Wohnpark Paulusviertel: Scheitert Projekt wegen Unwirtschaftlichkeit?

9. Juli 2015 | Wirtschaft | 13 Kommentare

Seit Monaten wird bereits heftig über das Bauvorhaben von HWG und Papenburg am ehemaligen Regierungspräsidium im Paulusviertel diskutiert. Anwohner haben gegen das Vorhaben geklagt, sie emfinden insbesondere die die Neubauten als zu mächtig.

Doch nun bringt Stadträtin Yvonne Winkler (MitBürger), eine der Gegnerinnen des Vorhabens, neue Erkenntnisse in die Debatte. Ihr sei zugetragen worden, dass es innerhalb der HWG kritische Stimmen zum Regierungspräsidium gebe und eine Aufgabe des Vorhabens wegen Unwirtschaftlichkeit im Raum stehe, erklärte Winkler im Stadtrat.

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand will davon nichts wissen. Seinen Worten zufolge beginnen die Sanierungsarbeiten im September oder Oktober, er habe da eine feste Zusage. „Eine Bauaufgabe ist nicht vorgesehen.“

Bauherren für das 25-Millionen-Euro-Projekt ist ein Gemeinschaftsunternehmen von HWG und Papenburg. Dabei hatte es in der gemeinsamen Firma, der HGWS, auch schon Streit gegeben. Papenburg wollte alles selbst bauen, die HWG wollte selbst bauen. Nun werden kleinere Nebenarbeiten an andere Firmen vergeben. Neben der Sanierung von Regierungspräsidium und Villa ist auch ein Neubau vorgesehen. Die Ursprungsplanung war nach Anwohnerprotesten abgespeckt worden. Nun sollen noch 113 Wohnungen (vormals 130) auf einer vermietbaren Fläche von 10.400 Quadratmetern (vormals 12.000) entstehen. Auch die Zahl der Stellplätze wurde reduziert. Der Grünflächenanteil steigt von aktuell 13 auf dann 48 Prozent. Für eine Initiative von Nachbarn ist das Projekt immer noch zu monströs. Sie hatten deshalb gegen Bau geklagt, waren aber vorm Oberverwaltungsgericht gescheitert. Die Mietkosten sollen bei 8,50 Euro je Quadratmeter liegen.

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