Startseite Foren Halle (Saale) CDU LSA: Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ist die richtige Entscheidung

Dieses Thema enthält 41 Antworten und 17 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  wolli vor 1 Woche, 1 Tag.

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  • #302898

    Die CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt begrüßt die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat um weitere fünf Jahre. Der landwirtschaftspolitische S
    [Der komplette Artikel: CDU LSA: Verlängerung der Zulassung von Glyphosat ist die richtige Entscheidung]

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #302899

    Bekommt der Landwirtschaftslobbyist jetzt auch eine Rüge vom Ministerpräsidenten? Er könnte dann auch mal beantworten, warum der Einsatz dann minimiert werden soll/muss.

    #302900

    Mit Brennesseltunke kann man das Unkraut nicht bekämpfen.

    #302901

    teu

    Lieber Wolli, die hiesige Landwirtschaft hat nur noch wenig mit unserer Ernährung zu tun.
    Es geht hier eher um die Versorgung von Gasometern.
    Inwieweit da „Unkraut“ stört, ist mir nicht bekannt.

    #302902

    Mich ärgert der „Kompromiss“. Er geht zu Lasten der Kleinverbraucher. Ich bin als Kleingärtner Anhänger der konservierenden Bodenbearbeitung. Ich setze nicht tonnenweise Glyphosat ein, und pflanze auch nicht glyphosatresistenten, genmanipulierten Mais. Gelegentlich setze ich aber Glypho ein. Gezielt. Abermals wird als Erfolg verkauft, dass dem unmündigen Kleinbürger Gestaltingsspielräume entzogen werden, während die Agrarindustrie machen darf, was sie will. Hier:Abgabe von Glyphosat nur an Gewerbetreibende mit formalisiertem (teuren) Sachkundenachweis.
    Für Pflanzenschutzmittelhersteller ist die Entscheidung ein großes Geschäft. Die Sparte „Bayer Garten“ kann jetzt konkurrenzlos wirkungslose Mittel in Kleinpackungen an Privatanwender verkaufen.
    Irgendwann werden Kleingärtner einsehen müssen, dass sich der private Gemüsebau nicht lohnt, die Flächen werden frei, kann man Gewerbeflächen draus machen. Die letzten Kleinbauern werden ohnehin unter dem bürokratischen Aufwand der Düngemittelflussdingsverordnung aufgeben.

    Hier wurde mal wieder nur Sinne der Agrarindustrie verhandelt.

    Um Folgebeiträgen gleich zu kontern: Wolli hat recht, gegen weiße Fliegen am Grünkohl hilft keine Brennesseljauche , und weder mit noch ohne mag das jemand essen.

    Hei-Wu
    Kamfbund Gimritzer Campasinos

    #302903

    P.S. : Teu gebe ich recht. Den Großteil der einheimischen landwirtschaftlichen Produktion esse ich nicht, Rapsöl schmeckt nicht, und aus dem Popcorn-Alter bin ich raus.

    #302904

    Irgendwann sind alle Insekten weg, dann kann der Bauer auf Handbestäubung setzen. das fördert wenigstens den Pinselverkauf.

    #302905

    Glyphosat ist kein Insektizid. Interessant, wie zwei Diskussionen über zwei Substanzen (Glyphosat und Neonicotinoide) in der Öffentlichkeit munter durcheinanderpurzeln. Das verwechseln sogar angesehen Kommentatoren in den großen Medien.

    #302907

    Wieso hat unsere Landwirtschaft mit Ernährung nur noch wenig zu tun? Ölfrüchte und Raps wurden nicht mal auf einem Drittel der Ackerfläche angebaut (Stand 2016). zwei Drittel dienten der Ernährung! https://mule.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MLU/MLU/03_Landwirtschaft/Bericht_zur_Lage_der_Landwirtschaft_2016_08-02-17.pdf

    #302908

    Wie haben die das denn früher gemacht als es das alles noch nich gab?
    Vielleicht zurück zu den Wurzeln oder mal die Alten fragen, falls noch welche vorhanden.

    #302917

    Wie haben die das denn früher gemacht als es das alles noch nich gab?

    „früher“ haben 90% der Bevölkerung in der Landwirtschaft gearbeitet und trotzdem gehungert.

    #302919

    Wie haben die das denn früher gemacht als es das alles noch nich gab?

    „früher“ haben 90% der Bevölkerung in der Landwirtschaft gearbeitet und trotzdem gehungert.

    Genau das ist der Punkt. Die Landwirtschaft wird immer mehr perfektioniert, es wird mit Pestiziden und Insektiziden alles, was den maximalen Ertrag behindern könnte, vernichtet. Dabei sind meiner Meinung nach die Bauern nur zu einem geringen Teil schuld. Sie stehen unter Kostendruck, müssen wirtschaftlich arbeiten. Der Staat müsste müsste mehr Anreize schaffen, um biologischer und nachhaltiger zu arbeiten.

    Und wenn Glyphosat verboten wird – es gibt genug andere Mittel, die ähnlich wirken.

