die Partei, die Partei hat immer recht.
    Wo kommen wir denn hin, wenn wir Argumente zulassen! Wir haben doch schließlich eine Meinung und die lassen wir uns doch nicht von Argumenten kaputt machen.
    Gute Nacht.

    #378851

    Wo kommen wir denn hin, wenn wir Argumente zulassen!

    Wer hat hier Argumente verboten? Du musst Dir aber nun mal gefallen lassen, dass deine Argumente Widerspruch erfahren.

    Und dieses dämliche „Partei hat immer recht“ kann man sich sparen. Letztlich wird das Virus recht behalten. Aber mit dem lässt sich verdammt schlecht diskutieren.

    #378853

    B2B

    Söder und Kollegen fühlen sich zwar als Helden ihrer Zeit und trotzdem ist Deutschland in der Rangliste „Todesfälle pro 1 Mio Einwohner“ im oberen Drittel. Sie wollen den Virus besiegen, was bei AIDS, Grippe, Ebola auch nicht funktioniert hat. Wir können froh sein, wenn wir ein Abklingen der Wellen erleben.
    Neben social distancing scheinen andere Faktoren einen zumindest gleichen Einfluss zu haben: Qualität des Gesundheitssystems oder auch nur der Faktor Zufall. Nur mit letzterem lassen sich folgende Phänomene erklären.
    – Heinsberg mit Karneval viele Tote, Köln mit viel mehr Karneval weniger Tote.
    – eine Eindämmungsverordnung für das Land, Magdeburg 5 Tote Halle 14
    – Frankreich 2 Monate lockdown viele Tote, Süd Korea kein lockdown wenige Tote.
    – …

    #378857

    Söder und Kollegen fühlen sich zwar als Helden ihrer Zeit und trotzdem ist Deutschland in der Rangliste „Todesfälle pro 1 Mio Einwohner“ im oberen Drittel. Sie wollen den Virus besiegen, was bei AIDS, Grippe, Ebola auch nicht funktioniert hat. Wir können froh sein, wenn wir ein Abklingen der Wellen erleben.

    Neben social distancing scheinen andere Faktoren einen zumindest gleichen Einfluss zu haben: Qualität des Gesundheitssystems oder auch nur der Faktor Zufall. Nur mit letzterem lassen sich folgende Phänomene erklären.

    – Heinsberg mit Karneval viele Tote, Köln mit viel mehr Karneval weniger Tote.

    – eine Eindämmungsverordnung für das Land, Magdeburg 5 Tote Halle 14

    – Frankreich 2 Monate lockdown viele Tote, Süd Korea kein lockdown wenige Tote.

    – …

    Klar gehört der Zufall dazu, der hat uns den Virus ja u.a. erst beschert. Die Maßnahmen verbessern und verschlechtern unsere Chancen in der aktuellen Viruslotterie.

    Lass es mich so formulieren, der Zufall entscheidet ob dir der Gurt im Auto das Leben rettet. Stellst Du jetzt im Allgemeinen die Gurtpflicht in Frage? Gibt bestimmt sogar Grenzfälle, wo der Gurt mehr Schaden anrichtet.

    #378859

    B2B

    Nach 5 Monaten Corona, sollte es nicht nur erlaubt sein sondern die Politiker sollten sich verpflichtet fühlen, die einzelnen Maßnahmen kritisch zu beleuchten und sich nicht nur täglich beweihräuchern.
    – es gibt jetzt schon mehrere Studien, die die Rolle von Schulen und Kitas bei der Virusausbreitung in Frage stellen. Dennoch werden bei jedem Hotspot immer noch zuerst die Schulen geschlossen.
    – fast allle Länder außerhalb der EU sind Risikogebiete, auch Ruanda mit 5 Todesfällen bei 12,5 Mio Einwohner. 80% der an Flughäfen positiv Getesteten sind innerhalb der EU gereist und trotzdem wurde fast ausschließlich der Rest der Welt als Risikogebiet festgelegt.
    – Süd Korea hat mit Maskenpflicht, App, umfangreichem Testen und ohne Lockdown bessere Ergtebnisse erzielt als Deutschland.
    Es geht also nicht darum, keine Maßnahmen zu ergreifen, sondern die Maßnahmen mit den Erfahrungen der letzten Monate zuzuschärfen, um ein Leben mit dem Virus zu ermöglichen.

