Zum Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft veröffentlichte das Statistische Landesamt aktuelle Zahlen zur Rolle von Frauen im Hochschulbereich in Sachsen-Anhalt. Demnach waren Frauen zu Beginn der akademischen Laufbahn nahezu proportional zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung vertreten. Von den 1,086 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern waren 50,9 Prozent weiblich; unter den Studierenden im Wintersemester 2024/25 lag der Frauenanteil mit 51,0 Prozent fast identisch. Auch bei den Studienanfängerinnen und -anfängern des Jahres 2024 zeigte sich mit ebenfalls 51,0 Prozent ein ausgeglichenes Verhältnis.
Im Fernstudium (53,4 Prozent) und im Teilzeitstudium (53,1 Prozent) waren Studentinnen etwas stärker vertreten. Im dualen Studium hingegen lag der Frauenanteil mit 44,2 Prozent deutlich niedriger. Unter den Personen, die im Jahr 2024 ein Erststudium erfolgreich abschlossen, betrug der Frauenanteil 54,7 Prozent. In weiterführenden Qualifikationsstufen verschoben sich die Verhältnisse jedoch: Bei weiteren Studienabschlüssen sank der Anteil auf 49,6 Prozent, bei Promotionen auf 45,5 Prozent.
Auch die Abschlussnoten wurden ausgewertet. 36,9 Prozent der Absolventinnen – abgesehen von Promotionen – erreichten eine sehr gute Gesamtnote oder eine Auszeichnung. Bei Männern lag dieser Wert bei 27,3 Prozent. Bei Promovierenden war das Verhältnis umgekehrt: 36,4 Prozent der Frauen und 44,8 Prozent der Männer erhielten eine sehr gute Bewertung.
In den höchsten wissenschaftlichen Qualifikations- und Karrierestufen waren Frauen weiterhin unterrepräsentiert. Unter den Habilitierten lag ihr Anteil 2024 bei 36,7 Prozent. Professuren insgesamt waren zu 26,7 Prozent weiblich besetzt. In der höchsten Besoldungsgruppe C4/W3 betrug der Frauenanteil 20,8 Prozent.
Ausführliche Basisdaten und Zeitreihen stehen in der Datenbank GENESIS-Online des Statistischen Landesamtes zur Verfügung.