    #302924

    Zitat: „Und wenn Glyphosat verboten wird – es gibt genug andere Mittel, die ähnlich wirken“

    Und dann zugelassen werden, obwohl ihre Wirkung möglicherweise schlechter untersucht ist als die von Glypho.

    #302950

    Herr Thorsten Knuf informiert heute in einem MZ-Kommentar einseitig über Glyphosat. Ich vermute, weil es nur wenige Bauern gibt und diese wenigen dazu kaum Zeit haben die MZ zu lesen, dagegen sind alle MZ-Leser auch Verbraucher von Lebensmitteln. Die Probleme, die mit Verspargelung, Vermaisung, Verrapsung, Verspiegelung und begleitendem Insektensterben durch die Energiewende entstanden sind, sind m.E viel gravierender.
    Je suis Glyphosat.

    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/praesident-des-bundesinstituts-fuer-risikobewertung-die-wissenschaft-wird-als-kampfmittel-missbraucht/20633368.html

    https://www.cicero.de/innenpolitik/glyphosat-zulassung-landwirtschaft-klimaschutz

    #302951

    „Die Probleme, die mit Verspargelung, Vermaisung, Verrapsung, Verspiegelung und begleitendem Insektensterben durch die Energiewende entstanden sind, sind m.E viel gravierender.“

    Ach ja? Gravierender als Kernkraft im Ernstfall? Deine „Argumente“ sind Schall und Rauch. Das weißt du auch.

    #302952

    Nein weiß ich nicht, ich bin davon überzeugt.

    #302970

    Wolli ist eben ein Gläubiger.

    #302989

    „Die Probleme, die mit Verspargelung, Vermaisung, Verrapsung, Verspiegelung und begleitendem Insektensterben durch die Energiewende entstanden sind, sind m.E viel gravierender.“

    Und ein Zeug, was alles ausrottet, was nicht vorher genetisch verändert wurde, hat mit dem Insektensterben dann nichts zu tun?
    Da kann ich nur ungläubiges Staunen liefern.

    #302990

    Die Läden sind voll, die Regale sind voll und die Lager sind voll. Zu viel Milch, zu viele Schweine etc, zu viel da zu viel dort. Dafür brauchen wir tausende Tonnen/Liter Gülle und Scheiße und natürlich all die chemischen Mittel. WIR wollen/müssen die Welt ernähren, basta! Wenn das die Afrikaner, z.B. selber machen wollen, dann sind sie zu dumm. Da sie ihre Felder nicht selber bestellen könnem, die, wo das ohne Dürre ginge, werden selbige von uns gebraucht. Weil ersten, wie gesagt sie zu dumm sind und zweitens sie doch alle landwirtschaftlichen Produkte von uns geliefert bekommen. Und ihre Felder brauchen wir z.B. für riesige Palmölplantagen. So schließt sich der Kreis.

    #302993

    Hans im Glück schrieb: „Und ein Zeug, was alles ausrottet, was nicht vorher genetisch verändert wurde, hat mit dem Insektensterben dann nichts zu tun?“

    Insekten sterben an Insektiziden, beispielsweise Neonicotinoiden.
    Glyphosat ist ein Herbizid. Es tötet Pflanzen.
    Warum wird das immer verwechselt?

    #302996

    Warum das immer verwechselt wird hei-wu? Weil das alles Dreckszeug ist und nicht jeder ein Chemiker.

    #302997

    Wenn man die Nahrung von etwas tötet, darf man sich nicht wundern, wenn etwas auch stirbt. Wie sagte der Klapperstorch so schön: So was kommt von sowas.

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #302999

    Salz kann auch tödlich sein, wenn man zuviel davon isst.
    Der salzige Riosal wird das sicher bestätigen.

    #303001

    @heiwu
    Das ist schon klar, allerdings führt die großflächige Anwendung zur Reduzierung der Artenvielfalt der Wildkräuter. Und auf diese sind nun einmal viele Insektenarten angewiesen. Es gibt nicht wenige Arten, die sich ausschließlich von einer Art ernähren, z.B. den Wolfsmichschwärmer, der sich (hier) ausschließlich von Zypressen-Wolfsmilch ernährt. Wenn hier die Nahrungspflanze wegfällt, ist auch die Art weg. Insofern ist ein Zusammenhang mit dem „Insektensterben“ schon gegeben.

    Es sind eben viele Einflussfaktoren und Wechselwirkungen, die offenbar auch Wissenschaftler der jeweiligen Fachrichtungen nur schwer einordnen und zusammenbringen können. Für den Chemiker ist offenbar alles gut, weil Glyphosat quasi nicht toxisch ist. Aber es gibt auch viele andere „Nebenwirkungen“, z.B. die antibiotische. Hier gibt es offenbar auch einen Einfluss auf die Bodenbakterien. Vieles ist noch wenig erforscht. Sollte man aus diesen Gründen nicht die weltweit großflächige, regelmäßige Anwendung von Glyphosat kritisch sehen?

    #303002

    Micha06 schrieb: „Das ist schon klar, allerdings führt die großflächige Anwendung zur Reduzierung der Artenvielfalt der Wildkräuter“

    Und umpflügen schont wohl die Wildkräuter?

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