Startseite Foren Halle (Saale) Abriß des Planetariums- alles nur ein Mißverständnis

Dieses Thema enthält 71 Antworten und 14 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Kenno vor 1 Woche, 2 Tagen.

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  • #314506
    #314508

    Ist der Planetaiums-Neubau in der Ruine des Gasometers auch ein Mißverständnis?
    Mit den Höhenangaben im Verhältnis zum HQ 100 und zu den noch im Boden des ehemaligen Gaswerkes verbleibenden Giftstoffen nimmt es die Kulturdezernentin nicht so genau und lenkt zum Wasserstand am MMZ von der Beantwortung sehr wichtiger Fragen ab.

    #314518

    „Steffen Könau geht heute in der MZ dem Mißverständnis auf den Grund“

    Da war er aber schnell.

    #314525

    oder durfte er nicht vorher? Er kann es ja selbst aufklären.

    salzig ist das Meer, salzig ist der Fluss, salzig sind die Tränen, Salz ist in der Luft

    #314529

    In jedem Falle ist es eine Sauerei, wie mit dem Planetarium umgegangen wurde und alle Recherchen darüber, so gut sie auch gmeint sein sollten, kommen einfach zu spät! Wir hier müssten viel mehr Mut haben, solche Dinge einfach zur Anzeige zu bringen. Haben wir aber nicht. Oder? Allerdings, wenn die Förderrichtlinien andere Schwerpunkte setzen täten oder anders anwendbar wären (bei der Rettung der 188 hat es doch auch geklappt), dann könnten solche Fehlleistungen vielleicht zukünftig ausfallen. Dafür braucht es aber auch entsprechenden Verwaltungswillen und politischen Willen. Beides war hier offensichtlich nicht vorhanden.

    #314538

    „Nach dreimonatigen Recherchen sieht sich die Stadt nicht in der Lage herauszufinden, wann das Landesverwaltungsamt ihr mitgeteilt hat, dass jede weitere Nutzung des alten Planetariums untersagt ist. Dabei hatte Judith Marquardt eine angeblich so lautende Auflage zuletzt im Stadtrat bemüht, um die Notwendigkeit des – immerhin auch 283.000 Euro teuren – Abrisses des denkmalgeschützten Hauses trotz dutzender vorliegender Nutzungsangebote zu unterstreichen.“
    Soweit die MZ- Recherche von Steffen Könau.
    Und ich sage, dafür sollte die Frau zurücktreten. Oder der OB?

    #314545

    36 Fragen gingen am 28. Januar an die Stadt, die Antworten kamen nach mehrfacher Verschiebung – der Rechercheaufwand sei ungeheuer groß – in der vergangenen Woche. Allerdings blieben etwa zwei Drittel aller – sehr konkret formulierten – Fragen unbeantwortet. Ich habe im Artikel Beispiele dafür genannt.

    Zum Zeitablauf wird Irreführendes geantwortet, gelinde gesagt. So gibt es auf die Frage, wer wann die ersten Überlegungen zu einem Neubau angestellt habe, die Antwort, das sei der Stadtrat am Tag des Beschlusses für den Neubau am Holzplatz gewesen.

    Daraus ergibt sich, dass es eine entsprechende Vorlage nicht gegeben haben kann. Oder dass die Antwort falsch ist.

    Mir war es in diesem Falle – da vorhergehende Artikel in der MZ, die ich geschrieben hatte, von der Beigeordneten im Stadtrat als „falsch“ bezeichnet wurden -, darum, mal an den Kern zu gelangen: Wie konnte ein Neubaubeschluss samt Abrissentscheidung fallen, ohne dass überhaupt ein Schadensgutachten vorlag?

    Das ist nicht gelungen, weil ein Trappistenkloster gegen die Transparenz dieser Stadtverwaltung eine Schwatzbude ist. Aber immerhin ist jetzt klar: Ja, der Abrissbeschluss fiel, noch ehe es ein Gutachten gab.

    Wenn sich die Flut in ein paar Tagen zum 5. Mal jährt, gucke ich mal nach, ob da ein System dahintersteckt, wie es funktioniert und welche Ergebnisse er zeitigt.

    Ich war jedenfalls über viele Dinge, die ich im letzten Jahr bei der Recherche erfahren habe, bass erstaunt.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 6 Tagen von  steffen koenau.
    #314549

    Sie hätten vielleicht mal beim Landesverwaltungsamt nachfragen sollen.

    #314550

    Der Artikel wird im wesentlichen richtig sein. Ja, sonderbar, dass das alles so lange dauert, bis mal jemand die Zahlen nebeneinander schreibt und sich über den Zeitpunkt einzelner Entscheidungen wundert.
    Der Stadtrat, dessen Aufgabe das vielleicht wäre, freut sich ja auch gern über jede neue Investition.
    Unfair ist, dass Herr Könau allein Frau Marquardt an den Pranger stellt.
    Solange Herr Neumann noch da war (Ende 2014), war er für Immobilien verantwortlich. Und die Strategie, soviel Fördermittel aus der Fluthilfe abzugreifen, Hauptsache die Summe ist hoch und egal wie sinnvoll das ist, stammt vielleicht auch nicht von ihr.

