Startseite Foren Halle (Saale) Abriss vom Künstlerhaus 188

  • Dieses Thema hat 450 Antworten und 60 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 7 Jahre von Anonym.
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  • #99624

    Die Diskusssion ist mehr als schräg. Offen für Veränderung wäre das Ganze wenn es mit der Nutzung als Künstlerhaus nicht mehr klappt eben eine neue Nutzung als Eigentümer zu definieren. Dies wird von jedem privaten Denkmalbesitzer erwartet (und u.a. auch hier im Forum zurecht eingefordert, siehe Brüderstraße u.s.w.) Wenn der Eigentümer aber die Stadt ist zählt das alles nicht mehr.

    #99625

    Anonym

    Nun @farbspektrum, wie du „Künstler“ definierst, ist deine Sache. Ich kenne die Kunstschaffenden vom „188“ nicht und kann dementsprechend auch nicht beurteilen, ob sie mit ihrem Tun, ihren Unterhalt bestreiten können. Darum geht es auch bei der ganzen Sache nicht.

    Ich finde die Bezeichnung „Offen für Veränderung“ in Verbindung mit dem Abriß von Baudenkmalen schon ziemlich pervers. Ganz besonders auch dann, wenn diese „Veränderung“ noch nicht mal einen Sinn ergibt.

    #99627

    Es gibt sehr viele ähnliche Klinker-Schulen in Halle und man muss nicht jede erhalten. Vor allem an Ecken, die ohnehin nicht von Touristen besucht werden.
    Bloß weil Hallenser das Quietschen der Straßenbahn um die enge Kurve als so heimelig empfinden, muss die 188 nicht erhalten bleiben. Mir wäre es auch lieber, man könnte die gegenüberliegenden Häuser abreißen, kann man aber nicht.

    #99639

    Anonym

    Na das ist ja mal ’ne Argumentaion. Abriß ist ok, weil es noch mehr Klinkerbauten gibt. Du scheinst nach wie vor noch immer nicht zu verstehen, worum es eigentlich geht, oder? Zum Glück hast du bei diesem Thema keine Entscheidungsbefugnis.

    #99643

    Bollwerk: Wenn die „Künstler“ der 188 ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten könnten, müsste die Stadt kein Geld reinstopfen.
    Interessant, dass du die dort Schaffenden nicht beurteilen kannst. Wer kennt sie überhaupt? Wer kennt ihre Werke? Ein kleiner Kreis Nabelbeschauender?

    #99644

    Der Abriss der gegenüber liegenden, teilweisen Bauruinen sollte nicht mit einem Tabu belegt werden. Hier ergibt sich nach Abriss eine einmalige Gelegenheit in Kombination mit der neuen Straße wieder eine durchgängige Bebauung auf großem Grundstück herzustellen.

    #99645

    @farb
    Ihren Lebensunterhalt können und müssen die Künstler, abgesehen mal von H4, selbst bestreiten. Und im 188 sind sie nicht die Eigentümer, die zum Erhalt und zur Sanierung beitragen müßten, sondern nur die Nutzer und Mieter…

    Du bringst da wohl einiges nicht auf die Reihe; mach dich halt mal schlau…

    @zackel
    Fehlt nur noch der große Zampano mit dem Geldbeutel…

    #99647

    Anonym

    Immerhin scheinst du sie ja in- und auswendig zu kennen, @farbspektrum. Im Übrigen kann auch die Stadt sich nicht selbst finanzieren. Damit solltest du dir bei deiner Argumentation stets im Klaren sein.

    #99654

    Schulze, mir ist, als hätte ich was von einem Zuschuss von 130000 Euro gelesen.

    #99655

    Was bitte hat das mit dem Bestand eines Baudenkmals zu tun ?

    #99656

    @ Stefan: neben deinem Rentner möchten da auch viele Berufstätige schnell zur Arbeit und wieder nach Hause kommen. Und je besser der ÖPNV ist, umso mehr werden ihn nutzen und nicht das Auto. Was wiederum die Situation für die verbessert, die unbedingt aufs Auto angewiesen sind.

    (Ich fahre nicht oder kaum da lang!)

    #99657

    Ich bin so froh, dass manch einer der Schreiberlinge hier nix Essentielles zu entscheiden hat. Mein Gott, diese Griesgrämige, dieses Genörgel, dieses substanzlose Halbwissen…
    Könnt ihr euch denn nicht vorstellen, dass auch Künstler ein Teil der Gesellschaft sein müssen? Und auch unterstützt gehören?
    Immer dieses Gegeneinander…

    #99658

    Hat sich denn schon mal jemand Gedanken gemacht was es für die Anwohner der Ostseite für Folgen hätte, wenn das 188 stehen bleibt.
    Der Abriss der Ostseite bedeutet doch, dass durch die Öffnung des dahinter befindlichen Wohnviertels ein städtebaulich unbefriedigender Gesamteindruck entsteht. Der zusätzliche Lärm aufgrund der weggenommenen Randbebauung würde doch deren Wohnqualität mindern. Und glaubt ihr das eine Schallschutzmauer wirklich schön rüber kommt. Von Aufwertung dieses Viertels brauch dann keiner mehr reden.;(

    #99663

    @mu-wie,
    mit einem vernünftig aufgestellten und diskutierten Bebauungsplan für die Ostseite wäre schon viel geholfen, aber davon wollte man ja seit über 25 Jahren nichts wissen und nun steckt man in der Sackgasse.

