Startseite Foren Halle (Saale) Abriß des Planetariums- alles nur ein Mißverständnis

Dieses Thema enthält 71 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kenno vor 2 Monate, 1 Woche.

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  • #314624

    Aus den Erfahrungen der letzten Jahre würde ich ganz vorsichtig vorsichtiglich zu letzterem tendieren.

    #314628

    Günstigenfalls kommt bei diesen nachträglichen Recherchen bloß heraus, dass die Stadt Millionen an Fördermitteln zurückzahlen muss.

    Den Abriss hätte man vorher verhindern müssen, genauso wie es nichts genutzt hat, sich über den Kaufhof-Bunker am Markt zu beschweren, nachdem er stand.

    #314638

    @hei-wu: Das Planetarium ist nicht aus der Denkmalliste herausgenommen worden. Es ist als Denkmal gestorben, sozusagen. Denn es hat die Denkmalliste verlassen, indem es nach dem Abriss einfach nicht mehr da war.

    @geraldo: Ich beschwere mich nicht. Ich will nur wissen, wie solche Entscheidungen zustandekommen. So wenig ich es als meine Aufgabe sehe, um oder gegen etwas zu kämpfen, so sehr sehe ich es als meine Aufgabe an, Informationen zu sammeln und öffentlich zu machen, damit eine inofrmierte Bürgergesellschaft danach ihre Entscheidungen treffen kann.

    #314639

    Ich hoffe sehr, dass du so weitermachen kannst/darft. Genau so stelle ich mir Qualitätsjournalismus vor. Danke!

    #314640

    M.W. wurde es vorher rausgenommen – sonst wäre der Abbruch ja rechtswidrig gewesen.

    #314641

    Dann war die Auskunft, die mir gegeben wurde, falsch. In der hieß es, der denkmalstatus werde nicht aufgehoben, sondern er erlösche mit dem Verschwinden des Denkmals. Das habe ich irgendwo auch noch schriftlich.

    Deshalb muss die Abrissgenehmigung nicht rechtswidrig gewesen sein. Es gibt ja auch bei Denkmalen Gründe, die einen Abriss rechtfertigen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Monate, 2 Wochen von  steffen koenau.
    #314644

    Es ist in meinen Augen kein Qualitätsjournalismus, wenn man Entscheidungen erst öffentlich hinterfragt, wenn sie nicht mehr rückgängig zu machen sind. Dann ist es nur noch wirkungsloses Empörungshaschen.

    #314645

    Der Artikel ist für mich ein wenig Effekthascherei. Für was soll das noch gut sein? Herr Lehrer auf dem Klo hat jemand das Licht angelassen, ich kriege raus wer es war.

    #314646

    Mit der Bitte um einen Bindestrich: Wut- Schrei
    Außerdem vermisse ich beim Empörungsjournalismus den Namen Rauschenbach!
    Was macht eigentlich der bei der MZ geschasste? Der hätte doch das Thema aufs Tableu heben müsse, hat dem die Klage der MZ das Genick gebrochen?

    #314653

    „M.W. wurde es vorher rausgenommen – sonst wäre der Abbruch ja rechtswidrig gewesen.“

    Nein. Unter Umständen ist auch der Abbruch eines Denkmales genehmigungsfähig.

    #314659

    @osmo: & @geraldo: Das ist ja nur ein Beitrag, der auf mehrere frühere folgte. Allerdings ist richtig: Man und sicher auch ich hätte früher hinschauen müssen. Das muss ich mir selbst ankreiden.

    #314664

    „Herr Lehrer auf dem Klo hat jemand das Licht angelassen“

    Man darf nur hoffen, dass in Halle nicht jeder so denkt wie du. Die Zerstörung kulturellen Erbes ist nicht nur mal eben „Licht angelassen“.

    #314689

    Für die Bebauung im Überschwemmungsgebiet am Holzplatz ist noch nicht alles verloren, was nicht heißen soll das dort nicht gebaut werden kann.
    Leider ist man schon angefangen mit der Bebauung am Sophienhafen und der Hafenstraße dem Irrtum erlegen, dass es genügt, mit Erdanschüttungen über HQ 100 den zukünftigen Hochwässern zu trotzen.Dadurch geht aber wichtiger Retentionsraum für die Saale verloren und die Investoren haben die Pflicht lt.WHG einen Retentionsausgleich zu schaffen, um für die Saaleunterlieger keine Wasserspiegelnachteile zu produzieren.
    Hätte man bei den Standortmachbarkeitsstudien am Holzplatz diesen Retentionsvolumenausgleich berücksichtigt, dann wäre die Standortwahl eine andere gewesen.
    So müssen erst wieder Klagen kommen,um die geplanten Vorhaben wegen Unvollständigkeit zu ergänzen.

