Zukunft selbst gestalten! Bildungs-, Job- und Gründermesse „Chance“ in Halle eröffnet

14. Januar 2016 | Wirtschaft | Keine Kommentare

Unter dem Motto „Zukunft selbst gestalten!“ findet am 15. und 16. Januar die Chance, die Bildungs-, Job- und Gründermesse für Mitteldeutschland, statt. Sachsen-Anhalts größte Veranstaltung dieser Art ist die zentrale Anlaufstelle für Schüler, Umschüler, Studierende, Berufseinsteiger, Fachkräfte und potentielle Existenzgründer. Rund 230 Aussteller bieten auf 8 500 m² Ausstellungsfläche Perspektiven rund um die Themen Bildung, Job und Gründung.


Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, eröffnet die Messe am Freitag, 15. Januar 2016, 11 Uhr. „Ich freue mich über dieses professionelle Angebot, das genutzt werden kann, um über viele Fragen des Ausbildungsweges, der Berufschancen und der Situation auf dem Arbeitsmarkt Klarheit zu gewinnen. Besonders interessant ist es, dass sich die Messe auch als Gründeroffensive versteht. Wir brauchen gut ausgebildete Menschen, die auch den Mut haben, eigene Ideen zu verwirklichen“, betont Haseloff, zugleich Schirmherr der Chance, in seinem Grußwort.

„Schulen MINTfrisch“ ist das Thema des Eröffnungsbeitrages. MINT, die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, beschreibt einen zentralen wirtschaftlichen Innovationssektor; auf Grund seiner Bedeutung und im Zusammenhang mit Prognosen zum künftigen Fachkräftebedarf wurden zahlreiche öffentlich wie privat geförderte Projekte und Initiativen gebildet. Dazu gehört auch die Junior-Ingenieur-Akademie in Sachsen-Anhalt; im Schuljahr 2015/16 führen fünf Schulen einen Kurs, unter ihnen das Georg-Cantor-Gymnasium und das Christian-Wolff-Gymnasium (beide Halle/S.). Lehrer und Schüler der beiden Schulen zeigen mit ihrem Experimentalvortrag Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit und richten damit den Fokus auf die MINT-Ausbildung, verdeutlichen ihren Stellenwert und die Notwendigkeit einer weiteren qualitativen sowie quantitativen Stärkung.

Persönliche Kontakte zwischen Unternehmern und Personalverantwortlichen auf der einen und den potentiellen Auszubildenden und Fachkräften auf der anderen Seite sind wichtiger denn je. „Abzusehen ist, dass der Informations- und Beratungsbedarf zu Beruf und Karriere in Zukunft weiter steigen wird“, hebt Roland Zwerenz, Geschäftsführer der HALLE MESSE, hervor. „Unternehmen ringen heute um Nachwuchs, seien es die auszubildenden Fachkräfte von morgen oder die Spezialisten ihres Faches. Die Chancen, die eigenen beruflichen Vorstellungen zu erfüllen, sind heute ausgezeichnet. Unser Messemotto ‚Zukunft selbst gestalten‘ umschreibt den Anspruch und die Motivation zur Eigenverantwortung.“ Die Chance bringt die Akteure zusammen und ihr kommt eine wichtige Rolle bei der Lösung von Passungsproblemen am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in der Region zu. Sie führt sämtliche Bereiche der persönlichen Karriereplanung zusammen: Berufsorientierung, Aus- und Weiterbildung sowie Studium, aber eben auch Job und Karriere sowie Gründung und Selbstständigkeit. Damit werden Synergien frei, von denen Aussteller und Besucher gleichermaßen profitieren.

