Startseite Foren Halle (Saale) CDU-Gürth wirft Nebelkerzen: Reaktionen auf Äußerungen des Abgeordneten zum Fall Oury Jalloh

Dieses Thema enthält 37 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  nix idee vor 9 Monate, 1 Woche.

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  • #305510

    Eine berliner Bekannte schrieb in einem Internetverteiler:

    „Über den Fall des Oury habe ich mich auch schon mit der Linken Seite ausgetauscht. Das ist eine Ikone. In diesem Schlepptau tummeln sich die agressiven und maximal indoktrinierten Black Lives Matter Aktivisten. Sehr unangenehm.. Ich sage all lives matter.

    Natürlich ist das tragisch. Jeder Mensch hat ein Recht auf Unversehrtheit. Zumindest in Deutschland.

    Aber wäre da ein geplanter Mord zu vermuten, fehlt mir das Motiv. Sollte es ein Motiv geben, wäre das Verladen ins Auto und Ablage an unbekannter Stelle einfacher. Anstatt sich jetzt den zu erwartenden Untersuchungen und Verdächtigungen auszusetzen.
    Die Karriere der Beamten ist zerstört.

    Der Fehler der Beamten war, seine Taschen nicht sorgfältiger durchsucht zu haben. Und ihn nicht weiterhin überwacht zu haben. Aber wer kommt auf so eine Idee? Daraus eine rassistisch motivierten Mord zu konstruieren, ist typisch für dieses Land.

    Ich war mal vor 3 Jahren einer Verhaftung eines schwarzen ( vermutlich) Drogendealers am Alex zugegen. Da waren 5 Beamte. Die mehr als Mühe hatten. Getreten. Geschlagen. Gebissen. Gespuckt. Geschrien und gewunden hat sich der Delinquent. Mit so einer unglaublichen Kraft. Ihm hat es Hose und Unterhose ausgezogen bei der Prozedur. Ich wollte das nicht sehen ( aber wir waren im Starbucks mit unserem Kaffee) es passierte vor dem Geschäft. Es war am helllichten Tag. Ich hatte Mitleid mit den Beamten. Keiner hat einen Schlagstock gezogen. Diese Einsätze sind gefährlich. Ich hatte Angst.“

    #305511

    Es kommt auf das Benzin an.

    Dann bleibt lediglich der Fakt, das weder bei den Autopsien noch bei der zeitnahen expliziten Suche nach Brandbeschleunigern, diese festgestellt werden konnten. In Häusern können für gewöhnlich kleinste Mengen davon Problemlos nachgewiesen werden.

    Halten wir also Fest, es gab EINEN Brandversuch im Namen der Initiative der auch von ihr beeinflusst wurde. Es gab 4 Gutachter die im Nachhinein versucht haben diesen Brandversuch mit den offiziellen Ergebnissen in Einklang zu bringen. Auch hier finden sich viele wenn und aber. Nach dem Schweizer Brandversuch erfolgte wieder im Auftrag der Initiative eine „kritische“ Betrachtung. Hier zitiere ich auch mal Herrn Peck:

    The information regarding the burning test on the 18
    th of August 2016 is from members of The Initiative as at the time of writing this report Prometheus Forensic Services or our clients have not been furnished with any ‘official’ documentation or recordings of the tests. In addition we understand that a number of small scale burning tests were carried out prior to the large scale test and again we do not have any information regarding the outcomes of those which we assume informed the setup of the large scale test.

    Das es in der ganzen Kette Fehler gegeben hat ist wahrscheinlich aber das hier Mord mit rassistischem Hintergrund vorgelegen hat ist höchst unwahrscheinlich. Aber nur damit lässt sich politisch Kapital daraus schlagen und deswegen forciert man einzig diese Variante. Da ist es schon sehr scheinheilig einer unabhängigen Justiz vorzuwerfen das diese nur einseitig ermittelt.

    #305518

    Die Bekannte ist nicht recht informiert. Gib ihr mal einen Link zu den div. Threads hier.

    #305520

    „Das es in der ganzen Kette Fehler gegeben hat ist wahrscheinlich aber das hier Mord mit rassistischem Hintergrund vorgelegen hat ist höchst unwahrscheinlich.“

    Für einen Mord fehlt vielleicht auch ein direktes Motiv. Ich denke auch nicht, dass die Polizisten in der Gruppe gesagt haben, komm wir bringen den jetzt mal um.