    #378862

    Süd Korea hat mit Maskenpflicht, App, umfangreichem Testen und ohne Lockdown bessere Ergtebnisse erzielt als Deutschland.

    Dann musst Du aber so etwas wollen:
    In Südkorea gibt es Apps und Websites, die vor Orten warnen, an denen sich die Infizierten nachweislich (mit ihrem Smartphone) aufgehalten haben.[34] Die Datenschutz-Rechtslage erlaubt der Regierung dort, die Telefonnummer der am Virus erkrankten Personen in Erfahrung zu bringen und auch die GPS-Daten auszuwerten und anonymisiert zu veröffentlichen.[34] Diese Verfahrensweisen, die dazu führen können, dass das Privatleben einzelner Personen in der Öffentlichkeit regelrecht exponiert wird, stießen auch auf Kritik. Zwar werden die Infizierten und deren Wohnadressen in den Warnmeldungen nicht namentlich genannt, jedoch war es in Einzelfällen wiederholt möglich, aufgrund der Umstände die Identität aufzudecken

    #378870

    B2B

    Das ist doch genau der Punkt: Nicht genau so wie die Koreaner es gemacht haben und auch nicht genauso wie wir es im März mit wenig Erfahrung gemacht haben. Für diesen Verbesserungsprozess ist allerdings zwingende Voraussetzung, dass die Politik ihr Handeln im Nachhinein kritisch beleuchtet und vom Thron der Selbstüberschätzung runter kommt.

    #378871

    Da hat B2B schon recht. Aber die Wissenschaftler und Ärzte, die sich kritisch äußern sind doch alles „Covidioten“ und haben von Nichts eine Ahnung. Also wer sollte denn den kritischen Prozess in Gang setzen? Herr Drosten und Herr Wieler? Herr Lauterbach wird’s auch nicht sein.

    #378876

    Da hat B2B schon recht. Aber die Wissenschaftler und Ärzte, die sich kritisch äußern sind doch alles „Covidioten“ und haben von Nichts eine Ahnung. Also wer sollte denn den kritischen Prozess in Gang setzen? Herr Drosten und Herr Wieler? Herr Lauterbach wird’s auch nicht sein.

    Das sind sehr, sehr simple Vorstellungen vom Wissenschaftsbetrieb…

    #378882

    Danke, geraldo, für die erschöpfende und umfassende Antwort.

    #378892

    Die Diskussion erinnert mich an Sinnlosdebatten über Homöopathie.

    #378893

    Natürlich ist die Debatte sinnlos. Nur geht es eben nicht um Homöopathie. Das Corona-Panik-Orchester intoniert die ständig gleiche Melodie und ist durch nichts zu erschüttern. Siehe Wieler vom heutigen Koch-Studio.

    #378894

    Erzähl es deinem Frisör.

    #378896

    Entschuldige, Osmo, ich wollte Dich in Deinem Corona-Tiefschlaf nicht stören.

    #378899

    Dass 80 Prozent der an Flughäfen positiv Getesteten aus EU-Ländern kommen, liegt sicher auch daran, dass insbesondere zurzeit die meisten Fluggäste aus EU-Ländern kommen – vielleicht sogar 90 Prozent, ich weiß es nicht.

    #378902

    Der Flughafen Halle/Leipzig ist ein Zubringerflughafen, kein internationales Drehkreuz.