Auf 121 Quadratmetern präsentiert die Handwerkskammer Halle am 15. und 16. Januar 2016 auf der Chance-Messe Handwerk zum Ausprobieren. „Schülerinnen und Schülern können sich am Stand der Handwerkskammer Halle ein Bild von der Berufsvielfalt im Handwerk machen. Dafür haben wir Unternehmen gewinnen können, die ihre Berufe greifbar machen“, beschreibt Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, das Ziel des Messeauftritts. „Die Sanitär-Heizung-Klimatechnik- und Ofenbauinnung wird den Beruf des Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vorstellen, die Gebäudedienstleister-Innung über den Gebäudereiniger informieren. Wer sich für die Berufe rund um das Auto an interessiert, dem stehen bei der PS-Union GmbH Auszubildende zum Kraftfahrzeugmechatroniker, zur Automobilkauffrau /-kaufmann, zum Fahrzeuglackierer und zum Karosserie- und Fahrzeugbauer Rede und Antwort. Besonders freue ich mich, dass wir über den Landesinnungsverband der Schornsteinfeger Sachsen-Anhalt und die Schule für Mode und Design zwei weitere Handwerksberufe vorstellen können, die sonst nur selten auf solchen Berufsfindungsmessen gezeigt werden“, fasst Keindorf das Angebot zusammen. Er lädt alle Schülerinnen und Schüler ein, sich über Chancen für eine Berufsausbildung in einem der rund 100 verschiedenen Ausbildungsberufe des Handwerks, von A wie Augenoptiker bis Z wie Zweiradmechatroniker, im Bezirk der Handwerkskammer Halle zu informieren. „Die Chance, seinen Traumberuf auf der Chance-Messe zu finden, ist bei rund 500 gemeldeten offenen Ausbildungsplätzen so gut wie nie“, ermutigt Thomas Keindorf die Schülerinnen und Schüler. Standnummer: Halle 1 F4. Neben dem Ausbildungsstand wird die Handwerkskammer Halle auch am Stand des Gründernetzwerkes Halle-Saalekreis (Halle 4, Stand B2) über Fragen der Selbstständigkeit im Handwerk informieren. Bei den dort stattfindenden Foren werden auch Spezialisten aus der Handwerkskammer Vorträge halten.

GISA-Mitarbeiter stellen zahlreiche Job- und Einstiegsangebote aus dem Bereich IT vor. Zu den Angeboten des mitteldeutschen IT-Dienstleisters gehören unter anderem Stellen für Berufserfahrene, Junior-Stellen für Berufseinsteiger, Ausbildungsangebote im Rahmen von dualen Studiengängen sowie Werkstudentenjobs. GISA hat derzeit insgesamt 56 offene Stellen ausgeschrieben. Als eines der erfolgreichsten IT-Unternehmen der Region beschäftigt GISA bundesweit mehr als 650 Mitarbeiter an sechs Standorten. Der IT-Dienstleister mit Hauptsitz in Halle ist langjähriger Praxispartner regionaler Hoch- und Fachhochschulen und bildet aktuell 24 duale Studenten aus. Dabei setzt GISA auf bewährte Ausbildungskonzepte, die Theorie und Praxis miteinander verknüpfen und aussichtsreiche Karriereperspektiven bieten. So werden unter anderem duale Studiengänge in den Bereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Angewandte Informatik und Wirtschaftsinformatik angeboten. Alle interessierten Messebesucher, ob berufserfahren, Berufseinsteiger, Student oder Schüler, sind herzlich an den Stand D2 in Halle 1 eingeladen, sich über die Karriereperspektiven bei GISA zu informieren. Neben dem Ausstellungsstand wird es bei den stattfindenden Foren am Freitag von 15:15 bis 15:45 Uhr und am Samstag von 13:30 bis 14:00 Uhr Vorträge zu den Einstiegsmöglichkeiten bei GISA geben.