    #305524

    Und wieder das Märchen von der Selbstentzündung, ich könnte vor Wut in Flammen aufgehen!

    „Sowohl Selbstentzündung, als auch Fremdeinwirkung können nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden.“

    Und Dann die Gefahr, die von der Spucke des Koksers ausgeht?
    Da weiß sicher weiß nix mehr?
    Punkt 10

    #305528

    @wolli,

    auf welchen kruden Verschwörungsseiten treibst du dich mal wieder rum.

    @nix idee
    mit den beiden Gutachtern hast du recht. Im zweiten Gutachten von Iain Peck auf der Basis der Informationen der Verteidigung zu den Schmiedeberger Brandversuchen schreibt er, (ich zitiere deutsch nach der Initiative Oury Jalloh, engl. original im Link) „„Angesichts der großen Anzahl der veränderten Variablen sind die Ergebnisse unserer Ansicht nach unbrauchbar.“ Sprich, im Schmiedeberger Brandversuch wurden die Bedingungen solange abweichend von der Dessauer Zelle verändert, bis ein halbwegs genehmes Ergebnis im Interesse der staatsanwaltschaftlichen Selbsttötungsthese gefunden war. allenfalls halbwegs, weil der Zustand von Oury Jalloh trotz der Manipulationen nicht wirklich reproduziert werden konnte.

    Was die Brandbeschleuniger betrifft: Vielleicht kann unser Chemiker im Forum ja mal erklären, welche Rückstände unvergällter, medizinischer Alkohol hinterlässt. Ansonsten findet man ja schließlich nur das, was man auch sucht. Bei der nicht-ergebnis-offenen These einer Selbsttötung erübrigt sich die Suche nach Brandbeschleunigern selbstverständlich.

    Was das Motiv betrifft: Eine zweite Pathologische Untersuchung durch die Verteidigung hat z.b. einen, in der ersten pathologischen Untersuchung nicht dokumentierten Nasenbeinbruch ergeben. Das wirft zum einen ein Licht darauf wie gründlich untersucht worden ist (z.B. nach Brandbeschleunigern), zum andern deutet es auf Mißhandlungen von Oury Jalloh hin, bevor er verbrannt ist. Da ergibt sich ein Motiv von alleine: Vertuschung, der Mißhandlung (bereits mit evtl. Todesfolge?). Es ist nicht der erste dubiose Todesfall mit dubiosen Ermittlungen, und auch nicht der Letzte, bedenkt man den skandalösen Auftritt von Staatsanwalt Bittermann bei der Pressekonferenz zum Tode von Yang Lie.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 9 Monate, 1 Woche von  fractus.
    • Diese Antwort wurde geändert vor 9 Monate, 1 Woche von  fractus.
    #305544

    @fractus
    Ich treibe mich auf Seiten von geachteten und verdienstvollen ehem. SPD-MdB rum.

    #305549

    @fractus
    Ich treibe mich auf Seiten von geachteten und verdienstvollen ehem. SPD-MdB rum.

    Auch wenn ich unter verdienstvoll vermutlich etwas anderes verstehe. Zum Rechtsstaat scheint er ein gespaltenes Verhältnis zu haben.

    „Am 8. Dezember 2008 wurden die Angeklagten freigesprochen. In seiner Begründung bekräftigte der Vorsitzende Richter Manfred Steinhoff das Urteil als „einfach nur ein Ende, das formal sein musste“. Dabei warf Steinhoff der Dessauer Polizei „Schlamperei“ vor und kritisierte die „Falschaussagen der Beamten“, die jede Chance auf ein rechtsstaatliches Verfahren sowie die Aufklärung des Sachverhaltes verhindert hätten.“
    „Die Vorsitzende Richterin des BGH, Ingeborg Tepperwien, äußerte gegenüber der taz, dass bei der Dessauer Polizei mangelnde Aufklärungsbereitschaft in diesem Fall vorliege.“
    > https://de.wikipedia.org/wiki/Oury_Jalloh

    Zwei mit dem Fall befasste Richter haben das Offensichtliche öffentlich ausgesprochen: Falschaussagen und Vertuschung durch die Dessauer Polizei. Den Vorsitzenden des Rechtsausschusses des LT von LsA Gürth (CDU) juckt das nicht die Bohne.