    #99665

    @mu-wie,
    der städtebaulich unbefriedigende Gesamteindruck herscht auf der Ostseite des 188 schon seit einigen Jahren. Ich muss bei Gelegenheit mal einige Bilder einstellen. Hier sieht es teilweise aus wie Berlin 45.

    #99670

    @muwie : hat man denn Anspruch auf davor stehende Bebauung? Was ist, wenn ein Eigentümer sich nicht drum kümmert und das Gebäude abgerissen werden muss? Oder der Eigentümer will und darf was Neues bauen, reißt ab und dann is Geld alle?
    Welchen Anspruch haben dann die Eigentümer (Mieter können wegziehen) der dahinter liegenden Grundstücke, konkret bitte!

    #99674

    die Straße kann so wie sie ist saniert werden, ohne erst riesenabbrüche umsetzen zu müssen. Der böllberger Weg ist doch mit seiner einen Tramlinie und dem überschaubaren Verkehr doch keine soooo bedeutende Straße, zumal Halles Südstadt schrumpft. Ergo, Häuser stehen lassen, Förderprogramm wie in der paracelsusstrasse (Achtung, funktioniert tatsächlich!) auflegen, sportparadies in Betrieb nehmen, 188 verkaufen oder saniert weiter an die Künstler vermieten und zum Abschluss das leckere böllbergerwegeis schleckern. Kann so einfach sein.

    #99720

    zackel, die Ostseite kann man nicht abreißen, weil es nicht so einfach ist, jemanden sein Haus wegzunehmen, es abzureißen und auf dem Grundstück eine Straße zu bauen. Vielleicht handelt es sich auch um komplizierte Erbengemeinschaften, wie z. Bsp. bei der Böllberger Mühle.
    eavier, immer dieses Anspruchsdenken der Leute, die sich Künstler nennen. Kann sich denn jeder als „Künstler“ bezeichnen und vom Staat fordern, ihn zu unterhalten?

    #99725

    @farb

    wenn da irgendwo was von Zuschuss steht, dann geht der „aufs Haus“, wie man so schön sagt… Da bekommt nicht einer der eingemieteten Künstler irgendeinen Bonus von ab. Wenn allerdings die Stadt als Eigentümer bislang versäumt hat, die energetische etc. Seite des baus richtigzustellen, ist das nicht den Mietern anzulasten… also schießt der Vermieter da ein…

    #99737

    @zackel
    Da hast du schon recht, aber mit dem Abriss wird der Eindruck noch scheußlicher. Ist es da nicht wirklich besser diese Front zu sanieren.
    Wenn ich sehe wie rasch die Häuser in der Torstraße saniert wurden nachdem feststand das dieser Straßenzug ausgebaut wird, würde ich mir das für den Böllberger Weg auch wünschen.
    @rellah
    Das ist auch richtig. Einen Anspruch hat niemand. Hier haben wir aber doch den Fall wo im Vorfeld schon alle Vor- und Nachteile abgewogen werden mussten.

    Und teurer dürfte diese Variante bestimmt auch sein. Man muss den Eigentümern die Grundstücke abkaufen oder sie ggf. durch Planfeststellungsverfahren enteignen. Und dann müssen doch mit Sicherheit alle Versorgungsleitungen umverlegt werden. Und wir háben eine weitere Gleisverschwenkung.

    #99739

    Sanierung eines Gebäudes bedeutet 11% der Modernisierungskosten auf die Miete. Ein Eigentümer wird das nur machen, wenn er das dann auch fordern kann. Von den Künstlern?
    Und die Gebäude/Grundstücke auf der Ostseite, was sind die noch wert? Zum Wohnen ist das kaum noch geeignet, BüroFlächen gibt genug.

    #99746

    Solange die Stadt keine Nutzung für das Künstlerhaus 188 hat wird sie es auch nicht sanieren. Und da sehe ich auch für die Zukunft arge Probleme.

    @rellah das kann ich auch nicht sagen. Aber nach meinem Kenntnisstand hat die HWG das Haus Nr. 2 verkauft. Also ist hier doch eine Sanierung zu erwarten.

    Warum regt sich denn eigentlich keiner darüber auf das auch das Baudenkmal Haus Nr. 1 (welches ebenfalls unter Denkmalschutz steht) abgerissen werden kann. Hier war sogar die Stadt gegen den Abriss.

    #99763

    Um den noch länger andauernden Streit um den Abriss des Denkmals 188 aus dem Wege zu gehen und den weiteren ohnehin schon verzögerten Ablauf des Stadtbahnprogramms (siehe Umbau des Ranneschen Platzes) nicht noch weiter zu gefährden, bliebe nur das Herausnehmen des kritischen Straßenabschnittes vor den Häusern Böllberger Weg 1-10 aus dem Stadtbahnprogramm der Linie 1 übrig.

    #99772

    Das Herausnehmen des Streckenabschnittes bedeutet neue Kosten-Nutzen-Analyse und Änderungsantrag gegenüber dem Bund.
    Und was soll dann mit dem Streckenabschnitt Böllberger Weg passieren?

    #99775

    @mu-wie,
    so bauen wie in der Torstraße ohne eigenen Gleiskörper.

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