Der Justizvollzug in Sachsen-Anhalt wirbt um Nachwuchs. Berufsbilder im Justizvollzug werden am Freitag, 15. Januar, und Sonnabend, 16. Januar, im Rahmen der Bildungs-, Job- und Gründermesse „Chance 2016“ in Halle vorgestellt. Die Messe findet unter dem Motto „Zukunft selbst gestalten“ auf dem Gelände der Halle Messe GmbH in Halle-Bruckdorf statt. Geöffnet ist an beiden Tagen von 9 bis 18 Uhr. Im Justizvollzug geht es darum, Gefangene zu befähigen, künftig ein Leben ohne Straftaten zu führen. Wer hier arbeitet, hat das Ziel, sich für die Bürger zu engagieren und für deren Sicherheit einzutreten. Wie der Alltag einer Justizvollzugsbeamtin bzw. des Justizvollzugsbeamten aussieht – darüber informieren die Bediensteten vor Ort. Die Mitarbeiter des Justizvollzuges wollen Interesse für eine zweijährige Ausbildung und ein dreijähriges Fachhochschul-Studium wecken. Hauptaufgabe ist die Versorgung, Betreuung und Beaufsichtigung der Gefangenen, bei der Arbeit, beim Besuch, in deren Freizeit. Daneben gibt es Einsatzmöglichkeiten zum Beispiel im Krankenpflegedienst, im Vorführdienst, im zentralen Transportdienst oder in den modernen Sicherheitszentralen der Anstalten. Die Beamtinnen und Beamten des Besonderen Sicherheits- und Revisionsdienstes ergänzen mit modernster Technik und ihren Spürhunden als Spezialkräfte die Kontrollen des Justizvollzuges. Justizvollzugsbeamtinnen und Justizvollzugsbeamte werden zwei Jahre ausgebildet und gehören dem allgemeinen Justizvollzugsdienst an (Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt). Während der Ausbildung sind sie Beamtinnen und Beamte auf Widerruf. Nach drei Jahren Probezeit werden sie in der Regel in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit berufen. Die Beamtinnen und Beamten des Allgemeinen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes bei Justizvollzugseinrichtungen (Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt) leiten im Wesentlichen selbständig und eigenverantwortlich die Verwaltungsbereiche. Nach dreijährigem Vorbereitungsdienst, bei dem sich Phasen an der Fachhochschule für Rechtspflege Nordrhein-Westfalen und fachpraktische Studienzeiten in den Vollzugseinrichtungen in Sachsen-Anhalt abwechseln – nehmen sie beispielsweise Aufgaben in der Personal- und Wirtschaftsverwaltung wahr. Als Vollzugsabteilungsleiter bzw. Vollzugsabteilungsleiterinnen treffen sie die Entscheidungen, die den Vollzugsalltag der Gefangenen betreffen.

Die Stadtwerke Halle suchen qualifizierte Auszubildende. Gemeinsam mit vielen anderen Unternehmen präsentieren sie sich am 15. und 16. Januar auf der „Chance 2016“, der Messe für Bildung, Beruf und Karriere. In der Halle Messe am Stand B 2 in Halle 2 erfahren Interessierte allerlei Informatives über die Ausbildungsmöglichkeiten bei den Stadtwerken. Azubis präsentieren sich live und können auf Herz und Nieren befragt werden. Aus der Lehrwerkstatt werden eine Pneumatik- und eine Elektronikanlage aufgebaut, an der Interessierte üben können. Außerdem erfahren sie, was es mit dem Büroklammertest auf sich hat. Derzeit bildet die Unternehmensgruppe in 13 Berufen aus und bietet Berufsanfängern noch freie Ausbildungsplätze als Gebäudereiniger/in, Fachmann (-frau) für Systemgastronomie und Elektroniker/in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, beginnend ab August 2016. Der Bewerbungsschluss wurde hierfür bis zum 14. Februar 2016 verlängert. Näheres finden Sie im Internet unter www.stadtwerke-halle.de unter Jobs & Karriere.

Wer eine spannende Ausbildung in einem modernen Umfeld mit Zukunftschancen sucht, denkt nicht als Erstes an die Stadtwerke. Zu Unrecht, wie unsere Ausbildungsplätze zeigen: Wo sonst in Halle können Mechaniker schon an Motoren von modernsten Straßenbahnen oder Kraftfahrzeugen üben, Elektroniker eine breite Palette vom Lichtschalter bis zur Oberleitung oder Mittelspannung warten und pflegen oder Anlagenmechaniker helfen, millionenteure Turbinen instand zu halten? Modernste Funktechnik bei der HAVAG, feinste Messungen in unseren Laboren und vielfältigster Umgang mit Kunden in den Büros – die Stadtwerke bieten Vielfalt und Abwechslung in der Ausbildung. Aktuell bilden die Stadtwerke aus: Kaufmann(-frau) für Büromanagement, Sportfachmann(-frau), Veranstaltungskaufmann(-frau), Kaufmann(-frau) für Verkehrsservice, Fachangestellte(r) für Bäderbetriebe, Anlagenmechaniker(-in), Anlagenmechaniker(-in) für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Berufskraftfahrer(-in), Fachmann(-frau) für Systemgastronomie, Industriemechaniker(-in), Elektroniker(-in) für Betriebstechnik und Fachinformatiker(-in) für Systemintegration. Für Abiturienten haben sich die Kooperative Ingenieurausbildung (KIA) mit integrierter Berufsausbildung und das duale Studium bewährt, denn die Studenten verdienen bereits während des Studiums Geld und ihre Praxiseinsätze sind sicher.