    #305555

    @nix idee
    mit den beiden Gutachtern hast du recht. Im zweiten Gutachten von Iain Peck auf der Basis der Informationen der Verteidigung zu den Schmiedeberger Brandversuchen schreibt er, (ich zitiere deutsch nach der Initiative Oury Jalloh, engl. original im Link) „„Angesichts der großen Anzahl der veränderten Variablen sind die Ergebnisse unserer Ansicht nach unbrauchbar.“ Sprich, im Schmiedeberger Brandversuch wurden die Bedingungen solange abweichend von der Dessauer Zelle verändert, bis ein halbwegs genehmes Ergebnis im Interesse der staatsanwaltschaftlichen Selbsttötungsthese gefunden war. allenfalls halbwegs, weil der Zustand von Oury Jalloh trotz der Manipulationen nicht wirklich reproduziert werden konnte.

    Das Wort „Manipulation“ zeigt schon wieder das Grundproblem. Davon Sprach Herr Peck nicht. Er spricht von der Veränderung der Variablen. Exakt wie in der Zusammenfassung des Brandversuchs von Herrn Smirnou. Auch dort äußert er Kritik über Abweichungen zur realen Gegebenheit.

    Was die Brandbeschleuniger betrifft: Vielleicht kann unser Chemiker im Forum ja mal erklären, welche Rückstände unvergällter, medizinischer Alkohol hinterlässt. Ansonsten findet man ja schließlich nur das, was man auch sucht. Bei der nicht-ergebnis-offenen These einer Selbsttötung erübrigt sich die Suche nach Brandbeschleunigern selbstverständlich.

    Zum Glück wurde explizit nach Brandbeschleunigern gesucht. Damit ist dein Vorwurf der „nicht-ergebnis-offenen These“ obsolete.

    Dies würdigt Herr Peck in seiner Analyse. In der Folge werden dann aber die verschiedenen Untersuchungen durcheinander gewürfelt und man kommt auf die Zweifelhafte Aussage mit den 9 Jahren.

    Woher auf der Polizeiwache größere Mengen unvergällter, medizinischer Alkohol kommen sollen müsstest du uns vielleicht noch erklären. Selbst das Zweifelhafte Brandgutachten von Herrn Smirnou und die wiederholte Analyse von Herrn Peck gehen wenn überhaupt von „Petrol“ also Benzin aus.

    Was das Motiv betrifft: Eine zweite Pathologische Untersuchung durch die Verteidigung hat z.b. einen, in der ersten pathologischen Untersuchung nicht dokumentierten Nasenbeinbruch ergeben. Das wirft zum einen ein Licht darauf wie gründlich untersucht worden ist (z.B. nach Brandbeschleunigern), zum andern deutet es auf Mißhandlungen von Oury Jalloh hin, bevor er verbrannt ist.

    Du kannst mir sicher sagen wie üblich es ist bei einer „Routine“ Autopsie, die Leiche in ein CT zu packen? Nach kurzer Recherche scheint dies wie zu erwarten äußerst ungewöhnlich und lässt so offensichtlich keine Zweifel an vorhergehenden Untersuchungen zu. Aber auch bei dieser Autopsie wurden wieder keine Brandbeschleuniger gefunden.

    Das er sich vehement in einem Drogen und Alkoholrausch gewehrt hat steht übrigens außer Frage. Auch die Gutachter haben zweifelsfrei festgestellt das er voll mit Kokain und Alkohol war. Allein die Alkoholmenge würde die meisten von uns ins Koma befördern und der Mischkonsum soll ja die Wirkungen verstärken.

    Da ergibt sich ein Motiv von alleine: Vertuschung, der Mißhandlung (bereits mit evtl. Todesfolge?). Es ist nicht der erste dubiose Todesfall mit dubiosen Ermittlungen, und auch nicht der Letzte, bedenkt man den skandalösen Auftritt von Staatsanwalt Bittermann bei der Pressekonferenz zum Tode von Yang Lie.

    Vertuschungen sind aber weit entfernt von Mord und Rassismus. Da hilft auch nicht die Generalkritik an den Ermittlungen in Sachsen-Anhalt. Gerade der Fall der chinesischen Studentin hat doch gezeigt das die Kette trotz widriger Bedingungen sehr gut funktioniert hat. Das Herr Bittmann zweifelhafte Auftritte hinlegt streitet auch keiner ab, komischerweise wurde er nach seinem letzten Auftritt zum Heilsbringer der Initiative gemacht.