    #314691

    Leider ist man schon angefangen mit der Bebauung am Sophienhafen und der Hafenstraße dem Irrtum erlegen, dass es genügt, mit Erdanschüttungen über HQ 100 den zukünftigen Hochwässern zu trotzen

    Das ist nicht nur ein Irrtum, sondern rechtswidrig.

    #314694

    Leider ist man schon angefangen mit der Bebauung am Sophienhafen und der Hafenstraße dem Irrtum erlegen, dass es genügt, mit Erdanschüttungen über HQ 100 den zukünftigen Hochwässaer zu trotzen

    Das ist nicht nur ein Irrtum, sondern rechtswidrig.

    ..und damit haben sich die Stadträte von der Stadtverwaltung überrumpeln lassen?

    #314710

    „Herr Lehrer auf dem Klo hat jemand das Licht angelassen“

    Man darf nur hoffen, dass in Halle nicht jeder so denkt wie du. Die Zerstörung kulturellen Erbes ist nicht nur mal eben „Licht angelassen“.

    Von der Sache her hast du ja Recht. Aber hier geht es konkret um ein paar Betonschalen. Hier sollte man die Kirche im Dorf lassen bzw. das Planetarium im Gasometer.

    Soll ich dir ein paar neue gießen für den Garten?

    #314713

    @osmo Im Grunde geht es immer nur um ein paar Betonschalen. Oder alte Steine. Oder sonst einen Mist. Mein Gott, Leute gibt es…

    #314714

    @osmo: Gerne 🙂

    #314718

    “ In Halle wern de Dumm‘ nich alle!“

    Ich hoffte, diesen Schbruch güldet nich mehr in unsre Schadt, awwer das war woh een error, de Ladeiner meenten „errare human est“.

    #314724

    Wenn ich meine Frau ärgere, dass sie in Schaftstädt geboren ist, dann haut sie mir auch den Spruch an den Kopf “ In Halle wern de Dumm nich alle“, weil ich doch in Halle geboren bin.
    Und steffen koenau, ich bleibe bei dem, was ich oben schrieb. Basta.

    #314726

    Nachdem wir hier festgestellt haben, dass eine Bebauuung im Hochwasserüberschwemmungsgebiet auf dem Holzplatz und auf dem Gelände des kontamentierten Gaswerk rechtswidrig ist, stellt sich die Frage, wie es nun weitergehen soll? Wird es einen Baustopp und eine Nachbesserung wie am Gimritzer Damm geben?

    #314728

    Wo kein Kläger da kein Richter. Auch die Frage der aktiven Legitimation zur Klage dürfte hier etwas komplizierter sein, als beim Gimritzer Damm.

    #314729

    Wo kein Kläger da kein Richter. Auch die Frage der aktiven Legitimation zur Klage dürfte hier etwas komplizierter sein, als beim Gimritzer Damm.

    Das mußt du uns mal erklären, denn die Rechtslage ist eindeutig. Wer dagegen verstößt, wird die Folgen bei den Unterliegern des Holzplatze spätestens beim nächsten Hochwasser zu spüren bekommen und dann ist das Geschrei groß und die begangene Sünde nicht mehr rückgäng zu machen.

    #314730

    Wer dagegen verstößt, wird die Folgen bei den Unterliegern des Holzplatze spätestens beim nächsten Hochwasser zu spüren bekommen und dann ist … die begangene Sünde nicht mehr rückgäng zu machen.

    Damit hast Du die Frage selbst beantwortet. Zumindest einer dieser Unterlieger muss aktiv werden und auch plausibel machen können, dass da eine Sünde gerade begangen wird, die ihn persönlich negativ tangiert und die später nicht mehr rückgängig zu machen ist.

    Wenn die Behörden, aus welchen Gründen auch immer, nicht ganz gesetzeskonform handeln, können nur die unmittelbar Betroffenen die Vorgänge gerichtlich überprüfen lassen und ggf. stoppen.

    #314731

    @Cata,
    warum so bescheiden, denn immerhin sind es nach den offiziellen Betroffenheitsunterlagen wohl über 1000 Bürger unserer Stadt.Das sollte eine Untersuchung bzw.Sammelklage wert sein.

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