Unter dem Motto „Plan B: Es gibt immer eine Alternative“ präsentieren die Azubis der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) auf der Messe „Chance“ ihr Projekt zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler. Die IHK beteiligt sich bereits zum 13. Mal an der Bildungs-, Job- und Gründermesse auf dem Messegelände in Halle (Saale). Vom 15. bis 16. Januar 2016 stehen die Aus- und Weiterbildungsberater in Halle 1, Stand C 4 allen Interessierten zu Fragen rund um das Thema Berufswahl Rede und Antwort. Ziel des Azubi-Projektes ist es herauszufinden, welche Berufe im Trend liegen und welche Kriterien Einfluss auf die Berufswahl haben, um den Schülerinnen und Schülern Alternativen zu ihrem „Plan A“ aufzuzeigen. Dafür erfassen die Azubis mittels eines Fragebogens die Berufswünsche der zukünftigen Schulabsolventinnen und -absolventen. Zudem ermitteln sie die allgemeinen Interessen und Erwartungen an eine duale Berufsausbildung. Die Umfrageergebnisse werden in der März-Ausgabe des IHK-Magazins „Mitteldeutsche Wirtschaft“ präsentiert. Neben der persönlichen Beratung stehen den angehenden Azubis und Studenten auf der Messe auch die IHK-Lehrstellenbörse und die IHK-Stipendieninitiative für einen Einblick in weitere Instrumente der Berufsorientierung zur Verfügung. In der Existenz- und Unternehmensgründung ist die IHK am Gemeinschaftsstand des Gründernetzwerkes HALLE-SAALEKREIS in Halle 4, Stand B 2 vertreten. Hier lockt am 16. Januar 2016 der Gründertag mit zahlreichen Fachvorträgen zum Gründungsgeschehen sowie interessanten Interviews mit renommierten Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Region.

Berufliche Bildung im Fokus
Das Angebot, eine duale Berufsausbildung zu erhalten, ist für junge Menschen gegenwärtig sehr günstig. Auf der Chance informieren Aussteller aus Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistung zu rund 300 Berufsbildern und zeigen Möglichkeiten und Perspektiven. Praxisnah werden Berufe aus Branchen wie IT und Telekommunikation, Chemie, Bau-, Energie- und Medienwirtschaft, Logistik, Kfz-, Metall- und Elektroindustrie, Agrar- und Ernährungswirtschaft, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen, Entsorgungswirtschaft, Banken, Versicherung, Staatsdienst und Verwaltung vorgestellt. Berufliche Bildung bietet Sicherheit und Aufstiegschancen; mit der so gesammelten Berufserfahrung besteht die Möglichkeiten einer weiterführenden Qualifizierung bis hin zur Meisterausbildung. Dazu beraten neben den Unternehmen vor Ort auch die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, die Handwerkskammer Halle (Saale) sowie die Agentur für Arbeit Halle (Saale) (Stände in Halle 1: B 4, C 4 und F 4).