    Im Übrigen: man sollte mal die daheim- oder anderweitig „Zurückgeblieben“ testen. Was gerade in der BRD, ermuntert durch Lockerungsignale abgeht, geht auf keine Kuhhaut. Infektionsquellen „Familienfeiern“ „Gottesdienste“ und Parties unter Freunden stehen gerade ganz oben auf der Hitliste der Neuinfektionen.

    #378903

    Na und, soll das alles nicht mehr sein, weil einige an Corona sterben werden? Frau Dr.Heinemann-Meerz, Präsidentin der Landes-ärztekammer, bringt es heute in der MZ auf den PPunkt, weg von Tunnelblick auf Corona, es gibt noch andere gefährliche Dinge im Leben.

    #378904

    B2B

    Das sind sehr, sehr simple Vorstellungen vom Wissenschaftsbetrieb…

    Das RKI kommt in den vergangenen Monaten nicht sonderlich wissenschaftlich rüber.
    Zu Beginn die Verdoppelungszahl: Jeder wusste, dass sich diese Zahl mit steigender Anzahl der positiv Getesteten entschärft, ohne dass sich im Ausbreitungsverhalten des Virus etwas ändert.
    Konsequenterweise durch R-Wert ersetzt: Wenn ich nicht die genaue Zahl der Infizierten kenne, kann ich auch nicht berechnen, wieviele ein positiv Getesteter infiziert hat.
    Und gestern die Umstellung von Durchschnitt der letzen 7 Tage der positiv Getesteten pro Tag auf Anzahl der positiv Getesteten in den letzten 7 Tagen. ein paar tausend machen mehr her als ein paar hundert.
    Täglich die aufsummierten Zahlen seit Beginn der Pandemie und nicht die aktuelle Zahl der noch nicht Genesenen. Die Zahl ist genauso irrelevant für die Bewertung der Pandemie wie die Zahl der jemals infizierten AIDS-Kranken.
    Die wichtige Information, Anzahl der Infizierten mit schwerem Verlauf oder Auslastung Intensivbetten wenn überhaupt nur in der Fußnote.

    Vielleicht haben wir vor 35 Jahren nicht wissenschaftlich gearbeitet und verstehen die genialen Konzepte des RKI deshalb nicht.

    #378905

    Es ging um die Verdoppelungszeit. Die ist nach wie vor wichtig. Je geringer, desto besser, weil es zum Abflachen der Kurve von Covid-19-Erkrankungen und -Todesfällen beiträgt.

    Das Abstellen auf krankenhauspflichtige Patienten ist ein großer Irrtum. Wenn auch in einer Vielzahl sogenannter milde verlaufender Fälle zB hirnorganische Veränderungen oder Veränderungen im Lungengewebe eintreten, sind das beste Voraussetzungen, bei einer Reinfektion schwer zu erkranken.

    Übrigens sind bei Patient null schon jetzt keine Antikörper mehr nachweisbar. Was ein Impfstoff dann können muss, kann sich jeder ausdenken.

    #378907

    B2B

    Eine Zahl trägt nicht zu irgendetwas bei, sondern beschreibt nur.

    Bei 200.000 Infizierten und 350 pro Tag neu positiv getestet haben wir eine Verdoppelungszeit von fast 2 Jahren. Diese Zahl ist völlig ungeeignet, die getroffenen Maßnahmen zu begründen.

    #378914

    Nach 5 Monaten Corona, sollte es nicht nur erlaubt sein sondern die Politiker sollten sich verpflichtet fühlen, die einzelnen Maßnahmen kritisch zu beleuchten und sich nicht nur täglich beweihräuchern.

    Wie man an den ganzen Verordnungen erkennt, findet ja offensichtlich auch ein kritisches beleuchten der Maßnahmen statt.

    – es gibt jetzt schon mehrere Studien, die die Rolle von Schulen und Kitas bei der Virusausbreitung in Frage stellen. Dennoch werden bei jedem Hotspot immer noch zuerst die Schulen geschlossen.

