Startseite Foren Halle (Saale) Bibliothekenviertel statt Bebelviertel? MitBürger-Stadträtin mit neuem Vorschlag

  • Dieses Thema hat 89 Antworten und 27 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 6 Jahre, 9 Monaten von Anonym.
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  • #202990

    Wenn Historie zählt müsste das Paulusviertel aber Hasenviertel heißen. Mindestens. Wer weiß wie die Gegend noch so hieß.

    Mal ehrlich, es gibt tausende Herleitungen für Ortsbezeichnungen. Kann man sich aussuchen und ist einfach mal sehr oft Zufall.
    Daher, irgendwie zu argumentieren, dass irgendwas anders heißen soll, kann nicht funktionieren.

    #202992

    Ich gehe mit Farbspektrum mit, sie weiß sicher schlicht nicht, wer August Bebel war. 😉

    #202993

    Es genügt doch, wenn wir eine August-Bebel-Straße und eine August-Bebel-Apotheke haben. Dass der SPD Fraktion das gefällt verwundert mich nicht, aber das war es auch schon.

    Ich finde es auch nicht sehr kreativ, aus einer schon vorhandenen Straße den Namen eines ganzen Viertels abzuleiten.

    #203001

    Dann aber lieber Bebelviertel als Steintorviertel. Steintorviertel darf das Viertel nördlich des Stadtparks und gern auch bis zur Emil-Abderhalden- und Adam-Kuckhoff-Straße heißen, aber darüber hinaus hat’s relativ wenig mit dem Steintor zu tun.

    #203006

    akademisches viertel würde schon passen. gerade mit blick in die zukunft da man mindestens eine viertel stunde brauchen wird um durchs viertel zu kommen wenn der platz vorm steintor erst fertig und verweist ist.????

    #203037

    Man könnte es auch Steintorunibiblioakademinebendempaulusviertel nennen 🙂

    #203038

    Mit etwas Selbstbewusstsein der Anwohner ginge auch: Das Viertel.

    #203042

    Anonym

    Aber das mathematisch falsch. Wenn überhaupt, dann „Die Hälfte“.

    #203047

    Ich finde, dass manche der Viertel zu kleinteilig definiert wurden. Und das ist gerade beim „Bebelviertel“ und dem „Steintorviertel“ der Fall.

    Das Steintor ist in meinem Empfinden etwa kein Viertel, sondern ein bestimmter Ort.

    Und wenn man das sich dahinter anschließende Gebiet tatsächlich als Viertel definieren möchte, käme eigentlich nur die Eingrenzung durch die wichtige Straßen in Frage: Gr. Steinstraße – Universitätsring – Geiststraße – Bernburger Straße – Ludwig-Wucherer-Straße. Wie man das dann am besten (evtl. mit historischen Bezug) nennen könnte, wissen vielleicht die Damen und Herren im Stadtmuseum.

    #203049

    Anonym

    Das Steintor ist in meinem Empfinden etwa kein Viertel, sondern ein bestimmter Ort.

    Sind nicht alle (bisherigen) Namen nach bestimmten Orten gewählt? Gottfried-Keller-Siedlung und Thaerviertel mal ausgenommen.

    #203050

    Natürlich sind es meistens Orte, denn es geht ja um eine räumliche Bezeichnung. In Berlin zB sind die Kieze auch meist nach den zentralen Plätzen benannt.
    Grund des Namens ist doch vor allem eine Ortsangabe. „Ich wohne im …“, weil mit einzelnen Straßennamen mein Gegenüber vermutlich nicht gleich viel anfangen kann. Somit sind namensgebend Plätze, Kirchen oder andere Landmarken.
    Bibliothek wäre insofern nicht falsch, doch steht die Unibibliothek, so befürchte ich, in der Wahrnehmung der Hallenser deutlich hinter August-Bebel-Platz und Straße zurück.
    Puschkin wäre vielleicht noch eine Assoziation für viele Hallenser. Warum jener seine Straße (und Straßenbahnhaltestelle) abgeben musste, ist für mich nach wie vor rätselhaft.