Berufswahl zwischen Erwartungen und Zukunftschancen
Jugendliche haben sehr konkrete Erwartungen an ihren zukünftigen Beruf und die Unternehmen, in denen sie tätig werden möchten. Allen voran sind für sie der Spaß am Beruf (85 %) wichtig, gefolgt von der Möglichkeit, Neigungen und Fähigkeiten einzubringen (65 %). Aber auch die Vereinbarkeit mit ihrem Privatleben und der Familie (58 %), ein hohes Einkommen (51 %) und ihre Selbstverwirklichung (48 %) bestimmen die Auswahl, ebenso wie ein gutes Verhältnis zu ihren Vorgesetzten, eine positive Teamstimmung und Karrieremöglichkeiten (vgl. dazu Deutsche Handwerks Zeitung, Ausgabe HWK Halle, 11.09.2015, S. 7). Und welche Berufsbranchen haben Zukunft? Bereiche wie Bildung und Erziehung, Gesundheit, Pflege und Medizin, IT und Elektrotechnik, Ernährung und Umwelt sowie Handel und Logistik bieten nicht nur in der Region, sondern auch bundesweit sehr gute und vielseitige Möglichkeiten. Auf der Chance vertreten sind u. a. die Kliniken Bergmannstrost (Halle 1 C 9), Martha Maria (Halle 1 E 10) und Ameos (Halle 1 E 11), der IT-Komplettdienstleister GISA (Halle 1 D 2), Bauer Elektroanlagen (Halle 1 F 2), namhafte Logistikunternehmen (Halle 1 und 2) sowie der Bauernverband Sachsen-Anhalt (Grüne Berufe, Halle 2 B 6).

MesseTIPP: Bewerbung
An beiden Messetagen geben Experten am Stand der Agentur für Arbeit (Halle 1 B 4) Tipps zur Anfertigung und Gestaltung der Bewerbungsmappe und prüfen gern die mitgebrachten Unterlagen auf Herz und Nieren. Das Fotostudio Shooting Star (Foyer, Stand 3) bietet zudem die Möglichkeit, das Bewerberfoto direkt auf der Messe anfertigen zu lassen.

Willkommen in Sachsen-Anhalt
Eine positive Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte ist auch für Sachsen-Anhalt von großer Bedeutung. Längst spüren wir die Folgen des demographischen Wandels. Zuwanderung ist so zugleich auch eine Chance, um dem Fachkräftemangel zu begegnen und unsere Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Die Chance-Messeinitiative „Willkommen in Sachsen-Anhalt“ bietet Orientierung und Beratung für Zugewanderte im Sinne einer eigenverantwortlichen beruflichen Entwicklung in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus sowie Unternehmen Informationen und Hilfe bei der Suche geeigneter Mitarbeiter und ggf. notwendiger Unterstützung. Das Landesnetzwerk IQ Sachsen-Anhalt (koordiniert von der CARITAS) berät und informiert auf dem „Willkommensstand“ (Halle 1 B 8) zur Zuwanderungspolitik und gesetzlichen Regelungen, zum Aufenthaltsrecht, der Anerkennung von Qualifikationen, Sprachkursen oder Studium und gibt auch personalsuchenden Unternehmen praktische Unterstützung.

Studieren ist beliebt
Die Anzahl der Studienanfänger/-innen nähert sich rasant dem Niveau neu abgeschlossener Ausbildungsverträge. Im Sommersemester 2014 und im Wintersemester 2014/15 waren es lt. Statistischem Bundesamt 504 882 neu Immatrikulierte gegenüber 518 394 Startern in der Berufsausbildung. Im Kontext steigender Schulbildungsabschlüsse ist das Studium beliebt. Auf der Chance geben 19 Hochschulen, Universitäten und Berufsakademien (Halle 4) Auskunft zu aktuell angebotenen Studiengängen und Tipps zu den Themen Studieren und Studienwahl. Zugleich informieren sie über Zugangsvoraussetzungen, Bewerbung und Zulassung, Studienbeiträge und -finanzierung, aber auch zu Studienvorbereitung und -einstieg sowie rund ums Studieren an den jeweiligen Standorten. Neben einem Vollzeitstudium ist es auch möglich, berufsbegleitend oder in Teilzeit zu studieren bzw. ein Fernstudium oder ein duales Studium zu absolvieren.

MesseTIPP: James Bond und die Physik
Besucher der Chance können sich auf eine unterhaltsame und trotzdem naturwissenschaftlich qualitative Vortragsreihe freuen. Ort des Geschehens ist die Aktionsfläche der Martin-Luther-Universität in Halle 4. Am Freitag zwischen 14:00 und 17:30 Uhr und am Samstag zwischen 10:00 und 15:15 Uhr ist Physik einmal ganz anders zu erleben: Prof. Dr. Detlef Reichert vermittelt, gewürzt mit viel Humor, erstaunliche Einblicke.

