Sachsen-Anhalts Bevölkerung wird weiter älter. Zum Jahresende 2024 lag das Durchschnittsalter der Einwohnerinnen und Einwohner bei 48 Jahren und 3 Monaten. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des heutigen Weltbevölkerungstags mitteilt, ist das ein Anstieg um gut einen Monat im Vergleich zum Vorjahr. Frauen waren dabei im Durchschnitt mit 50 Jahren und 1 Monat rund 3 Jahre und 9 Monate älter als Männer.
Vor drei Jahrzehnten, im Jahr 1994, lag das Durchschnittsalter noch bei 40 Jahren und 3 Monaten. Die Bevölkerung des Landes ist damit innerhalb einer Generation um acht Jahre gealtert. Die Statistiker führen diese Entwicklung auf zwei wesentliche Ursachen zurück: einerseits die gestiegene Lebenserwartung, andererseits den Rückgang des Anteils jüngerer Generationen – bedingt durch niedrige Geburtenraten und die Abwanderung junger Menschen, insbesondere in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die jüngste Bevölkerung lebt weiterhin in den beiden großen Städten des Landes. In Halle (Saale) lag das Durchschnittsalter bei 44,7 Jahren, in Magdeburg bei 45,1 Jahren. Auch der Landkreis Börde verzeichnet mit 47,8 Jahren vergleichsweise junge Werte. Am ältesten ist die Bevölkerung im Landkreis Mansfeld-Südharz mit durchschnittlich 50,7 Jahren sowie in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau (50,3 Jahre).
Die Zahlen verdeutlichen den anhaltenden demografischen Wandel im Land, der nicht nur für die Sozialpolitik, sondern auch für Arbeitsmarkt, Infrastrukturplanung und kommunale Daseinsvorsorge von wachsender Bedeutung ist. Weitere Details zur Altersstruktur und regionalen Entwicklung stellt das Statistische Landesamt auf seiner Internetseite sowie in mehreren Statistischen Berichten zur Verfügung.