Eine gute T
radition haben die
Halle-Kunstkalender des Verlags & Verlagsservice Schneidewind, die
seit Jahren Künstler der Region vorstellen. Dabei kommen ihre
unterschiedlichen künstlerischen Handschriften und Techniken zur
Geltung.
Der 2017-Kalender „Halle historisch“ ist bereits die 16. Ausgabe und dafür konnten mit Renate Lehnhof und Klaus Rebsch zwei hallesche Künstler gewonnen werden, die abwechselnd die Saalestadt in historischen Motiven einfingen. So präsentiert bereits das Titelblatt eine historische Marktansicht mit Altem Rathaus, dem Waage-Gebäude und buntem Markttreiben (Aquarell von Rebsch). Der Kröllwitzer Künstler hat außerdem historische Ansichten vom Alten Markt, der Seebener Straße oder den Weihnachtsmarkt beigesteuert.
Die Grafikerin Lehnhof ist dagegen mit historischen Motiven vom Hauptbahnhof, dem Kuttelhof mit der Schwemme, dem Hettstedter Bahnhof oder der Strohhofsaale vertreten. Ein besonderes Merkmal des anspruchsvollen Wandkalenders (35 x 42 cm) ist auch, dass eine abwechslungsreiche Mischung aus Farb- und SW-Abbildungen gelungen ist, womit die unterschiedlichen Malstile demonstriert werden. Auf der letzten Seite des Kalenders findet man zudem Kurzporträts der beiden Künstler.
Darüber hinaus ist auch ein Postkarten-Kalender „Halle und Saalekreis 2017“ (10,5 x 24 cm) mit 13 Motiven von Manfred Orlick erschienen. Er hat hallesche Motive mit der Kamera einfangen und diese dann am Computer künstlerisch entfremdet. Sehr ausdrucksstark bereits das Cover mit dem Händeldenkmal mit den Türmen der Marktkirche im Hintergrund. Weitere Motive sind u.a. die Konzerthalle, der Turm des ehemaligen Physikalischen Instituts, die Lutherkirche oder das schmale Haus am Kleinschmieden. Der Saalekreis ist dagegen mit dem Bismarckturm auf dem Petersberg und dem Taubenturm Seeben vertreten.
Die beiden Kalender sind in den halleschen Buchhandlungen, in
Galerien, in der Galeria Kaufhof, der Tourist-Information sowie
beim Verlag erhältlich. Fazit: Zwei abwechslungsreiche und
preiswerte Kalender, die Halle mit interessanten
Künstlerhandschriften zeigen. Im Großformat ein mögliches
Weihnachtsgeschenk und im Postkartenformat ein ideales Mitbringsel
zur Adventszeit. Nach Ablauf des Jahres wird das eine oder andere
Motiv
sicher einen Platz in
einem Bilderrahmen finden.