Eltern und die Berufswahl ihrer Kinder
Jugendliche haben i. d. R. ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern. Im Umkehrschluss haben Eltern auf deren Entscheidungen, insbesondere bei solchen, die von hoher Wichtigkeit sind und in die Zukunft reichen, großen Einfluss. Damit spielen sie nach wie vor eine entscheidende Rolle bei der Berufswahl ihrer Kinder. Sie sind nicht nur deren wichtigste direkte Ratgeber und Meinungsbildner, sie haben mit ihrer Erziehung auch bewusst oder unbewusst schon erheblichen Einfluss auf die Berufswahl genommen und in frühester Kindheit den Grundstein für soziale Schlüsselkompetenzen gelegt. Die meisten Eltern sind sich ihrer Verantwortung bewusst, haben aber im stressigen Berufsalltag manchmal kaum Zeit und Gelegenheit, um sich in das Thema zu vertiefen. Die Chance bietet Eltern und ihren Kindern beste Möglichkeiten, sich bei einem vertretbaren Aufwand gemeinsam und konzentriert rasch einen breiten Überblick zu den Möglichkeiten und Angeboten vor allem in der Region zu verschaffen. Die Agentur für Arbeit zeigt Eltern in ihrer Rolle als Begleiter im Berufswahlprozess – Samstag, 11:30 Uhr im Podium 3 „Wir wollen doch nur dein Bestes“.

Berufsinformation XXL – der M+E-InfoTruck
Auf der Chance (Halle 2 K 10) ist er live zu erleben: Der neue InfoTruck! Er informiert erlebnisorientiert über die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder in der Metall- und Elektroindustrie. An anschaulichen Experimentierstationen (z. B. zur Funktionsweise einer intelligenten IT-Steuerung) erleben Jugendliche die „Faszination Technik“ – praxisnah und intuitiv. So können Arbeitsplätze und Berufe am Beispiel einer Automobilproduktion spielerisch kennengelernt werden. Berufsbilder der Metall- und Elektroindustrie werden am BerufeScout vorgestellt. Gleichzeitig wird über ausbildende Firmen und freie Lehrstellen in der Region informiert. Auf zwei Etagen mit insgesamt 80 m² bietet der M+E-InfoTruck Platz für eine ganze Schulklasse.

Die „Straße des Ausbildungsverbundes“
Gleich 13 Unternehmen präsentieren sich in der „Straße des Ausbildungsverbundes Olefinpartner“ (Halle 1). Vom Anlagenmechaniker über Chemielaborant, Fachinformatiker für Systemintegration und Fachkraft für Lebensmitteltechnik bis hin zum Zerspanungsmechaniker reicht die Breite und Vielseitigkeit möglicher Berufe. Vor allem junge Messebesucher können in der Straße von Firma zu Firma gehen und mit Auszubildenden, die in den Unternehmen und auf der Messe als Standpersonal tätig sind, auf Augenhöhe sprechen und einen ersten Einblick in den Ausbildungs- und Berufsalltag bekommen. Erfahrene Mitarbeiter, Personalleiter und Geschäftsführer beantworten gern alle Fragen zu Voraussetzungen, Lehre und Einstieg ins Unternehmen.

Job und Karriere in Sachsen-Anhalt
Gut ausgebildete Fachkräfte mit ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf werden in vielen Bereichen gesucht. Die Messe bietet Young Professionals die Möglichkeit, ihren zukünftigen Arbeitgeber kennenzulernen, mit den Personalverantwortlichen zu sprechen und sich direkt zu bewerben. Geschäftsführer und Personalchefs regionaler und überregionaler Unternehmen informieren an den Messeständen über ihr Unternehmen und zeigen Möglichkeiten des Einstiegs sowie zur Zeitarbeit. Im direkten Gespräch können sich Interessenten über ihren künftigen Arbeitgeber informieren. Auch in diesem Jahr gibt es zur Chance konkrete Jobangebote, die Job- und Lehrstellenbörse (Foyer) informiert über freie Stellen. Mit dabei sind auch die Jobcenter Halle (Halle 2 G 2), Merseburg (Halle 2 M 2), Anhalt-Bitterfeld (Halle 2 J 1) und Burgenlandkreis (Halle 2 L 2). Auch am Stand der Arbeitsagentur Halle (Halle 1 B 4) können sich Interessierte persönlich beraten lassen und online über aktuelle Stellenangebote informieren.