    #305556

    Sollte da ein Polizist zur Tankstelle oder zu seinem Auto gegangen sein und zwei Liter Benzin gezapft haben, um Oury Jalloh zu verbrennen?

    #305558

    teu

    @wolli: was der Polizist gemacht hat, weiß im Moment nur er, hoffentlich.
    Er muss damit leben, ein Leben, war natürlich „nur das Leben eines vollgekoksten und besoffenen Negers“, gewaltätig beendet zu haben, und er muss damit rechnen, dass sein Leben hinter Gittern demnächst verläuft.
    Dieser Polizist sollte seine Arschbacken zusammenkneifen und es mitteilen.
    Dann hätte er eine Chance seine Rente wieder in Freiheit in Empfang zu nehmen.

    #305559

    Das Wort „Manipulation“ zeigt schon wieder das Grundproblem.

    Sich in scholastischen Wortklaubereien zu verlieren oder detailversessen Spitzfindigkeiten herauszuklauben bringt die Diskussion im Forum nicht Weiter und dürfte die anderen Forenuser langweilen. Man könnte es sicher noch weitertreiben, aber wozu?

    Es ist andernorts im Hallespektrum gezeigt worden, dass mindestens einer der Polizisten über genug Sachkompetenz im Umgang mit Brandbeschleunigern besessen hat, um mögliche Spuren zu verwischen.

    Andererseits haben zwei mit dem Fall betraute Richter eindeutig klar gemacht, dass die Ermittlungsergebnisse auf Falschaussagen und Vertuschungen der beteiligten Polizisten beruhen. Demzufolge ist eben auch das Untersuchungsergebnis der angeblichen Selbstentzündung des mit gebrochenen Händen gefesselten Oury Yalloh nicht seriös belastbar. Die wahre Todesursache von Oury Yalloh und den wahren Tathergang gilt es damit erst noch zu ermitteln.

    #305561

    Sich in scholastischen Wortklaubereien zu verlieren oder detailversessen Spitzfindigkeiten herauszuklauben bringt die Diskussion im Forum nicht Weiter und dürfte die anderen Forenuser langweilen. Man könnte es sicher noch weitertreiben, aber wozu?

    In diesem Punkt aber nicht ganz unbedeutend. Und noch mal der Brandversuch war von der Initiative gelenkt alle weiteren Gutachten stützen sich auf reine Auswertung aus der ferne. Die kritische Betrachtung zum Schweizer Gutachten stützt sich ebenfalls unter anderem auf beiläufige Beobachtungen der Initiative, die diese Untersuchung schon während sie am Anfang war massiv vor verurteilt hat.

    Der Wert dieser Gutachten ist also äußerst Zweifelhaft. Da schließt sich auch der Kreis zum Begriff „Gefälligkeitsgutachten“.

    Es ist andernorts im Hallespektrum gezeigt worden, dass mindestens einer der Polizisten über genug Sachkompetenz im Umgang mit Brandbeschleunigern besessen hat, um mögliche Spuren zu verwischen.

    Ist dem so? Wie hoch ist denn diese Sachkompetenz? Ist dies von einer einzelnen Person in dieser Lage überhaupt Möglich? Vor allem absolut Spontan ohne Vorbereitung?

    Andererseits haben zwei mit dem Fall betraute Richter eindeutig klar gemacht, dass die Ermittlungsergebnisse auf Falschaussagen und Vertuschungen der beteiligten Polizisten beruhen. Demzufolge ist eben auch das Untersuchungsergebnis der angeblichen Selbstentzündung des mit gebrochenen Händen gefesselten Oury Yalloh nicht seriös belastbar. Die wahre Todesursache von Oury Yalloh und den wahren Tathergang gilt es damit erst noch zu ermitteln.

    Nochmal, Verfehlungen sind äußerst wahrscheinlich und wurden unter anderem mit der Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung auch Rechtsstaatlich gewürdigt.

    Wie und wo hat sich aber Oury Jalloh jetzt schon wieder die Hände gebrochen?

    In diesem Fall ist generell wenig seriös belastbar. Aber keines der Gutachten konnte eine eindeutige Erklärung finden und eben auch kein Szenario ausschließen. Auch der Herr Perk und die anderen Gutachter schließen hier explizit nichts, inklusive Selbstmord, aus.

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