    #203051

    Mit Orten meine ich Gebäude bzw. einen kleinen Bereich, die plötzlich als Namenspatron für ein ganzes Viertel herhalten sollen.

    Das „Steintor“ ist für mich nur der große Platz vorm Varieté bzw. das Varieté selbst. Aber kein Viertel.

    Elegant hat das der Volksmund übrigens beim Klaustor gelöst. Da heißt das Stadtgebiet sehr treffend KlaustorVORSTADT.

    EDIT Was anderes ist es natürlich, wenn der Name auf eine ehemals selbstständige Gemeinde zurückgeht, die heute im Stadtgebiet liegt (Kröllwitz, Glaucha, Nietleben, Trotha usw.). Da brauchst aber auch keine „Viertel“ hinten dran.

    #203096

    Elegant hat das der Volksmund übrigens beim Klaustor gelöst. Da heißt das Stadtgebiet sehr treffend KlaustorVORSTADT.

    Lustig, dass du das Beispiel anbringst, ich hatte mir nämlich gedacht, man könnte auch ganz neutral „Nordvorstadt“ sagen. Viele Städte haben „Vorstädte“, Leipzig und Plauen haben z. B. eine „Südvorstadt“. Auch Dresden hat viele Vorstädte.

    #203102

    Anonym

    Mit Orten meine ich Gebäude bzw. einen kleinen Bereich

    Nur ist das Steintor nicht nach dem Varieté benannt sondern nach dem Tor in der Stadtmauer. So wie die Klaustorvorstadt auch nach dem Klaustor benannt ist.

    Wenn du dich nur am „Viertel“ störst, könnte man ja auch Steintorvorstadt sagen…

    #203110

    Steintorvorstadt hieß das Viertel um die Große Steinstraße östlich des heutigen Joliot-Curie-Platzes (an dem das Steintor früher stand) früher schon.

    #203160

    Uni Karree, warum muß immer alles geviertelt werden?

    #203169

    Als ich 2001 in diesen Kiez zog, erzählte mir ein Alteingesessener, daß das Viertel vor dem Krieg Friedrichsvorstadt hieß, die Vorstadt zur Friedrichsuniversität auf der anderen Seite des Uni-Rings.

    #203174

    Na, ich vermute mal eher weniger wegen der Friedrichsuniversiät, sondern, weil die August-Bebel-Straße vorher Friedrichstraße hieß.

    Und „Kiez“ gibt’s vielleicht in Berlin, aber nicht in Halle.

    #203182

    Dein Binärcode steht nicht zufällig für „Beckmesser“?

    Wie wäre es mit Arrondissement oder Grätzl? Viertel klingt so langweilig …

    😉

    #203191

    Hatte ich schon im Post #202929 geschrieben. Ich denke, die Bezeichnung damals begründete sich in der Lage der (damals großen und bedeutenden) Friedrichstraße.

    #203195

    @rugby: wir hätten die blöde Diskussion tatsächlich nicht, wenn die Leipziger Völkerschlacht anders ausgegangen wäre. Wir hätten Arrondissements, sauber durchnummeriert, und gut is. Es wäre uns viel Blödsinn erspart geblieben.

    Und heute noch würden wir im Carneval König Lustig alias Jerome Bonaparte hochleben lassen.

    #203199

    Arrondissements sind mehr so Verwaltungsbezirke. Stadtviertel lauten im Französischen schlicht übersetzt Quartier. Sollte man als typisch rheinländischer Bonapartist eigentlich wissen.

    #203200

    Es ist ganz wichtig, Viertel in irgendwas zu benennen. Es sollte darauf geachtet werden, dass es möglichst lang und schwer-, oder gar unaussprechlich ist…

    #203203

    Bebel-Viertel ist schon OK. Wenn zwei Viertel nach Kirchen heißen können, dann kann auch ein Viertel nach einem Platz heißen. Der Mann hat historische Verdienste.

    #203212

    Aber die SPD hat erst kürzlich ohne Not ihre Willy-Brandt-Strasse bekommen, wo doch Alte Lindenstrasse richtiger gewesen wäre.

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