    Stellen die Studien die Frage der Schulen und Kitas in Frage oder zeigen sie, dass Kinder sich etwas seltener Anstecken und mildere Verläufe haben? In Israel konnte man die Entwicklung gut verfolgen:
    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-corona-infektionen-in-israel-viele-schulen-schliessen-wieder-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200607-99-339071

    Ein großes Problem bleibt nämlich, Kinder halten sich nicht an solche Hygieneregeln.

    – fast allle Länder außerhalb der EU sind Risikogebiete, auch Ruanda mit 5 Todesfällen bei 12,5 Mio Einwohner. 80% der an Flughäfen positiv Getesteten sind innerhalb der EU gereist und trotzdem wurde fast ausschließlich der Rest der Welt als Risikogebiet festgelegt.

    Die Kriterien sind ja eigentlich klar kommuniziert, Du kannst aber bestimmt Anfragen warum Ruanda mit auf der Liste steht.

    – Süd Korea hat mit Maskenpflicht, App, umfangreichem Testen und ohne Lockdown bessere Ergtebnisse erzielt als Deutschland.

    Das ist das Problem mit verschiedenen Kulturen, dort gehen nicht irgendwelche Schwurbler auf die Straße und demonsrieren gegen Masken und Bill Gates, dort trägt man sie und hält sich weitestgehend an die Regeln. Ein Modell was hier mehrfach versucht wurde und gnadenlos gescheitert ist.

    Es geht also nicht darum, keine Maßnahmen zu ergreifen, sondern die Maßnahmen mit den Erfahrungen der letzten Monate zuzuschärfen, um ein Leben mit dem Virus zu ermöglichen.

    Macht man nicht genau das? Mit relativ simplen Einschränkungen hält man das Virus halbwegs in Schach, wären die Leute vernünftig, würden wir vermutlich mit noch weniger Maßnahmen auskommen.

    #378915

    Da hat B2B schon recht. Aber die Wissenschaftler und Ärzte, die sich kritisch äußern sind doch alles „Covidioten“ und haben von Nichts eine Ahnung. Also wer sollte denn den kritischen Prozess in Gang setzen? Herr Drosten und Herr Wieler? Herr Lauterbach wird’s auch nicht sein.

    Gegen einfach kritisch gibt es wenig zu sagen. Manche Aussagen sind aber einfach dumm bzw, vollkommene Verschwörungstheorien. Gut zu beobachten auf dem Marktplatz in Halle.

    #378916

    Na und, soll das alles nicht mehr sein, weil einige an Corona sterben werden? Frau Dr.Heinemann-Meerz, Präsidentin der Landes-ärztekammer, bringt es heute in der MZ auf den PPunkt, weg von Tunnelblick auf Corona, es gibt noch andere gefährliche Dinge im Leben.

    Klar gibt es auch andere gefährliche Dinge im Leben, komischerweise unternehmen wir gegen diese Dinge etwas.

    Mal ein schönes Beispiel aus den USA:
    https://edition.cnn.com/2020/07/23/health/covid-rank-leading-cause-of-death-us-bn/index.html

    Da ist Corona einfach mal auf Platz 3 in nur einem halben Jahr.

    Und in Deutschland beschweren wir uns, dass es dank der Maßnahmen zu wenig sind? Das größte Problem bleibt, bei Corona erwischt es zu selten die, die Unvernünftig sind.

    #378919

    Eine Zahl trägt nicht zu irgendetwas bei, sondern beschreibt nur.

    Hast Du nicht gesagt man müsste Maßnahmen bewerten? Wie willst Du es ohne solche Zahlen?

    Bei 200.000 Infizierten und 350 pro Tag neu positiv getestet haben wir eine Verdoppelungszeit von fast 2 Jahren. Diese Zahl ist völlig ungeeignet, die getroffenen Maßnahmen zu begründen.

    Welche Zahl würde es denn Begründen? Die Zahl ist nämlich relativ gering, weil wir Maßnahmen getroffen haben. Den Beweis dazu liefern andere Länder die entsprechende Maßnahmen nicht treffen wollen oder können.

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