    #314566

    Ich denke, Frau Marquardt wurde nur als Prügeldame vors Loch geschoben. Et ceterum censeo: warum wurde nicht das Landesverwaltungsamt gefragt?

    #314567

    Sie hätten vielleicht mal beim Landesverwaltungsamt nachfragen sollen.

    Meinst du damit auch,, dass das Landesverwaltungssaamt auch darüber zu entscheiden hat, wer in vom Landesverwaltungsamt ausgewiesenen Hochwasserüberschwemmungsgebieten überhaupt oder nur mit Ausnahmegenehmigung bauen darf? Ich denke da auch an das Schnellschußvorhaben zum Bau eines Ausweichschulstandortes auf dem Gaswerksgeländee am Holzplatz.

    #314569

    Warum soll man jemand fragen, der vielleicht nein sagen könnte?
    Ihr müsst echt mal nüchterner an das Thema und die daran Beteiligten rangehen. Nein ist doch nie eine Option, sondern erst mal gibt es nur Formen von ja. Ja, ja und JA!!! Dann Verkündung sofort, ab besten mit JA!!!, wenn später niemand nein sagt, ist der auf jeden Fall böse.

    #314580

    @hei-wu: Das Landesverwaltungsamt habe ich doch beim letzten Mal befragt. Jetzt wollte ich wissen, wer auf welcher Datengrundlage entschieden hat, dort die entsprechenden Anträge zu stellen.

    Da hilft eine Nachfrage beim Landesverwaltungsamt eben gerade nicht, weil die ja erst involviert sind, wenn es diese Anträge gibt.

    #314582

    Danke für die Recherchen. Bleiben Sie dran, Herr Koenau! Interessant wäre auch zu erfahren, wie der Stadtrat aus heutiger Sicht seinen voreiligen Neubaubeschluss und das Prozedere betrachtet, das zu diesem Beschluss geführt hat.

    #314584

    Die Geschmäcker sind doch bekanntlich sher sehr verschieden. Ich persönlich weine den Betonklunkern keine Träne nach. Da gibt es schlimmere Abrisse.

    Übrigens läuft jetzt gerade eine interessante Doku auf Phoenix über Abrisse in ganz Deutschland kurz nach dem Krieg (da hättet ihr euch mit eurer Beton-Zitronenenpresse lächerlich gemacht (-: )

    #314586

    Es ist aber positiv zu werten, dass ein Wasserhindernis im Hochwassergebiet weggekommen ist, die alten Ausstellungshallen wurden deswegen auch weggerissen.

    #314588

    Dann steht also das Peißnitzhaus nur im Weg???

    #314590

    Ja.

    #314591

    Dann bezahlst du aber die Grabungsarbeiten, um es tiefer zu legen!

    #314592

    Mich würde da auch interessieren, warum das Verwaltungsgamt das Gebäude von der Denkmaliste gestrichen hat

    #314596

    „Interessant wäre auch zu erfahren, wie der Stadtrat aus heutiger Sicht seinen voreiligen Neubaubeschluss und das Prozedere betrachtet, das zu diesem Beschluss geführt hat.“

    Naja, da bei der Schule direkt neben dem Planetarium so ziemlich die gleiche Geschichte gelaufen ist „Schnell schnell, sonst ist es zu spät …“, würde ich mal sagen, ganz genau so.

    #314597

    Ist doch schön, wenn mal was schnell geht.

    Die Betonschalen waren nun wirklich nicht der große Wurf. Genauso häßlich wie die neue graue Betonmauer nähe der Schwanenbrücke.

    #314603

    Die Betonschalen waren nun wirklich nicht der große Wurf.

    Das zumindest haben sogar Baudenkmalpflege anders gesehen, die sonst um DDR-Architektur wenig Aufhebens machen.

    #314604

    Mit den Ausstellungshallen wurde aber auch gleich das mit entsorgt, was dort alljährlich stattfand; die Bezirksausstellung Bildnerisches Volksschaffen. Sie zog alljahrlich Besucher weit über den Bezirk Halle hinaus an. Weg damit, brauchen wir nicht mehr. Haben heute besseres zu bieten.

    #314612

    Warum hat man denn eigentlich die fachlich für den Hochwasserschutz und die Erteilung von Retentionsausgleichmaßnahmen zuständige Untere Wasserschutzbehörde der Stadt Halle nicht in die Bebauungen des Holzplatzes einbezogen oder hat man diese zum Schweigen verurteilt, um die inzwischen auf über 20 Mio € angestiegenen Kosten nicht noch weiter explodieren zulassen?

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