Begleitung auf dem Weg zum Erfolg
Aus- und Weiterbildungsinstitute sowie -akademien und Bildungsunternehmen beraten konkret über Programme und Trainingsmaßnahmen im Rahmen beruflicher und privater Fortbildung sowie anerkannte Abschlüsse unterschiedlicher Spezialisierungen und Grade. Unternehmen und Arbeitssuchende können ihre Fähigkeiten zukunftssicher auf- und ausbauen und steigern so ihren Marktwert. Individuelle Lösungen für Qualifizierung, Karriere und Zukunft – die Aus- und Weiterbildner der Region bieten auf der Chance ein breites Angebot für jedes Alter und in vielen Bereichen. Neben future Training & Consulting GmbH (Halle 2 H 1) sind die BBI – Akademie für berufliche Bildung (Halle 1 A 9), die DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH (Halle 1 D 7), die TÜV Rheinland Akademie GmbH (Halle 1 C 7) und die WBS TRAINING AG (Halle 2 K 3) mit ihrem Angebot vor Ort – persönlich, kompetent, zukunftsorientiert.

„Karriere im eigenen Land“ – Chancen in der Region
„Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit sind Ziele jeglicher Zukunftsgestaltung und Karriereplanung. Daher liegt einer Industrie- und Handelskammer das Thema Existenzgründung als Start in die Selbstständigkeit besonders am Herzen. Dies geht nicht ohne junge Menschen, die ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und ihr eigenes Unternehmen gründen bzw. ein bestehendes Unternehmen als Nachfolge übernehmen wollen“, hebt Carola Schaar, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau, hervor. Am Stand des Gründernetzwerks Halle-Saalekreis (Halle 4 B 2) beraten Experten über Aspekte von Neugründung, Beteiligung oder Unternehmensnachfolge und zeigen Beispiele erfolgreicher Firmengründungen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort wird die Umsetzung einer Geschäftsidee und die Sicherung der Finanzierung als erster Schritt zum Erfolg geprüft. Potentielle Gründer finden auf der Chance hervorragende Bedingungen: Am Samstag (16. Januar) lädt die Gründerkontaktlounge ein; Junggründerinnen und -gründer können diese branchenübergreifende Networkingplattform nutzen, um interessante neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Im GründerCafé bietet sich an beiden Messetagen die Möglichkeit des Austauschs und der Diskussion. Eingebettet in die Imagekampagne „Karriere im eigenen Land“ leistet die Messe damit einen Beitrag, gerade bei jungen Menschen mehr Akzeptanz und Interesse für Unternehmensgründung und Unternehmensnachfolge zu erzeugen. Ziel ist es, zu motivieren und die Chancen der Selbstständigkeit für eine eigene erfolgreiche wirtschaftliche Existenz aufzuzeigen.

Programm in drei Podien und im GründerCafé
Messebegleitend findet an beiden Messetagen ein Programm zu Themen rund um Berufsorientierung und Ausbildung, Studium, Bildung und Teilhabe, Bewerbung und Vorstellungsgespräch sowie Gründung und Selbstständigkeit in drei Podien und im GründerCafé statt. Insgesamt sind es rund 70 Vorträge, Präsentationen und Diskussionsrunden. Unternehmen und Institutionen informieren über ihre Leitbilder und Zulassungsvoraussetzungen (sowohl für die Ausbildung als auch für den Berufseinstieg und weiterführende Karrieremöglichkeiten). Auch für Lehrerinnen und Lehrer ist die Messe interessant; die Chance ist als Fortbildungsveranstaltung weiterer Träger durch das LISA – Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt anerkannt (Reg.-Nr.: WT 2016-400-01).

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Chance ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Am Freitag ist Schülertag: kostenfreier Eintritt mit gültigem Schülerausweis und für registrierte Schulklassen.
Die Tageskarte kostet 4 €, ermäßigt 3 € (Schüler/Studierende/Auszubildende/Arbeitssuchende), die Gruppenkarte 3 € (ab 10 Personen pro Person).

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